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"Hartes" vs. "sanftes" Reisen - Zum Konzept des "Sanften Tourismus"

Titre: "Hartes" vs. "sanftes" Reisen - Zum Konzept des "Sanften Tourismus"

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 33 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Michael Kiefer (Auteur)

Tourisme - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Entwicklung des Tourismus zu einem der heute weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweige, mit über 200 Mio. Beschäftigten, hat seine Anfänge bereits im Zeitalter der Industrialisierung genommen. Zur Ausbildung der modernen Formen des Massentourismus ist es jedoch erst in den 1960er Jahren gekommen. An die Stelle anfänglicher Euphorie über einen Tourismus nicht nur für Privilegierte, sondern „für alle“ gepaart mit dem positiven wirtschaftlichen Auswirkungen und den zukünftigen Wachstumsprognosen für diesen Sektor, ist jedoch schnell Ernüchterung getreten. Denn der Massencharakter des Tourismus hat auch seine negativen Seiten: hohe Umweltbelastungen, soziokulturelle Konfliktsituationen und wirtschaftliche Risiken. Die beginnende Diskussion um diese negativen Folgeprobleme und der Suche nach deren möglicher Lösung, hat Ende der 1970er/ Anfang der 1980er Jahre unter dem Schlagwort „Sanfter Tourismus“ alternative Ansätze für einen umwelt- und sozialverträglicheren Tourismus hervorgebracht. Der „Sanfte Tourismus“ wird hierbei dem Begriff „Harter Tourismus“ gegenübergestellt, der alle Formen und Eigenschaften des modernen Massentourismus verkörpert. [...] Seine Hintergründe, Ursachen, Inhalte und Realisierung werden in der vorliegenden Seminararbeit thematisiert. Zunächst soll im folgenden Kapitel 2 die Ausgangssituation, die zur Entstehung des modernen Massentourismus geführt hat, sowie dessen Auswirkungen erläutert werden. Im daran anschließenden Kapitel 3 wird die Entwicklung der Idee des Sanften Tourismus vorgestellt. Dabei wird auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die geschichtliche Entwicklung des Konzeptes Sanfter Tourismus sowie auf die verschiedenen Begriffsdefinitionen und Zielsetzungen eingegangen. Kapitel 4 und 5 untersuchen die Chancen und Möglichkeiten von Angebot und Nachfrage eines Sanften Tourismus. Im abschließenden Fazit werden die zentralen Aspekte nochmals zusammengefasst und bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangssituation: Entstehung des modernen Massentourismus und seine Folgewirkungen

2.1 Ungebrochener Drang zum Reisen

2.2 Ökologische Probleme des Tourismus

2.3 Entfremdung der Bereisten

2.4 Verschärfung regionaler Disparitäten

3 Entwicklung der Idee des Sanften Tourismus

3.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

3.2 Entstehung, Verbreitung und Definition des Begriffs Sanfter Tourismus

3.3 Ziele und Inhalte des Sanften Tourismus

4 Nachfrage nach Sanften Tourismusformen

4.1 Werte und Werteentwicklung

4.2 Diskrepanz zwischen Bewusstsein und Verhalten

4.3 Paradoxie eines „Sanften Massentourismus“

5 Angebotsseite

5.1 Zielsystem und Zielformulierung

5.1.1 Fallbeispiel: Ökotourismus in Schweden

5.1.2 Fallbeispiel: Strategische Ansätze des Sanften Tourismus der TUI

5.2 Zielbeziehungen

5.3 Zielkonflikt

6 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Paradigmenwechsels vom Massentourismus hin zu alternativen, umwelt- und sozialverträglicheren Reiseformen, wobei die theoretischen Hintergründe und die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten des „Sanften Tourismus“ kritisch hinterfragt werden.

  • Historische Entwicklung und Ursachen des Massentourismus
  • Die Entstehung und Definition des Konzepts „Sanfter Tourismus“
  • Analyse der Nachfragefaktoren und der Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und Reiseverhalten
  • Untersuchung der Angebotsseite und der strategischen Ansätze großer Reiseveranstalter
  • Diskussion von Zielkonflikten und der „Paradoxie eines Sanften Massentourismus“

Auszug aus dem Buch

2.1 Ungebrochener Drang zum Reisen

Unterschiedlichste Motive haben dazu geführt, dass Reisen (private, berufliche, politische Gründe) schon immer Bestandteil unseres Lebens gewesen ist. Die Anfänge des Tourismus reichen zurück bis ins Zeitalter der Industrialisierung Mitte des 18. Jh., wobei die moderne Bedeutung des Begriffs Tourismus erst Mitte des 19. Jh. geprägt worden ist: 1841 bietet Thomas Cook die erste Pauschalreise an. Von diesem Zeitpunkt an hat sich der Fremdenverkehr kontinuierlich weiterentwickelt. Besonderen Bedeutungszuwachs hat er jedoch erst seit Ende der 1950er Jahren erfahren: In diesem Zeitraum ist es zur Entstehung des modernen Massentourismus gekommen. Während 1954 die Reiseintensität mit 9 Mio. Reisenden (Bundesbürger über 14 Jahre, die eine oder mehrere Reisen von mindestens fünf Tagen Dauer unternommen haben) noch bei knapp 24 % lag, so hat sie sich in der Folgezeit rapide gesteigert. Nach 20 Jahren hat sich die Reiseintensität mit 53 % (1974) mehr als verdoppelt. 1987 erreichte sie mit 31,1 Mio. reisenden Bundesbürgern schon die 65 %-Grenze. 2001 lag die Reiseintensität schließlich bei 76,1 %.

Ursachen für diese Entwicklungsdynamik liegen zum einen in den Wohlstandssteigerungen in den 1950er begründet. Die wachsenden Realeinkommen haben dazu geführt, dass auch Angehörige unterer Sozial- und Einkommensschichten am Fremdenverkehr teilhaben konnten. Zum anderen haben Arbeitszeitverkürzungen und die Durchsetzung von Urlaubszeitregelungen den Freizeitanteil der Arbeitnehmer erhöht, so dass dieser zum Reisen zur Verfügung stand. Die Entwicklung und Verbreitung moderner Massenmedien hat ebenfalls den Reisedrang der Bevölkerung gesteigert, da auf diese Weise Informationen über potentielle Reiseziele veröffentlicht worden sind. Einen besonders hohen Stellenwert hat allerdings die technologische Weiterentwicklung des Transportwesens. Im Zuge der allgemeinen Motorisierung ist durch den PKW die flächendeckende räumliche Erschließung für den Tourismus möglich geworden. Auf internationaler Ebene hat die Ausweitung des Flugverkehrs und damit die Erschließung des Flugzeuges als touristisches Massentransportmittel in den 1960er und 1970er den Tourismus gefördert. Neben diesem gestiegenen Motorisierungsgrad hat die wachsende Verstädterung ebenso zur Zunahme des Fremdenverkehrs geführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung des Tourismus zum Massenphänomen und die damit verbundenen ökologischen und sozialen Konflikte, die zur Entstehung des Leitbilds „Sanfter Tourismus“ führten.

2 Ausgangssituation: Entstehung des modernen Massentourismus und seine Folgewirkungen: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen für das Wachstum des Tourismus seit den 1950er Jahren sowie die daraus resultierenden ökologischen Belastungen, soziokulturellen Entfremdungsprozesse und regionalen Disparitäten.

3 Entwicklung der Idee des Sanften Tourismus: Hier werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Definition des Begriffs und die theoretische Fundierung des Konzepts durch Vordenker wie Robert Jungk und Joseph Krippendorf dargestellt.

4 Nachfrage nach Sanften Tourismusformen: Dieser Abschnitt analysiert den Wertewandel bei Reisenden, die Diskrepanz zwischen ökologischem Bewusstsein und tatsächlichem Reiseverhalten sowie die Paradoxie eines „Sanften Massentourismus“.

5 Angebotsseite: Das Kapitel untersucht die Zielsysteme von Tourismusunternehmen, verdeutlicht durch Fallbeispiele zu Ökotourismus und strategischen TUI-Ansätzen, sowie die Zielbeziehungen und -konflikte in der Praxis.

6 Fazit: Das Fazit bewertet das Konzept des Sanften Tourismus kritisch und kommt zu dem Schluss, dass trotz praktischer Herausforderungen ein Umdenken hin zu mehr ökologischer und sozialer Verantwortung unumgänglich bleibt.

Schlüsselwörter

Sanfter Tourismus, Massentourismus, Ökotourismus, nachhaltige Entwicklung, Reiseverhalten, ökologische Probleme, soziokulturelle Auswirkungen, regionales Potenzial, Zielkonflikte, Wertewandel, Tourismuspolitik, Reiseveranstalter, Umweltbewusstsein, Landschaftsfresser, Zielsysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen dem modernen Massentourismus und dem Konzept des „Sanften Tourismus“ als notwendigen Gegenentwurf zur Lösung ökologischer und sozialer Folgeprobleme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachen des Massenreiseaufkommens, die theoretische Herleitung des Sanften Tourismus, die Analyse von Nachfrage und Angebot sowie die kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzbarkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Paradigmenwechsel in der Tourismusbranche zu beleuchten und zu hinterfragen, ob und unter welchen Bedingungen eine Ausgewogenheit zwischen Reisen, Erholung und dem Schutz natürlicher sowie soziokultureller Ressourcen möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, der tourismusgeographische und ökonomische Theorien mit empirischen Studien und Fallbeispielen verknüpft, um Zielbeziehungen und Handlungsmodelle zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ursachen der touristischen Entwicklung, den Prozess der Begriffsfindung für den Sanften Tourismus, das reale Reiseverhalten der Konsumenten und die strategischen Ansätze der Anbieter zur Integration nachhaltiger Ziele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sanfter Tourismus, Massentourismus, Ökotourismus, nachhaltige Entwicklung, Reiseverhalten und Zielkonflikte.

Was besagt das „Paradoxon des Sanften Massentourismus“ konkret?

Das Paradoxon beschreibt, dass ein Verbot oder eine massive Einschränkung des kontrollierten Massentourismus paradoxerweise zu einer noch größeren Zerstörung bisher unberührter Gebiete durch ungebremsten Individualtourismus führen könnte.

Wie erklärt die Arbeit das „Gefangenendilemma“ für Reiseveranstalter?

Unternehmen stehen vor dem Dilemma, dass Investitionen in den Sanften Tourismus kurzfristig Wettbewerbsnachteile bringen, weshalb ohne eine branchenweite Kooperation oft der Status Quo bevorzugt wird, obwohl dieser langfristig die Existenzgrundlage gefährdet.

Welche Rolle spielt die „Agenda 21“ im Kontext dieser Arbeit?

Die Agenda 21 dient als Grundlage für die Umsetzung nachhaltiger Ziele auf kommunaler Ebene, wobei das Beispiel der „Agenda 21-Kanzlei“ zeigt, wie ökologische, ökonomische und soziale Belange ganzheitlich verknüpft werden sollen.

Warum fällt Reisenden die Umsetzung umweltgerechten Verhaltens oft schwer?

Trotz theoretischen Wissens über Umweltprobleme dominieren oft Macht- und Dominanzstreben sowie die Unwilligkeit, auf gewohnten Komfort zu verzichten, was zu einer Diskrepanz zwischen Bewusstsein und konkretem Handeln führt.

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Résumé des informations

Titre
"Hartes" vs. "sanftes" Reisen - Zum Konzept des "Sanften Tourismus"
Université
University of Trier
Cours
Oberseminar: Tourismus und Nachhaltigkeit
Note
1,3
Auteur
Michael Kiefer (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
33
N° de catalogue
V118473
ISBN (ebook)
9783640215393
ISBN (Livre)
9783640215409
Langue
allemand
mots-clé
Hartes Reisen Oberseminar Tourismus Nachhaltigkeit Thema Tourismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Kiefer (Auteur), 2007, "Hartes" vs. "sanftes" Reisen - Zum Konzept des "Sanften Tourismus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118473
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Extrait de  33  pages
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