Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie pour écoles

Philosophische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden

Titre: Philosophische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden

Thèse de Master , 2022 , 69 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Sarah Küsters (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Welche philosophischen Begründungen für den Einsatz von Schulhunden möglich sind, ist Thema der vorliegenden Arbeit.

Den Einsatz von Schulhunden lässt sich zunächst mit dessen Beitrag zur Inklusion begründen. Spätestens seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2008 ist die Notwendigkeit von Inklusion per Gesetz in das Rechtssystem verankert und eine verpflichtende Aufgabe für Lehrkräfte. Diese sehen sich deswegen vor der Herausforderung, Möglichkeiten zu finden, die das individuelle Lernen erleichtern. Diese Möglichkeiten aufzuführen und zu erforschen, ist daher relevant. Wie Schulhunde einen positiven Beitrag zur Inklusion von Kindern mit Förderschwerpunkt in allgemeinbildenden Schulen leisten können, begründet Andrea Beetz. Aber auch einige weitere pädagogische und soziale Vorteile werden von dieser Autorin für den Einsatz von Hunden im Unterricht genannt. Relevant für die philosophische Forschung sind allerdings die fehlenden philosophischen Begründungen, welche in dieser Masterarbeit erarbeitet werden sollen. Zusätzlich ergeben sich zahlreiche ungeklärte tierethische Fragen im Zusammenhang mit dem Thema der Schulhunde, welche PädagogInnen vor die Herausforderung stellen, inwiefern sich dieser Einsatz dennoch philosophisch begründen lässt. Die Masterarbeit spricht daher alle (angehenden) PädagogInnen an, die sich für neue Möglichkeiten des individuellen Lernens und der Vermittlung von sozialen Kompetenzen interessieren und sich die Frage stellen, wie diese möglicherweise trotz tierethischer Bedenken philosophisch begründet werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Forschungskonzept

2. Schulhunde

2.1 Hund-Mensch-Kommunikation

2.2 Geschichte der Schulhunde

2.3 Einsatz von Schulhunden

2.4 Begründungen zum Einsatz von Schulhunden

2.5 Praxisbeispiele für den Einsatz von Schulhunden

3. Philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung

3.1 Anthropozentrismus

3.2 Physiozentrismus

3.2.1 Pathozentrismus

3.2.2 Biozentrismus

3.2.3 Holismus

3.3 Speziesismus

3.4 Donna Haraway „Das Manifest für Gefährten“

3.5 Martin Balluch „Autonomie bei Hunden“

4. Philosophische Begründungen

4.1 Pathozentrische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden

4.2 Biozentrische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden

4.3 Konsequenzen aus Haraways Ansatz

4.4 Warum Schulhund und nicht Schulkatze?

5. Tierethische Einwände

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Einsatz von Schulhunden aus einer philosophischen Perspektive zu beleuchten und fundierte Begründungen zu liefern, die PädagogInnen als Orientierung in der tiergestützten Arbeit dienen können. Dabei wird untersucht, inwieweit philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung den Einsatz von Hunden im schulischen Kontext rechtfertigen und wie tierethischen Bedenken begegnet werden kann.

  • Philosophische Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung
  • Tiergestützte Pädagogik und der Einsatz von Schulhunden
  • Analyse und Anwendung von tierethischen Theorien (z. B. Pathozentrismus, Biozentrismus)
  • Reflexion des Hundes als Co-Pädagoge und eigenständiges Individuum
  • Bewertung von Trainingsmethoden im Hinblick auf das Tierwohl

Auszug aus dem Buch

2.1 Hund-Mensch-Kommunikation

Grund dafür, dass sich die Sicht auf den Hund gewandelt hat, ist in erster Linie dessen exzellente Kommunikationsfähigkeit. Aus der Notwenigkeit heraus, in einer menschengemachten Umgebung zu überleben, lies der Hund sich mehr und mehr auf die menschliche Kommunikation ein und erkennt diese dabei als vollständigen Sozialpartner an, was ihn von anderen Tieren stark unterscheidet. Wichtig bei dieser Betrachtung ist, dass der Hund nicht länger mit dem Wolf verglichen werden darf. Zwar sind beide gruppendynamische Lebewesen, die in sozialen Gemeinschaften leben, doch während der Wolf in den engen Strukturen eines familiären Rudels lebt, ist der Hund bindungsflexibel und kann Beziehungen zu Menschen und Tieren immer wieder neu aufbauen und abbrechen. Der Hund kann gar nicht anders, als sich innerhalb von wenigen Sekunden in eine neue Gruppe von Tieren oder Menschen durch Kommunikation einzuordnen. Obwohl der Hund ähnlich wie der Mensch mithilfe von Gestik, Mimik und Lauten kommuniziert, bleibt diese Kommunikation für die meisten Menschen unerkannt.

Dies führt häufig zu Missverständnissen und Konflikten zwischen Mensch und Hund. Einer der bekanntesten Irrglauben, der bei Menschen über die Handkommunikation vorherrscht, ist das Schwanzwedeln. Menschen gehen davon aus, dass ein Hund, wenn er mit dem Schwanz wedelt, freudig und freundlich sei. Zwar kann das Schwanzwedeln tatsächlich ein Ausdruck von Freude sein, doch generell zeigt Schwanzwedeln eine Erregung des Hundes an. Hierbei kann es sich um freudige Erregung, jagdliche Erregung, aggressive Erregung, sexuelle Erregung oder unsichere Erregung handeln. Um zu erkennen, in welchem Erregungszustand sich der Hund befindet, ist seine gesamte Körperhaltung zu betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Hunden in der Gesellschaft und in Schulen dar, definiert die Forschungsfrage und begründet die Notwendigkeit einer philosophischen Auseinandersetzung mit dem Einsatz von Schulhunden.

2. Schulhunde: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Kommunikation zwischen Hund und Mensch, die Geschichte sowie die Praxis des Einsatzes von Schulhunden inklusive Strukturierungsphasen.

3. Philosophische Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung: Es werden zentrale tierethische Ansätze wie Anthropozentrismus, Physiozentrismus und Speziesismus sowie die Konzepte von Donna Haraway und Martin Balluch theoretisch fundiert dargestellt.

4. Philosophische Begründungen: Hier werden die zuvor genannten Theorien auf den Schulhundeeinsatz angewendet, um philosophische Argumente für dessen pädagogische Legitimität zu entwickeln.

5. Tierethische Einwände: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit tierethischen Vorbehalten auseinander und hinterfragt den Einsatz unter Berücksichtigung von Tierwohl und ethischer Rechtfertigung.

6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Ergebnisse und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der philosophischen Begründbarkeit des Schulhundeeinsatzes.

Schlüsselwörter

Schulhund, Tierethik, Inklusion, Mensch-Tier-Beziehung, Anthropozentrismus, Physiozentrismus, Donna Haraway, Koevolution, Tiergestützte Pädagogik, Hund-Mensch-Kommunikation, Schulalltag, Tierwohl, Bindungsflexibilität, Pädagogik, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Einsatz von Hunden in Schulen philosophisch begründet werden kann, da es an ethischen Untersuchungen zu diesem speziellen pädagogischen Feld bisher mangelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Tierethik, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, die pädagogische Rolle des Hundes sowie die kritische Reflexion von Tierwohl und Training.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, philosophische Argumente für den Einsatz von Schulhunden zu finden, die als Antwort auf ethische Fragen dienen und PädagogInnen eine Reflexionsgrundlage bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse philosophischer und tierethischer Texte sowie der Auswertung bestehender Literatur zur tiergestützten Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene philosophische Theorien (u. a. Anthropozentrismus, Biozentrismus) diskutiert und auf das konkrete Setting "Schule" übertragen, sowie der Einfluss von Training und Haltung kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schulhund, Tierethik, Inklusion, Mensch-Tier-Beziehung, Koevolution und Tiergestützte Pädagogik geprägt.

Warum wird der Hund gegenüber anderen Tieren im Unterricht bevorzugt?

Die Arbeit führt organisatorische Gründe, hygienische Aspekte sowie die exzellente Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit des Hundes an, die eine Interaktion in der Schule deutlich erleichtert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der "Koevolution" nach Donna Haraway?

Haraways Ansatz wird genutzt, um den Hund nicht als bloßes Werkzeug, sondern als eigenständigen, ko-evolutionären Partner zu verstehen, dessen spezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten im Unterricht geachtet werden müssen.

Welchen Einfluss haben die Erkenntnisse auf die praktische Ausbildung von Hunden?

Die Arbeit betont, dass eine respektvolle, bedürfnisorientierte und gewaltfreie Erziehung des Hundes sowie eine individuelle Prüfung der Eignung für den Schulalltag ethisch zwingend erforderlich sind.

Fin de l'extrait de 69 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Philosophische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden
Université
University of Münster  (Bildungswissenschaften)
Note
2,3
Auteur
Sarah Küsters (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
69
N° de catalogue
V1185581
ISBN (ebook)
9783346615787
ISBN (Livre)
9783346615794
Langue
allemand
mots-clé
Schulhund Inklusion Philosophie Donna Haraway Spezifismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Küsters (Auteur), 2022, Philosophische Begründungen für den Einsatz von Schulhunden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185581
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  69  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint