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Ökologische Ansprüche und Dominanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus in Rostock

Titel: Ökologische Ansprüche und Dominanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus in Rostock

Diplomarbeit , 2014 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jens Spiegelberg (Autor:in)

Biologie - Ökologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, bestimmte ökologische Aspekte der Ameisenart L. neglectus in Rostock genauer zu untersuchen. Aufgrund der erst sehr späten Beschreibung im Jahr 1990, ist noch nicht sehr viel über diese invasive Art bekannt. Es wird daher versucht, ökologische Ansprüche von L. neglectus genauer zu ermitteln. Es soll festgestellt werden, welche Ansprüche an ein Habitat bestehen und somit für eine Besiedlung infrage kommen oder ob sie so anspruchslos ist, dass sie sich da ausbreitet, wo sie eingeführt wurde. Dazu wurde die Dominanz über andere Ameisenarten experimentell untersucht. Es soll geklärt werden, ob diese bereits beobachtete Dominanz auf aggressivere und erfolgreichere Individuen bei direkten Auseinandersetzungen zweier Arbeiterinnen zurückzuführen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Material und Methoden

2.1 Invasivppe Arten

2.2 Untersuchungsorganismus

2.3 Untersuchungsgebiet

2.4 Feldaufnahme

2.4.1 Versuchsaufbau

2.4.2 Statistische Auswertung

2.5 Laborexperiment

3 Ergebnisse

3.1 Habitatansprüche

3.2 Verbreitungsgebiet

3.3 Aggressionstests

4 Diskussion

4.1 Feldaufnahme

4.2 Aggressionstests

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht ökologische Ansprüche und die Dominanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus in der Hansestadt Rostock, um das Verständnis für deren erfolgreiche Ausbreitung in urbanen Lebensräumen zu vertiefen und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber einheimischen Arten zu klären.

  • Ökologische Habitatpräferenzen von Lasius neglectus
  • Ausbreitungsdynamik und Koloniewachstum in urbanen Gebieten
  • Aggressionsverhalten gegenüber einheimischen Ameisenarten
  • Untersuchung der Mechanismen hinter der Dominanz von Superkolonien
  • Ableitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für den Naturschutz

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Neben den Auswirkungen des Klimawandels und der direkten Lebensraumzerstörung durch den Menschen, stellen biologische Invasionen eines der größten Probleme im Naturschutz dar (u.a. Lodge 1993; Lowe et al. 2000; Böhmer 2008; Simberloff et al. 2013). Sie bedrohen die biologische Vielfalt, den ungestörten Ablauf natürlicher Dynamiken, stellen neue Herausforderungen an den Schutz natürlicher Ressourcen und haben zudem auch sozial und ökonomisch negative Folgen (u.a. Holway et al. 1998; Klingenstein et al. 2005; Bernal und Espadaler 2013). Trotz der Kenntnis dieser Probleme sind die Informationen zu den Zusammenhängen und Organismen oft nur lückenhaft vorhanden. Die komplexen Beziehungen, die oft unklaren Vektoren und die zeitliche Differenz zwischen Einschleppung und Erkennung erschweren den Informationsgewinn und damit auch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen (Crooks 2005). Um weitere anthropogene Ausbreitung von Organismen zu verhindern und die Folgen bereits geschehener Verschleppungen einzudämmen, ist es wichtig, neben den Prinzipien der Ausbreitung auch die Ökologie von Tieren und Pflanzen in ihrer neuen Umgebung zu verstehen.

Sind oft invasive Säugetier- oder Pflanzenarten in Presse und Medien präsent, stellt gerade die Einführung von Insekten und in gesteigertem Maße von sozialen Insekten ein großes und zum Teil unbeachtetes Problem dar (Holway et al. 1998). So befinden sich unter den 100 weltweit schlimmsten invasiven Arten 14 Insektenarten, davon sieben mit einer sozialen, staatenbildenden Lebensweise und davon fünf Ameisenarten (Lowe et al. 2000). Ameisen als ein Taxon mit ausgeprägter Eusozialität haben einen massiven Einfluss auf Ökosysteme. Sie stellen einen signifikanten Anteil der Biomasse, haben eine Vielzahl von Funktionen und beherrschen nahezu alle Lebensräume (u.a. Hölldobler und Wilson 1995; Folgarait 1998). Kaum eine andere Art kommt gegen die gut organisierten und individuenreichen Ameisenstaaten an. So sind ihre größten Feinde oft Ameisen selbst. Dabei sorgen nicht nur artfremde Kolonien, sondern auch oder besonders arteigene Völker für eine Begrenzung des Wachstums einer Ameisenkolonie. Fehlt dieser Kontrollfaktor, kann dies zu sehr großen Individuenzahlen, vor allem bei polygynen Arten, führen (u.a. Holway et al. 1998; Tsutsui et al. 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Problematik biologischer Invasionen und leitet in die ökologische Relevanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus ein.

2 Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die Feldaufnahmen zur Erfassung der Ameisenfauna und das Laborexperiment zur Untersuchung des Aggressionsverhaltens zwischen den Arten.

3 Ergebnisse: Es werden die Erkenntnisse über Habitatansprüche, die Ausbreitungsrate der Kolonien sowie die Resultate der durchgeführten Aggressionstests detailliert dargestellt.

4 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und auf ihre ökologische Bedeutung hin bewertet, insbesondere im Hinblick auf Konkurrenzvorteile von Lasius neglectus gegenüber einheimischen Ameisen.

5 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Untersuchung werden resümiert, wobei die hohe Anpassungsfähigkeit von Lasius neglectus an urbane Räume und ihre Dominanz durch Individuenzahlen hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Lasius neglectus, invasive Arten, Biologische Invasionen, Ameisen, Superkolonien, ökologische Ansprüche, Dominanz, Aggressionsverhalten, urbane Habitate, Rostock, Konkurrenz, Biodiversität, Ausbreitungsgeschwindigkeit, Neobiota, Ökologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökologischen Besonderheiten und die Ausbreitungsstrategien der invasiven Ameisenart Lasius neglectus, speziell in der urbanen Umgebung von Rostock.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder sind die Habitatpräferenzen der Art, deren Ausbreitungsgeschwindigkeit in bereits besiedelten Gebieten sowie die Analyse ihres Aggressionsverhaltens im direkten Vergleich zu heimischen Arten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, warum Lasius neglectus so erfolgreich andere Ameisenarten verdrängen kann und ob dies auf überlegene Aggressivität oder andere Faktoren wie hohe Individuenzahlen zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?

Es wurden Freilanduntersuchungen mittels Köder-Sampling zur Bestimmung ökologischer Parameter sowie standardisierte Laborexperimente zur Verhaltensanalyse bei Aufeinandertreffen verschiedener Arten durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Feld- und Laborversuche, die Auswertung der erhobenen Daten zu Habitatansprüchen und Verbreitung sowie die statistische Analyse des Aggressionsverhaltens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lasius neglectus, Superkolonien, invasive Arten, urbane Ökologie und intraspezifische Konkurrenz.

Warum spielt der Botanische Garten in Rostock eine Rolle für die Untersuchung?

Der Botanische Garten dient als zweites spezifisches Untersuchungsgebiet (Gebiet B), in dem die Ausbreitung der Art seit ihrer Erstbeschreibung 2008 detailliert verfolgt werden konnte.

Wie unterscheidet sich die Dominanz von Lasius neglectus im Vergleich zu heimischen Arten?

Die Arbeit zeigt, dass die Dominanz nicht auf einer individuellen Kampfstärke beruht – hier unterliegt Lasius neglectus oft – sondern primär aus der enormen Individuendichte innerhalb ihrer Superkolonien resultiert.

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Details

Titel
Ökologische Ansprüche und Dominanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus in Rostock
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Fachrichtung Biologie - Zoologisches Institut und Museum - AG Tierökologie)
Note
1,0
Autor
Jens Spiegelberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
57
Katalognummer
V1182597
ISBN (PDF)
9783346616586
ISBN (Buch)
9783346616593
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierökologie Ökologie Ameisen invasiv Lasius neglectus Biologie Diplom Rostock Verhalten Dominanz Habitatanspruch Lasius neglectus Hymenoptera Formicidae invasive Arten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Spiegelberg (Autor:in), 2014, Ökologische Ansprüche und Dominanz der invasiven Ameisenart Lasius neglectus in Rostock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182597
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Leseprobe aus  57  Seiten
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