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Die verschiedenen Darstellungen der Lucretia. Ovid, Cassio Dio und Livius

Title: Die verschiedenen Darstellungen der Lucretia. Ovid, Cassio Dio und Livius

Term Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maria Berghea (Author)

World History - Early and Ancient History
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Wie wird Lucretia bei den drei Autoren dargestellt und welche Mittel verwenden sie, um Lucretia letzten Endes als Idealbild herausstechen zu lassen? Um diese Frage bestmöglich beantworten zu können, ist es sinnvoll zunächst das Frauenbild zu dieser Zeit in Rom zu betrachten, sowie den allgemeinen Ablauf der Geschichte. Nachfolgend ist die Beleuchtung der Biografie der Historiker wichtig, da diese möglicherweise Aufschluss darüber geben, weshalb ihre Fassungen so unterschiedlich gestaltet wurden, beziehungsweise ob sie womöglich auch ihre politischen Überzeugungen mit einbeziehen, die in dieser Zeit eine große Rolle spielten.

Meine These dazu ist, dass ihre politische Überzeugung Einfluss auf ihre Darstellung des Geschehnisses der Lucretia hatte.
Nachdem die zwei hinführenden Themenbereiche mit aktueller Sekundärliteratur bearbeitet wurden, wird die Interpretation einzelner Stellen der Lucretia Texte vollzogen, mithilfe der Übersetzungen der Quellen von Gerlach, Hillen und Zeh und dazu vorhandener Forschungsliteratur. Abschließend werden die Forschungsergebnisse zusammengefasst und meine These bekräftigt oder widerlegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Frau im republikanischen und frühkaiserzeitlichen Rom

3. Die Geschichtsschreiber

3.1.Livius

3.2.Ovid

3.3.Cassius Dio

4. Die Darstellung der Lucretia

5. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen literarischen Darstellungen der Lucretia-Geschichte bei den antiken Autoren Livius, Ovid und Cassius Dio. Ziel der Forschungsarbeit ist es, herauszuarbeiten, wie die Figur der Lucretia von den jeweiligen Autoren konstruiert wird, welche erzählerischen Mittel zur Idealisierung eingesetzt werden und inwiefern der politische Kontext sowie die persönliche Perspektive der Geschichtsschreiber die jeweilige Fassung des Mythos beeinflusst haben.

  • Das Frauenbild im republikanischen und frühkaiserzeitlichen Rom
  • Die literarische Charakterisierung der Lucretia in der Antike
  • Vergleichende Analyse der Texte von Livius, Ovid und Cassius Dio
  • Die Rolle der politischen Ideologie bei antiken Historikern
  • Rezeptionsgeschichte und Idealisierung der Lucretia-Gestalt

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der Lucretia

Bei Cassius Dio wird die Figur der Lucretia charakterisiert, indem auch er schreibt, dass sie mit Wollarbeit beschäftigt ist, sie die anderen Ehefrauen hingegen „bei einer Lustbarkeit“ vorfanden. Bei Cassius Dio heißt es: „Dadurch wurde sie zum allgemeinen Gesprächsstoff, weshalb Sextus das Verlangen ankam, sie in Schande zu bringen.“, was bedeutet, dass Dio Tarquinius weniger als einen Verliebten wahrnimmt, sondern eher als einen von Neid erfüllten Menschen. Bei Ovids Darstellung könnte man Tarquinius Reaktion, ganz anders auffassen, wie oben schon beschrieben. Weiterhin wird Lucretia vor allem durch ihren Dialog am Ende der Geschichte definiert, in dem sie Vater und Ehemann zu sich ruft und dann über die Tat des Collatius berichtet und erklärt warum sie eingewilligt habe, mit ihm zu schlafen. Sie erklärt sich aber nicht, damit ihre Männer sie freisprechen, sie möchte lediglich, dass ihre Liebsten verstehen, wieso der Tod die einzige Möglichkeit ist so heißt es: „(...) Nun aber bin ich - ich bin ja eine Frau - mit mir verfahren, wie es sich geziemt.“.

Cassius Dio beschreibt, dass Lucretia die Männer gar nicht zu Wort kommen lässt, sondern sich sofort mit einem Dolch umbringt, was den Eindruck erweckt, dass Lucretia gar keine andere Wahl bleibt als sich umzubringen. Sie übernimmt also somit die patria potestas, gibt sich selbst das Todesurteil und opfert sich für ihre Familie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, die sich mit der unterschiedlichen Darstellung der Lucretia bei den antiken Geschichtsschreibern befasst.

2. Die Frau im republikanischen und frühkaiserzeitlichen Rom: Untersuchung der gesellschaftlichen Stellung der Frau, ihrer rechtlichen Abhängigkeiten und der moralischen Erwartungen in der römischen Antike.

3. Die Geschichtsschreiber: Biografische und werkspezifische Einordnung der Historiker Titus Livius, Ovid und Cassius Dio.

3.1.Livius: Kurzbiografie des Historikers Livius und Einordnung seines Werkes Ab urbe condita.

3.2.Ovid: Analyse der dichterischen Laufbahn Ovids und dessen Verbindung zur augustinischen Gesetzgebung.

3.3.Cassius Dio: Betrachtung des Wirkens von Cassius Dio und seiner spezifisch senatorischen Geschichtsschreibung.

4. Die Darstellung der Lucretia: Detaillierter Vergleich der Fassungen der Lucretia-Geschichte hinsichtlich ihrer künstlerischen Ausgestaltung, der Charakterisierung und der zugrundeliegenden Motive.

5. Schlusswort: Resümee der Analyse, das festhält, dass trotz unterschiedlicher Schwerpunkte alle Autoren Lucretia als Idealbild der römischen Ehefrau etablieren.

Schlüsselwörter

Lucretia, Römische Geschichte, Livius, Ovid, Cassius Dio, Frauenbild, Antike, Tugend, Ehefrau, Mythos, Literaturanalyse, Patria Potestas, Tarquinius, Idealisierung, Geschichtsschreibung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie die bekannte Legende der Lucretia in der römischen Antike von drei verschiedenen Autoren literarisch verarbeitet wurde und welche Rolle sie als Idealbild einer tugendhaften Römerin spielte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung deckt das römische Frauenbild, rechtliche Strukturen wie die patria potestas sowie die literarische Ausgestaltung und politische Motivation der Historiker Livius, Ovid und Cassius Dio ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, wie Lucretia bei den drei Autoren dargestellt wird und durch welche erzählerischen Mittel sie als Idealbild der römischen Ehefrau gezeichnet wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Interpretation der Lucretia-Texte vorgenommen, ergänzt durch den Vergleich mit aktueller Sekundärliteratur zur historischen Situation Roms.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung des damaligen Frauenbildes, eine kurze Biografie der behandelten Historiker und eine tiefgehende vergleichende Analyse der jeweiligen Erzählungen über Lucretia.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lucretia, römische Tugend, Geschichtsschreibung, Antike, Ehefrau, Frauenbild, mythologische Überlieferung und literarische Charakterisierung.

Wie unterscheidet sich die Darstellung bei Ovid von der bei Livius?

Ovid gestaltet die Geschichte wesentlich emotionaler und theatralischer, indem er den Fokus auf den inneren Monolog der Lucretia legt, während Livius die Situation zwischen den Kontrahenten und die heldenhafte Haltung der Lucretia stärker betont.

Welche Rolle spielte die politische Überzeugung der Autoren bei der Darstellung?

Die Arbeit diskutiert, ob die Autoren durch ihre politische Haltung beeinflusst wurden; während dies bei Livius vermutet wird, scheint bei anderen eher eine allgemeine Kritik am zeitgenössischen Frauenbild oder künstlerische Freiheit im Vordergrund zu stehen.

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Details

Title
Die verschiedenen Darstellungen der Lucretia. Ovid, Cassio Dio und Livius
College
Martin Luther University
Grade
1,3
Author
Maria Berghea (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V1184968
ISBN (PDF)
9783346611178
ISBN (Book)
9783346611185
Language
German
Tags
Ovid Cassio Dio Livius Lucretia Frauengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Berghea (Author), 2016, Die verschiedenen Darstellungen der Lucretia. Ovid, Cassio Dio und Livius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184968
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