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Literarischer Journalismus und die Zeitung

Eine historische und empirische Annäherung mit besonderer Berücksichtigung des Feuilletons und der Reportage

Title: Literarischer Journalismus und die Zeitung

Doctoral Thesis / Dissertation , 2004 , 332 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Dr. Erich Vogl (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.“ Dieses Zitat von Egon Erwin Kisch, zu finden als einleitendes Prinzip des erstmals im Jahr 1925 erschienenen „Rasenden Reporter“, kann als Fundament einer komplexen Thematik angesehen werden, lässt sich doch aus ihm bei genauerer Betrachtung eine Fülle an kommunikationswissenschaftlich relevanten Fragestellungen ableiten. Die Wahrheit, die Wirklichkeit in all ihrer (journalistischen) Subjektivität, als objektiver Widerspruch in sich quasi, ist ein Reibebaum des Journalismus, einer Kulturleistung, deren Facetten vor Vielfalt und nicht gelösten Problemen nur so strotzen.
Die „Wirklichkeit“ soll daher auch zu Beginn dieser Arbeit als ein Ausgangspunkt gelten, als provokant gezeichnete erste Hürde auf einem langen Weg zum wissenschaftlichen Ziel dieses Versuches, einen kleinen Teil des Journalismus näher zu beleuchten, zu deuten, und der Kommunikationswissenschaft einen – wenn vielleicht auch nur kleinen – Schritt vorwärts zu helfen.
Ein Schritt, mit dem die Türe zum Komplex „literarischer Journalismus“ erreicht werden soll, um einen Beitrag zur Erklärung eines Phänomens zu leisten, das seit Jahrzehnten die Wissenschaft beschäftigt, wenngleich sich (vor allem) die Kommunikationswissenschaft in der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis Literatur und Journalismus bislang auffallend dezent im Hintergrund aufgehalten hat. Das Forschungsfeld wurde fast ausschließlich anderen Disziplinen überlassen, vor allem der Literaturwissenschaft. Dabei darf – eigentlich sollte sie dies längst getan haben – auch die Kommunikationswissenschaft mit Recht die Untersuchung „literarischer Qualität“ für sich reklamieren.
Nicht zuletzt sind es die zeitlosen und anerkannten Werke von Journalisten und Grenzgängern wie Kisch, die eine intensive Auseinandersetzung der Kommunikationswissenschaft mit literarischen Leistungen rechtfertigen. Egon Erwin Kisch, dem Klassiker unter den – zumindest deutschsprachigen – Reportern, wird auf den folgenden Seiten, wenn es darum geht, Entwicklungstendenzen nachzuzeichnen, daher auch großes Gewicht beigemessen, da er als Meilenstein der Reportage, und damit auch des literarischen Journalismus gelten muss, an dem kein Weg vorbei führt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1 EINLEITUNG

1.1 Fragestellung

1.2 Kommunikationswissenschaftliche Relevanz

1.3 Vorgehensweise

2. GRUNDLAGEN

2.1 Zur Begriffsklärung

2.1.1 Literatur

2.1.2 Werk und Kanon

2.1.3 Literarischer Journalismus

2.2 Theoretische Annäherung

2.2.1 Kommunikationswissenschaftliche Grundlage

2.2.2. Literaturwissenschaftliche Grundlage

2.2.3 Journalistische Qualität und Mängel in der Qualitätsdiskussion

2.2.4 Grundprobleme literarischer Wertung

2.2.5 Möglichkeiten der Wertung

2.2.6 Sprache und Stil

2.2.7 Zerbrechliche Regeln

2.3 Fragen und Thesen

2.4 Analyseeinheiten

2.4.1 Untersuchungsobjekte

2.4.2 Kategorien

2.4.3 Zusammenfassung

3. KOMMUNIKATIONSPRAXIS

3.1 Wege zum literarischen Journalismus

3.1.1 Antike Spuren

3.1.2 Die Reisekunst

3.1.3 Übergänge und soziale Fragen

3.1.4 Meilensteine des literarischen Journalismus

3.1.5 „Der Tag“, Forum für Literarisches

3.2 Wissenschaftliche Quelle Journalisten-Preis

3.2.1 Die Untersuchung

3.3 Die Reportage, das zentrale Element

3.3.1 Begriffliche Annäherung

3.3.2 Merkmalsfindung

3.3.3 Die Untersuchung

3.3.4 Das Feature, ein naher Verwandter

3.4 Der Essay

3.4.1 Die Untersuchung

3.5 Die Glosse, der Farbtupfer

3.5.1 Die Untersuchung

3.6 Die Kunst-Kritik

3.6.1 Die Untersuchung

3.7 Das Feuilleton, der vernachlässigte Ort des Literarischen

3.7.1 Begriffsklärung

3.7.2 Das Wiener Feuilleton um 1900, eine historische Bestandsaufnahme

3.7.3 Das deutschsprachige Feuilleton der Gegenwart

3.7.4 Conclusio der Feuilletons-Debatte

3.8 Gesamtbild der Tageszeitungen

3.8.1 „Die Presse“

3.8.2 Die „Süddeutsche Zeitung“

3.8.3 Rückbesinnung im Zeitalter des World Wide Web?

4. SCHLUSSTEIL

4.1 Beantwortung der Forschungsfragen

4.2 Offene Fragen, Thesen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen des literarischen Journalismus innerhalb der Kommunikationswissenschaft zu verorten, zu definieren und empirisch greifbar zu machen, um der bisherigen wissenschaftlichen Vernachlässigung dieses Bereichs entgegenzuwirken.

  • Theoretische Fundierung des Verhältnisses von Literatur und Journalismus.
  • Entwicklung eines Kategorienschemas auf Basis rhetorischer Stilmittel.
  • Empirische Analyse literarischer Qualität in führenden Qualitäts-Tageszeitungen.
  • Historische und aktuelle Bestandsaufnahme verschiedener journalistischer Darstellungsformen wie Reportage, Feuilleton, Essay und Glosse.
  • Diskussion über die Relevanz journalistischer Sprachqualität im Zeitalter der multimedialen Konkurrenz.

Auszug aus dem Buch

Vorwort

„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.“ Dieses Zitat von Egon Erwin Kisch, zu finden als einleitendes Prinzip des erstmals im Jahr 1925 erschienenen „Rasenden Reporter“, kann als Fundament einer komplexen Thematik angesehen werden, lässt sich doch aus ihm bei genauerer Betrachtung eine Fülle an kommunikationswissenschaftlich relevanten Fragestellungen ableiten. Die Wahrheit, die Wirklichkeit in all ihrer (journalistischen) Subjektivität, als objektiver Widerspruch in sich quasi, ist ein Reibebaum des Journalismus, einer Kulturleistung, deren Facetten vor Vielfalt und nicht gelösten Problemen nur so strotzen.

Die „Wirklichkeit“ soll daher auch zu Beginn dieser Arbeit als ein Ausgangspunkt gelten, als provokant gezeichnete erste Hürde auf einem langen Weg zum wissenschaftlichen Ziel dieses Versuches, einen kleinen Teil des Journalismus näher zu beleuchten, zu deuten, und der Kommunikationswissenschaft einen – wenn vielleicht auch nur kleinen – Schritt vorwärts zu helfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert den Journalismus als eigenständige Kulturleistung und legt die Basis für die Untersuchung des literarischen Journalismus als kunstvolle Inszenierung der Wirklichkeit.

2. GRUNDLAGEN: Erörtert theoretische Ansätze, Begriffsdefinitionen und historische Verflechtungen zwischen Literatur und Journalismus, um ein Fundament für die empirische Analyse zu bilden.

3. KOMMUNIKATIONSPRAXIS: Analysiert praxisorientiert die verschiedenen Darstellungsformen wie Reportage, Feature, Essay, Glosse und Feuilleton hinsichtlich ihrer literarischen Merkmale und rhetorischen Ausgestaltung.

4. SCHLUSSTEIL: Fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung literarischer Qualitäten im Journalismus.

Schlüsselwörter

Literarischer Journalismus, Reportage, Feuilleton, Journalistische Qualität, Rhetorik, Stilistik, Textanalyse, Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Wirklichkeitsdarstellung, Meta-Sprache, Sprachkritik, Zeitungsanalyse, Stilnormen, Empirische Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Literatur und Journalismus und zielt darauf ab, literarische Elemente in journalistischen Texten wissenschaftlich fundiert zu identifizieren und zu kategorisieren.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Studie ab?

Sie beleuchtet die historische Entwicklung des literarischen Journalismus, theoretische Grundlagen der Sprachkritik sowie die praktische Anwendung rhetorischer Stilmittel in verschiedenen Zeitungsressorts.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Studie fragt danach, in welcher Form literarischer Journalismus in Qualitätszeitungen erkennbar ist, was seine spezifischen Merkmale sind und welche Rolle er in der journalistischen Qualitätsdiskussion einnimmt.

Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die Inhaltsanalyse, kombiniert mit einer qualitativen Kategorienbildung auf Basis rhetorischer Figuren, um literarische Qualität empirisch messbar zu machen.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zentrale Darstellungsformen wie die Reportage, das Feuilleton, der Essay und die Glosse hinsichtlich ihrer sprachlichen Gestaltung und ihrer Bedeutung für das jeweilige Medium detailliert analysiert.

Was sind die charakterisierenden Schlüsselwörter der Untersuchung?

Neben dem literarischen Journalismus sind dies Begriffe wie Sprachqualität, rhetorische Stilistik, Wirklichkeitsinszenierung und der interdisziplinäre Austausch zwischen Literatur- und Kommunikationswissenschaft.

Inwiefern spielt der „New Journalism“ für diese Untersuchung eine Rolle?

Der „New Journalism“ dient als Referenzpunkt für die Einbettung des literarischen Journalismus in einen breiteren internationalen Kontext, wobei jedoch die spezifischen Bedingungen des deutschsprachigen Tagesjournalismus im Vordergrund stehen.

Wie unterscheidet sich die „Arbeiter-Zeitung“ von der „Neuen Freien Presse“ im Hinblick auf das Feuilleton?

Die Analyse verdeutlicht Unterschiede in Umfang und Platzierung, während beide Zeitungen ähnliche rhetorische Strategien zur literarischen Gestaltung ihrer Feuilleton-Beiträge nutzten.

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Details

Title
Literarischer Journalismus und die Zeitung
Subtitle
Eine historische und empirische Annäherung mit besonderer Berücksichtigung des Feuilletons und der Reportage
College
University of Vienna
Grade
Sehr Gut
Author
Dr. Erich Vogl (Author)
Publication Year
2004
Pages
332
Catalog Number
V118478
ISBN (eBook)
9783640504145
ISBN (Book)
9783640504350
Language
German
Tags
Literarischer Journalismus Zeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Erich Vogl (Author), 2004, Literarischer Journalismus und die Zeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118478
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