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Unterrichtsentwurf im Fach Geschichte. Leben und Alltag in der DDR

Unterrichtspraktische Prüfung [gemäß § 34 (4) OVP] im Fach Geschichte

Title: Unterrichtsentwurf im Fach Geschichte. Leben und Alltag in der DDR

Lesson Plan , 2012 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Alexander Beste (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Vorstellung über die Lebensverhältnisse in der DDR entwickeln.
Folgende Kompetenzen sollen die SuS erwerben: Sie kennen die alltäglichen Lebensverhältnisse der Bürgerinnen und Bürger in der DDR (Sachkompetenz), sie entnehmen Sachtexten Informationen, (Methodenkompetenz) und sie stellen im Rahmen einer kooperativen Lernform ihre Ergebnisse gegenseitig vor (Handlungskompetenz).

Im Vorfeld dieser Stunde ist die Nachkriegsgeschichte beider deutschen Staaten anhand von ausgewählten Themen bis einschließlich des Mauerbaus erarbeitet worden. Ursächlich für den Bau der Mau war eine stetige Abwanderung von Menschen aus dem sowjetzonalen Gebiet. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte hielt die Mauer Menschen nicht davon ab, unter Einsatz ihres Lebens in den Westen zu flüchten. Es stellt sich nun die Frage, warum diese Menschen nicht mehr bereit waren, in der DDR zu bleiben. Ein "Blick hinter die Mauer" kann darauf eine Antwort geben. Genau an dieser Stelle setzt die Stunde an und rückt die Frage in den Focus: Wie lebten die Menschen in der DDR? Diese Fragestellung ist sehr vielschichtig und sicherlich auch aus der Sicht eines ehemaligen DDR-Bürgers nicht einfach zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe

2. Kurze Ausführungen zum zentralen Anliegen der Stunde im Hinblick auf didaktische, methodische und pädagogische Schwerpunkte und Entscheidungen

2.1. Lerngruppe

2.2 Legitimation

2.3 Didaktisch- & methodische Überlegungen/Entscheidungen

2.3.1 Das Grundprinzip des Kooperativen Lernens

2.3.2 Struktur der Trainingsspirale

2.4. Lernaufgabe

3. Ziele der Unterrichtsstunde/Kompetenzzuwachs

3.1 Inhaltsbezogene Lernziele der Stunde

3.2 Methodische Lernziele der Stunde

4. Verlaufsplanung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern der Klasse 10A2 ein tiefgreifendes Verständnis für die Lebensverhältnisse in der DDR zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie die Menschen unter den Bedingungen der sozialistischen Diktatur lebten und welche alltäglichen Erfahrungen ihren Alltag prägten.

  • Anwendung kooperativer Lernmethoden zur Förderung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen.
  • Multiperspektivische Analyse zentraler Lebensbereiche wie Wohnen, Warenversorgung, Jugendorganisationen und Arbeitswelt.
  • Einsatz der „Trainingsspirale“ als methodisches Rahmenkonzept zur Wissensvermittlung und Reflexion.
  • Förderung der Urteilskompetenz durch die Auseinandersetzung mit der Frage nach der Lebensqualität in der DDR.

Auszug aus dem Buch

Gruppe 1: Wohnen

Nach dem zweiten Weltkrieg herrschte in West- und Ostdeutschland akute Wohnungsnot. Auf dem Gebiet der späteren DDR waren rund vier Millionen Wohnungen zerstört und 750.000 durch Beschädigungen nur eingeschränkt bewohnbar. Zusätzlich verschärfte sich die Situation durch den Zuzug von fast vier Millionen Vertriebenen aus dem Osten. Viele Wohnungen hatten keinen Wasseranschluss und die Toiletten mussten oft mit den Nachbarn geteilt werden. Noch schlimmer als das Wasser- und Abwassersystem war das Telefonnetz. Nur 16 Prozent aller Haushalte besaßen 1969 ein Telefon.

Das 1971 verkündete Wohnungsbauprogramm sollte diese Situation ändern. Die fast ausschließlich in industrieller Plattenbauweise errichteten Wohnblöcke ( s. Bild) waren landesweit identisch, die dazugehörigen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kulturhäuser und Einkaufsmöglichkeiten ebenfalls.

Bis 1989 wurden 1,8 Millionen dieser Neubauwohnungen – im Volksmund auch „Arbeiterschließfächer“ genannt – fertig gestellt. Mit Fernheizung, Warmwasser, eigenem Bad und WC boten sie für die DDR-Verhältnisse sehr komfortable Wohnverhältnisse und waren überaus begehrt. Es stellte sich bald heraus, dass die schnell hochgezogenen Wohnblöcke von einer solch schlechten Qualität waren, dass viele Wohnblöcke bereits nach fünf Jahren saniert werden mussten – sofern die entsprechenden Baumaterialien staatlicherseits zur Verfügung gestellt werden konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel verortet die Unterrichtsstunde innerhalb der gesamten Reihe und skizziert den beabsichtigten Lernzuwachs über zehn Unterrichtsstunden hinweg.

2. Kurze Ausführungen zum zentralen Anliegen der Stunde im Hinblick auf didaktische, methodische und pädagogische Schwerpunkte und Entscheidungen: Hier werden die Lerngruppe, die methodische Legitimation sowie das Grundprinzip des kooperativen Lernens und die Struktur der Trainingsspirale dargelegt.

3. Ziele der Unterrichtsstunde/Kompetenzzuwachs: Dieses Kapitel definiert die inhaltsbezogenen sowie methodischen Lernziele, die in der Unterrichtsstunde erreicht werden sollen.

4. Verlaufsplanung: Die Verlaufsplanung stellt den zeitlichen Ablauf der Stunde in Phasen dar und verknüpft diese mit den eingesetzten Methoden und Medien.

Schlüsselwörter

DDR, Alltag, Unterrichtsplanung, Kooperatives Lernen, Trainingsspirale, Geschichte, Wohnsituation, Planwirtschaft, FDJ, Arbeitswelt, Zeitgeschichte, Methodik, Didaktik, Sozialismus, DDR-Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?

Die Planung befasst sich mit der Gestaltung einer Geschichtsstunde zum Thema „Leben und Alltag in der DDR“ für eine zehnte Klasse, unter Verwendung kooperativer Lernformen.

Welches ist das primäre Ziel der Stunde?

Die Schüler sollen ein differenziertes Bild der Lebensverhältnisse in der DDR entwickeln, indem sie spezifische Themenbereiche wie Wohnen, Arbeit und Freizeit untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Planung basiert auf dem Konzept des „Kooperativen Lernens“ nach Norm Green und der „Trainingsspirale“, um Schüleraktivierung und sozialen Austausch zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Wohnsituation, Warenangebot und Versorgungslage, Rolle der Jugendorganisationen (FDJ) und die Arbeitswelt in der DDR.

Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Einzelarbeitsphase zur Textanalyse und eine Gruppenarbeitsphase zur Erstellung von Präsentationsmaterialien, die in einem Museumsgang vorgestellt werden.

Welche Rolle spielt der Lehrer in diesem Konzept?

Der Lehrer agiert als Lernbegleiter, der den Prozess strukturiert und die Schüler bei der Arbeit individuell unterstützt.

Warum wird die Methode des „Museumsgangs“ eingesetzt?

Der Museumsgang ermöglicht eine nicht-frontale Präsentation der Arbeitsergebnisse, bei der die Schüler in wechselnden Kleingruppen ihr Wissen gegenseitig vermitteln.

Wie gehen die Schüler mit den Herausforderungen der DDR-Planwirtschaft um?

Die Schüler erarbeiten anhand von Sachtexten die Diskrepanz zwischen staatlichen Versprechungen und der Realität, beispielsweise durch die Analyse von Warenknappheit und langen Wartezeiten für Konsumgüter.

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Details

Title
Unterrichtsentwurf im Fach Geschichte. Leben und Alltag in der DDR
Subtitle
Unterrichtspraktische Prüfung [gemäß § 34 (4) OVP] im Fach Geschichte
College
TU Dortmund
Grade
2,3
Author
Alexander Beste (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V1184110
ISBN (PDF)
9783346612335
ISBN (Book)
9783346612342
Language
German
Tags
DDR Geschichte Deutschland Nachkriegszeit Alltag Demokratie UPP Staatsexamen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Beste (Author), 2012, Unterrichtsentwurf im Fach Geschichte. Leben und Alltag in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184110
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