Das Ziel dieser Hausarbeit ist es eine Klimaklassifikation auf der Grundlage des Klimadatensatzes von Asien (SPSS 10) zu erstellen. Dabei sollen die Klimazonen nivale, gemäßigte, subtropische und tropische Zone bezogen auf Asien eingeteilt werden. Die verschiedenen Klimafaktoren und –elmente bilden dazu die Grundlage. Im Klimadatensatz sind zu diesem Zweck verschiedene Variablen wie Temperatur, Niederschlag, Verdunstung für alle zwölf Monate sowie die Geographische Breite, Geographische Länge und die Höhe über NN für verschiedene Klimastationen angegeben. Das Statistikprogramm SPSS stellt zu diesem Zweck verschiedene Verfahren zur Verfügung, die nachfolgend beschrieben werden.
Im Klimadatensatz von Asien sowie in den angrenzenden Gebieten Europas und Afrikas sind 309 verschiedene Klimastationen mit Werten der Klimafaktoren herangezogen worden. Diese Stationen besitzen die räumliche Verteilung wie in Abbildung 1 ersichtlich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Thematische Einbettung
1.2 methodische Vorgehensweise
2. Die räumliche Verteilung von Temperatur und Niederschlag
3. Korrelations- und Regressionsanalyse
3.1 Korrelationsanalyse
3.2 Regressionsanalyse
4. Faktorenanalyse
4.1 Beschreibung der rotierten Komponentenmatrix
4.2 Interpretation der Faktorenanalyse
5. Clusteranalyse
5.1 Hierarchische Clusteranalyse
5.2 Clusterzentrenanalyse
6. Klimaklassifikation
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Klimaklassifikation für den Kontinent Asien auf Grundlage eines bestehenden Klimadatensatzes (SPSS 10). Dabei soll untersucht werden, wie sich der Kontinent anhand statistischer Verfahren in die Klimazonen nivale, gemäßigte, subtropische und tropische Zone einteilen lässt.
- Analyse der räumlichen Verteilung von Temperatur und Niederschlag
- Einsatz von Korrelations- und Regressionsanalysen zur Variablenuntersuchung
- Anwendung der Faktorenanalyse zur Reduktion von Klimavariablen
- Durchführung einer Clusteranalyse zur Gruppenbildung ähnlicher Klimate
- Detailbetrachtung spezifischer Klimatypen (z.B. Monsunklima, Gebirgsklimate)
Auszug aus dem Buch
1.1 Thematische Einbettung
Zum Verständnis einer Erarbeitung einer Klimaklassifikation ist es nötig das Klima zu defi nieren. Das Klima wird aus der langfristigen Analyse der Wetter und Witterungszustände der Atmosphäre hergeleitet. Somit stellen das Wetter und die Witterung die Grundlage dar, ein Klima zu erstellen. Auf diese Weise können statistische Eigenschaften eines bestimmten Kli mas ermittelt und in bestimmte Beziehungen zueinander gebracht werden.
Diese statistischen Eigenschaften eines Klimas können verschiedene Klimafaktoren und –Elemente sein. Der Begriff Klimafaktor umfasst gesonderte, indirekte Einflussgrößen auf das Klimageschehen auf der Erde. Also Prozesse und Zustände, die das Klima entstehen lassen, aufrechterhalten und auch verändern. Dies wären z. B. die Sonneneinstrahlung, die Land Meer Verteilung (maritimes und kontinentales Klima) und die Höhe über NN. Gesondert dazu wird die atmosphärische Zirkulation gesehen, die als sekundärer Klimafaktor bezeichnet wird, da sie aus den oben genannten Klimafaktoren resultiert.
Des weiteren verwendet man den Begriff der Klimaelemente, der die unterschiedlichen me teorologische Größen wie Niederschlag, Temperatur, Verdunstung, Luftfeuchte, Wind usw. beinhaltet (Hupfer/Kuttler 1998: 226; 227).
Grundsätzlich sind zwei verschiedene Arten einer Klassifikation des Klimas möglich, die ef fektive und die genetische Klimaklassifikation. Die effektive Klimaklassifikation stützt sich auf die Analyse der Wirkung des Klimas, z. B. in der Vegetation und Landnutzung. Diese Wirkung des Klimas wird in Form von bestimmten Mittel- und Andauerwerte der Klimaele mente (vor allem von Niederschlag und Temperatur) identifiziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Definition grundlegender Begriffe der Klimatologie und Erläuterung der methodischen Zielsetzung der Arbeit.
2. Die räumliche Verteilung von Temperatur und Niederschlag: Analyse der regionalen Unterschiede und Extreme bei Niederschlagsmengen und Temperaturen über den asiatischen Kontinent.
3. Korrelations- und Regressionsanalyse: Mathematische Untersuchung der linearen Zusammenhänge zwischen Variablen wie geographischer Breite und Temperatur.
4. Faktorenanalyse: Reduktion der Datenkomplexität durch Zusammenfassung von Klimavariablen zu fünf maßgeblichen Faktoren für die Klassifikation.
5. Clusteranalyse: Gruppierung der Klimastationen in Klassen basierend auf den zuvor ermittelten Faktoren, um eine Klimatypologie zu erstellen.
6. Klimaklassifikation: Detaillierte Charakterisierung der acht identifizierten Klimatypen Asiens, von extremen Monsunklimaten bis zu nivalen Klimaten.
Schlüsselwörter
Klimaklassifikation, Asien, Statistik, SPSS, Faktorenanalyse, Clusteranalyse, Temperaturverteilung, Niederschlagsfaktor, Monsunklima, Gebirgsklimate, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, Geographische Breite, Klimadaten, Klimazonen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematisch-statistischen Klassifikation der Klimaverhältnisse des Kontinents Asien basierend auf einem vorhandenen Klimadatensatz.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen die räumliche Analyse von Temperatur- und Niederschlagsdaten sowie deren statistische Aufbereitung durch Verfahren der multivariaten Statistik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung einer Klimaklassifikation, die Asien in verschiedene, statistisch begründete Klimazonen unterteilt.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden Korrelationsanalysen, Regressionsanalysen, die Faktorenanalyse zur Variablenreduktion sowie hierarchische Clusteranalysen und Clusterzentrenanalysen angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Klimavariablen, deren statistische Auswertung zur Identifikation von Klimafaktoren und die anschließende Differenzierung der Regionen in acht spezifische Klimatypen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Klimaklassifikation, Faktorenanalyse, Clusteranalyse, asiatische Klimazonen und statistische Datenverarbeitung mit SPSS.
Was unterscheidet die „effektive“ von der „genetischen“ Klimaklassifikation?
Während die effektive Klimaklassifikation die Wirkung des Klimas auf Umweltfaktoren wie Vegetation betrachtet, fokussiert die genetische Klassifikation auf die Ursachen des Klimas, wie die allgemeine atmosphärische Zirkulation.
Wie erklärt der Autor die hohen Niederschläge in Cherrapunji?
Die extremen Niederschläge werden durch die spezifische Lage am Shillong-Plateau, den orographischen Stau feuchter Monsunluftmassen und den Einfluss des Monsuntrogs im Juni erklärt.
Welche Rolle spielt die „Cold Waves“-Definition für die Analyse?
„Cold Waves“ werden als großräumige Kaltluftwetterlagen definiert, die den Temperaturrückgang in China und Kasachstan erklären, da diese Ereignisse die statistischen Mittelwerte für die Wintertemperaturen stark beeinflussen.
Warum wird die Clusteranalyse als notwendiger Folgeschritt zur Faktorenanalyse beschrieben?
Die Faktorenanalyse reduziert zwar die Variablenanzahl, ermöglicht aber noch keine direkte Zoneneinteilung; erst die Clusteranalyse erlaubt die Gruppierung der einzelnen Stationen in interpretierbare Klimaklassen.
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- Dipl. Geograph Marcel Becker (Author), 2002, Klimaklassifikation des Kontinents Asien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118499