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Wie Pädagogen die Selbstständigkeit von Kindern fördern können. Ein Leitfaden für den pädagogischen Alltag im Krippen- und Elementarbereich

Titel: Wie Pädagogen die Selbstständigkeit von Kindern fördern können. Ein Leitfaden für den pädagogischen Alltag im Krippen- und Elementarbereich

Bachelorarbeit , 2021 , 69 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sarah Leis (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit pädagogischen Themen und Konzepten zur professionellen und sensiblen Begleitung der Förderung der Selbstständigkeit von Kindern im Krippen- und Elementarbereich. Der pädagogische Alltag bringt häufig Schwierigkeiten für Kinder und Pädagogen mit sich, daraus resultierend vernachlässigen häufig Pädagogen die natürliche Explorationsfreude der Kinder. Die Kinder werden in ihrem Lernprozess zurückgehalten, aufgrund der Launen der Pädagogen. Die Selbstständigkeit wird nicht gefördert, sogar unterdrückt.

Hier werden fachliche Modelle und Konzeptionen beschrieben, die einen Leitfaden im pädagogischen Alltag darstellen sollen. Dazu gehören unter anderem psychoanalytische Modelle, lerntheoretische Annahmen und Kommunikationsmodelle, sowie auch pädagogische Konzepte und Methoden. Der pädagogische Ansatz nach Emmi Pikler gibt einen Leitfaden für die Arbeit im Krippenbereich, die Pädagogik nach Maria Montessori wird mit dem Elementarbereich verknüpft. Methoden wie Beobachtung, Scaffolding und das Freispiel werden näher beschrieben, um ein Konzept für den pädagogischen Alltag zu erarbeiten. Zudem wird die Beziehung zwischen Kind und Pädagoge, sowie die Rolle der Pädagogen erarbeitet, um einen Rahmen der Handlungen vorzubereiten. Das Ziel ist es, den pädagogischen Alltag für Kinder und Pädagogen stressfreier zu gestalten und den Kindern die Möglichkeit zur ganzheitlichen Entwicklung ihrer selbst zu bieten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemstellung

2 Begriffsdefinitionen zum Titel

2.1 Definition „Selbstständigkeit“

2.2 Definition „professionell“

2.3 Definition „sensibel“

3 Entwicklungspsychologische Modelle nach Freud und Erikson

4 Lerntheoretische Annahmen

4.1 Ergebnisse aus der Hirnforschung

4.2 Konstruktivismus

4.3 Lernen am Modell

5 Kommunikation als Mittel in der Selbstständigkeitsentwicklung des Kindes

5.1 Die Anatomie einer Nachricht nach Friedemann Schulz von Thun

5.2 Aktives Zuhören

5.3 Die fünf Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick

6 Der pädagogische Ansatz nach Emmi Pikler zur Förderung der Selbstständigkeitsentwicklung im Krippenbereich

7 Der pädagogische Ansatz nach Maria Montessori zur Förderung der Selbstständigkeitsentwicklung im Elementarbereich

8 Beobachtung als Methode sozialpädagogischer Arbeit

9 Scaffolding als Methode im sozialpädagogischen Handeln

10 Die Beziehung zwischen Kind und Pädagoge

11 Die Entwicklung des Selbst mit Hilfe von Psychomotorik und Bewegungserziehung

12 Das freie Spiel und seine Bedeutung im pädagogischen Alltag auf die Selbstständigkeitsentwicklung des Kindes

13 Raumgestaltung im Krippen- und Elementarbereich zur Unterstützung der Selbstständigkeitsentwicklung

14 Die Rolle der Pädagogen als Lernbegleiter im pädagogischen Alltag

15 Diskussion der Methode

16 Diskussion der Ergebnisse

17 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Pädagogen Kinder im Krippen- und Elementarbereich durch professionelle und sensible Begleitung in ihrer Selbstständigkeit fördern können. Dabei werden theoretische Modelle und praktische Ansätze analysiert, um einen Leitfaden für eine entwicklungsfördernde pädagogische Praxis zu etablieren.

  • Entwicklungspsychologische und lerntheoretische Grundlagen
  • Kommunikationsmodelle als Werkzeug in der pädagogischen Interaktion
  • Vergleichende Analyse der Ansätze von Emmi Pikler und Maria Montessori
  • Methoden der Beobachtung, des Scaffoldings und der Raumgestaltung

Auszug aus dem Buch

9 Scaffolding als Methode im sozialpädagogischen Handeln

Der Begriff „Scaffolding“ wird vom Englischen „scaffold“ (Holzgerüst) abgeleitet. Es beschreibt eine pädagogische Methode, mit der Pädagogen Kindern gezielte Hilfestellungen bieten und die Lernprozesse, sowie Entwicklungsschritte angemessen begleiten können. Der Pädagoge baut mit Worten ein Hilfegerüst für das Kind (vgl. Bensel 2017: S.244).

Pädagogen agieren im Hintergrund und bilden ein Gerüst für die Kinder, eigene Lösungswege und Lösungen zu erarbeiten. Sie bieten Vorschläge und Motivieren die Kinder zu eigenen Wegen, dabei wird immer auf den aktuellen und individuellen Entwicklungsstand jedes Kindes geachtet. Das Ziel ist es, die Eigeninitiative der Kinder zu fördern, sowie die Selbstregulation anzuregen (ebd.). Diese Methode beschreibt also einen Prozess vorübergehender gezielter Hilfestellung des Pädagogen an das Kind. Hier wird nicht nur auf den Entwicklungsstand geachtet, auch der Erfahrungshorizont der Kinder spielt eine wichtige Rolle. Die Hilfestellung wird an die Zone der nächsten Entwicklung angepasst, dabei wird das Kind aktiv beim Lernen und in seiner Entwicklung unterstützt. Direkte Hilfe wird nur in Bereichen angeboten, die den aktuellen Entwicklungs- und Wissenshorizont des Kindes übersteigen. Die Fähigkeiten und das Wissen des Kindes werden in jedem Entwicklungsbereich erweitert, da das Kind seine eigenen Erfahrungen sammelt, eigene Wege und Ideen ausprobiert und dadurch auch gleichzeitig neue Strategien entwickelt (vgl. Fthenakis, Berwanger & Reichert-Garschhammer 2015: S. 92).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemstellung: Einführung in die Relevanz einer sensiblen Lernbegleitung und die Problematik der Überforderung von Kindern durch fehlende Autonomie.

2 Begriffsdefinitionen zum Titel: Theoretische Klärung der Kernbegriffe Selbstständigkeit, professionell und sensibel für den pädagogischen Kontext.

3 Entwicklungspsychologische Modelle nach Freud und Erikson: Darstellung der klassischen psychoanalytischen Sichtweisen auf die kindliche Entwicklung und Identitätsbildung.

4 Lerntheoretische Annahmen: Zusammenfassung relevanter Erkenntnisse aus Hirnforschung, Konstruktivismus und dem Lernen am Modell.

5 Kommunikation als Mittel in der Selbstständigkeitsentwicklung des Kindes: Analyse von Kommunikationsmodellen (Schulz von Thun, Watzlawick) zur Optimierung der Interaktion zwischen Kind und Pädagoge.

6 Der pädagogische Ansatz nach Emmi Pikler zur Förderung der Selbstständigkeitsentwicklung im Krippenbereich: Beschreibung der beziehungsvollen Pflege und der freien Bewegung als Leitfaden für die Arbeit mit Kleinstkindern.

7 Der pädagogische Ansatz nach Maria Montessori zur Förderung der Selbstständigkeitsentwicklung im Elementarbereich: Darstellung der "vorbereiteten Umgebung" und des selbstgesteuerten Lernens.

8 Beobachtung als Methode sozialpädagogischer Arbeit: Erörterung der Beobachtung zur bedürfnisorientierten Gestaltung des pädagogischen Alltags inklusive der Vermeidung von Beurteilungsfehlern.

9 Scaffolding als Methode im sozialpädagogischen Handeln: Erläuterung der unterstützenden Strukturgebung (Hilfegerüst), um Kinder zur Eigenständigkeit zu führen.

10 Die Beziehung zwischen Kind und Pädagoge: Analyse der Bindungstheorie und der Gestaltung von Eingewöhnungsmodellen.

11 Die Entwicklung des Selbst mit Hilfe von Psychomotorik und Bewegungserziehung: Aufzeigen der engen Verknüpfung von körperlichen Erfahrungen und der Identitätsentwicklung.

12 Das freie Spiel und seine Bedeutung im pädagogischen Alltag auf die Selbstständigkeitsentwicklung des Kindes: Untersuchung der Spielformen als zentrales Element kindlicher Selbstbildung.

13 Raumgestaltung im Krippen- und Elementarbereich zur Unterstützung der Selbstständigkeitsentwicklung: Reflexion über die Bedeutung der Umgebung als "dritter Erzieher".

14 Die Rolle der Pädagogen als Lernbegleiter im pädagogischen Alltag: Definition des professionellen Selbstverständnisses und der Erziehungspartnerschaft mit Eltern.

15 Diskussion der Methode: Reflexion über den Erstellungsprozess der Arbeit und die methodische Vorgehensweise bei der Literaturrecherche.

16 Diskussion der Ergebnisse: Zusammenführende Betrachtung der theoretischen Ansätze und ihrer Anwendung in der Praxis.

17 Fazit: Zusammenfassung des Mehrwerts der Arbeit für die pädagogische Praxis und Ausblick auf künftige Handlungsfelder.

Schlüsselwörter

Selbstständigkeit, Lernbegleitung, Pädagogik, Krippenbereich, Elementarbereich, Emmi Pikler, Maria Montessori, Scaffolding, Kommunikation, Beobachtung, Bindung, Psychomotorik, Freies Spiel, Raumgestaltung, Erziehungspartnerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit pädagogischen Konzepten und Methoden, die Pädagogen dabei unterstützen, Kinder im Krippen- und Elementaralter professionell und sensibel in ihrer Selbstständigkeit zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen kommunikative Grundlagen, entwicklungspsychologische Modelle, spezifische reformpädagogische Ansätze, methodische Arbeitsweisen wie Scaffolding und Beobachtung sowie die Gestaltung der Lernumgebung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, basierend auf theoretischen Hintergründen einen fundierten Leitfaden für den pädagogischen Alltag zu erstellen, der Fachkräften hilft, Kinder ganzheitlich zu begleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Analyse und Synthese bestehender pädagogischer Fachliteratur sowie einschlägiger Internetquellen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Psychologie, Kommunikation) als auch konkrete Ansätze (Pikler, Montessori) sowie praktische Methoden (Beobachtung, Raumgestaltung) detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Selbstständigkeit, professionelle Lernbegleitung, die Rolle des Pädagogen, beziehungsvolle Pflege und die vorbereitete Umgebung.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Emmi Pikler von dem Maria Montessoris?

Während Pikler ihren Schwerpunkt in der beziehungsvollen Pflege und autonomen Bewegungsentwicklung besonders für den Krippenbereich setzt, liegt der Fokus bei Montessori auf einer vorbereiteten Umgebung für das Elementaralter, in der Kinder durch freie Materialwahl ihr Lernen selbst steuern.

Warum ist das Scaffolding-Konzept für Pädagogen relevant?

Scaffolding ist relevant, da es Pädagogen ermöglicht, Kinder gezielt zu unterstützen, ohne ihnen Prozesse abzunehmen, und somit die Eigeninitiative und Selbstregulation der Kinder optimal fördert.

Welche Rolle spielt die Beobachtung in der täglichen Arbeit?

Die Beobachtung ist essenziell, um den Entwicklungsstand des Kindes korrekt zu erfassen, Ressourcen zu erkennen und die pädagogischen Angebote individuell und bedürfnisorientiert anzupassen.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie Pädagogen die Selbstständigkeit von Kindern fördern können. Ein Leitfaden für den pädagogischen Alltag im Krippen- und Elementarbereich
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,7
Autor
Sarah Leis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
69
Katalognummer
V1182933
ISBN (PDF)
9783346622389
ISBN (Buch)
9783346622396
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krippe Elementarbereich Pädagogik frühkindliche Pädagogik Psychoanalytik Kommunikationsmodell Selbstständigkeit Lerntheorien Kommunikation Scaffolding Entwicklung Körperbewusstsein Raum Freies Spiel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Leis (Autor:in), 2021, Wie Pädagogen die Selbstständigkeit von Kindern fördern können. Ein Leitfaden für den pädagogischen Alltag im Krippen- und Elementarbereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182933
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Leseprobe aus  69  Seiten
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