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Der erste Castor – Transport nach Gorleben im Spiegel öffentlicher Medien

Title: Der erste Castor – Transport nach Gorleben im Spiegel öffentlicher Medien

Pre-University Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Henriette Buhlrath (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Wie wurde der erste Transport damals medial dargestellt? Gab es gewaltfreie Proteste oder wurde Gewalt in den Berichterstattungen willens ignoriert? Gab es Unterschiede in der regionalen und überregionalen Berichterstattung? Wie ist die Glaubwürdigkeit einzelner Medien zu beurteilen?

Medien sind Träger von Informationen und dienen der zwischenmenschlichen Kommunikation. Sie sind keine Abbildungen der Wirklichkeit, sondern zeigen immer nur einen bestimmten Ausschnitt dieser. Um diese Ausschnitte besser bewerte zu können, werde ich regionale Medien von überregionalen Medien unterscheiden, da die Motive von der Notwendigkeit für ein Endlager, bis zum Wunsch eines freien Wendlands die mediale Berichterstattung beeinflussen können.
Überregionale Medien sind national vertrieben und unterscheiden sich von den regionalen Medien unter anderem durch den größeren Umfang an Informationen vor allem aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Regionale Medien sind vorwiegend in einer bestimmten Region verbreitet und behandeln neben der allgemeinen aktuellen Berichterstattung vor allem lokale und regionale Themen. Insbesondere diese Art von Medien werde ich aus dem Gorleben-Archiv in Lüchow beziehen. Die jeweiligen Berichterstattungen werden in der Facharbeit zusammengefasst und analysiert, sodass am Ende ein Vergleich von Artikeln der unterschiedlichen Medien möglich ist.
Zur Bearbeitung werde ich zum größten Teil analoge Medien nutzen, aber auch auf einige digitale Medien eingehen. Des Weiteren liegt der Bearbeitungsschwerpunkt auf der letzten Teilstrecke des Transports in Lüchow-Dannenberg, wobei sowohl auf Reaktionen während des Transports, sowie vor und nach jenem eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext

3 Überregionale Medien

3.1 Die Zeit:,, Die Wut im Forst von Gorleben“

3.2 , Gewaltfreie Proteste“ (vgl., taz“)

3.3 ,,Heiße Fracht: Der erste Castor – Transport“ (NDR)

3.4 ,,Die Tagesschau“ am 25.4.1995 und 26.4.1995

4 Die ,,taz“ ein neutraler Berichterstatter?

5 Regionale Medien

5.1 Proteste gegen Castor nehmen an Schärfe zu (Cellesche Zeitung)

5.2 Vergleich der Berichterstattung vom 24.4.1995 zur ,,taz“

5.3 ,,Pistole gezogen“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

5.4 ,,Erster Castor steht in Gorleben“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

5.5 ,,Molotow – Cocktails geworfen“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

5.6 ,,Straßen mehrfach blockiert“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

5.7 ,,Vorwurf: Unverhältnismäßig reagiert“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

5.8 ,,Geistliche kritisieren Journalisten“ (Elbe – Jeetzel – Zeitung)

6 Leserbriefe vom 28.4.1995 in der Elbe – Jeetzel – Zeitung

6.1 ,,Polizist schlug mit Schutzschild zu“

6.2 ,,Castor um Castor, Auge um Auge“

6.3 ,,Polizisten aggressiv“

6.4 ,,Was zurückbleibt, ist Wut“

6.5 Auswertung der Leserbriefe

7 Fazit

8 Anhang

8.1 Anhang 1 (Strecke des Castors – Transports auf der Karte)

8.2 Anhang 2 (Bilder)

8.3 Anhang 3 (Diagramm aus der ,,taz“)

9 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht die mediale Darstellung des ersten Castor-Transports nach Gorleben im April 1995. Ziel ist es, Unterschiede in der Berichterstattung zwischen regionalen und überregionalen Medien herauszuarbeiten, die Rolle von Gewalt in den Berichten zu analysieren und die Glaubwürdigkeit sowie Objektivität der Medien im Spiegel der öffentlichen Wahrnehmung kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleich zwischen regionalen Medien (z.B. Elbe-Jeetzel-Zeitung) und überregionalen Medien (z.B. Die Zeit, Tagesschau).
  • Analyse der Darstellung von Gewalt und der Rolle von Polizei und Demonstranten.
  • Untersuchung der Glaubwürdigkeit und potenzieller politischer Tendenzen der Berichterstattung.
  • Auswertung von Leserbriefen als Spiegel der öffentlichen Meinung.
  • Historische Einordnung des ersten Castor-Transports als Ausgangspunkt für mediale Debatten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Zeit , 28 April 1995 ,,Die Wut im Forst von Gorleben“ - Constanze Stelzenmueller

Der erste Castor – Transport nach Gorleben wird in ,,Die Zeit“ am 28 April 1995 als ,,der aufwendigste Transport in der Geschichte der Bundesrepublik“ beschrieben. Die Polizei hätte Schlagstöcke und Wasserwerfer einsetzen müssen, um die Demonstranten und Steinewerfer zu beseitigen. Der Transport benötigte am Ende fünf Stunden für ca. 20 Kilometer. Es wurden viele Verletzte gemeldet, dennoch hätten Polizei, Politik und Demonstranten angekündigt, Beim nächsten Mal verhalten wir uns genauso wie heute.“. Laut Constanze Stelzenmueller, hätte sich die noch damalige Bundesumweltministerin Angela Merkel unter Druck gesetzt gefühlt:

,,Das Atomgesetz verlangt einen Entsorgungsnachweis für den in deutschen AKWs produzierten radioaktiven Müll - und die große Halle im Wald südlich von Gorleben ist das einzige betriebsbereite deutsche Zwischenlager. Außerdem müssen spätestens ab nächstem Jahr auch die - als Notlösung - in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague geschickten Brennelemente zurückgenommen werden. “.

Mit diesen Worten erklärt die Autorin die Notwendigkeit eines Zwischenlagers und fehlende Optionen, die dann zu dem Standort Gorleben geführt hätten. Klaus Legner, der Bürgermeister der Samtgemeinde Gartow, zu der auch Gorleben gehört, erklärte ,,Irgendwo muss der Müll ja hin - und wir haben uns bereit erklärt, das auf uns zu nehmen, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.". Auf diese Äußerung entgegnet ,,Die Zeit“, dass sich ein solcher Standpunkt aus finanzieller Sicht lohne, denn ,,Im lieblichen, aber seit jeher armen Elburstromtal fällt der Umkreis der Gemeinde Gorleben durch ostentativen Wohlstand auf. “.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des ersten Castor-Transports nach Gorleben ein und erläutert die Relevanz der Medienanalyse zur Beantwortung der Forschungsfrage.

2 Historischer Kontext: Dieses Kapitel liefert den nötigen Hintergrund zur Endlagersuche in Gorleben und den Ereignissen rund um den ersten Castor-Transport im April 1995.

3 Überregionale Medien: Untersuchung, wie bundesweit agierende Medien und Fernsehformate den Transport und die damit verbundenen Proteste thematisierten.

4 Die ,,taz“ ein neutraler Berichterstatter?: Kritische Hinterfragung der Objektivität der Tageszeitung „taz“ unter besonderer Berücksichtigung ihrer anti-atomkraftfreundlichen Ausrichtung.

5 Regionale Medien: Analyse der lokalen Berichterstattung, die detaillierter auf die Konfrontationen vor Ort und die Perspektiven verschiedener Akteure einging.

6 Leserbriefe vom 28.4.1995 in der Elbe – Jeetzel – Zeitung: Auswertung von Leserstimmen, die einen unmittelbaren Einblick in die subjektiven Erfahrungen und die Wut der lokalen Bevölkerung geben.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der eingangs gestellten Fragen zur medialen Verzerrung und Multiperspektivität.

8 Anhang: Ergänzende Dokumentationen, darunter Informationen zur Strecke des Transports und ein Diagramm aus der „taz“.

9 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen, Lexika und Internetseiten.

Schlüsselwörter

Castor-Transport, Gorleben, Kernenergie, Medienanalyse, Berichterstattung, Anti-Atomkraft-Bewegung, Elbe-Jeetzel-Zeitung, Proteste, Polizei, Endlagersuche, regionale Medien, überregionale Medien, Leserbriefe, Atompolitik, Demonstration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung über den ersten Castor-Transport nach Gorleben im April 1995 und wie verschiedene Medien über dieses historisch bedeutende Ereignis berichteten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rolle der Kernenergie, der Protest der Bevölkerung, das Handeln der Polizei und die unterschiedliche mediale Inszenierung des Protests in regionalen und überregionalen Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, zu verstehen, wie der erste Transport medial dargestellt wurde, ob es Unterschiede zwischen lokalen und nationalen Medien gab und wie die Glaubwürdigkeit der Medien zu beurteilen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Medienanalyse. Es werden verschiedene Zeitungsartikel und Fernsehberichte aus dem Jahr 1995 miteinander verglichen und deren Perspektiven auf die Ereignisse kritisch untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung überregionaler Medien, die kritische Analyse der „taz“, die detaillierte Betrachtung regionaler Berichterstattung sowie eine Auswertung von Leserbriefen, um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Castor-Transport, Gorleben, Kernenergie, Protestkultur, mediale Neutralität und polizeiliches Einsatzkonzept beschreiben den Kern der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die regionale Berichterstattung von der überregionalen?

Während überregionale Medien das Geschehen oft allgemeinpolitisch einordnen und tendenziell die notwendige Gewaltanwendung der Polizei betonten, legten regionale Medien wie die „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ einen stärkeren Fokus auf die direkten Konfrontationen und das Leiden der Demonstranten.

Welche besondere Rolle spielen die Leserbriefe in der Arbeit?

Leserbriefe dienen in der Arbeit als unmittelbare, subjektive Quellen, die einen Kontrast zu den professionell verfassten journalistischen Beiträgen bilden und die emotionale Betroffenheit sowie die Kritik der Bevölkerung an polizeilichem Vorgehen verdeutlichen.

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Details

Title
Der erste Castor – Transport nach Gorleben im Spiegel öffentlicher Medien
Grade
1,3
Author
Henriette Buhlrath (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V1185043
ISBN (PDF)
9783346613325
Language
German
Tags
Der erste Castor – Transport nach Gorleben im Spiegel öffentlicher Medien Medien Castor Gorleben Endlager Atom Atommüll Atomrecycling Demo Demonstrationen Zug Züge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henriette Buhlrath (Author), 2020, Der erste Castor – Transport nach Gorleben im Spiegel öffentlicher Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185043
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