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Die Wertschöpfungskette von Kakao. Ökonomischer und sozialer Vergleich am Beispiel von Fairtrade und Fairafric

Title: Die Wertschöpfungskette von Kakao. Ökonomischer und sozialer Vergleich am Beispiel von Fairtrade und Fairafric

Master's Thesis , 2021 , 73 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Angelo Melli (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, folgende These zu überprüfen: Anhand der Wertschöpfungskette von Fairafric lassen sich höhere und sozialgerechtere wirtschaftliche Dividenden für die beteiligten Akteure in der Kakaoproduktion feststellen.

Um dies zu erreichen, werden das Unternehmen Fairtrade und weitere Fair Trade-Siegel untersucht. Infolgedessen sollen folgende Fragen beantwortet werden: Inwieweit kann Fair Trade eine reale ökonomische Veränderung ermöglichen? Was verbirgt sich hinter den Kulissen des fairen Handels im Kakaosektor? Was unterscheidet Fairafric von Fairtrade? Wie sind die Wertschöpfungsketten organisiert und welche Elemente sind dabei relevant? Welche Machtverhältnisse und Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle? Auf diese Fragen wird versucht, im Laufe der vorliegenden Arbeit eine Antwort zu formulieren. Ein weiteres Element, das ebenfalls untersucht wird, ist der generierte Nutzen von Fairafric und Fairtrade in Relation zu wirtschaftlichen und sozialen Effekten. Auch der Faktor Transparenz in der Wertschöpfung und Stiftung von Mehrwert wird thematisiert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der untersucht wird, ist das Thema der Nachhaltigkeit. Mit diesem Begriff ist der Umgang mit Ressourcen gemeint. In diesem Fall hauptsächlich aus ökonomischer und sozialer Sicht, aber es wird auch die ökologische Wirkung in der Wertschöpfungskette berücksichtigt, ebenso wie die Vorteilsgenerierung aus Sicht der Erzeuger in den Wertschöpfungsketten,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Was ist Fair Trade?

1.2 Vorüberlegungen zu Fair trade

2 Eigenschaften der Kakaoproduktion

2.1 Ökonomische Vorüberlegungen über den Kakaopreis

2.2 Ökonomische Vorüberlegungen des Kakaomarkts in Deutschland

3 Fairtrade

3.1 FLOCERT und Kriterien

3.2 Das Siegel

4 Exkurs - Wertschöpfungskette in Kakaosektor

4.1 Vorgehensweise in der „klassischen“ Wertschöpfungskette

4.2 Analyse der „klassische“ Wertschöpfungskette

5 Die Wertschöpfungskette von Fairtrade

5.1 Konsumenten

5.2 Handel

5.3 Hersteller

5.4 Importeure/ Exporteure

5.5 Produzenten

6 Ökonomische Wirkung von Fairtrade

6.1 Der Mindestpreis

6.2 Mindestlohn

6.3 (Vor-) Finanzierung

6.4 Fairtrade-Prämie

6.5 Soziale Wirkung und wichtige Richtlinien

6.6 Fairtrade-Standards und Mitarbeiterschutz

6.7 Demokratische Standards und Rechte von Minderheiten

6.8 Fairtrade-Standards über Nachhaltigkeit und Umwelt

6.9 Zwischenfazit

7 Weitere Fair Trade-Organisationen

7.1 UTZ Certified

7.2 Rainforest Alliance Certified

7.3 Fairtrade vs. UTZ und Rainforest

8 Fairafric

8.1 Definition und Kriterien

8.2 Das Siegel

8.3 Stakeholder und Unternehmentwicklung

8.4 Organisationsstruktur vom Fairafric

8.5 Datenanalyse aus dem Jahresabschluss

8.6 ROI und EBIT

8.7 Profitabilität und Risikomanagement

9 Die Wertschöpfungskette von Fairafric

9.1 Food Producer

9.2 Food Enterprises

9.3 Food Consumers

10 Ökonomische Wirkung von Fairafric

10.1 Prämie von Fairafric

10.2 Stiftung und direkte Gewinnbeteiligung

10.3 Höhe der Entlohnung

10.4 Wertschöpfung im Ursprungsland

10.5 Soziale Wirkung

10.6 Förderung von qualifizieren Arbeitsplätze

10.7 Zusätzliche Vorteile für Erzeuger und Mitarbeiter

10.8 Nachhaltiger Ressourcenumgang

10.9 Zwischenfazit

11 Kritischer Vergleich zwischen Fairafric und Fairtrade

11.1 Die Kriterien von Fairafric und Fairtrade

11.2 Der Siegel von Fairafric und Fairtrade

11.3 Fairafric vs. Fairtrade, UTZ und Rainforest

11.4 Greenwashing bei Fair Trade

11.5 Machtverhältnisse der Stakeholder

11.6 Praktische Implikationen

11.7 Direkte und indirekte Vorgehensweise der Stakeholder

11.8 Ökonomischer Impact

11.9 Sozialer Impact

11.10 Umweltnachhaltigkeit Impact

12 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Masterarbeit untersucht und vergleicht die Wertschöpfungsketten von Fairtrade und dem Start-up Fairafric im Kakaosektor. Ziel ist es, die These zu überprüfen, ob Fairafric durch eine alternative Strategie eine höhere ökonomische und soziale Wirkung sowie eine größere Nachhaltigkeit erzielen kann als herkömmliche Fair-Trade-Siegel, um so die bestehenden Machtstrukturen im fairen Handel herauszufordern.

  • Analyse und Vergleich der Wertschöpfungsketten (klassisch vs. Fairtrade vs. Fairafric)
  • Untersuchung der ökonomischen Wirkung (Einkommen, Mindestpreise, Prämien)
  • Evaluation sozialer Auswirkungen und Nachhaltigkeitsstandards
  • Diskussion von Greenwashing-Phänomenen im fairen Handel
  • Betrachtung der Machtverhältnisse und des Einflusses der Stakeholder

Auszug aus dem Buch

4.2 Analyse der „klassische“ Wertschöpfungskette

In dieser Phase finden der Saht- und Pflegeprozess der Kakao bäume statt. Nach der Ernte werden Kakaobohnen fermentiert und getrocknet. Nach der Verpackungsphase wird das Produkt in Ka kaosäcken gelagert.

Erzeuger/Genossenschaften verkaufen Kakaobohnen weiter. Bei den Käufern handelt es sich oft um Kleinhändler, Handelsorganisationen und Privatunternehmen. Die Bohnen werden zu den Häfen transportiert und danach exportiert.

Die Weiterverarbeitung der Bohnen findet manchmal lokal statt. Importeure kaufen den Rohstoff ein. Es kommt vor, dass ein Teil der Bohnen weiter eingelagert wird. Bohnen werden gereinigt und geröstet.

Ein weiterer Prozess ist die Vermahlung in eine Kakaomasse, die zur Herstellung weitere Produkte dient. Kakaobohnen werden verarbeitet und mit weiteren Produkten kombiniert, wie z. B. Zucker oder Haselnüssen.

Das Produkt wird auf den Vertriebskanälen bereitgestellt. Der Endverbraucher erhält das Produkt, ohne einen besonderen Einfluss oder Kontakt mit den vorherigen Phasen zu haben.

Sogenannte „Grinder“ und „Trader“, nehmen zwischen der zweiten und vieten Phase teil.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsvorhaben vor, das die Wirksamkeit von Fairtrade kritisch hinterfragt und die Strategie des Start-ups Fairafric als möglichen Gegenentwurf positioniert.

2 Eigenschaften der Kakaoproduktion: Das Kapitel beleuchtet die ökonomischen Rahmenbedingungen des Kakaomarktes, einschließlich der instabilen Preisbildung und der monopolartigen Machtstrukturen.

3 Fairtrade: Hier werden die Struktur, Organisation und das Zertifizierungssystem von Fairtrade sowie die Funktion des Siegels als Vertrauensinstrument beschrieben.

4 Exkurs - Wertschöpfungskette in Kakaosektor: Der Exkurs analysiert die Mechanismen der klassischen Kakaowertschöpfungskette und zeigt die Benachteiligung der Erzeuger auf.

5 Die Wertschöpfungskette von Fairtrade: In diesem Kapitel wird der Aufbau der Fairtrade-Kette von den Konsumenten bis zu den Produzenten detailliert nachgezeichnet.

6 Ökonomische Wirkung von Fairtrade: Das Kapitel evaluiert die ökonomischen Instrumente wie Mindestpreis, Mindestlohn und Fairtrade-Prämie hinsichtlich ihres Nutzens für die Erzeuger.

7 Weitere Fair Trade-Organisationen: Hier findet ein Vergleich mit anderen Siegeln wie UTZ Certified und Rainforest Alliance statt, um deren Schwerpunkte im Vergleich zu Fairtrade zu verdeutlichen.

8 Fairafric: Dieses Kapitel stellt das Social Start-Up Fairafric vor, inklusive seiner Entstehungsgeschichte, Strategie und organisatorischen Besonderheiten.

9 Die Wertschöpfungskette von Fairafric: Es wird das spezifische "Fairchain"-Modell von Fairafric erläutert, das auf eine lokale Wertschöpfung in Ghana setzt.

10 Ökonomische Wirkung von Fairafric: Das Kapitel untersucht die ökonomischen Vorteile von Fairafric, wie höhere Prämien, Gewinnbeteiligungen und die Verlagerung der Wertschöpfung in das Ursprungsland.

11 Kritischer Vergleich zwischen Fairafric und Fairtrade: Der zentrale Analyseteil führt einen detaillierten Vergleich beider Systeme durch, unter Einbeziehung von Aspekten wie Greenwashing, Machtverhältnissen und ökologischem Impact.

12 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Fairafric durch ein autarkisches Wertschöpfungssystem eine gerechtere Verteilung ermöglicht.

Schlüsselwörter

Fairtrade, Fairafric, Kakao, Wertschöpfungskette, soziale Wirkung, ökonomischer Impact, Nachhaltigkeit, Mindestpreis, Greenwashing, Fairchain, Ghana, soziale Gerechtigkeit, Stakeholder, Entwicklungshilfe, Schokoladenproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert kritisch die Wirksamkeit von Fairtrade im Vergleich zum Social-Start-Up Fairafric in der Kakaowertschöpfungskette, um zu prüfen, welches Modell eine höhere soziale und ökonomische Gerechtigkeit für Erzeuger bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen und sozialen Auswirkungen von Zertifizierungssystemen, Machtverhältnisse in der Lieferkette, das Phänomen Greenwashing und die Strategien zur lokalen Wertschöpfung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit der Forschung?

Das Ziel ist die Überprüfung der These, ob Fairafric durch sein spezifisches "from bean to bar"-Modell gerechtere Dividenden und mehr Nachhaltigkeit für die Akteure im globalen Süden erzielen kann als etablierte Fairtrade-Siegel.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium von Jahresabschlüssen, Unternehmensdaten sowie qualitativen Vergleichen der strukturellen Mechanismen der unterschiedlichen Wertschöpfungssysteme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der klassischen Kakaokette, eine Untersuchung der Mechanismen von Fairtrade, eine Vorstellung des Fairafric-Modells sowie einen direkten Vergleich dieser Ansätze hinsichtlich ökonomischer und sozialer Parameter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Fairtrade, Fairafric, Kakaowertschöpfungskette, ökonomischer Impact, soziale Wirkung, Nachhaltigkeit und Fairchain beschreiben.

Wie unterscheidet sich das Fairafric-Modell konkret von Fairtrade bei der Entlohnung?

Fairafric zahlt laut Arbeit deutlich höhere Prämien pro Tonne Kakao (ca. 600 Dollar) und ermöglicht durch eine direkte Gewinnbeteiligung über eine eigene Stiftung sowie höhere Löhne für Fabrikmitarbeiter einen dauerhafteren ökonomischen Aufstieg als das Fairtrade-System.

Inwiefern spielt der Faktor "Transparenz" eine Rolle bei der Bewertung der Systeme?

Transparenz wird als entscheidender Vorteil von Fairafric hervorgehoben, da durch die verkürzte Lieferkette weniger Zwischenhändler existieren und somit ein direkterer Kontakt und eine klarere Rückverfolgbarkeit gegenüber dem Verbraucher gegeben ist, während Fairtrade-Systeme bei Mischprodukten oft als intransparent kritisiert werden.

Wie bewertet der Autor das Risiko von "Greenwashing" in dieser Branche?

Greenwashing wird als reales Problem eingestuft, bei dem Konzerne Fair-Trade-Siegel nutzen, um ihr Image aufzubessern, ohne dabei signifikante strukturelle Vorteile für die Erzeuger zu generieren, wobei Fairtrade selbst aufgrund von Mechanismen wie dem Mengenausgleich in die Kritik gerät.

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Details

Title
Die Wertschöpfungskette von Kakao. Ökonomischer und sozialer Vergleich am Beispiel von Fairtrade und Fairafric
College
University of Duisburg-Essen
Grade
3,0
Author
Angelo Melli (Author)
Publication Year
2021
Pages
73
Catalog Number
V1181869
ISBN (eBook)
9783346618320
ISBN (Book)
9783346618337
Language
German
Tags
Kakao Wertschöpfungskette Social business Ghana Kakao Green washing value chain Fair Afric Fairtrade Weltladen fairafric – Chocolate Made in Africa Hedrick Reimers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelo Melli (Author), 2021, Die Wertschöpfungskette von Kakao. Ökonomischer und sozialer Vergleich am Beispiel von Fairtrade und Fairafric, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181869
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