Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Konzepte der Positiven Psychologie im arbeitsorganisatorischen Kontext dazu beitragen können, relevante Kriterien des Arbeitslebens optimal zu beeinflussen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf das Thema „Glück“ gelegt.
Im Theorieteil dieser Arbeit werden sowohl die Positive Psychologie als auch ein Konzept der Positiven Psychologie und ihr Ziel thematisiert. Abschließend wird mit dem dargestellten wissenschaftlichen, theoretischen Verständnis nochmals auf das Thema „Glück in Unternehmen“ eingegangen.
Die Leistung am Arbeitsplatz ist in heutigen Zeiten mehr denn je gefragt und gefordert. Dies bedingt sich durch die wirtschaftliche Globalisierung sowie der Schnelllebigkeit und dem steigenden Wettbewerbsdruck.
Der hohe Leistungsanspruch- und druck bleibt nicht ohne Folgen. Krankenstände steigen, viele Mitarbeiter resignieren und machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Freude und Engagement bleiben außen vor. So wird in der Wirtschaft nicht selten auf Zuckerbrot und Peitsche, mittels ansprechenden Gehältern + anreizende Bonuszahlungen und ständigen Vergleichen mit Kollegen gesetzt, um die Mitarbeiter zur Höchstleistung zu motivieren. Doch um langfristige Erfolge erzielen zu können, bedarf es einer intrinsischen Motivation der Mitarbeiter und nicht einer extrinsischen Motivation, wie sie durch Zuckerbrot und Peitsche erzeugt wird.
Die Positive Psychologie ist eine recht junge Teildisziplin der akademischen Psychologie. Als Gründungsväter sind an dieser Stelle unter anderem Martin Seligman und Ed Diener zu nennen. Die Positive Psychologie widmet sich der Auseinandersetzung mit positiven Phänomen im Rahmen des menschlichen, organisationalen und sozialen Lebens. Sie untersucht all das, was das Leben verbessert. Sie beschäftigt sich also mit positiven Erfahrungen, positiven Charakterzügen und positive Organisationen, die die Lebensqualität eines Menschen verbessern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Positive Psychologie
2.2 Theorie des Wohlbefindens PERMA
2.3 Flourishing
2.4 Glück in Unternehmen
3. Methodik
3.1 Empirische Daten
3.1.1 Einflussfaktoren des Glückempfindens auf das Unternehmen
3.1.2 Bedingungsfaktoren für glückliche Arbeitnehmer
3.1.3 Zusammenhang zwischen Glück und Gesundheit
3.2 Handlungsempfehlungen
3.3 Evaluationsmöglichkeiten
4. Diskussion
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwiefern Konzepte der Positiven Psychologie im arbeitsorganisatorischen Kontext dazu beitragen können, relevante Kriterien des Arbeitslebens positiv zu beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Thema "Glück" liegt.
- Grundlagen der Positiven Psychologie und der PERMA-Theorie
- Einflussfaktoren von Glücksempfinden auf den Unternehmenserfolg
- Bedingungsfaktoren für zufriedene und glückliche Arbeitnehmer
- Zusammenhang zwischen Wohlbefinden, Glück und gesundheitlichen Aspekten
- Handlungsempfehlungen und Evaluationsmöglichkeiten für die Unternehmenspraxis
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Einflussfaktoren des Glückempfindens auf das Unternehmen
Lyobomirsky, King und Diener (2005, S. 803ff) führten eine Meta- Analyse von insgesamt 225 Studien durch. Dabei fanden sie heraus, dass glückliche Mitarbeiter dreimal so kreativ sind, wie Mitarbeiter, die kein Glück erleben. Glück scheint sich demnach positiv auf die Kreativität auszuwirken. Nink (2013, S. 74f) postuliert, dass Kreativität und Innovationsgeist der Mitarbeiter eines der wichtigsten Faktoren sind, um als Unternehmen erfolgreich sein zu können.
Glück ist nach Seligman eine positive Emotion, die zum Wohlbefinden beiträgt. Verfügt der Mitarbeiter über positive Emotionen, die auch mit seiner Arbeit in Verbindung stehen, ist eine emotionale Bindung an den Arbeitgeber begünstigt. Der Gallup Engagement Index für Deutschland erhebt mittels einem 12 teiligen Fragenbogen, namens Q12, die Arbeitsqualität von Arbeitnehmern in Deutschland. Der Gallup Engagement Index meint mit dem Begriff der emotionalen Bindung, inwiefern der Mitarbeiter mit Herz und Verstand seiner Tätigkeit nachgeht oder lediglich Dienst nach Vorschrift macht und womöglich schon die innere Kündigung eingereicht hat.
So hat die Umfrage des Engagement Index 2018 mit einer Stichprobe von N= 18 ergeben, dass lediglich 15% aller Befragten eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber aufweisen, 71% eine geringe emotionale Bindung und 14% keine emotionale Bindung (Nink, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den steigenden Leistungsdruck in Unternehmen und die Notwendigkeit, durch Konzepte der Positiven Psychologie die intrinsische Motivation und das Wohlbefinden zu fördern.
2. Theorie: Es werden die Grundlagen der Positiven Psychologie, das PERMA-Modell nach Seligman sowie das Konzept des Flourishing und dessen Bezug zu Unternehmen dargelegt.
3. Methodik: Dieses Kapitel präsentiert empirische Daten zu Einflussfaktoren von Glück, Bedingungsfaktoren für Arbeitnehmer und den Zusammenhang zur Gesundheit, gefolgt von konkreten Handlungsempfehlungen und Evaluationsmethoden.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei die Bedeutung des Wohlbefindens gegenüber einem rein auf Glück fokussierten Ansatz hervorgehoben wird.
5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass ein Umdenken in Richtung intrinsischer Motivation und Wohlbefinden essenziell für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist.
Schlüsselwörter
Positive Psychologie, PERMA-Modell, Glück in Unternehmen, Wohlbefinden, intrinsische Motivation, Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterbindung, Kreativität, Unternehmenserfolg, Führung, Wertschätzung, Kommunikation, Gesundheit, Evaluation, Change-Management
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Konzepte der Positiven Psychologie, insbesondere das PERMA-Modell, im Arbeitsumfeld eingesetzt werden können, um das Wohlbefinden und die Leistung von Mitarbeitern zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Positive Psychologie, Mitarbeiterbindung, den Zusammenhang zwischen Glück und Gesundheit am Arbeitsplatz sowie praxisnahe Interventionsmethoden für Führungskräfte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Nutzen von Positiver Psychologie für den Unternehmenserfolg aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, die das Glücksempfinden der Belegschaft positiv beeinflussen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender Fachliteratur, Meta-Analysen und empirischen Studien, die sowohl Zusammenhänge zwischen Wohlbefinden und Leistung als auch gesundheitliche Auswirkungen beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Auswertung von Studienergebnissen zu Einflussfaktoren auf Arbeitnehmer sowie die Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen inklusive Evaluationsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem PERMA-Modell, Flourishing, intrinsische Motivation, wertschätzende Führung, Mitarbeiterbindung und psychologisches Wohlbefinden.
Was ist das PERMA-Modell im Kontext dieser Arbeit?
Das PERMA-Modell dient als theoretisches Konstrukt, um Wohlbefinden in fünf messbare Elemente (Positive Emotionen, Engagement, Relationships, Meaning, Accomplishment) zu unterteilen und als Ansatzpunkt für unternehmerische Interventionen zu nutzen.
Welche Rolle spielt die Kommunikation bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Konzepte?
Kommunikation wird als zentrales Werkzeug identifiziert, um durch Wertschätzung, Feedback und eine positive Sprache soziale Beziehungen zu stärken und damit das Glückserleben der Mitarbeiter direkt zu fördern.
- Citar trabajo
- Britta Bartl (Autor), 2020, Glück und Gesundheit im Arbeitsleben. Der Einfluss von Konzepten der Positiven Psychologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181891