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Offener Unterricht - Definition, Mekrmale und Methoden

Title: Offener Unterricht - Definition, Mekrmale und Methoden

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Verena Leyrer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Eine Diskussion über die Öffnung von Schule und Unterricht existiert schon seit nunmehr 20
Jahren. Kaum ein anderes pädagogisches Thema hat so viel Aufregungen und
bildungspolitische Diskussionen geliefert wie der offene Unterricht. Was „in den 70er Jahren
als Gegenbewegung gegen starre Lehrpläne, strenge Außenkontrolle, einseitige
Wissenschaftsorientierung und lehrerzentrierten Unterricht begann“ (vgl. Ramseger 1977),
liegt heute als Hauptthema der Reformdiskussion zu Grunde. Die Frage ist, warum jetzt und
nicht schon vor 20 Jahren? Ist doch die Öffnung des Unterrichts im deutschen Bildungswesen
nur eine längst überfällige, nachgeholte pädagogische Reform des Schulsystems. Was sich
zunächst nur auf Reformen in der Grundschule beschränkte, hat sich inzwischen auf die
Sekundarstufe ausgeweitet (vgl. Sehrbrock 1993, Jürgens 1994). Die Diskussionen über die
Veränderung der Methoden, der Inhalte und Institutionen werden seit den 70er Jahren unter
verschiedenen Überschriften geführt. Durchgesetzt haben sich vor allem die Begriffe: Freie
Arbeit, Projektunterricht, Offener Unterricht. Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser
Reformkonzepte sind jedoch systematisch nur schwer zu erfassen.
Typisch für diese Reformen ist eine Verständigung anhand konkreter Beobachtungen und
Erfahrungen in der Schule selbst. Lehrerinnen und Lehrer stehen der herkömmlichen Schule
kritisch gegenüber und suchen nach konkreten Veränderungsmöglichkeiten der
Schulsituation. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wird allerdings ein nur sehr
langsamer Abschied von der Tradition der Gleichzeitigkeit und Gleichartigkeit des Lernens
deutlich. So ist die Geschichte des offenen Unterrichts untrennbar mit der inneren
Grundschulreform seit den 70er Jahren verbunden. Die Ansichten über diese Unterrichtsform
sind vielfältig. Sie reichen von der totalen Überhöhung über die Definition einer praktisch
geworden Erziehungsphilosophie, einer vorübergehenden unterrichtstechnischen Modewelle
oder einer pädagogisch-anthropologischen Grundhaltung der Lehrenden, bis hin zur
gänzlichen Ablehnung.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. OFFENER UNTERRICHT

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Historische Entwicklung

2.3 Rahmenbedingungen für den offenen Unterricht

2.3.1 Administrative Vorgaben

2.3.2 Raumstrukturen

2.3.3 Zeitstrukturen

2.3.4 Elterninformation- und Mitarbeit

2.3.5 Lehrer- Schüler Verhältnis

2.3.6 Kooperation innerhalb des Kollegiums

2.4 Merkmale und Methoden des offenen Unterrichts

2.5 Gründe für den offenen Unterricht

2.6 Kritik

3. FREIARBEIT

3.1 Begriffsdefinition/Grundgedanke

3.2 Gründe und Ziele der Freiarbeit

3.3 Formen der Freiarbeiten

3.3.1 Der Wochenplan

3.3.2 Die Lernstraße

3.3.3 Der Lernladen

3.4 Besonderheiten der Freiarbeit

4. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des offenen Unterrichts als pädagogische Reformbewegung, die den traditionellen, lehrerzentrierten Frontalunterricht ablösen bzw. ergänzen soll. Zentrale Fragestellung ist dabei, wie eine schülerorientierte Unterrichtsgestaltung zur Förderung von Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und individueller Lernentwicklung beitragen kann und welche methodischen Voraussetzungen hierfür notwendig sind.

  • Grundlagen und Definition des offenen Unterrichts
  • Historische Einordnung und pädagogische Notwendigkeit
  • Rahmenbedingungen wie Zeit-, Raum- und Organisationsstrukturen
  • Methodenformen wie Wochenplanarbeit, Stationenlernen und Freiarbeit
  • Kritische Reflexion der Chancen und Herausforderungen für Lehrende und Lernende

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung

Im Gegensatz zu dem Begriff des „Frontalunterrichts“ ist die Bezeichnung „offener Unterricht“ nicht klar definiert. Das Schlagwort „offener Unterricht“ stellt einen Sammelbegriff für verschiedene Reformansätze dar, entbehrt jedoch einer abschließenden Definition. Kernelement dieser Unterrichtsform sind die Individuen in der Lerngruppe und die Interessen dieser lernenden Individuen. Dabei ist die Einteilung des Unterrichts nach Fächern ebenso wenig notwendig, wie die Festlegung eines Kanons von Inhalten und steht dem offenen Unterricht entgegen. Der offene Unterricht richtet sich also in erster Linie gegen die reine Möglichkeit des methodisch- systematischen Lernens. Er kann deshalb als Gegenpol zum programmierten Frontalunterricht betrachtet werden. Offener Unterricht bezeichnet „eher eine Bewegung, als ein klar definiertes didaktisches Konzept“ (vgl. Kasper 1997, S.191, zitiert nach: Schumacher 2003, S.35)

Während der Frontalunterricht stark lehrerzentriert ist und inflexible Vorgaben im Bereich der Lehrziele, Lehrinhalte- und Methoden enthält, ist der offene Unterricht mehr auf den Schüler zentriert, flexibler und orientiert sich an der Handlungsfähigkeit der Schüler. „Eine Öffnung des Unterrichts schafft Raum für individuelle Leistungsentfaltung und gibt dem Kind Gelegenheit, nach seinen Möglichkeiten zu lernen.“ (Rasch 2001, S.21). „Der Weg der Kinder zu neuem (mathematischem) Wissen geht stärker als bei den mehr stofforientierten Ansätzen von der eigenen Wissensbasis aus“ (Rasch 2001, S.21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Reformdiskussion um offene Unterrichtsformen als Reaktion auf die Grenzen des lehrerzentrierten Frontalunterrichts.

2. OFFENER UNTERRICHT: Dieses Kapitel definiert den offenen Unterricht als schülerzentrierte Bewegung und beschreibt die notwendigen Rahmenbedingungen, Methoden sowie die damit verbundenen Chancen und Kritikpunkte.

3. FREIARBEIT: Der Abschnitt erläutert die Freiarbeit als spezifische Organisationsform, deren Ziel die Förderung der Selbstständigkeit und sozialen Kompetenz durch Wahlmöglichkeiten und Eigenverantwortung ist.

4. RESÜMEE: Das Resümee stellt fest, dass offener Unterricht keine isolierte Form sein sollte, sondern durch die Kombination mit anderen Unterrichtsformen und eine neue Lehrerrolle zum Erfolg führt.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Freiarbeit, Schülerzentrierung, Frontalunterricht, Reformpädagogik, Wochenplanarbeit, Stationenlernen, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Handlungsorientierung, Lernatmosphäre, Sozialkompetenz, Individualisierung, Unterrichtsentwicklung, Lehrerrolle.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem pädagogischen Konzept des offenen Unterrichts und der Freiarbeit als Gegenentwürfe zum traditionellen, lehrerzentrierten Unterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Definition und Historie, notwendige organisatorische Rahmenbedingungen, verschiedene Methoden der Umsetzung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen für die schulische Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, wie offene Unterrichtsformen die individuelle Leistungsentfaltung fördern und welche veränderten Anforderungen dies an Schüler und Lehrkräfte stellt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis pädagogischer Fachliteratur und unterrichtstheoretischer Konzepte, um den aktuellen Diskussionsstand zu systematisieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des offenen Unterrichts sowie eine detaillierte Darstellung spezifischer Freiarbeitsformen wie Wochenplan, Lernstraße und Lernladen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Schülerzentrierung, Selbstständigkeit, Methodenvielfalt, Handlungsorientierung und die Transformation der Lehrkraft vom Vermittler zum Lernbegleiter.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Lehrkraft im offenen Unterricht vom Frontalunterricht?

Während der Lehrer im Frontalunterricht als zentraler Vermittler agiert, tritt er im offenen Unterricht in den Hintergrund und fungiert als Organisator, Koordinator und Ansprechpartner, wobei das Prinzip der „Minimaleinmischung“ gilt.

Warum wird im Text betont, dass offener Unterricht kein „Alles-oder-Nichts“-Konzept ist?

Der Text stellt klar, dass es sich um einen Prozess handelt, in dem geschlossene und offene Phasen kombiniert werden müssen, um Struktur zu bewahren und Lernziele sicher zu erreichen.

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Details

Title
Offener Unterricht - Definition, Mekrmale und Methoden
College
University of Heidelberg
Grade
1,0
Author
Verena Leyrer (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V118265
ISBN (eBook)
9783640209408
Language
German
Tags
Offener Unterricht Definition Mekrmale Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Leyrer (Author), 2007, Offener Unterricht - Definition, Mekrmale und Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118265
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