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Sexualerziehung in der Sekundarstufe I

Evaluation einer Unterrichtsplanung

Titel: Sexualerziehung in der Sekundarstufe I

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maren Galetke (Autor:in)

Didaktik - Biologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird ein beispielhaftes Konzept einer Unterrichtseinheit zur schulischen Sexualerziehung in der Sekundarstufe I vorgestellt. Anschließend folgt eine begründete und reflektierte Evaluation des Ablaufs und der didaktischen Vorgehensweisen.

Die sexuelle Aufklärung stellt in der Pädagogik seit jeher einen vielschichtigen und facettenreichen, aber auch kontroversen und reichlich diskutierten Themenbereich dar. Obgleich die schulische Sexualerziehung im Laufe der letzten Jahrzehnte einige Modifizierungs- und Liberalisierungsprozesse durchlaufen hat, vermag die Thematisierung nach wie vor viele Eltern, Lehrkräfte und SchülerInnen in Aufregung versetzen. Zusätzlich gewinnt die sexuelle Aufklärung der heutigen Zeit mittels Internet und modernen Medien zunehmend an Präsenz und Handlungsspielraum.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterrichtsplanung

2.1 Rahmenbedingungen

2.2 Unterrichtsablauf

3. Unterrichtsevaluation

4. Fazit

5. Literatur

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Konzeption und Evaluation einer sexualpädagogischen Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe I, welche durch eine anonyme Abfrage der Schülerinteressen praxisnah und schülerorientiert gestaltet wird. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie unter suboptimalen schulischen Rahmenbedingungen eine sichere, vertrauensvolle Kommunikation über heikle Themen der Sexualaufklärung initiiert und aufrechterhalten werden kann.

  • Bedeutung der schulischen Sexualerziehung im digitalen Zeitalter
  • Entwicklung und Erprobung schülerzentrierter Unterrichtsmethoden
  • Umgang mit Scham, Sprachgebrauch und Tabuisierung im Unterricht
  • Rolle der Lehrkraft als Vertrauensperson und Moderatorin
  • Evaluationsstrategien zur Sicherung eines inklusiven und toleranten Lernklimas

Auszug aus dem Buch

2.2 Unterrichtsablauf

Der Unterricht beginnt zunächst mit der Begrüßung der Klasse im Plenum. Die Studierenden stellen sich in einigen Sätzen vor, erklären den Grund ihrer Anwesenheit und erläutern das Thema sowie den groben Ablauf der folgenden drei Unterrichtsstunden. Im Anschluss daran erfolgt ein Warm Up, das die SchülerInnen zunächst selbst aktiv werden lassen soll und einen ersten Berührungspunkt mit der Sprache über Sexualität bildet. Gespielt wird „Sex-Salat", wofür sich die SchülerInnen in einem Stuhlkreis anordnen und ein/e Schüler/in in der Mitte des Kreises steht. Jede Person erhält nun entweder „Penis“, „Vagina“, „Brüste“ oder „Kondom“ als neuen Namen. Die in der Mitte stehende Person ruft einen dieser Begriffe, bei dem die entsprechend benannten Personen den Platz wechseln, oder wahlweise „Sex-Salat“, bei dem alle Spielenden den Platz wechseln (vgl. KJG 2011: 21). Der Zweck des Spiels liegt in der Gewöhnung an die Sprache über Sexualität. Diese Art der spielerischen Annäherung an Begriffe, die im schulischen und gesellschaftlichen Kontext häufig mit Unsicherheit und Tabus besetzt sind, soll eventuelle Hemmungen im Umgang mit sexueller Sprache aufbrechen und Sicherheit bezüglich der Unterrichtssprache verschaffen (Nespor 2013: 690).

Um diese Gewissheit auszuweiten, wird direkt im Anschluss eine weitere Methode zur Sensibilisierung des unterrichtlichen Sprachgebrauchs herangezogen. Für das „Pipi-Spiel“ wird die Klasse in drei gleich große Gruppen eingeteilt, als Arbeitsmaterial dienen Plakate und Stifte (vgl. KJG 2011: 28). Jede Gruppe erhält nun den Auftrag, innerhalb von 100 Sekunden möglichst viele Synonyme für „Vagina“, „Penis“ und „Geschlechtsverkehr“ aufzuschreiben. Dabei wird den SchülerInnen verdeutlicht, dass in dieser vorbereitenden Unterrichtsphase zunächst keine umgangssprachlichen Begriffe oder Beschimpfungen verboten sind. Ziel der vorübergehenden Enttabuisierung solcher Wörter ist die Auseinandersetzung mit den sprachlichen Unterschieden, und ob die Verwendung der Begriffe für den Unterricht geeignet sind oder nicht (Nespor 2013: 690).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz schulischer Sexualerziehung im Kontext von modernen Medien und der gesetzlichen Bildungsaufträge.

2. Unterrichtsplanung: Hier wird das konkrete Unterrichtskonzept vorgestellt, welches auf anonymen Schülerfragen basiert und Methoden zur Sprachsensibilisierung sowie Koedukation integriert.

2.1 Rahmenbedingungen: Dieser Abschnitt beschreibt die strukturellen Voraussetzungen, wie Zeitrahmen, Raumgestaltung und die Bedeutung der Lehrperson als neutrale Bezugsperson.

2.2 Unterrichtsablauf: Hier werden die methodischen Schritte der Unterrichtseinheit, von Warm-Up-Spielen bis hin zu thematischen Arbeitsphasen, detailliert dargelegt.

3. Unterrichtsevaluation: Das Kapitel reflektiert die Durchführung der Einheit, den Verzicht auf Leistungsbewertung und die Herausforderungen in der Kommunikation mit Jugendlichen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung professioneller sexualpädagogischer Begleitung für die Identitätsentwicklung Jugendlicher zusammen.

5. Literatur: Eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Grundlagenwerke der Sexualpädagogik.

6. Anhang: Dieser Teil enthält die tabellarische Übersicht der Unterrichtsplanung sowie die vollständige Liste der anonym erhobenen SchülerInnenfragen.

Schlüsselwörter

Sexualerziehung, Sexualaufklärung, Unterrichtsplanung, Sekundarstufe I, Pädagogik, Schülerfragen, Koedukation, Sprachsensibilisierung, Dr. Sommer-Methode, Identitätsentwicklung, Jugendsexualität, Unterrichtsevaluation, Vertrauensaufbau, Körperwissen, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzeption einer sexualpädagogischen Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe I unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse und Fragen von Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der praktischen Umsetzung von Sexualaufklärung in der Schule, dem Umgang mit jugendlicher Sprache, der Rolle der Lehrkraft sowie der Erstellung eines sicheren Lernumfelds.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein erprobtes Konzept für den Sexualunterricht vorzulegen, das die Schüler aktiv einbindet und gleichzeitig eine reflektierte Haltung gegenüber sexueller Identität fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die methodische Grundlage bildet die anonyme Interessenabfrage bei Schülern sowie die Anwendung bewährter didaktischer Konzepte wie der "Dr. Sommer"-Methode und spielerischer Lernplattformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Planung der Unterrichtseinheit, die methodische Umsetzung in verschiedenen Arbeitsphasen sowie die anschließende kritische Evaluation des Ablaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Sexualerziehung, Jugendsexualität, Unterrichtsplanung, Schulentwicklung und Aufklärung sind die zentralen Begriffe, die diese Arbeit definieren.

Warum wird im Unterricht auf eine Notengebung verzichtet?

Um ein vertrauensvolles Klima zu schaffen und die Jugendlichen bei sensiblen oder konflikthaltigen Themen nicht unter Leistungsdruck zu setzen, wird auf eine Bewertung explizit verzichtet.

Welche Rolle spielen die anonymen SchülerInnenfragen für den Unterricht?

Die Fragen bilden das inhaltliche Fundament der Einheit, da sie sicherstellen, dass die tatsächlichen Interessen und Wissenslücken der Schüler aufgegriffen werden.

Wie gehen die Studierenden mit der Herausforderung um, eine Vertrauensperson zu sein?

Die Studierenden agieren als Orientierungshilfe, wahren dabei jedoch professionelle Grenzen und achten darauf, keine persönlichen Erfahrungen der Schüler zu erzwingen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualerziehung in der Sekundarstufe I
Untertitel
Evaluation einer Unterrichtsplanung
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Maren Galetke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1185289
ISBN (PDF)
9783346613837
ISBN (Buch)
9783346613844
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexualerziehung sekundarstufe evaluation unterrichtsplanung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maren Galetke (Autor:in), 2020, Sexualerziehung in der Sekundarstufe I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185289
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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