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Emotikons als parasprachliche Ausdrucksform in der Online-Kommunikation

Title: Emotikons als parasprachliche Ausdrucksform in der Online-Kommunikation

Seminar Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Schubert (Author)

Communications - Interpersonal Communication
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll die neu durch das Internet aufgekommenen sprachlichen Zeichen genauer definieren und spezifizieren. Im nun folgenden Hauptteil soll zunächst der Terminus Zeichen ganz allgemein erklärt werden. Im Anschluss soll der Übergang zu den onlinespezifischen Zeichen vollzogen werden. Es folgt eine Definition des Begriffs Emotikon, welcher auch neue parasprachliche Ausdrucksformen beinhaltet.
Die Smileys werden in einem weiteren Unterpunkt in vier Gruppen geordnet und anhand eines Beispiels aus dem Smiley-Inventar des Instantmessangers ICQ soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten zur Überbrückung parasprachlicher Defizite in der Online-Kommunikation Emotikons bieten – aber auch welche Fehlinterpretation sie zulassen. Vorangestellte Hypothese dieser Arbeit soll sein, dass die neu verwendeten Zeichen von Benutzern (Usern) jener Plattformen parasprachliche Hinweise aus der Face-to-Face-Kommunikation in der Online-Kommunikation ersetzen können und somit auch „metakommunikativ zum Verständnis einer Aussage beitragen können, also etwa einen Scherz oder Ironie anzeigen können“ (Beck 2007: 65). Im Schlussteil sollen die gewonnenen Erkenntnisse in einem übergeordneten Kontext (Beitrag zur Entkontextualisierung) eingeordnet und im Zusammenhang mit der Kanalreduktionsthese verglichen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung, Gegenstand, Methode und Ziel

2 Neue Ausdrucksformen in der Online-Kommunikation

2.1 Allgemeine Zeichen: Symbol, Index und Ikon

2.2 Gedrehte Gesichter: Smileys und Emotikons als Ausdruck von Parasprache in der Online-Kommunikation

2.2.1 Gruppen und Formen von Smileys und Emotikons

2.2.2 Uneindeutigkeit und Fehlinterpretationen von Emotikons

3 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Emotikons und Smileys als parasprachliche Ausdrucksformen in der Online-Kommunikation dazu beitragen können, durch mediale Vermittlung entstandene Kommunikationsdefizite zu überbrücken und metakommunikative Hinweise zur Interpretation von Botschaften zu liefern.

  • Kanalreduktionsthese und deren Auswirkungen auf die Online-Kommunikation
  • Semiotische Klassifikation von Zeichen (Symbol, Index, Ikon)
  • Entwicklung, Klassifikation und Funktionen von Smileys und Emotikons
  • Problematik der Fehlinterpretation und Uneindeutigkeit computervermittelter Zeichen

Auszug aus dem Buch

2.2 Gedrehte Gesichter: Smileys und Emotikons als Ausdruck von Parasprache in der Online-Kommunikation

Wie stellt man große Freude, Wut oder Ironie in einer SMS, E-Mail oder im Chatroom dar? Ob diese Frage so rational bewusst gestellt wurde, ist zu bezweifeln. Der Kern der Frage bleibt aber berechtigt. Durch den Wegfall körpergebundener und paralinguistischer Zeichen (hiermit sind in diesem Zusammenhang stimmgebundene Zeichen wie Tonfall, Sprechrhythmus etc. gemeint) entstehen Lücken in den Ausdrucksmöglichkeiten in technisch-vermittelter Kommunikation. Insbesondere wären hierbei medienspezifische Ausdrucksvarianten, als Substitute oder Ergänzungen nicht verfügbarer verbaler und nonverbaler Signale in ihrer Funktion als metakommunikative Hinweise zu nennen. Deren Funktion besteht nicht zuletzt darin, medienbedingte beziehungs- und stimmungsanzeigende Codierergrenzen zu überwinden.

Solche metakommunikativen Hinweise deuten auf eine sich ausbildende Parasprache im Kontext technisch vermittelter Kommunikation, die eine Interpretation mehrdeutiger kommunikativer Botschaften unter den Bedingungen medienbedingter Restriktionen ermöglichen soll (Höflich 1996: 88). Jene Lücken der Online-Kommunikation in der nonverbalen und parasprachlichen Ausdrucksmöglichkeit füllen in Folge dessen Smileys oder Emotikons als „Substitute oder Ergänzungen“ (ebenda) aus, sie vermitteln und verdeutlichen die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern und drücken deren aktuelle (emotionale) Stimmungslage aus, woher auch der Name „Emotikon“ rührt (vgl. Höflich 1997: 212).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung, Gegenstand, Methode und Ziel: Dieses Kapitel erläutert die Kanalreduktionsthese und führt in die Thematik der Überbrückung parasprachlicher Defizite durch neuartige Ausdrucksformen in der Online-Kommunikation ein.

2 Neue Ausdrucksformen in der Online-Kommunikation: Es erfolgt eine semiotische Einordnung von Zeichen sowie eine detaillierte Analyse von Smileys und Emotikons hinsichtlich ihrer gruppenspezifischen Verwendung, ihrer Funktion als parasprachliche Substitute und der Risiken von Fehlinterpretationen.

3 Zusammenfassung und Fazit: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei festgestellt wird, dass die Kanalreduktionsthese nur bedingt gilt, da Kommunikatoren durch den kreativen Einsatz von Emotikons erfolgreich parasprachliche Lücken schließen können.

Schlüsselwörter

Online-Kommunikation, Emotikons, Smileys, Kanalreduktionsthese, Parasprache, Semiotik, Index, Ikon, Symbol, Metakommunikation, ICQ, Fehlinterpretation, Internet, Interpersonale Kommunikation, technisch vermittelte Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Smileys und Emotikons als Mittel, um parasprachliche und nonverbale Informationen in der technisch vermittelten Online-Kommunikation zu kompensieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kanalreduktionsthese, die semiotische Einordnung von Zeichen sowie die Untersuchung von Smileys und Emotikons als Ausdrucksformen für Emotionen und beziehungsanzeigende Signale.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Internetnutzer durch den Gebrauch neuer Zeichen wie Emotikons die durch Medien entstehenden Lücken in der Kommunikation überbrücken und so zum Verständnis von Aussagen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit kommunikationswissenschaftlicher Literatur, insbesondere der Kanalreduktionsthese, und der Anwendung semiotischer Analysekriterien auf online-spezifische Ausdrucksformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Zeichen (Symbol, Index, Ikon), der Klassifikation von Smileys und Emotikons in verschiedene Gruppen sowie der Analyse ihrer Problematik bezüglich der Deutungseindeutigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online-Kommunikation, Parasprache, Kanalreduktionsthese, Semiotik, Emotikons und Metakommunikation charakterisiert.

Warum entstehen in der Online-Kommunikation parasprachliche Defizite?

Defizite entstehen durch den Wegfall direkter körpergebundener und stimmlicher Merkmale (wie Tonfall oder Mimik), die in der Face-to-Face-Kommunikation normalerweise das Verständnis von Aussagen unterstützen.

Wie gehen Kommunikationsplattformen mit dieser Problematik um?

Plattformen wie ICQ stellen den Nutzern eine Vielzahl vorgefertigter, stilisierter Emotikons zur Verfügung, um die Darstellung von Emotionen und Beziehungsaspekten zu erleichtern.

Können Emotikons immer eindeutig verstanden werden?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass komplexe Emotikons oder ein mangelnder Kontext zu Fehlinterpretationen führen können und nicht für alle Nutzer unmittelbar lesbar sind.

Was ist das Fazit zur Kanalreduktionsthese?

Die Kanalreduktionsthese gilt nur bedingt, da die Nutzer durch die Schaffung und den Gebrauch innovativer Zeichen in der Lage sind, die parasprachliche Lücke zu schließen und erfolgreich zu kommunizieren.

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Details

Title
Emotikons als parasprachliche Ausdrucksform in der Online-Kommunikation
College
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät)
Course
Interpersonale Kommunikation und Medien
Grade
1,0
Author
Christian Schubert (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V118367
ISBN (eBook)
9783640215348
ISBN (Book)
9783640215379
Language
German
Tags
Emotikons Ausdrucksform Online-Kommunikation Interpersonale Kommunikation Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schubert (Author), 2008, Emotikons als parasprachliche Ausdrucksform in der Online-Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118367
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