Die Zeit ist das im menschlichen Bewusstsein verschieden erlebte Vergehen von
Gegenwart, die als Vergangenheit erinnert wird. Demnach ist Zeit immer an den
Menschen gebunden, da nur er, als einziges Lebewesen, über ein Temporalbewusstsein
verfügt. Ohne Temporalbewusstein ist somit kein Geschichtsbewusstsein
denkbar, so dass man anhand dieser logischen Verkettung sagen kann, dass
Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit nahezu identisch sind. Zeit ist die Fundamentalkategorie
der Geschichte1 und wird als solche in der vorliegenden Arbeit behandelt.
Die damit zusammenhängenden unlöslichen Verbindungen zwischen Mensch
und Zeit und Kultur und Zeit sollen erläutert, sowie Beziehungen zwischen historischer
Zeit, naturaler Zeit und sozialer Zeit aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zeit
- Zeit und Mensch
- Zeit und Kultur
- Naturale Zeit
- Historische Zeit
- Soziale Zeit
- Auswertung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Zeit als Fundamentalkategorie der Geschichtswissenschaft. Sie analysiert die unlösbaren Verbindungen zwischen Mensch und Zeit, Kultur und Zeit, sowie die Beziehungen zwischen historischer Zeit, naturaler Zeit und sozialer Zeit.
- Die Bedeutung des Zeitbewusstseins für die Menschheitsgeschichte
- Die Rolle von Zeitvorstellungen in der Entwicklung von Kulturen
- Die verschiedenen Formen der Zeitvorstellungen: zyklische, lineare, spiralförmige und Punktzeit
- Die Integration unterschiedlicher Zeitmaße in verschiedenen Kulturen
- Die Bedeutung von festen Datenpunkten für die Entwicklung eines Geschichtsbewusstseins
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die zentrale These der Arbeit vor: Zeit ist die Fundamentalkategorie der Geschichte und wird als solche in der vorliegenden Arbeit behandelt. Sie erläutert die enge Verbindung zwischen Mensch und Zeit sowie die verschiedenen Formen der Zeitvorstellungen.
Zeit
Das Kapitel „Zeit“ beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten der Zeit und deren Bedeutung für die Menschheitsgeschichte. Es analysiert die Beziehung zwischen Zeit und Mensch, die Rolle von Zeit in der Kultur, die Unterscheidung zwischen naturaler, historischer und sozialer Zeit und die verschiedenen Zeitvorstellungen in verschiedenen Epochen.
Auswertung
Das Kapitel „Auswertung“ wird nicht in dieser Vorschau behandelt, um Spoiler zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf folgende Schlüsselwörter und Themen: Zeitbewusstsein, Geschichtsbewusstsein, Zeitvorstellungen, zyklische Zeit, lineare Zeit, Kultur und Zeit, historische Zeit, soziale Zeit, natürliche Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Zeit eine Fundamentalkategorie der Geschichte?
Ohne Temporalbewusstsein (Zeitbewusstsein) gibt es kein Geschichtsbewusstsein. Geschichte ist die Analyse von Veränderungen über die Zeit hinweg; daher sind Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit untrennbar miteinander verbunden.
Was ist der Unterschied zwischen zyklischer und linearer Zeit?
Zyklische Zeitvorstellungen sehen Geschichte als ewige Wiederkehr (wie Jahreszeiten). Lineare Zeitvorstellungen (oft christlich geprägt) sehen Geschichte als einen einmaligen Prozess mit Anfang und Ende.
Was versteht man unter „sozialer Zeit“?
Soziale Zeit bezieht sich auf die Rhythmen und Zeitordnungen innerhalb einer Gesellschaft, wie Arbeitszeiten, Feiertage oder Generationszyklen, die sich von der rein biologischen oder physikalischen Zeit unterscheiden.
Welche Bedeutung haben feste Datenpunkte für das Geschichtsbewusstsein?
Feste Datenpunkte (Chronologie) erlauben es, Ereignisse in eine Ordnung zu bringen und Kausalzusammenhänge herzustellen. Sie bilden das Gerüst, an dem historische Erzählungen aufgehängt werden.
Haben alle Kulturen das gleiche Zeitverständnis?
Nein, die Arbeit zeigt, dass Zeitvorstellungen kulturell geprägt sind. Während moderne westliche Kulturen stark linear und punktgenau orientiert sind, kennen andere Kulturen eher spiralförmige oder ereignisorientierte Zeitmaße.
- Quote paper
- Frank Stüdemann (Author), 2007, Zeit als Grundlage und Fundamentalkategorie der Geschichtswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118528