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Substantivierter Infinitiv, der Infinitiv als Objekt und das Supin

Drei Verbformen des Rumänischen im Vergleich mit dem Französischen und Spanischen

Title: Substantivierter Infinitiv, der Infinitiv als Objekt und das Supin

Seminar Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susanne Hasenstab (Author)

Romance Studies - Comparative Studies
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit werden drei romanische Verbformen im Vordergrund der vergleichenden Betrachtung stehen: Im Rahmen des Seminarthemas „Vergleichende romanische Sprachwissenschaft – Theorien, Methoden, Arbeitsfelder“ soll das Vorkommen und die Verwendung des substantivierten Infinitivs, des Infinitivs als Objekt und des Supins im Rumänischen im Vergleich mit dem Französischen und dem Spanischen untersucht werden. Diese drei in der Morphosyntax anzusiedelnden rumänischen Phänomene wurden in dem Wissen ausgewählt, dass sie sich im Sprachgebrauch von den ihnen jeweils entsprechenden Phänomenen in den romanischen Vergleichssprachen Französisch und Spanisch unterscheiden.
Im Hinblick auf die Sonderstellung, die das Rumänische innerhalb der romanischen Sprachen inne hat, steht das Zusammentragen von Wissen über die sprachgeschichtlichen Gründe für den differierenden Gebrauch des substantivierten Infinitivs, des Infinitivs als Objekt und des Supins sowie über den tatsächlichen Gebrauch und die Verwendung dieser drei Verbformen im Vordergrund. Die Untersuchung soll zeigen, wie groß beziehungsweise wie gering die Unterschiede zwischen den einzelnen Sprachen sind und mit welchen verschiedenen Konstruktionen das Rumänische, das Französische und das Spanische den gleichen Sachverhalt ausdrücken.
Die vergleichende Untersuchung anhand eines ausgewählten Textcorpus geht stets vom Rumänischen aus, mit dem die französische und die spanische Version jeweils kontrastiert werden. Als Corpus dienen die rumänische, französische und spanische Übersetzung von Paulo Coelhos Roman „Onze Minutos“ . Die zitierten Belege entstammen alle den ersten beiden und den letzten drei Kapiteln dieses Romans – dies sind je nach Ausgabe circa 50 Seiten, der Roman selbst umfasst je nach Ausgabe circa 260 Seiten.
Eine quantitative Auswertung wird im Rahmen dieser Arbeit nicht stattfinden, vielmehr sollen anhand des Übersetzungsvergleichs einige charakteristische Beispiele für jedes der betrachteten Phänomene gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die Sonderstellung des Rumänischen innerhalb der Romania

2. Vergleichende Untersuchung dreier Verbformen

2.1 Der substantivierte Infinitiv

2.1.1 Der substantivierte Infinitiv im Rumänischen – ein Verbalnomen

2.1.2 Der Gebrauch des substantivierten Infinitivs im Vergleich mit dem Französischen und Spanischen

2.2 Der Infinitiv als Objekt

2.2.1 Die Reduktion des Infinitivs im Rumänischen im Vergleich mit dem Französischen und Spanischen

2.2.2 Der Infinitivschwund – ein syntaktischer Balkanismus

2.2.3 Die Ausnahme „a putea“

2.2.4 Wechselwirkung zwischen dem „kurzen“ und „langen“ Infinitiv im Rumänischen

2.3 Das Supin

2.3.1 Das rumänische Supin – ein Überbleibsel aus dem Lateinischen

2.3.2 Französische und spanische Entsprechungen des Supins

3. Zusammenfassung: Die Sonderstellung des Rumänischen in Hinblick auf die drei untersuchten Verbformen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die morphosyntaktischen Besonderheiten dreier spezifischer rumänischer Verbformen – des substantivierten Infinitivs, des Infinitivs als Objekt und des Supins – im kontrastiven Vergleich mit dem Französischen und Spanischen, um die Sonderstellung des Rumänischen innerhalb der Romania sprachgeschichtlich und funktional zu beleuchten.

  • Die Verwendung des substantivierten Infinitivs als Verbalnomen im Rumänischen.
  • Die Reduktion des Infinitivs im Rumänischen und sein Ersatz durch finite Konjunktivkonstruktionen.
  • Der "Infinitivschwund" als syntaktischer Balkanismus und dessen Ursachen.
  • Die Bewahrung des Supins im Rumänischen als archaisches lateinisches Erbe.
  • Die Analyse der Sonderstellung des Rumänischen durch den Einfluss von Kontaktsprachen im Balkansprachbund.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der substantivierte Infinitiv im Rumänischen – ein Verbalnomen

Als erste rumänische Verbform im Vergleich mit dem Französischen und Spanischen soll der substantivierte Infinitiv betrachtet werden. Der rumänische substantivierte Infinitiv entspricht weitgehend dem lateinischen Gerundium und „verhält sich im Rumänischen wie ein Nomen.“

Jedem Rumänischlernenden fällt früher oder später auf, dass es zwei Formen des Infinitivs gibt: den langen und den kurzen Infinitiv. Durch das Anhängen des Suffixes –re an den kurzen Infinitiv kann jedes rumänische Verb in ein Verbalsubstantiv verwandelt werden. Das Rumänische besitzt also zwei Formen des Infinitivs, „und zwar eine vollere Form, die heute nur mehr als Verbalnomen verwendet wird […] und den eigentlichen Infinitiv“.

Ein erstes Beispiel aus dem Textcorpus zeigt, wie das Rumänische diese Langform des Infinitivs bildet:

R: descoperirea primului bileţel (S. 255)

F: la découverte du premier billet (S. 304)

S: el descubrimiento de la primera nota (S. 277)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Sonderstellung des Rumänischen innerhalb der Romania: Erläutert die isolierte Lage des Rumänischen und begründet die Auswahl der drei untersuchten Verbformen im Kontext der vergleichenden Romanistik.

2. Vergleichende Untersuchung dreier Verbformen: Analysiert detailliert den substantivierten Infinitiv, den Infinitiv als Objekt und das Supin anhand eines ausgewählten Textcorpus.

3. Zusammenfassung: Die Sonderstellung des Rumänischen in Hinblick auf die drei untersuchten Verbformen: Synthetisiert die Ergebnisse und ordnet die Sonderentwicklungen des Rumänischen in den Rahmen der Balkansprachbund-Kontakte und des lateinischen Erbes ein.

Schlüsselwörter

Rumänisch, Romania, Substantivierter Infinitiv, Infinitiv als Objekt, Supin, Balkansprachbund, Infinitivschwund, Morphosyntax, Kontrastive Linguistik, Romanistik, Verbalnomen, Konjunktiv, Sprachkontakt, Sprachgeschichte, Vulgärlatein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kontrastiven Analyse dreier spezifischer rumänischer Verbformen im Vergleich zum Französischen und Spanischen, um die strukturellen Eigenheiten des Rumänischen aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der substantivierte Infinitiv, der Infinitiv als Objekt sowie das Supin und deren unterschiedliche Verwendungsweisen in der Morphosyntax.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gründe für die Sonderstellung des Rumänischen innerhalb der romanischen Sprachen sowie die Auswirkungen der Sprachkontakte im Balkansprachbund zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Untersuchung anhand eines ausgewählten Textcorpus (Paulo Coelhos Roman "Onze Minutos") durchgeführt, um charakteristische Unterschiede in der Sprachpraxis zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der drei Verbformen, deren jeweilige morphosyntaktische Funktion und die daraus resultierenden Unterschiede zu den westromanischen Vergleichssprachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Balkansprachbund, Infinitivschwund, Verbalnomen, Kontrastive Linguistik und Morphosyntax.

Warum ist das Verb "a putea" ein Sonderfall?

Es ist eines der wenigen Verben im Rumänischen, das sowohl den Infinitiv als auch eine finite Konjunktivkonstruktion als Objekt zulässt, während andere Verben den Infinitiv weitgehend verdrängt haben.

Welche Rolle spielt das Supin im Rumänischen?

Das Supin ist eine archaische lateinische Form, die das Rumänische als einzige romanische Sprache bewahrt hat, um Notwendigkeit oder Zweck auszudrücken.

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Details

Title
Substantivierter Infinitiv, der Infinitiv als Objekt und das Supin
Subtitle
Drei Verbformen des Rumänischen im Vergleich mit dem Französischen und Spanischen
College
University of Frankfurt (Main)  (Neuere Philologien-Institut für Romanische Sprachen)
Course
Vergleichende romanische Sprachwissenschaft – Theorien, Methoden, Arbeitsfelder
Grade
1,3
Author
Susanne Hasenstab (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V118375
ISBN (eBook)
9783640215652
ISBN (Book)
9783640215805
Language
German
Tags
Substantivierter Infinitiv Objekt Supin Vergleichende Sprachwissenschaft Theorien Methoden Arbeitsfelder Romanistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Hasenstab (Author), 2008, Substantivierter Infinitiv, der Infinitiv als Objekt und das Supin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118375
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