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Frauenfitnessstudios. Reproduktion der Geschlechterunterschiede oder Emanzipation der Frau

Title: Frauenfitnessstudios. Reproduktion der Geschlechterunterschiede oder Emanzipation der Frau

Term Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Raphaela Rabold (Author)

Sport - Sport Sociology
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Frauenfitnessstudios sind immer öfter anzutreffen. So gut wie jede Fitnessstudiokette hat mindestens ein reines Frauenstudio. Diese unterscheiden sich nicht nur im erwünschten Geschlecht von "normalen" Fitnessstudios, sondern auch in ihrem Aufbau. Diese Hausarbeit legt den Fokus auf den Aufbau dieser Frauenfitnessstudios am Beispiel der Fitnessstudioketten FitOne, Fitness First und Fitseveneleven. Es wird folgende Fragestellung untersucht: Inwiefern lässt sich anhand ihres Aufbaus das Verhalten von Frauenfitnessstudios zu den bestehenden Geschlechterunterschieden im Kraftsport ableiten? Die theoretische Grundlage dieser Arbeit sind die Forschungsergebnisse von Shari L. Dworkin.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

3 Methode und Aufbau der Studie

4 Theoriedarstellung

4.1 Die Krise der Männlichkeit

4.2 Frauen und Fitness

4.3 Zusammenfassung

5 Die Studie

5.1 Aufbau

5.2 Ergebnisdarstellung und -beschreibung

5.2.1 Fitseveneleven

5.2.2 Fit One

5.2.3 Fitness First

6 Diskussion und Bewertung

7 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den strukturellen Aufbau von vier ausgewählten Frauenfitnessstudios im hessischen Raum, um zu analysieren, ob deren Gestaltung bestehende Geschlechterunterschiede im Kraftsport reproduziert oder zur deren Auflösung beiträgt. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit sich aus dem Aufbau der Studios Rückschlüsse auf das Verhalten der Frauen im Hinblick auf tradierte Gendernormen ziehen lassen.

  • Analyse des Einflusses von Fitnessstudio-Strukturen auf das weibliche Trainingsverhalten.
  • Untersuchung der theoretischen Konzepte von "hegemonic masculinity" und "emphasized feminity" nach Shari L. Dworkin.
  • Empirische Bestandsaufnahme von Gerätekategorien und Gewichten in drei verschiedenen Fitnessstudioketten.
  • Diskussion der "glass-ceiling"-Theorie bezüglich weiblicher Muskelkraft und Krafttraining.
  • Bewertung der Rolle von Kardiogeräten und funktionellem Training für das weibliche Idealbild.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Krise der Männlichkeit

Der organisierte Sport hatte seine Anfänge, wie bereits erwähnt, Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei bestand sein Hauptziel darin Maskulinität zu produzieren, weshalb hauptsächlich Männer Fitness betrieben. Frauen und Männer wurden, und werden auch heute noch, im Sport separiert. Besonders für Frauen ist es notwendig, um erfolgreich in ihrer Sportart zu sein, für das andere Geschlecht attraktiv zu wirken. Diese Konventionen von Maskulinität und Feminität sind bis heute beständig.

Diese Konventionen werden durch die gesellschaftliche Umgebung vorgegeben. Dworkin beschreibt zum einen die „Hegemonic masculinity“ als die dominante Form des Männlichen zu einer bestimmten Zeit (weiß, heterosexuell, Mittelklasse). Die „emphasized feminity“ ist das weibliche Pendant dazu. Diese sozial vorgegeben Form des Weiblichen verändert sich über die Zeit abhängig von der hegemonic masculinity.

Das heute vorherrschende Idealbild der Frau, das unter anderem durch die Medien und die Werbung stark verbreitet wird, bedeutet einen schmalen, kompakten, straffen Körper mit Muskeln zu haben, die zwar definiert, aber nicht zu dominant sind, damit der Körper nicht zu massig wird. Männer hingegen versuchen ihren Körper durch das Training immer massiger werden zu lassen. Das bedeutet, dass der Muskelaufbau für sie an erster Stelle steht.. Männer sind besorgt um ihr physisches Auftreten und haben Angst vor zu viel Körperfett, da die Gesellschaft Muskulatur mit gutem Aussehen und Macht verbindet.

Gleichzeitig bedeutet es für Männer einen athletischen Körper zu haben gesund und sexuell attraktiv zu sein. Der männliche als auch der weibliche Körper ist somit produziert und geformt durch die sozialen Bedingungen, die Möglichkeiten der Geschlechter in der Gesellschaft, die kulturelle Bedeutung der Körper und durch die Begegnung mit Anderen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in den Fitnessboom ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Frauenfitnessstudios, da hierzu bisher eine Forschungslücke besteht.

2 Forschungsstand: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung von Fitnessstudios sowie wissenschaftliche Ansätze zur Sportmotivation und Geschlechterspezifik.

3 Methode und Aufbau der Studie: Hier werden die Auswahl der untersuchten Studios im hessischen Raum sowie das methodische Vorgehen zur Analyse ihres Aufbaus erläutert.

4 Theoriedarstellung: Es erfolgt eine theoretische Einbettung anhand der Konzepte von Shari L. Dworkin, insbesondere zu Maskulinitätskrisen und weiblichen Idealbildern.

5 Die Studie: Das Kapitel liefert eine detaillierte empirische Bestandsaufnahme der Geräteausstattung in den Studios von Fitseveneleven, Fit One und Fitness First.

6 Diskussion und Bewertung: Die Beobachtungen werden mit der Theorie abgeglichen, um die Hypothese der Reproduktion von Geschlechterunterschieden zu prüfen.

7 Fazit / Ausblick: Zusammenfassend wird die Forschungsfrage beantwortet und aufgezeigt, dass weiterer Forschungsbedarf besteht, insbesondere bezüglich der Motivation für reine Frauenstudios.

Schlüsselwörter

Frauenfitnessstudios, Kraftsport, Geschlechterunterschiede, Maskulinität, Feminität, Körperbild, Fitnessbranche, Shari L. Dworkin, Kardiotraining, Muskelaufbau, Glass-Ceiling, soziale Normen, Fitnessstudioketten, funktionelles Training, gesellschaftliche Idealbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der strukturelle Aufbau von Frauenfitnessstudios die bestehenden Geschlechterrollen im Kraftsport eher verstärkt oder auflöst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Soziologie des Sports, den Auswirkungen gesellschaftlicher Körperbilder auf das Training und dem Einfluss von Fitnessstudio-Ausstattungen auf das Nutzerverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwiefern sich anhand des spezifischen Aufbaus von Frauenfitnessstudios auf das Verhalten der Sportlerinnen in Bezug auf bestehende Geschlechterunterschiede schließen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung und Bestandsaufnahme der Gerätekonfiguration in vier ausgewählten Frauenfitnessstudios, die anschließend mit soziologischen Theorien verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung nach Dworkin und einen empirischen Teil, in dem die Trainingsangebote und Gerätetypen verschiedener Ketten analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauenfitnessstudios, Geschlechterunterschiede, Maskulinität, Idealbilder, Krafttraining und die "glass-ceiling"-Theorie.

Wie unterscheiden sich die untersuchten Fitnessstudioketten?

Die Ketten weisen unterschiedliche Schwerpunkte auf; während einige stark auf Kardio setzen, legt insbesondere Fitness First einen Fokus auf funktionelles Training, was unterschiedlich interpretiert wird.

Welches Fazit zieht die Verfasserin bezüglich der Hypothese?

Die Hypothese wird als teilweise bestätigt angesehen, da die hohen Kardiogeräteanteile und die Limitierung bei Freihantelgewichten tradierte Geschlechternormen stützen könnten.

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Details

Title
Frauenfitnessstudios. Reproduktion der Geschlechterunterschiede oder Emanzipation der Frau
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,7
Author
Raphaela Rabold (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V1184333
ISBN (PDF)
9783346608994
ISBN (Book)
9783346609007
Language
German
Tags
Fitnessstudio Geschlechterunterschiede Gender Frauenbild Soziologie Frauenfitnessstudio Fitnessstudioketten Discounterstudios
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raphaela Rabold (Author), 2020, Frauenfitnessstudios. Reproduktion der Geschlechterunterschiede oder Emanzipation der Frau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184333
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