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Die Fotografietheorien von Roland Barthes und Walter Benjamin in Bezug auf die Werke Andreas Gurskys

Titel: Die Fotografietheorien von Roland Barthes und Walter Benjamin in Bezug auf die Werke Andreas Gurskys

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leon Lier (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lesen Sie in dieser Arbeit etwas über den Vergleich von Roland Barthes' Werk und der Fotografietheorie von Walter Benjamin. Dem Vergleich folgt in dieser Arbeit direkt eine Bezugnahme der Inhalte der beiden Werke auf die Arbeiten von Andreas Gursky, einem Fotokünstler unserer Zeit.

Roland Barthes ist ein besonderer Autor. Bereits 1980 verstorben, hinterlässt er ein umfangreiches literarisches Werk, welches noch in der heutigen Zeit rezipiert und analysiert wird. Mit seinem Werk "Die helle Kammer" lenkt Barthes den Blick auf einen elementaren Bestandteil unserer heutigen Medien- und Informationswelt. Die Flut der Bilder, die Entwicklung der Fotografie und die Wirkungsmacht von Fotografien bilden für ihn den Gegenstand dieses Werkes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Roland Barthes und die Fotografie

2.1 Zur Ästhetik der Fotografie

2.2 Studium und Punctum

3. Walter Benjamin und die Fotografie

3.1 Die Reproduktion des Kunstwerks

3.2 Kulturwert und Aura

4. Andreas Gursky und die Fotografie

4.1 Pyongyang I (2007)

4.2 Politik II (2020)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fotografietheorien von Roland Barthes und Walter Benjamin, um deren Relevanz für das Verständnis zeitgenössischer Fotokunst, insbesondere am Beispiel des Werks von Andreas Gursky, zu analysieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie digitale Bearbeitungsmöglichkeiten und die Verschiebung von kulturellen Deutungsmustern das traditionelle Verständnis des fotografischen Bildes als Abbild der Realität verändern.

  • Vergleichende Analyse der Theorien von Roland Barthes und Walter Benjamin zur Fotografie.
  • Untersuchung der Konzepte von „Studium“, „Punctum“ und „Aura“ in Bezug auf moderne Bildwelten.
  • Analyse des Wandels der Fotografie vom Dokumentationsmedium zum Massenphänomen.
  • Fallstudien zu den Werken von Andreas Gursky (Pyongyang I und Politik II).
  • Reflexion über das Verhältnis von Realität, Konstruktion und künstlerischer Montage.

Auszug aus dem Buch

2.1 Zur Ästhetik der Fotografie

Was die PHOTOGRAPHIE anlangte, so hielt mich ein ››ontologischer‹‹ Wunsch gefangen: ich wollte unbedingt wissen, was sie ››an sich‹‹ war, durch welches Wesensmerkmal sie sich von der Gemeinschaft der Bilder unterschied.3 Mit seinem Werk Die helle Kammer formulierte Barthes 1989 seine Sicht auf die Fotografie und verdeutlichte dies an mehreren Abbildungen, die in einem engen Zusammenhang mit seinem subjektiven Erleben ausgewählter Fotografien, unter anderem von seiner Mutter, stehen. Mit seinem 1989 erschienenen Werk folgt Barthes einer Reihe weiterer Abhandlungen zur Fotografie. Darunter fallen seine Werke: Die Photographie als Botschaft (1961), Rhetorik des Bildes (1964), Über die Photographie (1980) und Proust und die Photographie. Durchsicht eines wenig bekannten photographischen Archivs. Seminar (1980).4

In Die helle Kammer entwickelt Barthes seine Idee der Fotografie auf Basis seiner bis 1989 veröffentlichten Texte in einer autobiografischen Form weiter. Er bezieht sich im ersten Teil seines Werks stark auf die rein theoretisch angelegte Auseinandersetzung mit der Fotografie, um sich sodann im zweiten Teil mehr und mehr mit dem persönlichen Erleben ausgewählter Fotografien von seiner Mutter auseinanderzusetzen. Das Foto, so Barthes, ist eines, das drei Tätigkeiten miteinander in Beziehung setzt und daher den Fotografen (Operator), den Betrachter (Spectator) und das Objekt (Spectrum) in Relation zueinander setzt5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Fotografie als Spannungsfeld zwischen Kunst und technischer Reproduktion und führt in die theoretische Relevanz von Barthes und Benjamin ein.

2. Roland Barthes und die Fotografie: Dieses Kapitel erläutert Barthes' Wahrnehmungsqualitäten „Studium“ und „Punctum“ als zentrale Konzepte zur Analyse der subjektiven Rezeption von Fotografien.

3. Walter Benjamin und die Fotografie: Hier werden Benjamins Thesen zur technischen Reproduzierbarkeit, zum Verlust der Aura und zum Gegensatz von Kultur- und Ausstellungswert detailliert dargelegt.

4. Andreas Gursky und die Fotografie: Das Kapitel wendet die erarbeiteten Theorien auf die monumentalen Werke von Gursky an, um die Inszenierung von Masse und Realität zu hinterfragen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Theorien von Barthes und Benjamin auch angesichts zunehmender Digitalisierung essenzielle Werkzeuge bleiben, um Gurskys Fotokunst kritisch zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Fotografietheorie, Roland Barthes, Walter Benjamin, Andreas Gursky, Studium, Punctum, Aura, technische Reproduzierbarkeit, Fotokunst, Massenphänomen, digitale Bildkultur, Pyongyang I, Politik II, Abbild, Realitätskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer theoretischen Auseinandersetzung über das Wesen der Fotografie und wie sich diese Theorien auf moderne, zeitgenössische Fotokunst anwenden lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Wahrnehmungspsychologie des Betrachters (Studium/Punctum), die historische Transformation der Fotografie (Aura/Reproduktion) und der Wandel der Bildproduktion bei Andreas Gursky.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die fotografietheoretischen Ansätze von Barthes und Benjamin als analytischen Rahmen für das Werk von Andreas Gursky zu nutzen und dessen Umgang mit Masse und Realität zu entschlüsseln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse und komparative Methode, bei der klassische Fotografietheorien auf konkrete moderne Bildbeispiele angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theorien von Barthes und Benjamin sowie deren praktische Anwendung auf die großformatigen Fotografien von Andreas Gursky.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Fotografietheorie, Studium, Punctum, Aura, technische Reproduzierbarkeit und digitale Bildbearbeitung.

Wie unterscheidet Gursky in „Pyongyang I“ zwischen Individuum und Masse?

Gursky nutzt Monumentalität, um das Individuum zugunsten der ornamentalen Struktur der Masse in den Hintergrund treten zu lassen, wobei das Detail weiterhin eine kritische Rolle spielt.

Inwiefern spielt die Montage in „Politik II“ eine Rolle?

In „Politik II“ setzt Gursky durch die Montage disparater Elemente einen neuen Deutungsrahmen, der das Bild von einer bloßen Realitätsabbildung hin zu einer künstlerischen Interpretation verschiebt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Fotografietheorien von Roland Barthes und Walter Benjamin in Bezug auf die Werke Andreas Gurskys
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Leon Lier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1185323
ISBN (PDF)
9783346614117
ISBN (Buch)
9783346614124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
roland barthes walter benjamin bezug werke andreas gursky fotografietheorie Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leon Lier (Autor:in), 2021, Die Fotografietheorien von Roland Barthes und Walter Benjamin in Bezug auf die Werke Andreas Gurskys, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185323
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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