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Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes

Title: Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes

Seminar Paper , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Juliane Meyer (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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„Wir leben im Jahrzehnt des Discounts“, schreibt Franz Kotteder in der Einleitung seines
Buches „Die Billig-Lüge“. Vieles spricht dafür, dass er Recht hat, denn heute findet sich für
nahezu jede Branche ein Discounter – vom Friseur („Mc Cut“) über Fluglinien („Ryanair“)
und Textilgeschäfte („KiK“) bis hin zu den großen Lebensmitteldiscountern wie „Aldi“ und
„Lidl“.
Ein Blick in die Statistiken untermauert diese Entwicklung. Die Anzahl der Discounter im
Lebensmitteleinzelhandel stieg vom 01.01.2007 bis zum 01.01.2008 um 2,1 Prozent, während
die Anzahl der Supermärkte insgesamt (kleine Supermärkte mit 100-299m2 Fläche und große
Supermärkte mit 400-999m2 Fläche) in der gleichen Zeit um 8,5 Prozent sank. Damit gibt es
seit dem 01.01.2008 in Deutschland erstmals mehr Discounter (15.468) als Supermärkte
(14.082). Der Umsatz der Discounter stieg im Vergleichszeitraum ebenfalls (+6,3 Prozent),
im Gegensatz zu jenem der Supermärkte. Dieser sank um 4,7 Prozent. Die Discounter haben
damit einen Gesamtanteil von 37,2 Prozent am Umsatz des deutschen Lebensmitteleinzelhandels.
Die Supermärkte sind mit 15 Prozent nicht einmal halb so stark. Nur die
Verbrauchermärkte (mit Flächen größer/gleich 2.500m2) liegen mit 39,7 Prozent noch leicht
vor den Discountern (siehe Abbildung 1).
„Die Discounter sind aus dem Einkaufsverhalten der Deutschen nicht mehr wegzudenken.
Verglichen mit 2006 decken sich die Bundesbürger sogar wieder etwas häufiger bei Aldi, Lidl
und Co ein: 63 Prozent shoppen mindestens einmal pro Woche beim Discounter. Vor zwei
Jahren lag der Wert noch bei 60 Prozent.“
Wie und warum es zu diesem Aufschwung der Discounter kam und wie sich dieser Trend auf
die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt, wird im Folgenden näher beschrieben. Dabei wird
verstärkt auf die Discounter im Bereich des deutschen Lebensmitteleinzelhandels
eingegangen, da diese als stellvertretend für die Branche gelten.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Definition

3. Ursachen des Discountbooms

3.1 Kaufkraft

3.2 Image der Discounter

3.3 Verhaltensspezifika der Nachfrager im Lebensmittelbereich

4. Auswirkungen des Discountbooms

5. Ausblick

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Aufstieg und die ökonomische sowie gesellschaftliche Bedeutung von Discountern im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, um zu verstehen, wie dieser Trend die wirtschaftliche Landschaft nachhaltig beeinflusst und welche Faktoren das Konsumverhalten prägen.

  • Entwicklung und Definition der Discounter-Strategie
  • Analyse der Ursachen für den Discountboom (Kaufkraft, Imagewandel)
  • Kategorisierung des hybriden Kaufverhaltens der Konsumenten
  • Sozioökonomische Auswirkungen, insbesondere auf den Arbeitsmarkt
  • Zukunftsperspektiven und Expansionsstrategien des Einzelhandels

Auszug aus dem Buch

3.2 Image der Discounter

Der Preis kann aber nicht der einzige Grund für den Discountboom sein, denn trotz sinkender Arbeitslosenzahlen (siehe Abbildung 5), steigt die Akzeptanz der Discounter bei den Verbrauchern (siehe Abbildung 6).

1962 eröffneten die „Albrecht-Brüder“ ihren ersten strikt nach dem Discountprinzip ausgerichteten „Aldi“ und läuteten damit den Beginn der Discounter ein. Die weitere Entwicklung des deutschen Discounthandels wird häufig als die größte Erfolgsgeschichte des deutschen Einzelhandels bezeichnet.

„Bis Anfang der achtziger Jahre hatte Aldi den Ruf eines Arme-Leute-Ladens, und die Produkte des Discounters galten als minderwertig. Dort kaufte nur ein, wer musste. Die wenigsten wollten sich Dosen aus Kartons klauben, vergeblich nach einer Verkäuferin suchen oder in langen Schlangen an der Kasse anstehen. Wenn das der Nachbar gesehen hätte!“

Heute hingegen ist dieses Negativimage verschwunden: Drei von vier Haushalten kauften im Jahr 2006 bei „Aldi“ ein. „Aldi“ wird inzwischen von 95 Prozent der Arbeiter, 88 Prozent der Angestellten, 84 Prozent der Beamten und 80 Prozent der Selbstständigen besucht.

„Dass die Verkäufer und Verkäuferinnen meist keine Zeit haben, weil sie hektisch Regale einräumen müssen, macht niemandem mehr etwas aus. Man hat sich daran gewöhnt. An der Kasse geht es dafür heute rasch voran.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Aufstieg der Discounter als dominierende Branchenkraft und stellt die zunehmende Relevanz des Discount-Konzepts im deutschen Einzelhandel dar.

2. Definition: Erläutert verschiedene Ansätze zur Begriffsbestimmung von Discountern, sowohl allgemein als auch spezifisch für den Lebensmitteleinzelhandel.

3. Ursachen des Discountbooms: Analysiert den Einfluss von sinkender Kaufkraft, dem verbesserten Image der Discounter und den spezifischen Verhaltensmustern der Konsumenten.

4. Auswirkungen des Discountbooms: Untersucht die Folgen der Discount-Expansion, insbesondere hinsichtlich des Arbeitsmarktes und der Verdrängung traditioneller Handelsstrukturen.

5. Ausblick: Diskutiert künftige Marktentwicklungen sowie die Notwendigkeit für den Handel, sich durch neue Nutzenprofile vom Discount abzugrenzen.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass „Billig“ als Lebensstil fungiert und Discounter eine dauerhafte und dominante Rolle in einer reifen Marktwirtschaft einnehmen.

Schlüsselwörter

Discounter, Lebensmitteleinzelhandel, Preisstrategie, Discountboom, Kaufverhalten, Konsumkultur, Marktanteile, Hybrid-Konsument, Handelsmarken, Wirtschaftsentwicklung, Kostenführerschaft, Wettbewerb, Imagewandel, Aldi, Einzelhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert die Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung und ihren Einfluss auf den deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören Ursachenforschung, Imagewandel der Discounter, Konsumententypen und die sozioökonomischen Auswirkungen der Discount-Expansion.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den Aufstieg der Discounter zu erklären und aufzuzeigen, warum dieses Geschäftsmodell zur modernen Norm in der deutschen Konsumgesellschaft geworden ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Marktdaten zum Einzelhandel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Ursachen (Kaufkraft, Image), die Typologie der Nachfrager und die Folgen für den Arbeitsmarkt sowie den Wettbewerb.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Discounter, Kaufkraft, Preis-Leistungs-Verhältnis, Konsumverhalten und Marktexpansion.

Wie hat sich das Image von Aldi über die Zeit verändert?

Vom „Arme-Leute-Laden“ in den 80ern entwickelte sich Aldi zu einem gesellschaftlich akzeptierten Vollversorger, der heute über alle sozialen Schichten hinweg hohe Akzeptanz genießt.

Was bedeutet „hybrides Kaufverhalten“ im Kontext der Discounter?

Es beschreibt das Konsumverhalten, bei dem Verbraucher ihre Kaufentscheidungen flexibel zwischen Markenbewusstsein und Preisorientierung (Billigkauf) variieren.

Welche Rolle spielen Handelsmarken beim Erfolg der Discounter?

Handelsmarken ermöglichen eine aggressive Niedrigpreispolitik, da durch den Verzicht auf Markenhersteller-Aufschläge Kosten effizient gesenkt werden können.

Was ist die „Spirale nach unten“ bei Preiskämpfen?

Die Arbeit warnt vor einem Kreislauf, bei dem extremer Preisdruck durch den Handel zu niedrigeren Löhnen und schlechteren Produktionsbedingungen führt.

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Details

Title
Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes
College
Erfurt University of Applied Sciences  (FH )
Course
Vertrieb
Grade
1,7
Author
Juliane Meyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V118603
ISBN (eBook)
9783640219780
ISBN (Book)
9783640219988
Language
German
Tags
Discounter Ausdruck Entwicklung Landes Vertrieb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Meyer (Author), 2008, Discounter als Ausdruck der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118603
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