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Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung in Bezug auf Deutschland

Title: Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung in Bezug auf Deutschland

Term Paper , 2021 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maria Christina Trousas (Author)

Social Studies (General)
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Wie kann die weibliche Genitalverstümmelung möglichst effektiv verhindert werden? Zum Einstieg in das Thema wird zunächst in einem Oberkapitel die Definition der weiblichen Genitalverstümmelung erklärt, später die Verstümmelungsformen und ihre gesundheitlichen Folgen. Darauffolgend wird die gesellschaftliche Rolle der Frau vorgestellt und der Forschungsstand zur weiblichen Genitalverstümmelung in Deutschland wird präsentiert. Das sechste Kapitel handelt über präventive Maßnahmen sowie juristischen Aspekten, die zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung dienen. Die Problematiken und Schwierigkeiten der Bekämpfung werden im darauffolgenden Kapitel aufgelistet und erläutert. Schlussfolgernd wird ein Fazit gezogen, was sowohl die präventiven Maßnahmen zusammenfasst als auch auf die Problematiken der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung eingeht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

3. Weibliche Genitalverstümmelung

3.1 Verstümmelungsformen

3.2 Gesundheitliche Folgen

4. Die gesellschaftliche Rolle der Frau

5. Forschungsstand zur weiblichen Genitalverstümmelung

6. Präventive Maßnahmen in Bezug auf Deutschland

7. Problematiken und Schwierigkeiten der Bekämpfung

7.1 Schwierigkeiten der Bekämpfung in den Herkunftsländern

7.2 Schwierigkeiten der Bekämpfung in Deutschland

8. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung mit einem spezifischen Fokus auf Deutschland, um präventive Maßnahmen zu identifizieren und die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, wie diese Menschenrechtsverletzung möglichst effektiv verhindert werden kann.

  • Analyse der verschiedenen Formen der Genitalverstümmelung und deren gesundheitliche Auswirkungen.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Rolle der Frau in betroffenen Herkunftsgesellschaften.
  • Evaluation rechtlicher und präventiver Ansätze zur Bekämpfung der Praktik in Deutschland.
  • Diskussion von Barrieren und Schwierigkeiten bei der effektiven Implementierung von Schutzmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Verstümmelungsformen

Bei der weiblichen Genitalverstümmelung werden die äußeren weiblichen Genitalien entweder zum Teil oder vollständig entfernt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterteilt die weibliche Genitalverstümmelung in vier Formen:

Typ I– Klitoridektomie: die komplette oder partielle Entfernung des sichtbaren Teils der Klitoris.

Typ II– Exzision: die vollständige oder partielle Entfernung der Klitoris als auch die partielle oder vollständige Entfernung der inneren Schamlippen (vgl. Ihring 2015: S. 21). Die Klitoridektomie und Exzision sind mit 85%, die meistpraktizierten Formen der Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen (vgl. BMFSFJ 2005: S. 8).

Typ III– Infibulation: Diese ist die schwerste Form von weiblichen Genitalverstümmelung. Sie betrifft die vollständige Entfernung der Klitoris und der inneren und äußeren Schamlippen. Die gesamten äußeren Genitalien werden entfernt und die Vaginalöffnung wird bis auf ein kleines Loch zugenäht. Durch diese kleine Öffnung sollen Urin und Menstruationsblut ausfließen und der Geschlechtsverkehr soll dadurch nicht möglich sein (vgl. Ihring 2015: S. 21). Diese Form wird überwiegend in Gemeinschaften praktiziert, in denen der Wert der Frau hauptsächlich durch Jungfraulichkeit und eheliche Treue definiert wird. Frauen gelten somit nur dann als heiratsfähig oder fruchtbar, wenn sie genital verstümmelt wurden. Zu oft wird diese Praktik als ein Eintrittsritual in das Erwachsenenalter angesehen und durch eine Zeremonie gefeiert (vgl. BMFSFJ 2021).

Typ IV: Diese Form bezeichnet alle weiteren, medizinisch sinnfreien Eingriffe, welche die Vulva und Klitoris der Frau verletzen, wie z.B. das Piercen der Klitorishaut oder das Dehnen, Ätzen oder Anbrennen der Schamlippen (vgl. Bundesärztekammer 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der weltweit verbreiteten weiblichen Genitalverstümmelung ein und erläutert die Relevanz der Arbeit für den deutschen Kontext.

3. Weibliche Genitalverstümmelung: Dieses Kapitel definiert den Begriff sowie die medizinischen Formen und erörtert die gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Frauen und Mädchen.

4. Die gesellschaftliche Rolle der Frau: Hier wird der Zusammenhang zwischen FGM und der sozio-kulturellen Stellung der Frau in den Herkunftsgesellschaften, einschließlich Bildung und Abhängigkeiten, beleuchtet.

5. Forschungsstand zur weiblichen Genitalverstümmelung: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle empirische Daten zur Verbreitung und Betroffenheit in Deutschland auf Basis quantitativer und qualitativer Studien.

6. Präventive Maßnahmen in Bezug auf Deutschland: Die verschiedenen Strategien zur Prävention werden hier detailliert dargestellt, unterteilt in juristische Aspekte, Aufklärungsarbeit und Netzwerkarbeit.

7. Problematiken und Schwierigkeiten der Bekämpfung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Herausforderungen auseinander, sowohl in den Herkunftsländern als auch durch kulturelle Barrieren in Deutschland.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Lösungsansätze zusammen und betont die Notwendigkeit einer konsequenten, interdisziplinären Bekämpfungsstrategie, um das Menschenrecht auf Selbstbestimmung zu sichern.

Schlüsselwörter

Weibliche Genitalverstümmelung, FGM, Menschenrechtsverletzung, Deutschland, Prävention, Aufklärung, Klitoridektomie, Infibulation, Kinderschutz, Sozialarbeit, Gesundheitssystem, Integration, Empowerment, Tradition, Rechtslage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Menschenrechtsverletzung der weiblichen Genitalverstümmelung und analysiert spezifische präventive Strategien sowie Handlungsoptionen für Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und den Folgen der Praktik, der sozialen Rolle der Frau in betroffenen Kulturen sowie den rechtlichen und sozialen Präventionsmaßnahmen hierzulande.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie weibliche Genitalverstümmelung möglichst effektiv verhindert werden kann und welche Rolle Präventionsmaßnahmen in Deutschland dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von vorhandenen Studien und empirischen Daten zu Verbreitung und Bekämpfung der FGM.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den gesundheitlichen Aspekten und der gesellschaftlichen Einbettung vor allem juristische Instrumente, Aufklärungsarbeit durch Verbände und die Rolle der medizinischen Versorgung thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem FGM, Menschenrechte, Prävention, Aufklärung, Deutschland und Empowerment.

Warum wird FGM oft im Ausland durchgeführt?

Aufgrund der strafrechtlichen Verbote in Deutschland versuchen einige Familien, die Verstümmelung während eines sogenannten "Heimaturlaubs" im Ausland durchzuführen, da dort die staatliche Kontrolle geringer ist.

Was ist das Problem bei der statistischen Erfassung?

Da es sich um ein tabuisiertes Thema handelt und viele Eingriffe im Ausland stattfinden, existieren keine exakten Zahlen; die Angaben beruhen zumeist auf Schätzungen und Dunkelzifferberechnungen.

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Details

Title
Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung in Bezug auf Deutschland
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
Maria Christina Trousas (Author)
Publication Year
2021
Pages
35
Catalog Number
V1182021
ISBN (PDF)
9783346605900
ISBN (Book)
9783346605917
Language
German
Tags
präventionsmaßnahmen bekämpfung genitalverstümmelung bezug deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Christina Trousas (Author), 2021, Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung in Bezug auf Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182021
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