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Verschwindet das Semikolon? Vergleich von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts mit Hinblick auf die Häufigkeit der Verwendung des Strichpunktes

Titel: Verschwindet das Semikolon? Vergleich von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts mit Hinblick auf die Häufigkeit der Verwendung des Strichpunktes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit wird untersucht, ob speziell in aktuellen Zeitungstexten tatsächlich weniger Semikolons vorkommen als in Aufschriften des 18. Jahrhunderts. Dazu werden zunächst die offiziellen Rechtschreibregelungen von heute und damals aufgezeigt und gegenübergestellt, damit bekannt ist, wie die Leitlinien für den Gebrauch des Strichpunkts waren und sind. Weiterhin werden verschiedene Korpora auf die Verwendung des besagten Satzzeichens hin untersucht und ausgewertet, um eine tragbare Aussage über einen eventuellen Rückgang des Gebrauchs des Semikolons in Zeitungstexten zu machen. Die Korpora beinhalten Blätter des 18. und des 21. Jahrhunderts.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regeln zum Gebrauch des Semikolons: Vergleich 21. Jahrhundert und 18. Jahrhundert

3. Überprüfung des eventuellen Rückgangs des Gebrauchs des Semikolons anhand von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts

4. Fazit

5. Forschungsliteratur

Zielsetzung und Forschungsgegenstand

Diese Arbeit untersucht, ob das Semikolon im modernen Zeitungswesen tatsächlich zunehmend verdrängt wird. Hierzu wird eine korpusbasierte Analyse von Zeitungstexten des 18. Jahrhunderts mit Daten des 21. Jahrhunderts verglichen, um den funktionalen Wandel und die Frequenzänderung dieses Satzzeichens wissenschaftlich zu belegen.

  • Historische Entwicklung der Interpunktionsregeln für das Semikolon.
  • Vergleichende quantitative Korpusanalyse zwischen dem 18. und 21. Jahrhundert.
  • Analyse der syntaktischen Einsatzgebiete des Strichpunkts in verschiedenen Epochen.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Semikolon, Komma und Punkt.
  • Diskussion über den Rückgang des Semikolons als Ausdruck eines Sprachwandels.

Auszug aus dem Buch

2. Regeln zum Gebrauch des Semikolons: Vergleich 21. und 18. Jahrhundert

Um den Wandel, den das Semikolon im Laufe der Zeit durchlebt hat, richtig zu verstehen, ist es zunächst erforderlich, einen Blick auf die Grundlage eines jeden Satzzeichens zu werfen. Dazu gehören die entsprechenden Rechtschreibregeln. „Das Semikolon (von lat. semi = halb, gr. kolon = Glied) ist zu Unrecht zum Stiefkind unter den Satzzeichen geworden. Es ist, da es schwächer als der Punkt, aber stärker als das Komma trennt, ein ausgezeichnetes Mittel zur übersichtlichen Gliederung längerer Sätze“ (Heuer; Flückiger; Gallmann 2006, 389). Der Duden gibt in einer aktuellen Auflage von 2007 noch genauere Auskunft über den Gebrauch des Semikolons:

Regel 158: Das Semikolon kann zwischen gleichrangigen Sätzen oder Wortgruppen stehen, wo der Punkt zu stark, das Komma zu schwach trennen würde <§ 80>. Es kann auch verwendet werden, um zusammengehörige Gruppen in Aufzählungen zu markieren (Stang; Steinhauer 2007, 167).

Diese Regelung überlässt es hauptsächlich dem Schreiber selbst, wann er das Satzzeichen benutzt. Auch in der aktuellen Auflage des PONS schließt man sich dieser Regel an und erklärt zusätzlich: „Durch Semikolon getrennte Sätze haben einen starken inhaltlichen Zusammenhang. Nach dem Semikolon schreibt man klein weiter, es sei denn, das folgende Wort ist ein Nomen“ (Balcik; Röhe; Wróbel 2009, 592). Noch eindeutiger wird es im Sprachratgeber der virtuellen Version des Dudens, wo man unter der Definition des Semikolons finden kann: „Das Semikolon, auch Strichpunkt genannt, nimmt zwischen Komma und Punkt eine Mittelstellung ein [...]. Da sich nicht eindeutig festlegen lässt, wann dies der Fall ist, liegt die Setzung eines Semikolons weitgehend im Ermessen des Schreibenden“ (Winkenbach 2014, 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Beobachtung auf, dass das Semikolon in der heutigen Sprache an Bedeutung verliert, und formuliert die Forschungsfrage zur Häufigkeit des Gebrauchs im Vergleich zum 18. Jahrhundert.

2. Regeln zum Gebrauch des Semikolons: Vergleich 21. und 18. Jahrhundert: Das Kapitel vergleicht aktuelle Rechtschreibregeln mit historischen Lehrschriften wie denen von Ratke, Heynatz und Adelung, um den Interpretationsspielraum und die Funktion des Zeichens zu beleuchten.

3. Überprüfung des eventuellen Rückgangs des Gebrauchs des Semikolons anhand von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts: Durch eine quantitative Korpusanalyse verschiedener Zeitungen wird belegt, wie stark die Verwendung des Semikolons über die Jahrhunderte hinweg abgenommen hat.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt den Rückgang des Semikolons und führt diesen auf die Unklarheit der Regeln und die Bevorzugung eindeutigerer Zeichen wie des Kommas durch die Schreibenden zurück.

5. Forschungsliteratur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und die literarische Basis der wissenschaftlichen Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Semikolon, Strichpunkt, Interpunktion, Satzzeichen, Sprachwandel, Korpusanalyse, 18. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Rechtschreibung, Zeitungsstil, Grammatik, Linguistik, Satzbau, Zeichensetzung, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen und modernen Gebrauch des Semikolons in deutschen Zeitungstexten und analysiert, warum das Zeichen zunehmend aus der Verwendung verschwindet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der deutschen Interpunktionslehre, die Gegenüberstellung historischer und moderner Grammatikregeln sowie die quantitative Auswertung von Textkorpora.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu verifizieren, ob das Semikolon in der heutigen Zeit seltener verwendet wird als im 18. Jahrhundert, und die Gründe für diesen Wandel zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche zu historischen Interpunktionslehrschriften und einer quantitativen Korpusanalyse anhand von digitalen Zeitungsarchiven.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zum einen die theoretischen Grundlagen des Semikolons durch Grammatiken und zum anderen die tatsächliche Frequenz des Zeichens in Zeitungen des 18. und 21. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semikolon, Interpunktion, Sprachwandel, Korpusanalyse und Satzzeichen.

Warum wird das Semikolon im 21. Jahrhundert seltener genutzt?

Die Arbeit zeigt, dass die Unklarheit über den korrekten Gebrauch und die durch die Regeln eingeräumte Freiheit dazu führen, dass Schreiber aus Unsicherheit eher zum eindeutigeren Komma greifen.

Welche Rolle spielt die Länge der Sätze bei der Verwendung?

Historisch wurde das Semikolon oft bei längeren Satzperioden eingesetzt, während heute kürzere Satzstrukturen dominieren, was das Semikolon in seinem ursprünglichen Funktionsbereich verdrängt.

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Details

Titel
Verschwindet das Semikolon? Vergleich von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts mit Hinblick auf die Häufigkeit der Verwendung des Strichpunktes
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V1181867
ISBN (PDF)
9783346603944
ISBN (Buch)
9783346603951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semikolon Strichpunkt Sprachwissenschaft Linguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Verschwindet das Semikolon? Vergleich von Zeitungstexten des 18. und 21. Jahrhunderts mit Hinblick auf die Häufigkeit der Verwendung des Strichpunktes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181867
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Leseprobe aus  16  Seiten
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