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Faktoren des interkulturellen Marketings in Indonesien

Title: Faktoren des interkulturellen Marketings in Indonesien

Bachelor Thesis , 2008 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Reisch (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Nicht nur in Europa, sondern weltweit ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend ein Zusammenwachsen der globalen Märkte zu verzeichnen. Internationale Unternehmen planen neue Märkte zu erschließen und Standortvorteile auszunutzen. Indonesien nimmt eine immer wichtiger werdende Rolle im internationalen Agieren ein. So sind im Jahr 2007 die Im- und Exportwerte beachtlich gestiegen.
Zur Verfolgung der unterschiedlichsten Ziele haben sich zunehmend
internationale Zusammenschlüsse zwischen Ländern gebildet. So fand 1945 die erste Konferenz der United Nations statt. Zu diesem Zeitpunkt bestand sie aus dem Zusammenschluss von 50 Staaten. Heute verzeichnet die UN 192 Mitglieder. Hinzu kommen zahlreiche weitere internationale Zusammenschlüsse, wie zum Beispiel die World Trade Organisation, die bis zum Jahr 2007 aus 151 Mitglieder besteht, die OPEC, die World Trade Bank und die ASEAN. Auch Indonesien hat sich diesen Organisationen angeschlossen.
Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und Zusammenarbeit zwischen den Staaten, findet eine stetige Angleichung der Lebensstandards und
Einkommensverhältnisse und damit einhergehend, auch der
Entwicklungsstandards von Produkten statt.
In den 60er Jahren galt die Auffassung, dass sich die Märkte homogenisieren. Der Harvard Professor Ted Levitt beschrieb es 1983 mit dem Ausspruch: „Everywhere everything gets more and more like everything else as the world´s preference structure is relentlessly homogenised.“ Bereits 1986 widerlegt Philip Kotler diese Auffassung mit der Aussage „…consumer behaviour is diverse…“.
Kulturelle Unterschiede werden immer relevanter, so dass nach den
Ansprüchen des Absatzmarktes differenziert werden muss. So zeigt sich, dass in westlichen Ländern Selbstbräuner boomen, während im asiatischen Raum die Nachfrage nach Whitening-Produkten intensiv steigt. Für die Analyse der Märkte ist das interkulturelle Marketing notwendig.
Westliche Unternehmen können ihre Marketingaktivitäten nicht eins zu eins auf fernöstliche Märkte, wie zum Beispiel Indonesien übertragen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen den kulturellen Werten und dem Gebrauchsverhalten von Produkten, sowie der Akzeptanz von Marketingmaßnahmen. Die Produkte und die dazugehörigen Marketingaktivitäten müssen somit auf die Ansprüche der zu adressierenden Kultur ausgerichtet werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Marketing von westlichen Unternehmen im indonesischen Markt

1.1. Einleitung

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Marketings

2.1. Die Mehrdeutigkeit des Begriffs des interkulturellen Marketing

2.2. Vielfalt der Definition des Begriffs der Kultur

2.3. Die kulturvergleichende Studie von Hofstede als ein Modell für interkulturelles Marketing, erläutert am Beispiel Deutschlands

2.3.1. Pyramide der mentalen Programmierung

2.3.2. Modell der vier Kulturdimensionen

2.3.2.1. Machtdistanz

2.3.2.2. Individualismus

2.3.2.3. Maskulinität

2.3.2.4. Vermeidung von Unsicherheit

2.3.3. Kritik am Hofstede Modell

2.3.4. Die fünfte Kulturdimension

3. Interkulturelle Grundlagen Indonesiens

3.1. Anthropologische Prägung durch andere Nationen

3.2. Prägung durch die Religionsvielfalt in Indonesien

3.2.1. Islam bei der Mehrheit der Bevölkerung Indonesiens

3.2.2. Christentum als am zweitstärksten vertretene Religion

3.2.3. Hinduismus als Hauptreligion auf Bali

4. Empirische Untersuchung in Indonesien nach Hofstede

4.1. Festlegung der Untersuchungsziele

4.2. Methode der Erhebung

4.3. Auswahl der befragten Personen

4.4. Kritische Analyse der erhobenen Daten

4.4.1. Machtdistanz

4.4.2. Individualismus

4.4.3. Maskulinität

4.4.4. Vermeidung von Unsicherheit

4.4.5. langfristige versus kurzfristige Orientierung

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Grundlagen für ein erfolgreiches interkulturelles Marketing in Indonesien zu schaffen, indem die lokale Bevölkerung auf Basis des Kulturmodells von Geert Hofstede charakterisiert wird. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern westliche Marketingstrategien an die kulturellen Besonderheiten Indonesiens angepasst werden müssen, um effektiv zu sein.

  • Grundlagen des interkulturellen Marketings
  • Kulturanthropologische Prägung Indonesiens
  • Analyse der Religionsvielfalt und deren Einfluss auf das Konsumverhalten
  • Empirische Anwendung des Hofstede-Modells in Indonesien
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für westliche Unternehmen

Auszug aus dem Buch

2.3.2.1. Machtdistanz

Die Machtdistanz ist eine der vier Dimensionen und somit ein Faktor, der die Kultur eines Landes prägt.

Bei einer Mehrzahl von Fragen, welche die Befragten beantworten, werden final drei Fragen zur Bestimmung des MDI verwendet. Die ersten zwei Fragen spiegeln dabei wider, wie die Befragten ihr Arbeitsumfeld derzeit sehen. Die Frage Nummer drei gibt an, wie sich die Befragten ihr Arbeitsumfeld wünschen.

Der Machtdistanzindex gibt Auskunft über die Beziehungen in einer Kultur. So besteht bei Ländern mit einer geringen Machtdistanz eine geringere hierarchische Struktur und sogar eine Interdependenz zwischen den Angestellten und Vorgesetzten. Bei Ländern mit einer hohen Machtdistanz hingegen besteht eine große Abhängigkeit der Angestellten von den Vorgesetzten. Die Angestellten widersprechen den Vorgesetzten typischerweise nicht und sprechen selten persönlich mit ihnen. Der Wert Null entspricht einer geringen Machtdistanz und somit Gleichheit zwischen den Personen in einem Land. Der Wert Hundert steht für eine hohe Machtdistanz und dem Vorhandensein von großen Unterschieden.

„Machtdistanz kann also definiert werden als das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Marketing von westlichen Unternehmen im indonesischen Markt: Einleitung in die zunehmende Globalisierung der Märkte und die Notwendigkeit des interkulturellen Marketings bei der Markterschließung in Indonesien.

2. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Marketings: Erläuterung der verschiedenen Definitionen von Kultur und detaillierte Vorstellung des Modells von Geert Hofstede sowie dessen Kritikpunkte.

3. Interkulturelle Grundlagen Indonesiens: Analyse der historischen und religiösen Prägung der indonesischen Bevölkerung, die als Basis für das Verständnis kultureller Werte dient.

4. Empirische Untersuchung in Indonesien nach Hofstede: Durchführung und kritische Analyse einer empirischen Erhebung bei der gebildeten indonesischen Mittelschicht anhand der Hofstede-Dimensionen.

5. Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über den Wertewandel in Indonesien und die daraus resultierenden Implikationen für die Werbepraxis.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Marketing, Indonesien, Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität, Unsicherheitsvermeidung, Langfristorientierung, Konsumentenverhalten, Religion, Tradition, Wertewandel, Markenführung, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den notwendigen Grundlagen für ein erfolgreiches Marketing westlicher Unternehmen im indonesischen Markt unter Berücksichtigung lokaler kultureller Besonderheiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen kulturelle Theorien, die Anthropologie Indonesiens, den Einfluss von Religionen sowie eine empirische Untersuchung der kulturellen Ausprägung vor Ort.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung von Praxisgrundlagen für interkulturelles Marketing durch eine fundierte Charakterisierung der indonesischen Bevölkerung basierend auf Hofstedes Kulturmodell.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Untersuchung mit Hilfe des „Value Survey Module 1994“ von Geert Hofstede an einer Stichprobe von 35 Personen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den kulturanthropologischen Hintergrund Indonesiens und die empirische Analyse mit Diskussion der fünf Kulturdimensionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Interkulturelles Marketing, die Kulturdimensionen nach Hofstede (Machtdistanz, Individualismus etc.), indonesische Religionsvielfalt und Wertewandel.

Wie unterscheidet sich das Ergebnis der aktuellen Studie von der historischen IBM-Studie?

Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Wertewandel bei der gebildeten indonesischen Bevölkerung, insbesondere hin zu einer geringeren Machtdistanz und einem stärkeren Individualismus im Vergleich zu den Daten von vor dreißig Jahren.

Warum spielt die Familie in der indonesischen Werbung eine so zentrale Rolle?

Trotz eines Wandels hin zu individuelleren Zielen bleibt die Familie aufgrund der kulturellen Basis des Respekts und der gegenseitigen Unterstützung in Notsituationen ein fundamentaler Bestandteil der indonesischen Identität.

Was bedeutet die "starke Unsicherheitsvermeidung" für das Marketing?

Dies impliziert, dass Marken Vertrauen schaffen müssen, wobei traditionelle und religiöse Werte eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen und nicht durch aggressive, direkte Vergleiche mit Wettbewerbern gestört werden sollten.

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Details

Title
Faktoren des interkulturellen Marketings in Indonesien
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Nadine Reisch (Author)
Publication Year
2008
Pages
66
Catalog Number
V118243
ISBN (eBook)
9783640759651
Language
German
Tags
Faktoren Marketings Indonesien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Reisch (Author), 2008, Faktoren des interkulturellen Marketings in Indonesien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118243
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