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Analyse des Diamond-Modells zur theoretischen Fundierung bankbezogener Intermediationsleistungen

Title: Analyse des Diamond-Modells zur theoretischen Fundierung bankbezogener Intermediationsleistungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Daniela Sindermann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit wird die Grundaspekte des Diamond-Modells erörtern. Diamond schuf mit seiner Arbeit „Financial Intermediation and Delegated Monitoring“ 1984 die erste vollständige Existenzerklärung der Finanzintermediation.
Mit der Existenzerklärung der Finanzintermediation haben sich neben Diamond eine Vielzahl von Autoren beschäftigt. Es gibt neoklassische Erklärungsansätze, die die Existenz von Finanzintermediären damit begründen, dass durch die Einbeziehung eines Intermediärs die Anzahl der Transaktionen und die Transaktionskosten zwischen Kapitalgeber und –nehmer gesenkt werden.
In informationsökonomischen Erklärungsansätzen wird die Existenz eines Finanzintermediärs dadurch begründet, dass der Intermediär die durch asymmetrische Informationen entstehenden Kosten senken kann. Doch die Einbeziehung des Finanzintermediärs verschiebt das Problem der Informationsasymmetrie nur. Es entstehen nicht nur durch eine direkte Beziehung zwischen Kapitalgeber und –nehmer Kosten, sondern auch durch die Zwischenschaltung eines Intermediärs. Das Modell von Diamond knüpft an die obigen Überlegungen an. In seinem Modell begründet er, wie, trotz des verschobenen Problems der asymmetrischen Informationen, die Kosten durch einen Finanzintermediär gesenkt werden.
Um sich dem Modell von Diamond anzunähern, werden zuerst die Begriffe des Finanzintermediärs und der asymmetrischen Informationen definiert. Im Grundmodell werden die Rahmenbedingungen für die Existenzerklärung festgelegt. Der darauf folgende Abschnitt stellt die zwei Arten der direkten Finanzbeziehungen vor. Dazu gehören die Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen und das Monitoring der Projekterträge.
Danach wird der Finanzintermediär in das Modell eingeführt. Das Monitoring wird nun an den Finanzintermediär delegiert und durch eine Diversifikation des Intermediärs werden die Gesamtkosten für die Delegation und das Monitoring gesenkt.
Der letzte Abschnitt enthält erweiterte Ausarbeitungen zum Diamond Modell.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Finanzintermediär

3. Das Grundmodell von Diamond

3.1. Arten direkter Finanzbeziehungen

3.1.1 Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen

3.1.2. Monitoring des Projektertrages

3.2. Die Einführung eines Finanzintermediärs

3.2.1. Die Delegation des Monitoring an einen Finanzintermediär

3.2.2. Kostensenkung durch Diversifikation des Finanzintermediärs

4. Weitere Ausarbeitungen zum Diamond Modell

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Diamond-Modell von 1984, um die theoretische Existenzberechtigung von Finanzintermediären in einem Umfeld mit asymmetrischer Informationsverteilung zu erklären und aufzuzeigen, wie diese durch Kosteneinsparungen gegenüber direkten Finanzbeziehungen begründet wird.

  • Grundlagen der Finanzintermediation und Informationsasymmetrien
  • Das Diamond-Modell und seine Modellannahmen
  • Vergleich von direkten Finanzbeziehungen vs. delegiertem Monitoring
  • Die Rolle der Diversifikation bei der Kostenreduktion
  • Kritische Würdigung und weiterführende Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen

Wenn ein Unternehmer und ein Kapitalgeber einen Finanzkontrakt als Anreizvertrag mit nichtmonetären Strafen als ideale Lösung des Informationsproblemes gestalten, kommt es bei Nichterfüllung der Rückzahlungsverpflichtung zur Bestrafung des Unternehmers. Nichtmonetäre Strafen können immer durchgeführt werden, weil sie keinen Transfer von Vermögenswerten vorsehen. Diese Strafen sind für den Kapitalgeber nicht nutzensteigernd. Sie dienen nur dem Zweck einer möglichen Bestrafung des Unternehmers, wenn er keine Rückzahlung leistet und erschaffen dadurch eine Anreizwirkung zum ordnungsgemäßen Verhalten.

Nichtmonetäre Strafen entsprechen bspw. Haftstrafen oder einem Reputationsverlust des Unternehmens. Diamond selbst nennt als Strafen den „Verlust des guten Rufs“, die „Suchkosten eines neuen Management“ und die „Strapazen in einem Gerichtsverfahren“.

Grundsätzlich muss der nichtmonetären Strafe eine monetäre Strafe als Äquivalent gegenüberstehen.

In einem anreizkompatiblen Finanzkontrakt wird für den Unternehmer eine Straffunktion festgelegt, die von der Rückzahlung abhängt. Diese Funktion gibt die Höhe der nichtmonetären Strafe bei einer Rückzahlung an. Im Allgemeinen wird im Finanzkontrakt zwischen Unternehmer und Kapitalgeber ein Rückzahlungsbetrag vereinbart, der vom Unternehmer mindestens geleistet werden muss um keine Strafe zu erleiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Diamond-Modells und Zielsetzung der Arbeit zur theoretischen Fundierung der Finanzintermediation.

2. Der Finanzintermediär: Definition von Finanzintermediären und Analyse der Problematik asymmetrischer Informationen in Finanzbeziehungen.

3. Das Grundmodell von Diamond: Einführung in das Modell, seine Annahmen und die Funktionsweise von Finanzverträgen.

3.1. Arten direkter Finanzbeziehungen: Untersuchung von Anreizverträgen und Monitoring als Methoden zur Überwindung von Informationsproblemen.

3.1.1 Anreizverträge mit nichtmonetären Strafen: Erläuterung der Gestaltung von Verträgen, die bei Nichterfüllung nichtmonetäre Sanktionen vorsehen.

3.1.2. Monitoring des Projektertrages: Darstellung des Monitorings als Mittel zur Erzielung symmetrischer Informationen unter Inkaufnahme von Kosten.

3.2. Die Einführung eines Finanzintermediärs: Analyse der Notwendigkeit eines Intermediärs bei steigender Anzahl von Kapitalgebern.

3.2.1. Die Delegation des Monitoring an einen Finanzintermediär: Untersuchung der Delegation als Lösungsweg und die damit verbundenen neuen Delegationskosten.

3.2.2. Kostensenkung durch Diversifikation des Finanzintermediärs: Erläuterung, wie ein diversifiziertes Portfolio die Gesamtkosten der Finanzierung senkt.

4. Weitere Ausarbeitungen zum Diamond Modell: Diskussion erweiterter theoretischer Aspekte wie privater Diversifikation oder Großbanken-Modellen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Aussagekraft des Modells und Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Diamond-Modell, Finanzintermediär, Asymmetrische Informationen, Delegated Monitoring, Transaktionskosten, Anreizverträge, Risikoneutralität, Diversifikation, Rückzahlungsfunktion, Informationsasymmetrie, Kapitalgeber, Unternehmer, Straffunktion, Finanzkontrakte, Bankmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das theoretische Diamond-Modell von 1984, welches eine grundlegende wissenschaftliche Erklärung dafür liefert, warum Finanzintermediäre wie Banken existieren und welche ökonomische Funktion sie erfüllen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Problematik asymmetrischer Informationen, die Funktionsweise von Finanzverträgen, die Kosteneffizienz bei delegierter Überwachung und die Bedeutung der Diversifikation für Intermediäre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass durch die Einschaltung eines Finanzintermediärs die Vertragskosten zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern im Vergleich zu einer direkten Finanzierungsbeziehung signifikant gesenkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der informationsökonomischen Modellanalyse basiert und Diamond's Ansatz des „Delegated Monitoring“ formal erläutert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der direkten Finanzierungsmodelle (Anreizverträge und Monitoring) sowie die Einführung des Finanzintermediärs und dessen Vorteile durch Diversifikation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Finanzintermediation, asymmetrische Informationen, Delegated Monitoring, Straffunktionen und Kostensenkung durch Diversifikation.

Warum ist das "Monitoring" allein oft keine optimale Lösung?

Monitoring verursacht direkte Kosten, die bei einer großen Anzahl von Kapitalgebern oder hohen Projektrisiken so stark ansteigen, dass eine direkte Finanzbeziehung ineffizient wird.

Wie trägt die Diversifikation zur Effizienzsteigerung bei?

Durch die Bündelung vieler unabhängiger Einzelprojekte reduziert der Finanzintermediär das Gesamtrisiko des Portfolios, wodurch die Kosten für die erforderlichen Überwachungsverträge (Delegationskosten) minimiert werden.

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Details

Title
Analyse des Diamond-Modells zur theoretischen Fundierung bankbezogener Intermediationsleistungen
College
University of Innsbruck  (Institut für Banken und Finanzen)
Course
Bankmanagement
Grade
1,00
Author
Daniela Sindermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V118513
ISBN (eBook)
9783640218257
ISBN (Book)
9783640218615
Language
German
Tags
Analyse Diamond-Modells Fundierung Intermediationsleistungen Bankmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Sindermann (Author), 2008, Analyse des Diamond-Modells zur theoretischen Fundierung bankbezogener Intermediationsleistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118513
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