Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob extrovertierte Menschen eine höhere Lebenszufriedenheit aufweisen.
Bereits im Jahr 1980 fanden die Autoren Costa und McCrae heraus, welchen Beitrag Extraversion auf die Lebenszufriedenheit leistet. Seither gelten Personen mit einem höheren Extraversionsmaß als glücklicher. Die Psychologie der Persönlichkeit kann viel Wissen über das Erleben und Verhalten des Menschen erbringen. Die Forschung hat bisher intensiv die Persönlichkeitsmerkmale und ihre Auswirkungen untersucht. Darunter auch, welche Merkmale den Menschen glücklicher beziehungsweise zufriedener machen.
Um einen insgesamten Eindruck zu ermitteln, schaut man sich die Lebenszufriedenheit an. Mit subjektiven Methoden, wie Fragebögen, lässt sich die Lebenszufriedenheit und Extraversion der Menschen im Durchschnitt messen. Die Notwendigkeit dieser Untersuchungen steckt in dem weiteren Verständnis über die menschliche Persönlichkeit. Mit diesem können Therapie und Fördermaßnahmen verbessert oder ergänzt werden.
Persönlichkeitsmerkmale können viele Informationen über das Erleben und Verhalten des Menschen liefern. Extravertierte Menschen verbindet man oft mit glücklichen und positiven Menschen. Die aktuelle Studienlage hat gezeigt, dass es tatsächlich einen positiven Zusammenhang von höherer Lebenszufriedenheit und höherer Extraversion gibt. Dies wurde mithilfe der Fragebögen NEO-FFI und FLZ online gemessen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Literaturrecherche
2 Theoretische Annäherung
2.1 Begriffsklärung Extraversion
2.2 Begriffsklärung Lebenszufriedenheit
2.3 Stand der empirischen Forschung
2.4 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Design
3.2 Variablen
3.2.1 NEO-FFI – Extraversionsskala
3.2.2 FLZ
3.3 Ethik
3.4 Auswertungsverfahren
4 Ergebnis
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 Hauptergebnis
5 Diskussion
5.1 Methodische Kritik
5.2 Diskussion der Ergebnisse
5.3 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsdimension Extraversion und der Lebenszufriedenheit, um zu prüfen, ob ein höheres Extraversionsmaß mit einer gesteigerten Lebenszufriedenheit korreliert.
- Zusammenhang zwischen Extraversion und Lebenszufriedenheit
- Analyse mittels NEO-FFI und FLZ Fragebögen
- Einfluss sozio-demografischer Faktoren
- Statistische Auswertung durch lineare Regression
- Diskussion der Ergebnisse im Kontext aktueller psychologischer Forschung
Auszug aus dem Buch
2.3 Stand der empirischen Forschung
Frühere Untersuchungen zu Extraversion und Lebenszufriedenheit legen nahe, dass extravertierte Menschen mit ihrem Leben zufriedener sind.
Wie zu Beginn in der Einleitung bereits erwähnt, haben die Autoren Costa und McCrae (1980) zuvor schon Persönlichkeitsdimensionen mit Glücksmaßen untersucht. Darunter waren auch Extraversion und Neurotizismus, die auf negative und positive Auswirkungen gemessen wurden. In der darauffolgenden Längsschnittstudie gab es vier Erhebungszeitpunkte. Extraversion korrelierte im Durchschnitt zu r= .20 mit der positiven Affekt Skala (Costa & McCrae, 1980).
Die Studienarbeit “Lebenszufriedenheit und Extraversion” von den Autoren Schmidt, et al. (2019) hat sich ebenfalls mit der Fragestellung der Lebenszufriedenheit und Extraversion beschäftigt und den positiven Zusammenhang untersucht. Ihre Zielgruppe bestand jedoch nur aus Studenten der Fakultät der angewandten Psychologie an der SRH Hochschule Heidelberg. Diese Studie umfasste nur 14,5% an Akademikern aus der Gesamtstichprobe. Außerdem wurde der t-Test als statistisches Verfahren gewählt, welches einen anders gewichteten Zusammenhang ermittelt. Darüber hinaus fand sich auch eine interkulturell übergreifende Untersuchung mit studentischen und national repräsentativen Stichproben (Kim et al., 2016). Die Notwendigkeit dieser wurde auf der Beobachtung der Autoren begründet, dass bestehende Studien überhöhte Effektgrößen aufwiesen, da sie auf einfachen Korrelationen beruhten (ein Beispiel dafür wäre die soeben angeführte Studie an der Hochschule Heidelberg).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Persönlichkeitsmerkmals Extraversion in Bezug auf die Lebenszufriedenheit ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Literaturrecherche.
2 Theoretische Annäherung: Hier werden die zentralen Begriffe Extraversion und Lebenszufriedenheit definiert und der aktuelle Stand der Forschung sowie die darauf basierenden Hypothesen dargelegt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die eingesetzten Fragebögen (NEO-FFI und FLZ), ethische Überlegungen sowie das statistische Auswertungsverfahren.
4 Ergebnis: Hier erfolgt die detaillierte Darstellung der Stichprobenbeschreibung sowie der statistischen Hauptergebnisse inklusive der linearen Regressionsanalyse.
5 Diskussion: Dieses Kapitel kritisiert die methodische Vorgehensweise, ordnet die Ergebnisse in den Forschungsstand ein und gibt einen Ausblick auf zukünftige Studien.
Schlüsselwörter
Extraversion, Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitspsychologie, NEO-FFI, FLZ, Korrelation, Lineare Regression, Psychische Gesundheit, Wohlbefinden, Feldstudie, Datenerhebung, Statistik, Positive Affekt Skala, Moderatoreffekt, Stichprobe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Extraversion und der allgemeinen Lebenszufriedenheit von Menschen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit deckt die Definition von Persönlichkeitsdimensionen, die Messung von subjektivem Wohlbefinden sowie die statistische Analyse von Korrelationen zwischen diesen beiden psychologischen Konstrukten ab.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu belegen, ob hohe Werte auf der Extraversionsskala tatsächlich mit höheren Werten auf der Lebenszufriedenheitsskala korrespondieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Feldstudie mittels Online-Fragebögen (NEO-FFI und FLZ) durchgeführt, deren Daten anschließend durch eine lineare Regressionsanalyse ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des Studiendesigns, die Durchführung der Befragung und die Auswertung der quantitativen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Extraversion, Lebenszufriedenheit, NEO-FFI, FLZ, lineare Regression und psychisches Wohlbefinden beschreiben.
Wie groß war die Stichprobe für die Untersuchung?
Die untersuchte Stichprobe umfasste N = 192 Probanden nach Ausschluss von Teilnehmern, die die Altersvoraussetzung nicht erfüllten.
Welches Hauptergebnis konnte die Studie erzielen?
Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten positiven Zusammenhang: Extraversion kann etwa 20 % der Varianz der Lebenszufriedenheit der Befragten erklären.
Gab es besondere Einschränkungen während der Erhebung?
Ja, die Datenerhebung fand unter Pandemiebedingungen statt, was laut den Autoren einen unbekannten Einfluss auf die Ergebnisse gehabt haben könnte.
- Quote paper
- Xenia Schell (Author), Mareike Bach (Author), Sibel Gürü (Author), 2021, Der Zusammenhang zwischen Extraversion und Lebenszufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182004