Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Wahrnehmung des Islams in Deutschland auf Basis von geschichtlichen Ereignissen und Studien zu geben und den Rechtspopulismus in seiner Gestalt und Strategie als Hemmnis für eine multiplurale Gesellschaft zu analysieren.
Im ersten Schritt wird die Historie des Islams in Deutschland kurz skizziert und anschließend die Studienlandschaft zu Positionen gegenüber dem Islam analysiert. Das nächste Kapitel beleuchtet den Rechtspopulismus in seiner Gestaltung und Strategie. Ebenso wird ein genauer Blick auf die Frage nach Religion in diesem Kontext und die Medien- und Genderproblematik geworfen. Daraufhin werden im nächsten Kapitel mögliche Lösungsansätze erläutert, die das Zusammenleben erleichtern und verbessern. Abschließend gibt es in einem Fazit eine Zusammenfassung und einen Ausblick auf weitere Forschungsfelder.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Islam und Deutschland
2.1 Geschichtliche Skizzierung
2.2 Studienübersicht zur Wahrnehmung des Islams
3. Der Rechtspopulismus in Deutschland
3.1 Rechtspopulistische Strategien
3.2 Religion und Rechtspopulismus
3.3 Medien- und Genderproblematik
4. Lösungsansätze
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung des Islams in Deutschland und analysiert dabei, inwiefern rechtspopulistische Strategien und Diskurse ein Hemmnis für ein erfolgreiches und pluralistisches Zusammenleben in der Gesellschaft darstellen.
- Historische Einordnung des Islams in Deutschland
- Analyse der gesellschaftlichen Studienlandschaft zum Islam
- Untersuchung rechtspopulistischer Strategien und Rhetorik
- Wechselwirkungen zwischen Religion und politischem Populismus
- Einfluss medialer Darstellungen und Genderaspekte auf das Islambild
Auszug aus dem Buch
3.1 Strategie des Rechtspopulismus
Die Kernelemente rechtsextremer und populistischer Politik sind die Ablehnung von Einwanderung und einer multikulturellen Gesellschaft. Da es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Einwanderung, Globalisierung und Rechtsextremismus gibt, ist der Aufschwung des Rechtsextremismus nicht an die reale Einwanderungswelle gekoppelt.52
Franziska Schutzbach beschreibt den Rechtspopulismus in ihrer Forschungsarbeit als ein politisches Phänomen, welches mit unterschiedlichen Akteur*innen in Berührung kommt – wie Medien, Parteien und Organisationen. Aus diesem Grund sind rechtspopulistische Strategien nicht nur auf rechte Parteien begrenzt. Eine genaue Definition von Rechtspopulismus bleibt aber umstritten.53
Als Grundlage der Propaganda wird eine Kausalität entwickelt, welche sozialen Abstieg, der durch die Globalisierung entsteht mit dem Aufweichen traditioneller Zugehörigkeit begründet. Diese Kausalität wird dann auf die Einwanderung projiziert.54 Ein weiteres wichtiges Merkmal der rechtpopulistischen Agitation ist, dass Definitionen und Deutungshoheiten entzogen werden und Grenzen verwischt werden55, ebenso wie eine charismatische Führung.56
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Islamwahrnehmung in Deutschland ein und skizziert die Problematik einer künstlichen gesellschaftlichen Bipolarität.
2. Der Islam und Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung des Islams in Deutschland und gibt einen Überblick über relevante Studien zur Wahrnehmung religiöser Vielfalt.
3. Der Rechtspopulismus in Deutschland: Hier wird der Rechtspopulismus als politisches Phänomen analysiert, inklusive seiner Strategien, der Instrumentalisierung von Religion und medialen Darstellungen.
4. Lösungsansätze: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Ansätze, um den Rechtspopulismus zu bekämpfen und ein gelungenes Miteinander in einer pluralen Gesellschaft zu fördern.
5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass die Demokratie primär durch Antipluralismus bedroht wird und betont die Notwendigkeit für gesellschaftliche Rahmenbedingungen und einen aktiven Dialog.
6. Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Islam, Rechtspopulismus, Deutschland, gesellschaftlicher Pluralismus, Integration, Vorurteile, Diskurs, Religion, Demokratie, Medien, Gender, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Identitätspolitik, Gesellschaftspolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Diskurs über den Islam in Deutschland und untersucht, wie rechtspopulistische Tendenzen die Wahrnehmung von Muslimen beeinflussen und als Hindernis für ein pluralistisches Zusammenleben fungieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte des Islams in Deutschland, die Analyse aktueller Studien zur Islamakzeptanz sowie die Untersuchung populistischer Diskursstrategien und deren Bezug zu Religion und Medien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Wahrnehmung des Islams zu geben und den Rechtspopulismus in seiner Gestalt und Strategie als Barriere für eine offene Gesellschaft zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Thematik auf Basis existierender geschichtlicher Ereignisse, wissenschaftlicher Studien und soziologischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Skizzierung des Islams, die Analyse der Studienlandschaft sowie eine detaillierte Untersuchung der rechtspopulistischen Strategien, inklusive deren religiöser und medialer Dimensionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Islam, Rechtspopulismus, Pluralismus, Identitätspolitik, Integration, Diskurs und gesellschaftliche Demokratiequalität.
Warum wird das Kopftuch in der Arbeit thematisiert?
Das Kopftuch wird als ein zentrales Symbol und eine visuelle Projektionsfläche für rechtspopulistische Narrative einer angeblich gescheiterten Integration diskutiert, welches muslimische Frauen oft vom aktiven Subjekt zum Feindbild degradiert.
Welche Rolle spielt die Unterscheidung von Orient und Okzident?
Die Arbeit identifiziert die künstliche Bipolarität dieser Begriffe als wesentlichen Faktor der Stereotypisierung, die einen sachlichen und lebendigen Dialog zwischen Religionen behindert.
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- Anonym (Author), 2020, Die Wahrnehmung des Islams in Deutschlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184823