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Das Leben von Uwe Johnson mit der Einordung in das Zeitgeschehen

Titel: Das Leben von Uwe Johnson mit der Einordung in das Zeitgeschehen

Ausarbeitung , 2021 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Henriette Buhlrath (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was beschreibt das Problem des Erzählens in Bezug auf die Kommunikation in Verbindung mit Uwe Johnsons Jahrestage?

Uwe Johnson, geboren 1934, in Pommern, und verstorben im Jahr 1984, in England, war ein deutscher Schriftsteller. Sein Hauptwerk betitelte er Jahrestage. Der Titel ist vielsagend und hält was er verspricht. Etliche Zeiten deutscher Geschichte, Tage und Jahre. Glaubt man dem Kritiker Joachim Kaiser, dann stellt dieser vierbändige Roman eine tröstliche Utopie dar, die zeigt, dass auch die „rücksichtsloseste Diktatur nicht die Seelen ihrer Opfer zu beherrschen vermag“ (Kaiser, 1988). Johnson legte 1942 das Abitur in Güstrow ab. Er war in den Jahren 1947 - 49 Mitglied des evangelischen Jugendkreises, aus dem sich später die junge evangelische Gemeinde entwickelte. Johnson wird oft als „Dichter beider Deutschland“ tituliert. Ihm selbst gefiel diese Bezeichnung jedoch nicht und er lehnte eben diese ab. Der Titel ist vielseitig zu deuten und vor allem auch vielschichtig zu verstehen. Betrachtet man seine (Uwe Johnsons) persönliche, seine ganz eigene Lebensgeschichte, ist es auch ein Punkt, ein Titel bzw. eine Bezeichnung die den Leser oder den, der sich generell damit beschäftigt und auseinandersetzt, in die Irre führen kann Die Grenze zieht sich als zentrales Thema durch sein Werk. Es geht nicht um die Gattung Grenzraumliteratur, sondern um eine Literatur, die ihre eigenen Grenzen als Sprache bzw. Sprachkunstwerk, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nutzt und dieses in das Bewusstsein der historischen Situation einfügt. Diese Arbeit soll sich jedoch nicht nur mit dem Leben und den Werken von Uwe Johnson befassen, sondern auch mit dem Thema der Kommunikation. Kommunikation beschreibt ein Wort mit zwei, allerdings unscharf voneinander abgegrenzten Ebenen der Bedeutung. Zum einen meint der Begriff, der seinen Ursprung im Lateinischen hat und von dem Wort communicare stammt, dass etwas mit jemandem geteilt wird und etwas gemeinsam stattfindet. Des Weiteren, in seiner intransitiven Form, meint es, man berate sich mit jemandem, man verkehre mit anderen, kurz: man komme mit jemandem zusammen. In unserer heutigen Zeit hat dieser Begriff vor allem in der katholischen Abendmahlshandlung, der Kommunion, eine starke Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben von Uwe Johnson

2.1 Uwe Johnson und seine Vita

2.2 Uwe Jansen und die Literatur

2.3 Uwe Johnson zu Beginn der 60er Jahre - die Ausgangssituation

3. Die Auswahl der Bücher für diese Arbeit

3.1 Das dritte Buch über Achim

3.2 Die Jahrestage

4. Kommunikation als Erzählproblem

5. Erzählen

5.1 Theoretische Grundlagen

5.2 Struktur der Erzählungen

5.3 Die Funktionen der Praktik des Erzählens im Roman

6. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das zentrale Problem der Kommunikation in ausgewählten Romanen von Uwe Johnson, namentlich "Das dritte Buch über Achim" und "Jahrestage", und analysiert, wie Sprachbarrieren, politische Grenzen und die Schwierigkeit der zwischenmenschlichen Verständigung als narrative Herausforderungen in Johnsons Werk verarbeitet werden.

  • Lebensweg und literarisches Schaffen von Uwe Johnson.
  • Die Rolle der deutschen Teilung als Barriere für Kommunikation.
  • Analyse von Kommunikation als zentrales Erzählproblem.
  • Theoretische Grundlagen und Funktionen des Erzählens.
  • Verarbeitung von Identität und Heimatverlust durch Literatur.

Auszug aus dem Buch

Das dritte Buch über Achim

„Er [Karsch] soll von einem Augenblick auf den anderen abgereist und verschwunden sein, als sogar seine Freunde noch zuversichtlich das Telefon an sich zogen, seine Nummer wählten und beim ersten Pfeifton unverändert gewiß waren er werde die linke Hand von der Schreibmaschine nehmen unachtsam den Schallarm abheben und ans Ohr holen, da er den Blick nicht vom Geschriebenen entfernte (so hatten sie ihn beobachten können): Karsch.“ (Vgl. Johson: Das dritte Buch über Achim, S. 9).

Der Journalist Karsch ist also nicht nur abgereist, sondern er ist, den Wortlaut des Zitats übernehmend, verschwunden. Verschwunden bedeutet, dass er weg ist, niemand weiß wohin. Durch diese Ausdrücke lässt sich zeigen, dass eine Reise von Hamburg nach Sachsen eine Entfernung ist, die dazu führt, dass der Reisende verschwindet. Nach drei Wochen schreibt Karsch dann einen Brief nach Hamburg. In diesem schreibt er davon, dass er seine „zurückgelassenen [sic!] Freunde“ (Johnson, Das dritte Buch über Achim, S. 12). Er bitte sie, „sie möchten doch seine Wohnung in Ordnung halten und gelegentlich benutzen, damit sie sich nicht ausschaltete: als wolle er [Karsch] Telefon Gaszufuhr Elektrizität gleich zur Hand haben und weiterhin erwartet werden; [...]“ (vgl. ebd.) „Der Ton war gleichmütig, die Unterschrift unzweifelhaft die von Karsch. Aber nach einiger Zeit war er so unverständlich entfernt, daß sie nicht einmal mehr über ihn reden mochten.“ (Ebd.) Die Freunde sind nicht mehr dabei, sie wurden von Karsch zurück in Hamburg gelassen. Es klingt so, als sei Karsch auf dem Weg auf eine andere Welt. Es ist jedoch nicht einseitig zu verstehen. Die Freunde in Hamburg sehen es ebenso wie er selbst. Die Entfernung ist sehr groß und er mit der Zeit, mit der er auf der Reise ist, wird das umso deutlicher. Die folgenden Zitate: „Er kam sich vor wie zu Besuch, er meinte:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Biografie von Uwe Johnson und die thematische Relevanz der Kommunikation in seinem literarischen Werk.

2. Das Leben von Uwe Johnson: Darstellung der Lebensgeschichte des Autors, seiner Prägung durch die Flucht aus der DDR und seinen literarischen Werdegang.

3. Die Auswahl der Bücher für diese Arbeit: Begründung für die Auswahl der Romane "Das dritte Buch über Achim" und "Jahrestage" als Fokus der Untersuchung.

4. Kommunikation als Erzählproblem: Analyse der Kommunikation als zentrales Spannungsfeld zwischen den politisch getrennten deutschen Staaten in Johnsons Texten.

5. Erzählen: Theoretische Auseinandersetzung mit der Tätigkeit des Erzählens, dessen Struktur und den Funktionen im romanhaften Kontext.

6. Fazit:: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der These, dass Kommunikation bei Johnson untrennbar mit den historischen und persönlichen Grenzziehungen verbunden ist.

Schlüsselwörter

Uwe Johnson, Jahrestage, Kommunikation, Erzählproblem, DDR, deutsche Teilung, Grenze, Identität, Literatur, Erzähltheorie, Das dritte Buch über Achim, Sprachkunstwerk, Identitätskonstruktion, Grenzüberschreitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der zwischenmenschlichen Kommunikation in den Werken von Uwe Johnson vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Teilung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Kommunikation als Erzählproblem, die Auswirkungen der politischen Grenze auf die Sprache und die Verarbeitung persönlicher Erfahrungen in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu analysieren, wie Uwe Johnson in seinen Romanen das Problem des Erzählens mit den Schwierigkeiten der Kommunikation verknüpft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Sekundärliteratur und chronologische Betrachtung der Publikationen Johnsons.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensgeschichte Johnsons, die Auswahl der Primärtexte und die theoretischen Konzepte des Erzählens in Bezug auf Kommunikationsstörungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Uwe Johnson, Kommunikation, DDR, Grenze, Erzählproblem und Identität.

Inwiefern beeinflusste die DDR-Vergangenheit Johnsons Schreiben?

Die eigene Flucht und der Verlust der Heimat bilden den emotionalen und biografischen Grundstein für die Darstellung von Entfremdung und Kommunikationsproblemen in seinen Romanen.

Warum spielt Kommunikation bei Karsch eine so große Rolle?

Karschs Reise in die DDR verdeutlicht, dass Kommunikation über eine geschlossene Grenze hinweg nicht nur physisch, sondern auch sprachlich und mental nahezu unmöglich ist.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Leben von Uwe Johnson mit der Einordung in das Zeitgeschehen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
2,0
Autor
Henriette Buhlrath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1185058
ISBN (PDF)
9783346613271
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Uwe Johnson - Das Leben von Uwe Johnson mit der Einordung in das Zeitgeschehen Zeit Zeitgeschehen Jansen Johnson Uwe Jansen Uwe Johnson
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Henriette Buhlrath (Autor:in), 2021, Das Leben von Uwe Johnson mit der Einordung in das Zeitgeschehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185058
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Leseprobe aus  20  Seiten
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