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Die Ausschüttungspolitik am deutschen Aktienmarkt

Titel: Die Ausschüttungspolitik am deutschen Aktienmarkt

Seminararbeit , 2022 , 39 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Winkler (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern hat sich das Ausschüttungsverhalten deutscher Aktiengesellschaften innerhalb der letzten 20 Jahre verändert? Welche Determinanten führen zu einer Anpassung der Ausschüttungspolitik?

Gegenstand dieser Arbeit ist die Analyse der Ausschüttungspolitik am deutschen Aktienmarkt. Ziel dieser Studie ist es, die konträren Literaturmeinungen in den zu behandelnden Forschungskontext einzuordnen und die zugrundeliegenden Theorien zur und Determinanten der Ausschüttungspolitik zu diskutieren. Darauf aufbauend wird eine empirische Analyse hinsichtlich der Entwicklung des Ausschüttungsverhaltens am deutschen Aktienmarkt durchgeführt

Warum schütten Aktiengesellschaften Dividenden aus? Die Ausschüttungspolitik ist eine der sichtbarsten finanziellen Entscheidungen, die ein Unternehmen trifft. Seit den bahnbrechenden Arbeiten zur Dividendentheorie in den späten 1950er (Lintner, 1956) und frühen 1960er Jahren (Miller/Modigliani, 1961) besteht noch immer eine erhebliche wissenschaftliche Debatte über die wichtigsten Faktoren, die Unternehmen dazu bewegen, Gewinne an ihre Aktionäre auszuschütten.

Aufgrund dessen haben die festgestellten Entwicklungen in der Ausschüttungspolitik sowohl bei den Marktteilnehmern als auch bei den Wirtschaftswissenschaftlern beträchtliche Aufmerksamkeit und ein neues Momentum für dieses Forschungsthema erzeugt. Fama/French (2001) beschreiben in ihrer viel zitierten Studie den systematischen Wandel im Ausschüttungsverhalten US-amerikanischer Unternehmen, der Ende der 1970er Jahre eingesetzt hat. Die Autoren zeigen einen signifikanten Rückgang des Anteils an Dividendenzahlern auf. Ein Phänomen, welches als „disappearing dividends“ bekannt ist. Andererseits stellen Grullon/Michaely (2002) die zunehmende Substitution von Dividenden durch Aktienrückkäufe fest. Zudem wird argumentiert, dass die Relation zwischen Gewinnen und Dividenden sinkt. Auf internationaler Ebene sind vergleichbare Entwicklungstendenzen zu erkennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Literaturüberblick

2.1 Instrumente der Ausschüttungspolitik

2.2 Theorien zur Ausschüttungspolitik

2.3 Determinanten der Ausschüttungspolitik

2.4 Internationale Trends der Ausschüttungspolitik

3 Empirische Analyse

3.1 Datenbasis

3.2 Methodik

3.3 Ergebnisse

3.4 Diskussion

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Ausschüttungspolitik deutscher Aktiengesellschaften im Zeitraum von 2001 bis 2020, um festzustellen, ob sich das Ausschüttungsverhalten verändert hat und welche unternehmensspezifischen Faktoren diese Entscheidungen maßgeblich beeinflussen.

  • Analyse des Ausschüttungsverhaltens deutscher Unternehmen über zwei Jahrzehnte.
  • Untersuchung der Rolle von Dividenden im Vergleich zu Aktienrückkäufen.
  • Diskussion relevanter finanzwissenschaftlicher Theorien zur Ausschüttungspolitik.
  • Empirische Identifikation von Determinanten wie Profitabilität und Unternehmensgröße.
  • Vergleich der Ergebnisse mit internationalen Trends und Studien.

Auszug aus dem Buch

2.1 Instrumente der Ausschüttungspolitik

„Unter Ausschüttungspolitik versteht man alle unternehmenspolitischen Maßnahmen, die sich auf die Festsetzung des Betrags beziehen, der zugunsten der Investoren ausgeschüttet werden soll. Der gesamte ausgeschüttete Betrag ergibt sich aus der Summe der verschiedenen Ausschüttungsmöglichkeiten, die einer Unternehmung zur Verfügung stehen“. Für deutsche börsennotierte Aktiengesellschaften sind hierbei die Ausschüttungsformen der Dividende, des Aktienrückkaufs, der Sonderdividende und der Nennwertrückzahlung zu nennen, wobei in dieser Arbeit aus Gründen der Relevanz nur auf die beiden erstgenannten Formen eingegangen wird.

Als Ausschüttung wird der Transfer von Liquidität aus dem kollektiven Eigentum der Aktionäre in die individuelle Verfügungsgewalt eines einzelnen Gesellschafters bezeichnet. Somit handelt es sich um eine Verteilung der durch den Jahresüberschuss erzielten freien Zahlungsmittel.

Unter einer Dividende versteht man den Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, der an die Gesellschafter aufgrund ihrer Kapitalbeteiligung an diesem Unternehmen ausgeschüttet wird (§ 60 Abs. 1 AktG). Die Dividende ist demnach der Anteil eines Aktionärs am bilanziellen Reingewinn einer Aktiengesellschaft entsprechend seiner prozentualen Kapitalbeteiligung. Der Gesetzgeber verwendet den Begriff „Dividende“ nicht im Aktiengesetz (AktG), sondern nennt sie in § 175 Abs. 2 Nr. 2 AktG den „auszuschüttenden Betrag“. Rechtlich stellt die Dividendenzahlung einen auf den Bilanzgewinn beschränkten Residualanspruch dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Ausschüttungspolitik dar, führt die wissenschaftliche Debatte ein und definiert das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit.

2 Literaturüberblick: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Instrumente, wesentliche Theorien und Determinanten sowie internationale Trends der Ausschüttungspolitik.

3 Empirische Analyse: Die empirische Analyse beschreibt die Datenbasis, die angewandte Methodik sowie die erzielten Ergebnisse und diskutiert diese im Kontext existierender Forschung.

4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen zur Entwicklung der Ausschüttungspolitik in Deutschland.

Schlüsselwörter

Ausschüttungspolitik, Dividende, Aktienrückkauf, Dividendenausschüttungsquote, Gesamtausschüttungsquote, Signaling-Theorie, Agency-Theorie, Klienteltheorie, Dividendenpolitik, Unternehmensfinanzierung, Kapitalmarkt, HDAX, Jahresüberschuss, Finanzkrise, Unternehmensgröße.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ausschüttungspolitik von deutschen Aktiengesellschaften, die im HDAX gelistet sind, und untersucht deren Verhalten über den Zeitraum von 2001 bis 2020.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Instrumente (Dividenden vs. Aktienrückkäufe), die theoretische Einordnung mittels Signaling-, Agency- und Klienteltheorien sowie die empirische Bestimmung von Einflussfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob sich das Ausschüttungsverhalten deutscher Unternehmen im Zeitverlauf verändert hat und welche Unternehmenseigenschaften zu Anpassungen in der Ausschüttungspolitik führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Studie, die Instrumente der deskriptiven Statistik nutzt, um Daten aus dem Thomson Reuters Datastream-System auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Forschungsliteratur und eine anschließende empirische Untersuchung, in der Daten zu Dividenden und Aktienrückkäufen analysiert und interpretiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Ausschüttungspolitik, Dividende, Aktienrückkauf, Agency-Theorie und Kapitalmarktanalyse charakterisieren.

Können in Deutschland ähnliche Trends wie in den USA beobachtet werden?

Nein, der in den USA beobachtete signifikante Rückgang an Dividendenzahlern lässt sich für den deutschen Aktienmarkt im untersuchten Zeitraum nicht feststellen; Dividenden bleiben der Regelfall.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Konzentration von Ausschüttungen?

Es zeigt sich eine sehr hohe Konzentration: Eine kleine Gruppe von wenigen, sehr profitablen Unternehmen ist für den Großteil der gesamten Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verantwortlich.

Wie wirken sich Krisenzeiten auf die Ausschüttungen aus?

Die empirische Analyse zeigt, dass Unternehmen in Krisenzeiten flexibel reagieren und ihre Ausschüttungen reduzieren, wobei Aktienrückkäufe in solchen Phasen oft stärker schwanken als Dividendenzahlungen.

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Details

Titel
Die Ausschüttungspolitik am deutschen Aktienmarkt
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Note
1,3
Autor
Tobias Winkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
39
Katalognummer
V1184667
ISBN (eBook)
9783346609809
ISBN (Buch)
9783346609816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausschüttungspolitik Dividenden Kapitalmarkt Aktien Aktienrückkauf Deutschland Signaling-Theorie Agency-Theorie Irrelevanz-Theorem Catering-Theorie Ausschüttungen Gewinne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Winkler (Autor:in), 2022, Die Ausschüttungspolitik am deutschen Aktienmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184667
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Leseprobe aus  39  Seiten
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