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Wiedervereinigung und 2+4-Außenministertreffen. Die unterschiedlichen Perspektiven von Margaret Thatcher und dem Foreign Office/Douglas Hurd

Título: Wiedervereinigung und 2+4-Außenministertreffen. Die unterschiedlichen Perspektiven von Margaret Thatcher und dem Foreign Office/Douglas Hurd

Trabajo , 2021 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tabea Wiegand (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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Diese Arbeit soll beleuchten, inwiefern sich die Perspektiven Margaret Thatchers und des FCOs bezüglich der Wiedervereinigung unterscheiden und inwiefern ein Konsens in den 2+4-Verhandlungen gefunden werden konnte.
Aufbauend darauf wird die erste Herangehensweise dieser Hausarbeit sein, zuerst die Perspektive Margaret Thatchers und dann die des FCOs bezüglich der Wiedervereinigung zu betrachten. Es wird hierbei auf persönliche und politische Interessen geschaut, welche die Meinung zur Einheit beeinflussten.

Im Folgenden wird auf Ereignisse im Einheitsprozess, jedoch vor den 2+4-Außenministergesprächen eingegangen, welche allerdings auf die Ministergespräche Auswirkungen hatten. Im weiteren Verlauf wird genauer auf die Differenzen der beiden Seiten in den drei 2+4-Außenministertreffen eingegangen. Besonders betrachtet wird der Juli 1990, welcher oft als Wendepunkt in Margaret Thatchers Haltung zur deutschen Wiedervereinigung bezeichnet wird. Hier wird spezifisch untersucht, ob es sich wirklich um einen Wendepunkt handelte und wie dieser aussah. Insgesamt begrenzt sich diese Arbeit auf den Zeitraum von März bis Juli 1990.

Bezüglich des Quellenkorpus werden besonders die Protokolle aus den Akten des Auswärtigen Amts, aber auch Quellensammlungen wie die von Patrick Salmon verwendet. Salmon ist hierbei besonders geeignet, da er beim FCO als einer der ältesten und wichtigsten Historiker angestellt ist und somit zusätzliche Möglichkeiten für eine ausführliche Quellensammlung besitzt. Darüber hinaus werden in der Hausarbeit auch Interviews und Reden von Thatcher benutzt, welche persönliche Meinungen stark hervorheben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die differenten Standpunkte zur deutschen Einheit von Margaret Thatcher und dem FCO und Douglas Hurd

1.1. Die Perspektive von Margaret Thatcher

1.2. Die Perspektive des Foreign Office und Douglas Hurd

2. Die unterschiedlichen Perspektiven des Foreign Office/Douglas Hurd und Margaret Thatcher in den Wochen vor den 2+4-Außenministertreffen.

2.1. Die Anfangszeit der 2+4-Verhandlungen

2.2. Die Trennung des Foreign Office/Douglas Hurd von der Meinung Margaret Thatchers

2.3. Die langwierige Meinungsveränderung von Margaret Thatcher

3. Die differenten Meinungen Thatchers und des Foreign Office/Hurds während den 2+4-Außenministertreffen

3.1. Das erste 2+4-Außenministertreffen in Bonn

3.2. Das zweite 2+4-Außenministergespräch in Berlin

3.3. Das dritte 2+4-Außenministergespräch in Paris

4. Der Wendepunkt Margaret Thatchers im Wiedervereinigungsprozess

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der skeptischen Haltung der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und der pragmatischeren, auf Kooperation bedachten Linie des Foreign and Commonwealth Office (FCO) während des deutschen Wiedervereinigungsprozesses. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, warum diese unterschiedlichen Meinungen bestanden, ob ein Konsens innerhalb der britischen Regierung oder in den 2+4-Verhandlungen erzielt werden konnte und welche Auswirkungen dies auf Großbritanniens diplomatischen Spielraum hatte.

  • Analyse der persönlichen und politischen Motive Margaret Thatchers gegenüber der deutschen Einheit.
  • Untersuchung der diplomatischen Strategie des Foreign Office unter Douglas Hurd.
  • Darstellung der Dynamik innerhalb der 2+4-Verhandlungen zwischen März und Juli 1990.
  • Evaluierung der Auswirkungen der britischen Haltung auf den internationalen Einfluss Großbritanniens.
  • Identifikation und Analyse des Wendepunkts in Margaret Thatchers Position im Juli 1990.

Auszug aus dem Buch

Die Perspektive von Margaret Thatcher

Der überraschende Mauerfall am 9. November 1989 sorgte bei den Siegermächten für große Verwunderung. Niemand hatte eine plötzliche Mauerfall erwartet und schnell sah Großbritannien drei zentralen Problemen entgegen, welche das momentane Verhältnis Großbritanniens zu der Bundesrepublik und die Rolle Großbritanniens hätte verändern können. Das erste Problem war, dass Großbritannien „als Siegermacht des Zweiten Weltkrieges […] besondere Rechte und Verpflichtungen gegenüber Deutschland als Ganzem [zustanden]; im Rahmen der militärischen NATO Partnerschaft war Großbritannien Schutzmacht der Bundesrepublik und West-Berlins, schließlich bestanden intensive wirtschaftliche und politische Verflechtungen mit Westdeutschland als Partner innerhalb der Europäischen Gemeinschaft.“

Das FCO und Margaret Thatcher waren sich diesen neu aufkommenden Problemen bewusst, doch im Gegensatz zum FCO, wollte Margaret Thatcher diese Probleme anderweitig angehen und lösen. Margaret Thatcher wandte sich bereits im November und Dezember 1989 bei den NATO-Treffen in Brüssel von der Seite der anderen drei Siegermächte ab und sah eine deutsche Einheit in naher Zukunft nicht kommen.

Diese Abwendung bei Thatcher kann man durch ihre persönlichen Erfahrungen und ihrer politischen Karriere erklären. In ihrer politischen Laufbahn hatte Thatcher es geschafft Großbritannien wieder zu einer wichtigen Nation in Europa zu etablieren. Die deutsche Einheit hätte eine Umstrukturierung Europas bedeutet, welche somit auch die Rolle Großbritanniens verändert hätte. Diese Umstrukturierung hätte in einem Machtverlust der gesamten Nation geendet, welche Thatcher in ihrer politischen Laufbahn aufgebaut hatte und als ihr Lebenswerk ansah. Thatcher wollte somit unbedingt die Rolle der Briten bewahren, welche die deutsche Einheit gefährdete. Deutschland war somit eine Gefahr für diese Rolle und für Thatcher dementsprechend nicht geeignet zur Unterstützung im Prozess.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die differenten Standpunkte zur deutschen Einheit von Margaret Thatcher und dem FCO und Douglas Hurd: Dieses Kapitel arbeitet die gegensätzlichen Positionen zwischen Thatcher, die durch persönliche Skepsis geprägt war, und dem FCO, das politisch-pragmatisch agierte, heraus.

2. Die unterschiedlichen Perspektiven des Foreign Office/Douglas Hurd und Margaret Thatcher in den Wochen vor den 2+4-Außenministertreffen.: Hier wird der wachsende interne Konflikt innerhalb der britischen Regierung thematisiert, wobei das FCO versuchte, sich von der harten Linie Thatchers zu distanzieren, ohne dies öffentlich zu machen.

3. Die differenten Meinungen Thatchers und des Foreign Office/Hurds während den 2+4-Außenministertreffen: Das Kapitel analysiert die passive Rolle Großbritanniens während der drei Ministertreffen in Bonn, Berlin und Paris, die maßgeblich durch Thatchers Blockadehaltung gegenüber den deutschen Verhandlungspartnern geschwächt war.

4. Der Wendepunkt Margaret Thatchers im Wiedervereinigungsprozess: Es wird untersucht, wie die Ridley- und Chequers-Affäre sowie der „Durchbruch im Kaukasus“ im Juli 1990 Thatcher zwangen, ihre Haltung zur NATO-Mitgliedschaft eines geeinten Deutschlands zu revidieren.

Schlüsselwörter

Deutsche Wiedervereinigung, Margaret Thatcher, Foreign Office, Douglas Hurd, 2+4-Verhandlungen, NATO, Deutschlandpolitik, Außenpolitik, Sonderbeziehung, Wiedervereinigungsprozess, Diplomatie, Machtpolitik, europäisches Sicherheitssystem, Konsens, Wendepunkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen außenpolitischen Perspektiven und Handlungsspielräume der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und des britischen Außenministeriums (Foreign Office) im Kontext des deutschen Wiedervereinigungsprozesses 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die persönliche Skepsis Thatchers gegenüber einem vereinten Deutschland, die pragmatische Strategie des Foreign Office unter Douglas Hurd, die Rolle Großbritanniens in den 2+4-Verhandlungen sowie die Auswirkungen von Affären (wie der Ridley-Affäre) auf die britische Verhandlungsposition.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab zu ergründen, warum es zu so tiefgreifenden Meinungsunterschieden innerhalb der britischen Regierung kam, ob ein Konsens erreichbar war und inwiefern diese Differenzen die aktive Mitgestaltung Großbritanniens am Wiedervereinigungsprozess behinderten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, wobei primär Protokolle aus den Akten des Auswärtigen Amts sowie britische Regierungsdokumente (u.a. von Patrick Salmon herausgegeben), Reden und Memoiren von Margaret Thatcher ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Haltungen vor den Verhandlungen, die detaillierte Betrachtung der drei 2+4-Außenministertreffen in Bonn, Berlin und Paris sowie die Untersuchung des Wendepunkts in Thatchers Politik Mitte Juli 1990.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind deutsche Wiedervereinigung, Margaret Thatcher, Foreign Office, 2+4-Verhandlungen, NATO, Außenpolitik und diplomatische Reluctance.

Wie wirkte sich die persönliche Haltung Thatchers auf die britische Verhandlungsposition aus?

Thatchers kontinuierliche Abneigung und ihre in Interviews geäußerte Skepsis gegenüber einem geeinten Deutschland führten dazu, dass Großbritannien von anderen Nationen als nicht vertrauenswürdig oder wenig kooperativ wahrgenommen wurde, was den Handlungsspielraum von Außenminister Douglas Hurd massiv einschränkte.

Was führte schließlich zu Thatchers Wendepunkt im Juli 1990?

Der Wendepunkt war kein plötzlicher Sinneswandel, sondern eine durch die politische Isolation, die negativen Auswirkungen der Ridley-Affäre sowie die Bestätigung der NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschlands im Rahmen des „Durchbruchs im Kaukasus“ erzwungene Einsicht, dass ihr bisheriger Widerstand ihrer eigenen Regierung schadete.

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Detalles

Título
Wiedervereinigung und 2+4-Außenministertreffen. Die unterschiedlichen Perspektiven von Margaret Thatcher und dem Foreign Office/Douglas Hurd
Universidad
University of Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Calificación
1,7
Autor
Tabea Wiegand (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
19
No. de catálogo
V1184329
ISBN (PDF)
9783346613202
ISBN (Libro)
9783346613219
Idioma
Alemán
Etiqueta
deutsche Wiedervereinigung 2+4-Verhandlungen Thatcher 1990
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tabea Wiegand (Autor), 2021, Wiedervereinigung und 2+4-Außenministertreffen. Die unterschiedlichen Perspektiven von Margaret Thatcher und dem Foreign Office/Douglas Hurd, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184329
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