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Feminismus im Islam

Die feministische Koranexegese als Lösungsansatz, um patriarchale Strukturen zu dekonstruieren

Titel: Feminismus im Islam

Hausarbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, den heterogenen Feminismus des Islams zu analysieren und die Methodik der feministischen Koranexegese zu erläutern, durch die Muslim*innen auf der gesamten Welt versuchen, patriarchale Strukturen zu dekonstruieren und ein neues Verständnis vom Geschlecht aus dem Koran heraus zu lesen.

Im ersten Schritt werden der Koran, sein Kontext und seine Geschlechterrollen erläutert. Anschließend wird der Feminismus im Islam anhand von Definitionen, geschichtlichem Überblick und gegenwärtiger Situation skizziert. Das nächste Kapitel beleuchtet die Hermeneutik der feministischen Koranauslegung, Methoden zweier Vertreterinnen und zeigt die Praxis der Exegese anhand eines Beispiels.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Koran

2.1 Der historische Kontext des Koran

2.2 Geschlechterrollen im Islam

3. Feminismus im Islam

3.1 Definition – „Gender-Jihad“

3.2 Geschichtliche Skizzierung des islamischen Feminismus

4. Feministische Koranauslegung

4.1 Hermeneutische Grundlagen

4.2 Hermeneutik nach Amina Wadud und Asma Barlas

4.3 Beispiel an der Sure an-Nisāʾ 4:34

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den heterogenen Feminismus im Islam und untersucht die Methodik der feministischen Koranexegese. Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie muslimische Frauen weltweit den Koran nutzen, um patriarchale Strukturen zu dekonstruieren und ein neues, geschlechtergerechtes Verständnis der religiösen Texte zu entwickeln.

  • Analyse des historischen Kontextes des Korans und der Geschlechterrollen
  • Untersuchung des Begriffs „Gender-Jihad“ und islamischer Feminismus
  • Darstellung der hermeneutischen Grundlagen feministischer Koranauslegung
  • Kritische Analyse ausgewählter Koranverse, wie der Sure an-Nisāʾ 4:34

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition „Gender-Jihad“

Die Bezeichnung „Jihad“, abgeleitet vom Wort „gahada“, bedeutet Kampf oder große Anstrengung.41 Der „Gender-Jihad“ kann demnach als Anstrengung für den Weg zur Gleichstellung der Geschlechter verstanden werden. Er wird als Kampf gegen die frauenfeindliche Exegese der Heiligen Texte verstanden. Bei diesem „Kampf“ werden die Grundprinzipien des Islams und des Glaubens nicht angezweifelt. Durch die weibliche Perspektive auf den Koran sollen die konservativen Gesellschaften von innen heraus verändert werden.

Die Frauen, die sich dem Gender-Jihad verpflichtet fühlen, kämpfen für Emanzipation und Frauenrechte durch ihren Glauben und versuchen das Patriarchat zu dekonstruieren und die daraus resultierenden Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Seit den 1990er Jahren kämpft eine immer weiter ansteigende Anzahl von Muslim*innen für Reformen und sieht keinen Widerspruch zwischen dem Islam und Feminismus.42

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die westliche Wahrnehmung des Islams nach 2001 und definiert das Ziel der Arbeit, den islamischen Feminismus und die Methodik der feministischen Koranexegese zu analysieren.

2. Der Koran: Dieses Kapitel erläutert den Koran als religiöse und rechtliche Grundlage sowie den historischen Kontext und die traditionellen Geschlechterrollen im Islam.

3. Feminismus im Islam: Das Kapitel definiert den islamischen Feminismus, insbesondere den Begriff „Gender-Jihad“, und skizziert die historische Entwicklung dieser Bewegungen.

4. Feministische Koranauslegung: Hier werden die hermeneutischen Grundlagen der feministischen Koranexegese erläutert und anhand der Theorien von Amina Wadud und Asma Barlas sowie eines konkreten Verses (Sure 4:34) in der Praxis verdeutlicht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die feministische Koranexegese eine notwendige, wenn auch nicht allein ausreichende Bedingung für die Dekonstruktion patriarchaler Strukturen im Islam ist.

Schlüsselwörter

Islam, Feminismus, Koranexegese, Gender-Jihad, Patriarchat, Geschlechterrollen, Hermeneutik, Amina Wadud, Asma Barlas, Sure 4:34, Emanzipation, Religion, Islamische Tradition, Geschlechtergerechtigkeit, Reform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Strömungen des Feminismus im Islam und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen innerhalb der Koranauslegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Geschichte des Islams, die Rolle der Frau im Koran, moderne feministische Exegese und die Abgrenzung zum westlichen Feminismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der Methodik, mit der muslimische Frauen durch eine neue Lesart des Korans für Gleichberechtigung und gegen patriarchale Unterdrückung eintreten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Analyse, um die Koranauslegung und die theoretischen Ansätze bekannter islamischer Genderforscherinnen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den historischen Kontext des Korans, die Definition des Gender-Jihads, die Geschichte des islamischen Feminismus und spezifische hermeneutische Methoden zur Koranauslegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender-Jihad, feministische Koranexegese, Geschlechterkomplementarität und Dekonstruktion geprägt.

Wie unterscheidet sich der islamische Feminismus vom westlichen?

Der islamische Feminismus findet unter dem Kriterium der Religion statt und lehnt eurozentristische Vereinnahmungen ab, da er die Befreiung direkt aus dem islamischen Glauben heraus begründet.

Warum ist Sure 4:34 für den feministischen Diskurs so bedeutsam?

Der Vers wird oft patriarchalen Interpretationen zugeordnet. Feministische Exegetinnen wie Amina Wadud nutzen alternative hermeneutische Ansätze, um den Text im historischen und gesamtkoranischen Kontext zu rezipieren.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feminismus im Islam
Untertitel
Die feministische Koranexegese als Lösungsansatz, um patriarchale Strukturen zu dekonstruieren
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1184834
ISBN (PDF)
9783346609922
ISBN (Buch)
9783346609939
Sprache
Deutsch
Schlagworte
feminismus islam koranexegese lösungsansatz strukturen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Feminismus im Islam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184834
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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