Neue Technologien verändern die Welt. Die Wirtschaft und Verwaltung stehen vor neuen Herausforderungen. Verantwortlich hierfür ist die vierte Revolution, auch bekannt als Arbeitswelt 4.0 oder Industrie 4.0. Die stetig fortschreitende Zukunft ändert die Arbeitswelt. Sie wird immer mehr von der Digitalisierung geprägt und von künstlicher Intelligenz, den Maschinen übernommen. Der Fokus liegt darauf, die Zukunft der Arbeitswelt proaktiv zu gestalten, bevor die bisherige Arbeitswelt hinter sich ändernden Geschäftsanforderungen und sich ändernden Bedürfnissen der Mitarbeiter zurückbleibt.
Die Digitalisierung verändert auch die Funktionsstruktur der Unternehmensführung, denn sie formt nicht nur alle Prozesse und Strukturen neu, sondern überprüft auch die Kompetenzanforderungen aller Führungsverantwortlichen. Dies gilt insbesondere für Kontroll- und Informationsbereitstellungsaufgaben.
Somit ist auch die Rolle des Controllers im Unternehmen gefordert und diese Hürde gilt zukünftig zu meistern. Das Steuern von Prozessen, Projekten und Arbeitsabläufen im Unternehmen bleibt zwar erhalten, jedoch wird das Berufsfeld des Controllers erweitert. Wie verändert sich das Rollenbild des Controllers? Welche neuen Herausforderungen und zukünftige Anforderungen werden auf den Controller zukommen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Controller
2.2 Aufgabenbereiche eines Controllers
2.3 Definition Arbeitswelt
3 Anforderungsprofil des Controllers
3.1 Veränderung des Rollenbildes eines Controllers
3.2 Neue Herausforderungen und zukünftige Anforderungen
4 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die sich wandelnden Anforderungen an das Berufsbild des Controllers im Kontext der Arbeitswelt 4.0 und der fortschreitenden Digitalisierung.
- Wandel des Rollenbildes vom "Erbsenzähler" zum Businesspartner.
- Einfluss der Digitalisierung und Automatisierung auf klassische Controlling-Aufgaben.
- Identifikation notwendiger Kompetenzen und Qualifikationen in der Arbeitswelt 4.0.
- Bedeutung von Flexibilität, lebenslangem Lernen und strategischer Ausrichtung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Veränderung des Rollenbildes eines Controllers
Jahr zu Jahr wandelt sich das Berufs- und Rollenbild des Controllers. Das traditionelle Rollenbild eines Controllers ist der technische Experte, welcher sich mit dem Jahresabschluss, der Kostenrechnung und der Kalkulation beschäftigt. Zahlenaufbereitung, Berichtswesen und Planung werden im zukünftigen Rollenbild des Controllers weniger Zeit in Anspruch nehmen, da diese Prozesse fast vollständig in Zeiten der Digitalisierung automatisiert werden.
Viele verstehen unter dem Begriff „Lernen“ immer noch die Aneignung von Fach- und Sachwissen. Dies gehört zwar immer noch zu den Basics, reicht aber im Hinblick auf die Anforderungen eines Controllers weitaus nicht aus. Controller müssen sich nicht nur mit Zahlen auskennen, Projekte und Prozesse steuern. Vielmehr geht es in der Arbeitswelt 4.0 um die IT Kenntnisse und Führungskompetenzen, welche ein Controller mit sich bringen muss. Durch die Arbeitswelt 4.0 sind Unternehmen dazu angewiesen, sich schnell auf Neuerungen anpassen zu können. Dies schließt auch das Berufsfeld der Controller mit ein.
Controller sind Teil einer erfolgreichen Unternehmensführung. Durch die vielfältigen Aufgaben, die ein Controller in der Praxis bezwingt, müssen sie überfachliche Qualifikationen erfüllen. Zur Grundvoraussetzung gehören zum einen die Grundkenntnisse im Rechnungswesen, aber auch die Kenntnisse über die alltäglichen Controlling-Instrumente. Um das Berichtswesen ordnungsgemäß durchführen zu können, ist heut zu Tage ein modernes EDV-System unabdingbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen durch die Industrie 4.0 und skizziert die daraus resultierende Notwendigkeit, das Rollenbild des Controllers anzupassen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert das Berufsbild des Controllers, dessen Aufgabenbereiche und den Begriff der Arbeitswelt 4.0 als Ausgangspunkt für die Analyse.
3 Anforderungsprofil des Controllers: Hier wird der Wandel vom technischen Experten zum modernen Businesspartner sowie die Bedeutung neuer Kompetenzen in einer digitalisierten Unternehmensumwelt detailliert untersucht.
4 Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass der Controller trotz Automatisierung eine zentrale Rolle als Businesspartner einnimmt, sofern er bereit ist, sich stetig weiterzubilden.
Schlüsselwörter
Controlling, Controller, Digitalisierung, Arbeitswelt 4.0, Industrie 4.0, Businesspartner, Unternehmensführung, Kompetenzentwicklung, Automatisierung, Transformation, Berichtswesen, Prozesssteuerung, Weiterbildung, Rollenbild, Anforderungsprofil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Anforderungen an die Person eines Controllers durch die Einflüsse der Digitalisierung und der sogenannten Arbeitswelt 4.0 verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Controllings, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Unternehmensprozesse sowie die daraus resultierende Transformation des Controller-Rollenbildes.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich das aktuelle Rollenbild des Controllers verändert und welche neuen Herausforderungen und Kompetenzanforderungen für die Zukunft zu erwarten sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Essay, der auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fachpublikationen basiert, um theoretische Grundlagen und Zukunftsperspektiven zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen (Controller, Arbeitswelt) und eine vertiefte Analyse des Anforderungsprofils, wobei der Wandel des Rollenbildes im Zentrum steht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Controlling, Businesspartner, Arbeitswelt 4.0, Digitalisierung und Kompetenzentwicklung.
Warum wird der Controller heute als Businesspartner bezeichnet?
Da Routineaufgaben zunehmend automatisiert werden, verlagert sich der Fokus des Controllers von der reinen Zahlenaufbereitung hin zur strategischen Unterstützung der Geschäftsführung.
Ist der Arbeitsplatz des Controllers durch die Digitalisierung gefährdet?
Nein, die Arbeit stellt fest, dass die Sorge vor einem Verlust des Arbeitsplatzes gering ist, da die Berufsqualifikation des Controllers als zukunftsgerichtet und essenziell für Unternehmen eingestuft wird.
- Arbeit zitieren
- Janine Padinger (Autor:in), 2021, Anforderungen an die Person eines Controllers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183083