Auch heute noch sehen sich qualifizierte Frauen in Deutschland in ihrer Laufbahnentwicklung außergewöhnlichen Hürden und Barrieren ausgesetzt. In Führungspositionen ist das weibliche Geschlecht immer noch schwach vertreten. Frauen besetzen ebenso weniger einflussreiche Stellen als Männer. Weibliche Vorbilder sind daher für Frauen wichtig, damit diese erkennen, dass auch ein Job in der oberen Führungsebene eines Unternehmens machbar ist. Schon bei der
Einführung der Frauenquote 2015, war die Hoffnung da, dass diese, Frauen in Führungspositionen sich für junge Frauen als Rollenvorbilder anbieten. Sie sollten die jungen Frauen ermutigen und bestärken, es selbst zu versuchen.
Die Einführung der Quote hat auch gewirkt. Aktuell (Stand April 2020) sind 35,2 % der 1.598 Aufsichtsratsmitglieder der Unternehmen in der Privatwirtschaft weiblich. Das sind 13,3 % mehr als bei der Einführung der Frauenquote. Weibliche Rollenvorbilder sind wichtig, um auch Diversität und Chancengleichheit im beruflichen Umfeld weiter voranzutreiben. Untersuchungen belegen, dass sich Menschen durch Rollenvorbilder inspirieren lassen, auch was die Studien- oder Berufswahl angeht. Aus diesem Grund versuchen auch viele Universitäten und Unternehmen, die Sichtbarkeit weiblicher Rollenvorbilder zu steigern, gerade in MINT-Berufen. Eine Firma, welche mehr Frauen in Führungspositionen gewinnen möchte, ist schlecht beraten, wenn die entsprechende Auswahlkommission mehrheitlich aus Männern besteht. Frauen finden berufliche Situationen insgesamt attraktiver, wenn 50 % anstatt 25 % weibliche Mitarbeiter vertreten sind.
Ziel des Praxisprojekts ist es, aufzuzeigen, ob erfolgreiche Frauen bei ihrer Karriereentwicklung, eine Frau als Vorbild hatten. Die zentrale Fragestellung des Praxisprojekts lässt sich anhand der folgenden Leitfragen präzisieren: Hatten erfolgreiche Frauen auf ihrem Karriereweg Rollenvorbilder? Hatten erfolgreiche Frauen Rollenvorbilder im beruflichen oder im privaten Umfeld? Hatten sie Rollenvorbilder in den Medien? Nehmen Frauen an, dass ein Rollenvorbild einen Einfluss auf die Karriereentscheidungen haben kann?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Rollenvorbilder und ihre Aufgabe
2.2 Beruflicher Erfolg
2.3 Erfolgreiche Frauen
2.4 Zusammenfassung des Theorieteils
3 Methodischer Arbeitsabschnitt
3.1 Auswahl der Methode
3.2 Stichprobe und Personenauswahl
3.3 Zeitlicher Rahmen
3.4 Die Quantitative Erhebung: der standardisierte Onlinefragebogen
3.4.1 Der Fragebogenaufbau
3.4.2 Dimensionale Analyse und Strukturbaum
3.4.3 Die Fragebogenformulierung und Antwortskalierung
3.4.4 Gestaltung und Layout
3.4.5 Wissenschaftliche Gütekriterien des Fragebogens
3.5 Pretest
3.6 Durchführung
4 Forschungsergebnisse
4.1 Erhobene allgemeine und demografische Daten
4.2 Erfassung der Auskünfte über objektiven und subjektiven Laufbahnerfolg
4.3 Erfassung der Auskünfte über die Aufgaben von Rollenvorbildern
4.4 Erfassung der Auskünfte über eigene Rollenvorbilder
4.5 Beantwortung der Leitfragen
4.5.1 Beantwortung der ersten Leitfrage
4.5.2 Beantwortung der zweiten Leitfrage
4.5.3 Beantwortung der dritten Leitfrage
5 Diskussion und kritische Reflexion
5.1 Kritische Reflexion der eigenen Vorgehensweise
5.2 Diskussion und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Praxisprojekts ist die empirische Untersuchung, ob erfolgreiche Frauen im Verlauf ihrer Karriere weibliche Rollenvorbilder hatten und welchen Einfluss diese auf ihre berufliche Entwicklung und Entscheidungsfindung ausübten.
- Bedeutung und Aufgaben von Rollenvorbildern in der Sozialisation
- Konzeptualisierung von beruflichem Laufbahnerfolg
- Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen
- Quantitative Erhebung mittels Online-Fragebogen
- Einfluss von Rollenvorbildern auf Selbstwirksamkeit und Karriereentscheidungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Auch heute noch sehen sich qualifizierte Frauen in Deutschland in ihrer Laufbahnentwicklung außergewöhnlichen Hürden und Barrieren ausgesetzt. In Führungspositionen ist das weibliche Geschlecht immer noch schwach vertreten. Frauen besetzen ebenso weniger einflussreiche Stellen als Männer.
Weibliche Vorbilder sind daher für Frauen wichtig, damit diese erkennen, dass auch ein Job in der oberen Führungsebene eines Unternehmens machbar ist. Schon bei der Einführung der Frauenquote 2015, war die Hoffnung da, dass diese, Frauen in Führungspositionen sich für junge Frauen als Rollenvorbilder anbieten. Sie sollten die jungen Frauen ermutigen und bestärken, es selbst zu versuchen. Die Einführung der Quote hat auch gewirkt. Aktuell (Stand April 2020) sind 35,2 % der 1.598 Aufsichtsratsmitglieder der Unternehmen in der Privatwirtschaft weiblich. Das sind 13,3 % mehr als bei der Einführung der Frauenquote. Weibliche Rollenvorbilder sind wichtig, um auch Diversität und Chancengleichheit im beruflichen Umfeld weiter voranzutreiben. Untersuchungen belegen, dass sich Menschen durch Rollenvorbilder inspirieren lassen, auch was die Studien- oder Berufswahl angeht. Aus diesem Grund versuchen auch viele Universitäten und Unternehmen, die Sichtbarkeit weiblicher Rollenvorbilder zu steigern, gerade in MINT-Berufen. Eine Firma, welche mehr Frauen in Führungspositionen gewinnen möchte, ist schlecht beraten, wenn die entsprechende Auswahlkommission mehrheitlich aus Männern besteht. Frauen finden berufliche Situationen insgesamt attraktiver, wenn 50 % anstatt 25 % weibliche Mitarbeiter vertreten sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen, die Zielsetzung der Untersuchung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte wie Rollenvorbilder, ihre Funktionen bei der Sozialisation und die Definition sowie Messung von beruflichem Erfolg auf Basis aktueller Literatur dargelegt.
3 Methodischer Arbeitsabschnitt: Dieses Kapitel beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die Stichprobenwahl, den Aufbau des Online-Fragebogens sowie die methodischen Gütekriterien und den durchgeführten Pretest.
4 Forschungsergebnisse: Hier werden die demografischen Daten der Teilnehmerinnen präsentiert und die empirischen Ergebnisse zur Beantwortung der drei zentralen Leitfragen systematisch ausgewertet.
5 Diskussion und kritische Reflexion: Dieses abschließende Kapitel reflektiert die gewählte Methodik, diskutiert die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Rollenvorbilder, Wirtschaftspsychologie, Führungspositionen, beruflicher Erfolg, Laufbahnentwicklung, Frauenquote, MINT-Berufe, Selbstwirksamkeit, Online-Umfrage, Geschlechterstereotype, Karriereentscheidungen, Mentoring, Sozialisation, quantitative Erhebung, berufliche Laufbahn.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Rollenvorbildern für den beruflichen Erfolg von Frauen und ob erfolgreiche Frauen im Verlauf ihrer Karriere selbst weibliche Vorbilder hatten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Vorbildern, die Definition von beruflichem Erfolg (objektiv und subjektiv), geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungspositionen sowie Methoden der quantitativen Sozialforschung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, ob erfolgreiche Frauen auf ihrem Karriereweg Rollenvorbilder hatten und ob diese einen Einfluss auf ihre Karriereentscheidungen ausübten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Untersuchungsdesign, basierend auf einem strukturierten Online-Fragebogen (Gelegenheitsstichprobe), um Daten zur Karriere und zu Rollenvorbildern zu erheben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise und die Darstellung sowie Diskussion der Forschungsergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rollenvorbilder, beruflicher Erfolg, Führungspositionen, Karriereentscheidungen, Geschlechterstereotype und Wirtschaftspsychologie.
Wie unterscheidet sich der objektive vom subjektiven Laufbahnerfolg in dieser Studie?
Der objektive Erfolg wird durch messbare Kennzahlen wie Beförderungen oder die Hierarchieebene definiert, während der subjektive Erfolg anhand der persönlichen Wahrnehmung, etwa der Karrierezufriedenheit, erfasst wird.
Welches zentrale Ergebnis lieferte die Umfrage zu weiblichen Vorbildern?
Die Auswertung zeigt, dass erfolgreiche Frauen häufiger weibliche als männliche Rollenvorbilder hatten, insbesondere im beruflichen und privaten Umfeld.
- Arbeit zitieren
- Fränze Rohe (Autor:in), 2022, Hatten erfolgreiche Frauen auf ihrem Karriereweg Rollenvorbilder? Eine empirische Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185524