Im Essay wird ein Unterrichtsmitschnitt aus einer Deutschstunde zum Thema Erörterung in einer 11.Klasse analysiert. In der Stunde ist es zu Kommunikationsproblemen gekommen, die mithilfe der Modelle von Watzlawick, Schulz von Thun und Luhmann analysiert werden.
Der Essay ist im Anschluss an ein Seminar entstanden, bei dem Lehramtsstudenten in einem szenischen Spiel mögliche Unterrichtssituationen durchgespielt haben. Dabei fielen häufiger die Begriffe Hoch- und Tiefstatus. Diese Begriffe tauchen daher in der Ausarbeitung auf.
Im Essay wird eine kritische Haltung gegenüber den Ausbildungsstandards deutscher Lehrkräfte vertreten. Dies geschieht durch reformpädagogische Ansätze und Ansätze des skandinavischen Bildungssystems.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse des Unterrichtsvideos
- Beschreibung des Unterrichtsvideos
- Interpretation des Unterrichtsvideos
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay analysiert ein Unterrichtsvideo von Bardo Herzig und Michael Nicolas, welches den Deutschunterricht einer 11. Klasse zeigt. Ziel ist es, anhand des Videos das professionelle Lehrerhandeln zu untersuchen und auf Basis von theoretischen Überlegungen ein Urteil zu fällen.
- Beurteilung des Unterrichtsvorbereitung und der Sachanalyse
- Analyse des Hoch- und Tiefstatus der Lehrerin
- Bewertung des Verhältnisses von Schüler- und Lehrerwissen
- Reflexion über die Notwendigkeit einer Reform im Ausbildungssystem deutscher Lehrer
- Bedeutung von Kunst im Bildungsprozess und die Kritik an der Zerstückelung der Lernzeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die erste Analyseebene beschäftigt sich mit der Beschreibung des Unterrichtsvideos. Hier wird auf die Situation, die Akteure und den Inhalt des Videos eingegangen. Der Fokus liegt auf dem Einstieg in eine Unterrichtsstunde im Fach Deutsch zum Thema „Erörterung\" in einer 11. Klasse eines beruflichen Gymnasiums. Dabei wird insbesondere auf die Verwendung einer „Werbegrafik“ von Olivier Toscani als Einstieg in die Erarbeitungsphase eingegangen.
Die zweite Analyseebene konzentriert sich auf die Interpretation des Unterrichtsvideos. Hierbei wird untersucht, wie die Kommunikation zwischen Lehrerin und Schülern verläuft und welche Probleme auftreten. Der Fokus liegt auf der Analyse der nonverbalen Kommunikation und der Interaktion zwischen Schüler- und Lehrerwissen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Essays sind: Unterrichtsvideo, Lehrerhandeln, Hoch- und Tiefstatus, Schülerwissen, Lehrerwissen, Reform des Ausbildungssystems, Kunst im Bildungsprozess, Kommunikationstheorie, Luhmann, Watzlawick, Vier-Ohren-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Was wird im Unterrichtsvideo von Herzig und Nicolas analysiert?
Analysiert wird eine Deutschstunde zum Thema Erörterung, in der Kommunikationsprobleme zwischen Lehrerin und Schülern auftreten.
Was bedeutet Hoch- und Tiefstatus in der Pädagogik?
Der Status beschreibt die nonverbale Machtposition: Hochstatus wirkt souverän und dominant, Tiefstatus eher unsicher oder unterwürfig; beides beeinflusst die Klassenführung.
Welche Kommunikationsmodelle werden zur Analyse herangezogen?
Die Arbeit nutzt die Modelle von Watzlawick (Axiome), Schulz von Thun (Vier-Ohren-Modell) und Luhmann (Systemtheorie).
Welche Kritik wird an der deutschen Lehrerausbildung geäußert?
Der Essay kritisiert die mangelnde Praxisorientierung und schlägt Reformen nach skandinavischem Vorbild vor, um professionelles Lehrerhandeln besser zu schulen.
Warum ist die Sachanalyse in der Unterrichtsvorbereitung so wichtig?
Eine mangelhafte Sachanalyse führt oft zu Unklarheiten im Unterricht, wodurch die Lehrkraft an Souveränität verliert und die Lernziele nicht erreicht werden.
- Citation du texte
- Jennifer Lauscher (Auteur), 2015, Alles hängt irgendwie mit Allem zusammen! Ein kritischer Essay im Hinblick auf ein Unterrichtsvideo von Herzig und Nicolas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184657