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Das Augenmotiv und seine Bedeutung in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Title: Das Augenmotiv und seine Bedeutung in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Term Paper , 2017 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Felix Hutschenreuter (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Im Mittelpunkt der folgenden Hausarbeit steht die Frage, welche Bedeutung das Augenmotiv für Hoffmanns "Sandmann" hat. Die Relevanz der Fragestellung zeigt sich bereits beim ersten Lesen des Textes. Immer wieder taucht das Motiv auf oder Hoffmann schreibt selbst über die Augen der Figuren sowie deren unterschiedliche Wahrnehmungen. Bevor das Werk jedoch gründlich analysiert wird, soll zunächst der Begriff "Augenmotiv" genauer erläutert werden, indem die symbolische Verwendung der Augen in der Literatur, speziell in der Romantik, gezeigt wird. Anschließend werden die an das Augenmotiv gebundenen Textstellen in "Der Sandmann" untersucht und mögliche Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausgestellt. Der methodische Ansatz der Hausarbeit liegt folglich im textanalytischen Bereich, da das schrittweise und genaue Zerlegen dieser Passagen den Großteil der Arbeit ausmachen wird. Ziel des detaillierten Untersuchens ist es, die jeweilige Bedeutung der Szenen für Nathanael und die Handlung darzulegen, um im Fazit die Fragestellung beantworten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Augen als Symbol in der Literatur

2.1 Allgemeine Bedeutung

2.2 Verwendung in der Romantik

3. Das Augenmotiv in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“

3.1 „Der Sandmann“ - Titel der Erzählung

3.2 Das Ammenmärchen

3.3 Verzerrte Wahrnehmung - Coppelius wird zum Sandmann

3.4 Die Alchemie-Szene

3.5 Nathanaels Gedicht

3.6 Das Perspektiv und Olimpia

3.7 Der Wahnsinn zum Schluss

3.8 Blick und Seelenspiegel im Sandmann

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1 Primärquelle

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Augenmotivs in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. Dabei soll analysiert werden, inwiefern dieses Motiv als charakterisierendes Merkmal fungiert, die Identitätskrise des Protagonisten Nathanael spiegelt und maßgeblich den Verlauf der Handlung sowie den tragischen Ausgang des Werkes beeinflusst.

  • Symbolische Funktion des Auges in der Literatur und Romantik
  • Einfluss des Augenmotivs auf die Wahrnehmung des Protagonisten
  • Die Rolle von Coppelius als „Augenräuber“ und Identifikationsfigur des Sandmanns
  • Mechanische Spiegelung und Täuschung durch optische Instrumente (Perspektiv)
  • Zusammenhang zwischen Augenmotiv und Wahnsinn bzw. Selbstmord

Auszug aus dem Buch

3.3 Verzerrte Wahrnehmung - Coppelius wird zum Sandmann

Nun spricht Dieter Lohr von einem „psychologischen Effekt“: Das innere Bild des Sandmanns veranlasst Nathanael einen Bezug zu seiner Außenwelt herzustellen. Wie in Punkt 1.1 beschrieben, verbindet das Auge die Innen- und Außenwelt. Er will den Sandmann nun mit eigenen Augen sehen. „Immer höher mit der Neugierde wuchs der Mut, auf irgendeine Weise des Sandmanns Bekanntschaft zu machen“ (S.6, V.23-25). Überraschenderweise ist ihm der Unbekannte als „der alte Advokat Coppelius“ (S.7, V.17) bekannt, den er sogleich mit dem Sandmann identifiziert (vgl. S.7, V.16-17). Das Aussehen des Coppelius, welches Nathanael ausführlich beschreibt, dient ihm als Indiz seiner Wahrnehmung. Er kommt zu dem Schluss, „dass ja niemand anders, als er, der Sandmann sein könne“ (S.8, V.29-30). Exemplarisch zeigt die Textstelle, wie das Augenmotiv Sehen, Wahrnehmen und inneres Verarbeiten im Sandmann thematisiert.

Ulrich Hohoff zieht daraus die folgenden Schlüsse:

„Der Wahrnehmungsprozeß besteht also darin, daß Nathanael ein vorhandenes inneres Bild, das stark emotional ‚besetzt‘ ist […], an eine Figur seiner Außenwelt anlegt, in der es wiedererkannt wird. […] Er selbst macht durch Projektion die Märchenfigur des Sandmanns zu seiner persönlichen Wirklichkeit […]. Das Bild des Sandmanns, das sich in Nathanael ausmalt, und sein Sehen des Coppelius als Sandmann sind seelisch gesteuerte Wahrnehmungen, die die wahrgenommene Wirklichkeit subjektiv verändern.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Forschungsfrage nach der Bedeutung des Augenmotivs für den Tod Nathanaels sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Die Augen als Symbol in der Literatur: Theoretische Herleitung der symbolischen Bedeutung von Augen als Seelenspiegel und Erkenntnisorgan, mit besonderem Fokus auf deren Stellenwert in der Epoche der Romantik.

3. Das Augenmotiv in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“: Chronologische Analyse der Textstellen, in denen das Augenmotiv auftritt, von den Kindheitserinnerungen bis hin zum finalen Wahnsinn des Protagonisten.

4. Fazit: Zusammenführende Beantwortung der Ausgangsfrage, wobei die Rolle des Augenmotivs als Leitmotiv und Auslöser für Nathanaels Identitätskrise und Selbstmord bestätigt wird.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der im Rahmen der Hausarbeit herangezogenen Primärquelle sowie der verwendeten wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Augenmotiv, E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, Nathanael, Romantik, Wahrnehmung, Identitätskrise, Coppelius, Perspektiv, Wahnsinn, Symbolik, Literaturanalyse, Seelenspiegel, Augenraub, Olimpia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die fundamentale Rolle des Augenmotivs in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ und dessen Auswirkungen auf den Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die symbolische Bedeutung des Auges, der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Identität sowie die psychologische Wirkung von traumatisierenden Kindheitserlebnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Augenmotivs für Nathanael und die Handlung zu ergründen, um letztlich zu klären, in welchem Zusammenhang dieses Motiv mit seinem Wahnsinn und Selbstmord steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Methode angewandt, bei der die relevanten Passagen des Werkes chronologisch zerlegt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für Nathanael untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Szenen wie das Ammenmärchen, die Alchemie-Szene, die Begegnung mit Olimpia und die finale Turm-Szene in Bezug auf das Augenmotiv detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Augenmotiv, Wahrnehmung, Identitätskrise, Wahnsinn, Projektion und das Sandmann-Leitmotiv.

Welche Rolle spielt das „Perspektiv“ für Nathanaels Wahrnehmung?

Das Perspektiv fungiert als ein Instrument, das Nathanaels Wahrnehmung verzerrt und seine emotionale Projektion auf die Puppe Olimpia erst ermöglicht, was seine Entfremdung von der Realität vorantreibt.

Warum verbindet Nathanael Coppelius mit dem Sandmann?

Aufgrund seines Kindheitstraumas projiziert Nathanael das Bild des Augen raubenden Sandmanns aus dem Ammenmärchen auf die reale Figur des Advokaten Coppelius, was durch dessen Verhalten in den relevanten Szenen für ihn bestätigt wird.

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Details

Title
Das Augenmotiv und seine Bedeutung in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Felix Hutschenreuter (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V1184281
ISBN (PDF)
9783346608291
ISBN (Book)
9783346608307
Language
German
Tags
Schwarze Romantik Augenmotiv Der Sandmann E.T.A. Hoffmann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Hutschenreuter (Author), 2017, Das Augenmotiv und seine Bedeutung in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184281
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