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Physikalische Hintergründe und Funktionsweise von Windkraftanlagen

Title: Physikalische Hintergründe und Funktionsweise von Windkraftanlagen

Pre-University Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 90/100

Autor:in: Jonas Stecher (Author)

Physics - Mechanics
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Durch die globale Klimaerwärmung sind heutzutage alternative, erneuerbare Energiequellen von besonderer Bedeutung.
Die Idee, die Kraft des Windes zu nutzen ist alt. Die Ursprünge der Windmühlen liegen wahrscheinlich in Persien und in China, vielleicht gab es aber auch bei den Ägyptern, Phöniziern und Griechen bereits Windräder. In Europa waren die Bockwindmühle im 13. Jh. und die Holländer-Windmühle die üblichsten Bauformen. In Amerika wurde im 19. Jh. die Amerikanische Windturbine zum Wasserpumpen bei Schwachwind erfunden.
In den ländlichen, noch nicht elektrifizierten Gebiete gab es um die Jahrhundertwende die ersten Versuche, aus Wind Strom zu erzeugen. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jh. war der „Windstrom“ mehr als ein Experiment. In Deutschland kam der entscheidende Impuls vom Aerodynamiker Albert Betz. Auch in der UdSSR, den USA und in Dänemark gab es bereits in den 30er Jahren starke Windkraftanlagen.
Die Ölkrise von 1973 löste ein Streben nach Ölunabhängigkeit aus und machte Windkraft aus Großanlagen wiederum interessanter. Anfang der 80er entstanden vor allem in Amerika (z.B. Kalifornien) die ersten großen Windfarmen.
Im 21. Jh. wird die Windkraft vor allem wegen dem Umweltschutz besonders interessant. Der Wind ist eine (noch) kostenlose, „immer“ zur Verfügung stehende Energiequelle, die genutzt werden kann, um andere Primärenergieträger zu entlasten.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Die physikalische Windenergiewandlung

1.1 Das ideale Windrad nach Betz

1.2 Das reale Windrad

1.2.1 Der Wirkungsgrad

1.2.2 Die Schnelllaufzahl

1.2.3 Die Drehzahl

1.2.4 Das Drehmoment

2. Die Aerodynamik des Rotors

2.1 Die Kräfte am Rotorblatt

2.2 Rotorkonfiguration

2.2.1 Anzahl der Rotorblätter

2.2.2 Blattform

2.3 Leistungsregelung

2.3.1 Rotoren mit festen Blätter

2.3.2 Rotoren mit Blatteinstellwinkelregelung

2.4 Windrichtungsnachführung

3. Elektrisches System

3.1 Der Generator

3.2 Das Getriebe

3.3 Netzkopplung

4. Strukturbelastung

4.1 Materialfrage des Rotors

4.2 Turm und Fundament

5. Nachteile

Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen und die technische Funktionsweise von Windkraftanlagen mit Horizontalachsen-Rotoren, um ein Verständnis für deren Energieumwandlungsprozesse und die dabei auftretenden Herausforderungen zu vermitteln.

  • Physikalische Gesetze der Windenergiewandlung
  • Aerodynamik und Gestaltung des Rotors
  • Technische Umsetzung der Leistungsregelung
  • Komponenten des elektrischen Systems und Netzkopplung
  • Strukturelle Belastungen und ökologische Aspekte

Auszug aus dem Buch

2.2 Rotorkonfiguration

Die Rotorblätteranzahl ist das auffälligste Merkmal des Rotors, obwohl es eigentlich nur einen geringen Einfluss auf den Leistungsbeiwert des Rotors hat. Von einem auf zwei Rotorblätter beträgt die Leistungssteigerung nur 10%, von drei auf vier nur noch 2%. Ab vier Rotorblättern (z.B. Amerikanische Windturbine) nimmt der Leistungsbeiwert durch Gitterströmungen im Rotor wieder ab. Unterschiede lassen sich jedoch an der Auslege-Schnelllaufzahl λd erkennen, die bei zunehmender Blattzahl immer kleiner wird. Auch das Drehmoment, besonders das Anlaufdrehmoment wird mit wachsender Blattzahl größer. Schnellläufer mit zwei oder gar nur einem Blatt können ohne komplizierte Blattverstellung und Hochfahren im Leerlauf kaum anlaufen, also starten. Abgesehen von der optischen Wirkung macht die größere dynamische Belastung und Geräuschentwicklung Zwei- und Einblattrotoren uninteressant. Da aber auch die geringe Leistungszuname des vierten Blattes seine Kosten nicht rechtfertiget, hat sich der Dreiblattrotor am besten durchsetzen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die physikalische Windenergiewandlung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Windkraftnutzung, insbesondere das Betz-Modell sowie die Abweichungen bei realen Anlagen durch Wirkungsgradverluste und die Bedeutung der Schnelllaufzahl.

2. Die Aerodynamik des Rotors: Analysiert die wirkenden Kräfte an den Rotorblättern, den Einfluss der Blattform sowie die verschiedenen Methoden zur Leistungsregelung und Windrichtungsnachführung.

3. Elektrisches System: Beschreibt die Komponenten zur Umwandlung mechanischer in elektrische Energie, den Einsatz von Generatoren und Getrieben sowie die Möglichkeiten zur Netzanbindung.

4. Strukturbelastung: Behandelt die mechanischen Anforderungen an die Materialien der Rotorblätter sowie die statischen Anforderungen an Turm und Fundament.

5. Nachteile: Reflektiert die ökologischen und technischen Herausforderungen von Windkraftanlagen, wie Umweltauswirkungen, Lärmemissionen und die Abhängigkeit von Windverhältnissen.

Schlüsselwörter

Windkraftanlagen, Windenergiewandlung, Betz-Gesetz, Aerodynamik, Rotorblätter, Schnelllaufzahl, Leistungsregelung, Generator, Netzkopplung, Strukturbelastung, Erneuerbare Energien, Horizontalachsen-Rotor, Wirkungsgrad, Umweltschutz, Windmühlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die physikalischen Hintergründe und die technische Funktionsweise von Windkraftanlagen, insbesondere solche mit Horizontalachsen-Rotoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die gesamte Kette von der Windenergiewandlung über die Aerodynamik des Rotors bis hin zur Stromerzeugung und den strukturellen Anforderungen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser die physikalischen Gesetzmäßigkeiten und technischen Konzepte hinter modernen Windkraftanlagen verständlich zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine fachliche Ausarbeitung, die physikalische Formeln, aerodynamische Theorien und technische Beschreibungen kombiniert, um den Stand der Technik zu erläutern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physikalische Wandlung, die Aerodynamik, die elektrische Systemtechnik sowie strukturelle Belastungen von Anlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Windenergiewandlung, Aerodynamik, Leistungsbeiwert, Generatortechnik und Netzkopplung.

Warum spielt die Schnelllaufzahl eine so zentrale Rolle für Windräder?

Die Schnelllaufzahl ist entscheidend für das Betriebsverhalten, da sie die Rotoraerodynamik maßgeblich beeinflusst und bestimmt, bei welcher Windgeschwindigkeit der maximale Wirkungsgrad erreicht wird.

Warum haben sich Dreiblattrotoren als Standard etabliert?

Obwohl mehr Blätter das Drehmoment erhöhen, machen die geringen Leistungszuwächse bei mehr als drei Blättern sowie die dynamischen Belastungen bei Ein- oder Zweiblattrotoren den Dreiblattrotor zur effizientesten Lösung.

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Details

Title
Physikalische Hintergründe und Funktionsweise von Windkraftanlagen
Grade
90/100
Author
Jonas Stecher (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V118509
ISBN (eBook)
9783640231775
Language
German
Tags
Physikalische Hintergründe Funktionsweise Windkraftanlagen Windrad regenerative Energie Windpark Windturbine Facharbeit Physik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Stecher (Author), 2004, Physikalische Hintergründe und Funktionsweise von Windkraftanlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118509
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