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Der Limes. Befestigter "Grenzwall" zwischen dem Römischen Imperium und dem Freien Germanien?

Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Schulen in NRW

Title: Der Limes. Befestigter "Grenzwall" zwischen dem  Römischen Imperium und dem Freien Germanien?

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 71 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Beste (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im Kern der vorliegenden Studie sollen zunächst Überlegungen zur terminologischen Klärung des Begriffes limes angestellt werden. Darauf aufbauend soll zumindest ansatzweise die "Germanica“ des Tacitus im Kontext der entsprechenden Fragestellungen beleuchtet werden; auch wenn freilich bereits an dieser Stelle darauf zu verweisen ist, dass man explizite Aussagen zum Bau des limes bei Tacitus vergeblich sucht. Allerdings muss sein Geschichtswerk für
einen Überblick über die Gesamtrelation zwischen römischem Imperium und dem Freien Germanien interessieren. Und schließlich sollen erste Faktoren analysiert werden, weshalb es überhaupt zur Errichtung des Grenzwalles kam. Die römische "Grenzpolitik" sowie die entsprechenden Entstehungshintergründe für die Konzeption und für die Errichtung des limes sind hierbei von übergeordneter Bedeutung.

Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Untersuchung des limes und seiner Grenzziehung zwischen dem Römischen Reich und dem Freien Germanien soll sich daher intensiv mit dem Obergermanischen und mit dem Rätischen limes befasst werden. Von besonderem Wert sollen dabei Analysen zu einzelnen Teilabschnitten beziehungsweise Teilbereichen des limes sein. In einem Exkurs soll anschließend – lediglich zum gesamtkontextuellen Verständnis der römischen Grenzbefestigungen – ein Vergleich mit ähnlichen Grenzbefestigungen an anderen Grenzen des Imperiums erfolgen; vor allem der sogenannte Hadrian‘s Wall in Nordengland soll als wichtige Vergleichsgrundlage dienen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorbemerkung

1.2 Zielsetzung

1.3. Forschungsstand

2. Die Historischen Grundlagen

2.1 Die Auseinandersetzungen zwischen Rom und Germanien

2.1.1. Militärische Konflikte in der Epoche der Römischen Republik

2.1.2 Römisch-Germanische Auseinandersetzungen im Zeitalter der Kaiserzeit

2.2. Der friedliche „Austausch“ zwischen Römern und Germanen im Kontext von Kultur und Wirtschaft

3. Die Grenzziehung der Römer als Allegorie von Angst und Respekt gegenüber germanischen Einfällen ins Reich oder als Anzeichen lediglicher Demarkation unterschiedlicher Kulturen?

3.1. Terminologische Klärung: Der Begriff limes

3.2 Tacitus‘ „Germanica“ und ihre Bedeutung als wichtigste Quelle zur Untersuchung des Verhältnisses zwischen Römern und Germanen

3.3. Zur Funktion des limes als Grenze des römischen Imperiums: Zur Frage des Entstehungshintergrundes und der entsprechenden Grenzpolitik

4. Der limes und seine Grenzziehung zwischen Rom und Germanien

4.1. Der Streckenverlauf - ein Überblick

4.2. Die Besonderheiten des Obergermanisch-Rätischen limes

4.3. Exkurs: Vergleich des germanischen limes mit ähnlichen Befestigungsanlagen an anderen Grenzen des Römischen Reiches

5. Der limes und seine Geschichte im Kontext von römischer Expansionspolitik und germanischen Einfällen ins Römische Reich

5.1. Chronologische Betrachtung: Die unterschiedlichen Phasen der limes-Konstruktion

5.2. Die limes-„Bestandteile“

5.2.1. Die „unmittelbaren“ Grenzelemente von Patrouillenweg, Palisade und Wachttürmen

5.2.1.1. Der Kontrollweg

5.2.1.2. Der Kontrollturm

5.2.1.3. Palisade, Erdwall und Graben

5.2.1.4. Die „Grenzdurchgangsstellen“

5.2.2. Die Bedeutung der Truppenlager und Kastelle

5.3. Das limes-„Hinterland“ und dessen Bedeutung als Territorium kultureller und wirtschaftlicher Kontakte

6. Einzelfallbetrachtungen

6.1. Der limes im Gebiet von Lahn und Lippe als frühe Grenzregion zwischen Römischem Reich und „Barbarenland“

6.2. Die Bedeutung des limes während der Herrschaftsepoche der Adoptivkaiser

7. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion des Limes als Grenzziehung zwischen dem Römischen Reich und dem Freien Germanien. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob der Limes primär als militärische Schutzanlage gegen äußere Bedrohungen oder als Instrument der machtdemonstrativen Abgrenzung sowie der wirtschaftlichen und kulturellen Steuerung zu verstehen ist.

  • Historische Grundlagen der römisch-germanischen Beziehungen
  • Terminologische und politische Bedeutung des Begriffs Limes
  • Strukturelle Analyse und technischer Aufbau des Obergermanisch-Rätischen Limes
  • Vergleich mit anderen römischen Grenzbefestigungen
  • Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Limes-Hinterlandes

Auszug aus dem Buch

3.1. Terminologische Klärung: Der Begriff limes

Abgeleitet von der ursprünglichen lateinischen Bedeutung der Terminologie limes „stoßen wir zunächst auf einen Begriff, der im Zusammenhang mit der Erschließung eines Raumes und der Einteilung eines Geländes steht“. Eine etymologische Erklärung muss folgerichtig zunächst als Ausgangsbasis das Adjektiv limus, in der weitgehenden Bedeutung von „quer“, vorangestellt werden. In der morphologischen Verbindung mit dem Verbalnomen –it (in der Bedeutung von „gehend“) entstand die Assoziation für einen Terminus, mit welchem etwas bezeichnet werden kann, das durchquerend wirkt; also beispielsweise den Wald, den Himmel, das Meer aber eben auch eine bestimmte geographische Region.

Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Begriffsklärung in militärhistorischer Dimension. Denn in diesem Kontext ist davon auszugehen, dass unter einem limes eine „Bahn“ verstanden wurde, welche „zur Erschließung strategisch wichtiger Gebiete von römischer Seite in Feindesland [...] vorgetrieben“ wurde. Es ist bekannt, dass die Römer auch bei der Eroberung und anschließenden Erschließung von Gebieten, die nicht dem italischen Mutterland zugehörig waren, ein großes Engagement bezüglich des Baus neuer Straßen aufzeigten. Diese reichten oftmals gleichsam Schneisen (limites) in die neu eroberten Regionen, so dass bereits in diesem Zusammenhang der Begriff limes als Allegorie neuer „Einschnitte“ verstanden wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Limes als wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Steuerungsinstrument sowie die Forschungsrelevanz des Denkmals im historischen Kontext.

2. Die Historischen Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die militärischen und zivilen Interaktionsformen zwischen Rom und den germanischen Stämmen, einschließlich der Entwicklung des römischen Germanienbildes.

3. Die Grenzziehung der Römer als Allegorie von Angst und Respekt gegenüber germanischen Einfällen ins Reich oder als Anzeichen lediglicher Demarkation unterschiedlicher Kulturen?: Das Kapitel analysiert die etymologische Bedeutung des Begriffs Limes, die Rolle antiker Quellen wie der „Germania“ des Tacitus und die Funktion der Grenzpolitik.

4. Der limes und seine Grenzziehung zwischen Rom und Germanien: Hier wird der Streckenverlauf des Limes dargelegt, die Besonderheiten des Obergermanisch-Rätischen Abschnitts hervorgehoben und ein vergleichender Blick auf andere Reichsgrenzen geworfen.

5. Der limes und seine Geschichte im Kontext von römischer Expansionspolitik und germanischen Einfällen ins Römische Reich: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen Bauphasen der Grenzanlagen und die Bedeutung der logistischen Infrastruktur wie Kastelle und Wachttürme.

6. Einzelfallbetrachtungen: Fokus auf spezifische Regionen wie das Lahntal und die Lippe sowie eine Analyse der Grenzbedeutung während der Herrschaftszeit der Adoptivkaiser.

7. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Limes als Kulturgut und Symbol der Grenzhistorie sowie Einordnung in den europäischen Kontext.

Schlüsselwörter

Limes, Römische Geschichte, Germanien, Grenze, Obergermanisch-Rätischer Limes, Archäologie, Kastelle, Grenzsicherung, Provinzialverwaltung, Wirtschaftsaustausch, Adoption, Machtrepräsentation, Kultureller Transfer, Kaiserzeit, Verteidigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert den Römischen Limes als Grenz- und Verteidigungssystem sowie dessen Funktion als Instrument der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Steuerung zwischen dem Römischen Imperium und dem Freien Germanien.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Grenze, der bauliche Aufbau der Grenzanlagen, die militärische Organisation und der zivile Austausch im Hinterland sowie die römische Grenzpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Limes nicht nur als rein militärische Barriere zu interpretieren, sondern sein Wirken als machtdemonstrative Demarkationslinie und wirtschaftlicher Kontaktraum zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die historische Quellenanalyse (Historiographie) mit archäologischen Erkenntnissen und Forschungsberichten verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die baulichen Bestandteile des Obergermanisch-Rätischen Limes (Wege, Türme, Palisaden, Kastelle) und die chronologische Entwicklung der Grenzgestaltung unter den Adoptivkaisern.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Römische Kaiserzeit, Obergermanisch-Rätischer Limes, Germanienpolitik, Siedlungsgeschichte und kulturelle Assimilation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Limes in Germanien von anderen römischen Grenzen?

Im Vergleich zu anderen Regionen wie Kleinasien oder dem Orient fungierte der Limes in Germanien stärker als Instrument zur Regulierung von Wirtschaftsströmen, während er in anderen Grenzregionen eher als rein militärische Schutzlinie diente.

Welche Rolle spielten die Adoptivkaiser beim Limes-Ausbau?

Unter den Adoptivkaisern, insbesondere Trajan und Hadrian, wurde die Grenzziehung systematisiert und durch den Bau physischer Hindernisse wie Palisaden und Steintürme zu einem fest definierten Reichsabschluss ausgebaut.

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Details

Title
Der Limes. Befestigter "Grenzwall" zwischen dem Römischen Imperium und dem Freien Germanien?
Subtitle
Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Schulen in NRW
College
TU Dortmund
Grade
1,7
Author
Alexander Beste (Author)
Publication Year
2010
Pages
71
Catalog Number
V1184124
ISBN (eBook)
9783346611123
ISBN (Book)
9783346611130
Language
German
Tags
Staatsexamen Staatsarbeit Lehramt Prüfung Hausarbeit Staatsprüfung NRW
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Beste (Author), 2010, Der Limes. Befestigter "Grenzwall" zwischen dem Römischen Imperium und dem Freien Germanien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184124
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