Egal ob Akademiker oder Hedgefonds-Manager, jedem in der Finanzbranche dürfte der Begriff CAPM weitestgehend geläufig sein. Die Abkürzung CAPM steht für Capital Asset Pricing Model und stellt eine Erweiterung der Portfoliotheorie von Markowitz dar. Das CAPM wurde von William Sharpe, John Lintner und Jan Mossin in den 1960er Jahren entwickelt und stellt den zentralen Bestandteil der modernen Kapitalmarkttheorie dar. Das CAPM ist ein theoretisches Modell, welches, basierend auf den Annahmen der Portfoliotheorie, erklärt, wie Wertpapiere in einem Gleichgewichtsmarkt bewertet werden können. Außerdem liefert das Modell nützliche Hinweise über die Beziehung zwischen der erwarteten Rendite und Risiko, bei Wertpapieren bzw. Portfolios. Diese Funktionen haben dazu geführt, dass das CAPM nicht nur in akademischen Kreisen, sondern auch in der Praxis großen Anklang gefunden hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 CAPM
2.1 Annahmen
2.2 Capital Market Line
2.3 Security Market Line
3 Kritik
4 Abschluss
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Erläuterung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) als zentrales Instrument der modernen Kapitalmarkttheorie zur Bewertung von Wertpapieren. Dabei wird untersucht, wie das Modell die Beziehung zwischen Risiko und erwarteter Rendite formalisiert und welche theoretischen Annahmen diesem Prozess zugrunde liegen.
- Theoretische Grundlagen und Herleitung des CAPM
- Analyse der zentralen Modellannahmen
- Erklärung der Capital Market Line (CML)
- Struktur und Bedeutung der Security Market Line (SML)
- Kritische Würdigung der Modellpraxis und Limitationen
Auszug aus dem Buch
2.2 Capital Market Line
Wenn alle Anleger die gleichen Erwartungen bezuglich Rendite, Varianz und Kovarianz haben, dann ergibt sich fur alle Anleger dieselbe effiziente Linie (Schredelseker et al.,2019).
Die Annahme eines risikolosen Zinssatzes, zum dem die Investoren beliebig Kapital ausleihen und verleihen k¨onnen, erm¨oglicht die Tobin-Seperation. Die Tobin- Seperation besagt, dass alle An leger, unabh¨angig von ihren Risikopr¨aferenzen, im Marktgleichgewicht dasselbe risikobehaftete Portfolio (Marktportfolio) halten. Lediglich die Kombination des risikofreien Zinssatzes und des Marktportfolios unterscheidet sich bei den Anlegern nach ihren Risikopr¨aferenzen. Das bedeutet, je risikoaverser ein Anleger ist, umso h¨oher ist der Anteil des risikofreien Zinssatzes in der Kombi nation zwischen dem risikofreien Zinssatz und dem Marktportfolio. Die Kapitalmarktlinie entsteht aus der Kombination des risikofreien Zinssatzes und dem Marktportfolio und stellt alle m¨oglichen Risko-Rendite Kombinationen dar. Je nach ihrer Risikopr¨aferenz werden die Anleger, eine Kombi nation aus dem risikofreien Zins und dem Marktportfolio w¨ahlen, welche entlang dieser Linie liegt. Der optimale Punkt, welcher die beste Risiko-Rendite Kombination bietet, ist der Tangentialpunkt zwischen der Effizienzlinie und der Kapitalmarktlinie (5). (Schuster & Uskova, 2015)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das CAPM ein, erläutert dessen Ursprung in der Portfoliotheorie von Markowitz und unterstreicht die Bedeutung des Modells in der modernen Finanzbranche.
2 CAPM: Hier werden die theoretischen Komponenten des Modells, die notwendigen Annahmen sowie die grafische Herleitung von Kapitalmarkt- und Security Market Line dargelegt.
3 Kritik: Dieser Abschnitt beleuchtet die Schwachstellen des Modells, insbesondere die unrealistischen Annahmen wie den vollkommenen Kapitalmarkt oder homogene Erwartungen der Investoren.
4 Abschluss: Das Fazit fasst die Bedeutung des Modells trotz bestehender Kritik zusammen und verweist auf dessen Rolle als Grundlage für weiterführende Finanzmodelle.
Schlüsselwörter
CAPM, Capital Asset Pricing Model, Portfoliotheorie, Kapitalmarktlinie, CML, Security Market Line, SML, systematisches Risiko, Marktportfolio, Tobin-Seperation, risikofreier Zinssatz, Rendite, Investition, Finanzwirtschaft, Bewertung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als theoretisches Modell zur Bewertung von Wertpapieren und zur Analyse des Zusammenhangs zwischen Risiko und Rendite.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Herleitung der effizienten Risiko-Rendite-Kombinationen, der Definition des systematischen Risikos und der kritischen Reflexion der Modellannahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise des CAPM verständlich darzustellen und zu erläutern, wie es Anlegern ermöglicht, ihre Portfolios im Marktgleichgewicht zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf den Standardwerken von Sharpe, Schredelseker und anderen führenden Finanzwissenschaftlern basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Annahmen, die Erläuterung der Capital Market Line und der Security Market Line inklusive der mathematischen Kernformel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie CAPM, Risiko-Rendite-Verhältnis, Marktportfolio und systematisches Risiko definiert.
Was versteht das Modell unter der Tobin-Seperation?
Die Tobin-Seperation besagt, dass Investoren unabhängig von ihrer individuellen Risikopräferenz immer das gleiche risikobehaftete Marktportfolio halten und die Risikoanpassung lediglich durch das Verhältnis zum risikofreien Zinssatz erfolgt.
Warum steht das CAPM häufig in der Kritik?
Kritikpunkte sind vor allem die Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes, homogene Erwartungen der Anleger und die Verwendung historischer Daten zur Prognose zukünftiger Renditen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Das Capital Asset Pricing Model (CAPM). Annahmen des Modells und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184149