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Diskutieren Lernende angeregter, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird? Eine empirische Untersuchung

Titre: Diskutieren Lernende angeregter, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird? Eine empirische Untersuchung

Dossier / Travail , 2021 , 13 Pages , Note: 2

Autor:in: Sarah Küsters (Auteur)

Philosophie - Divers
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In meinem Praxissemester beobachtete ich immer wieder, dass Diskussionen im Philosophieunterricht kaum angeregt geführt wurden. Zu einem Thema, welches zuvor im Unterricht ausführlich und motiviert bearbeitet wurde und anschließend mit einer ausführlichen Debatte abgeschlossen werden sollte, wurden nur einige Statements und Argumente von starken SchülerInnen genannt und der restliche Kurs schloss sich dieser Meinung an. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie eine ausführliche Diskussion, mit unterschiedlichsten Argumenten und Positionen im Philosophieunterricht entstehen kann.

Eine erste Hypothese zu diesem Thema ist, dass ein kontroverser Unterrichtseinstieg eine Diskussion im Philosophieunterricht anregt. Für das vorliegende Studienprojekt ergibt sich deshalb die Forschungsfrage, ob SchülerInnen eher diskutieren, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird.

Da die Vermittlung der Urteils- und Argumentationsfähigkeit ein Hauptziel einer Philosophielehrkraft ist, ist dieses Thema für Lehramtsstudierende des Faches Philosophie besonders relevant. Zu hinterfragen, wie möglichst alle SchülerInnen dieses Ziel erreichten, ist von besonderem Interesse. Da es sich bei der Philosophiedidaktik um eine sehr junge Disziplin handelt, wurde der Zusammenhang zwischen kontroversem Unterrichtseinstieg und abschließender Diskussion zuvor noch nicht intensiv untersucht, weshalb sich diese Untersuchung noch interessanter gestaltet. Allerdings ergibt sich aus diesem Umstand auch die Herausforderung, passende Forschung für die vorliegende Arbeit zu finden.

Die wissenschaftliche Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Zunächst wird in das Thema eingeleitet und die Forschungsfrage genannt. Das zweite Kapitel widmet sich der Darstellung der theoretischen Grundlage. Aspekte, die eine gelungene Debatte ausmachen, werden hier genannt. Somit kann herausgestellt werden, inwiefern ein kontroverser Unterrichtseinstieg zur Erfüllung dieser Aspekte führen kann. Es ist davon auszugehen, dass hier ein Zusammenhang festgestellt werden kann. Im Fokus des Kapitels steht, inwiefern die beiden zuvor behandelten Aspekte zusammenhängen und verknüpft werden können. Auf der Grundlage dieser Überlegungen wird im Anschluss ein Modell herausgearbeitet, mit welchem diese Hypothese in der Praxis empirisch untersucht und überprüft werden kann. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick beschließen die Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diskussionen im Unterricht

3. Möglichkeiten einer empirischen Untersuchung

3.1 Untersuchungsdesign

3.2 Datenerhebungsverfahren

3.3 Beobachtungsbogen

3.5 Bewertung der Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob ein kontroverser Unterrichtseinstieg dazu beitragen kann, Diskussionen im Philosophieunterricht zu beleben und SchülerInnen zu einer aktiveren Teilnahme an Debatten zu motivieren. Ausgehend von der Beobachtung mangelnder Diskussionsfreude im Praxissemester wird eine Hypothese aufgestellt und ein empirisches Forschungsdesign entwickelt, um diesen Zusammenhang systematisch zu überprüfen.

  • Förderung der Urteils- und Argumentationskompetenz im Philosophieunterricht
  • Die Bedeutung von kontroversen Impulsen für die Problemorientierung
  • Anwendung des Bonbon-Modells zur Strukturierung von Unterrichtsphasen
  • Methodik der empirischen Überprüfung mittels standardisierter Beobachtungsverfahren
  • Entwicklung und Einsatz von Beobachtungsbögen zur Analyse von Debatten

Auszug aus dem Buch

2.1 Aspekte einer gelingenden Debatte

Grundsätzlich stellt sich die Frage, welche Aspekte eine gute und angeregte Debatte ausmachen. Da die Disziplin der philosophischen Fachdidaktik noch eine relativ junge ist, gibt es wenig Forschung und Literatur zu diesem Bereich. Allerdings lässt sich grundsätzlich festhalten, dass eine gute Debatte nicht nach dem Austausch einiger weniger Argumente beendet ist. Die insgesamte Dauer einer Debatte scheint demnach ausschlaggebend für ihre Qualität zu sein.

Doch nicht die Länge der Debatte allein gibt Hinweis darauf, wie angeregt diskutiert wird. Denn eine Debatte könnte sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn viele Nachfragen gestellt werden, Argumente wiederholt werden oder nur eine Position spricht. Wichtig für eine Debatte erscheint auch, dass die Argumente zwischen beiden Positionen sowohl in ihrer Anzahl als auch in ihrer Relevanz ausgeglichen sind, damit die Debatte wie ein Gespräch geführt werden werden kann, in dem sich Pro- und Kontraposition immer wieder abwechseln und solange zuspitzen, bis sich die Positionen ändern oder festigen. Damit dies erreicht werden kann, müssen beide Positionen ausgeglichen viele Vertreter zur Verfügung stellen können. Dies wäre zusätzlich ein Hinweis dafür, dass ein Thema besprochen wird, welches einer Diskussion überhaupt würdig ist, denn wieso sollte ein Thema diskutiert werden, über welches ohnehin schon Einigkeit besteht. Beide Positionen müssen Argumente zur Verfügung haben, welche auch ausgeglichen in ihrer Relevanz sind. Außerdem müssen Sprecherwechsel stattfinden, damit beide Positionen ihre Meinung nennen und begründen können. Wie die eben genannten Aspekte durch einen kontroversen Unterrichtseinstieg erreicht werden können, wird nachfolgend erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Beobachtung unzureichend geführter Diskussionen im Philosophieunterricht und formuliert die Forschungsfrage, ob ein kontroverser Unterrichtseinstieg hier förderlich wirkt.

2. Diskussionen im Unterricht: Dieses Kapitel erläutert theoretische Kriterien für gelingende Debatten und begründet die Relevanz kontroverser Einstiege für die Entwicklung der Urteilsfähigkeit von SchülerInnen.

3. Möglichkeiten einer empirischen Untersuchung: Hier wird ein experimentelles Forschungsdesign entworfen, das mittels Kontroll- und Experimentalgruppe sowie standardisierter Beobachtungsbögen die Wirksamkeit der gewählten Lehrmethode messbar machen soll.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass kontroverse Unterrichtseinstiege das Interesse der SchülerInnen steigern und als notwendige Bedingung für eine lebendige, problemorientierte Diskussion dienen können.

Schlüsselwörter

Philosophieunterricht, kontroverser Unterrichtseinstieg, Debatte, Argumentationskompetenz, Urteilskompetenz, Bonbon-Modell, empirische Forschung, experimentelles Design, Beobachtungsverfahren, Problemorientierung, Schülermotivation, fachdidaktische Methodik, Urteilsfähigkeit, Unterrichtsgestaltung, kontraintuitive Impulse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Herausforderung, SchülerInnen im Philosophieunterricht zu aktiven und angeregten Diskussionen zu bewegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Themen der philosophischen Urteils- und Argumentationskompetenz sowie die Gestaltung von Unterrichtseinstiegen durch kontroverse Impulse.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Diskutieren SchülerInnen angeregter, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit schlägt ein experimentelles Forschungsdesign mit einer Kontroll- und einer Experimentalgruppe sowie ein standardisiertes, nicht-teilnehmendes Beobachtungsverfahren vor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Kriterien für eine gelingende Debatte analysiert und anschließend ein Modell zur empirischen Überprüfung mittels Beobachtungsbögen entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Philosophieunterricht, Argumentationskompetenz, kontroverser Unterrichtseinstieg, Problemorientierung und empirische Beobachtung.

Welche Rolle spielt das Bonbon-Modell in der Argumentation des Autors?

Das Bonbon-Modell dient als struktureller Rahmen für den Unterricht, um offene Diskussionsphasen mit angeleiteten Phasen zu verbinden und somit die Voraussetzung für eine gelingende Problemlösung zu schaffen.

Warum wird in der Untersuchung zwischen Beobachtung und Bewertung unterschieden?

Die Trennung dient der Objektivität: Die reine Datenerhebung am Unterrichtsgeschehen erfolgt neutral, während die anschließende Auswertung auf theoretischer Basis subjektiv interpretiert wird.

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Résumé des informations

Titre
Diskutieren Lernende angeregter, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird? Eine empirische Untersuchung
Université
University of Münster  (Philosophie)
Cours
Praxissemester
Note
2
Auteur
Sarah Küsters (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
13
N° de catalogue
V1185582
ISBN (PDF)
9783346617606
ISBN (Livre)
9783346617613
Langue
allemand
mots-clé
Praxissemester Philosophie Diskussion Kontroverser Unterrichtseinstieg
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Citation du texte
Sarah Küsters (Auteur), 2021, Diskutieren Lernende angeregter, wenn ein kontroverser Unterrichtseinstieg gewählt wird? Eine empirische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185582
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Extrait de  13  pages
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