Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer literaturgestützten Analyse über die Thematik von Mikroplastik in marinen Systemen. Zunächst einmal wird der Begriff des Mikroplastiks und die Einordnung dessen erläutert sowie eine Auswahl der Anwendungsbereiche vorgestellt. Es werden verschiedene Fallbeispiele angeführt, die die Aufnahme von Mikroplastik im marinen Nahrungsnetz aufzeigen und mögliche Auswirkungen auf das Ökosystem skizzieren. Abschließend wird die Bedeutung der Thematik für die Grundschule beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorgehensweise Literaturrecherche
3 Ergebnisse
3.1 Kunststoffe
3.1.1 Definition von Makro- und Mikroplastik
3.1.2 Herstellung und Eigenschaften von Kunststoffen
3.1.3 Anwendungsbereiche
3.1.4 Entsorgung von Kunststoffen
3.1.5 Eintragspfade in die Umwelt
3.2 Das marine System
3.2.1 Das Pelagial
3.2.2 Das Benthal
3.2.3 Die marinen Nahrungsbeziehungen
3.3 Mikroplastik im marinen System
3.3.1 Mikroplastik in einzelnen marinen Organismen
3.3.2 Transfer von Mikroplastik über das marine Nahrungsnetz
3.3.3 Auswirkungen auf das marine System
4 Diskussion und Bewertung
4.1 Diskussion
4.2 Belastbarkeit der Quellen
4.3 Relevanz für die Grundschule
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Belastung mariner Ökosysteme durch Mikroplastik mit einem spezifischen Fokus auf die Dynamiken innerhalb mariner Nahrungsnetze. Die zentrale Forschungsfrage adressiert das Potenzial zur Anreicherung von Mikroplastik in der Nahrungskette sowie die daraus resultierenden ökologischen Auswirkungen auf marine Organismen.
- Definition und Herkunft von Makro- und Mikroplastik in marinen Systemen.
- Struktur und Funktionsweise mariner Lebensräume (Pelagial und Benthal).
- Analyse von Transferprozessen von Mikroplastik innerhalb mariner Nahrungsbeziehungen.
- Untersuchung der physiologischen und ökologischen Auswirkungen auf verschiedene marine Organismengruppen.
- Didaktische Einordnung der Thematik für den Grundschulunterricht im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Mikroplastik in einzelnen marinen Organismen
Die Aufnahme und Kontaminierung mit Mikroplastik durch Vertreter des Planktons und des Nektons wurde in mehreren Studien untersucht. Die Primärproduzenten, darunter das Phytoplankton, sind autotrophe Organismen, die sich selbst ernähren und keine Nahrung in Form von Beute zum Überleben benötigen. Dennoch bilden sie einen wichtigen Bestandteil in den marinen Nahrungsbeziehungen, weshalb bei der Studie von Gutow, Eckerlebe, Giménez und Saborowski (2016) die Kontaminierung mit Mikroplastik auf der Oberfläche des Phytoplanktons untersucht wurde. Den Ergebnissen zufolge waren die Membranoberflächen des Seegrases Fucus vesiculosus mit Mikroplastik angereichert, darunter vor allem mit Mikroplastikfasern (Gutow et al., 2016, S. 920). Da die Primärproduzenten die Basis im Nahrungsnetz darstellen, kommt es durch Organismen wie Vertretern des Zooplanktons, die sich von dem Phytoplankton ernähren, zur Aufnahme des Mikroplastiks. Das Zooplankton hat im marinen Nahrungsnetz eine Schlüsselrolle inne, da es eine Verbindung zwischen dem Phytoplankton als Primärproduzenten und den Organismen höherer Trophiestufen bildet (Lin, 2016, S. 161). Neben der Schlüsselrolle als Bindeglied erhält das Zooplankton aufgrund seiner Bedeutung in den Carbon- und Nährstoffzyklen im Ökosystem eine entscheidende Rolle (ebd.).
Mikrozooplankton, wie die heterotrophen Dinoflagellaten, nehmen als Weidengänger ein Großteil des Phytoplanktons auf (Fulfer & Menden-Deuer, 2021, S.1). Daher wurde die Aufnahme von Mikroplastik durch die heterotrophen Dinoflagellaten der Spezies Oxyrrhis marina, Gyrodinium sp. und Protoperidinium sp. untersucht. Die Aufnahme von Mikroplastik durch die Organismen erfolgt durch die Verwechslung von Mikroplastik mit ihrer Nahrung aufgrund der Ähnlichkeit in Form und Größe (Fulfer & Menden-Deuer, 2021, S. 2). Die Ergebnisse der Untersuchung der heterotrophen Dinoflagellaten ergab, dass die Individuen der Spezies Oxyrrhis marina und Gyrodinium sp. Mikroplastik eingenommen haben, wohingegen die Individuen der Spezies Protoperidinium sp. aufgrund ihrer spezialisierten Nahrungsstrategie kein Mikroplastik eingenommen haben (Fulfer et al., 2021, S. 8).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der Plastikverschmutzung der Ozeane ein, definiert die Relevanz der Mikroplastik-Thematik und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Anreicherung im Nahrungsnetz vor.
2 Vorgehensweise Literaturrecherche: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Herangehensweise bei der Suche nach wissenschaftlicher Fachliteratur über Suchmaschinen und die Eingrenzung auf relevante Studien zu marinen Systemen.
3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die theoretischen Grundlagen zu Kunststoffen, marinen Lebensräumen und Nahrungsbeziehungen sowie die Analyse von Studien zur Mikroplastik-Aufnahme und deren Auswirkungen auf marine Organismen.
4 Diskussion und Bewertung: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, die Qualität der herangezogenen Quellen geprüft und der Bildungswert des Themas für den Grundschulunterricht diskutiert.
Schlüsselwörter
Mikroplastik, marine Systeme, Nahrungsnetz, Primärproduzenten, Zooplankton, Kunststoffverschmutzung, marine Organismen, Nahrungsbeziehungen, Ökosystem Meer, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Sachunterricht, Umweltschutz, Bioverfügbarkeit, Degradation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Belastung der Meere durch Mikroplastik und analysiert, wie sich diese Partikel in marinen Nahrungsnetzen ausbreiten und welche Auswirkungen dies auf die dort lebenden Organismen hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Eigenschaften von Kunststoffen, die Struktur mariner Ökosysteme, die Aufnahme von Mikroplastik durch verschiedene Organismengruppen und die didaktische Aufbereitung für die Grundschule.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, literaturgestützt zu untersuchen, inwieweit sich Mikroplastik im marinen Nahrungsnetz anreichert und welche potenziellen negativen Konsequenzen dies für die betroffenen marinen Lebewesen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine literaturgestützte Analyse, bei der sie wissenschaftliche Publikationen, Literaturreviews und offizielle Richtlinien auswertet, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Grundlagen zu Kunststoffen und marinen Lebensräumen (Pelagial/Benthal) geklärt. Danach werden Studien zum Transfer von Mikroplastik durch Nahrungsnetze und dessen physiologische Auswirkungen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Mikroplastik, marine Ökosysteme, Nahrungsnetz, marine Organismen, Umweltschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht.
Wie gelangt Mikroplastik vom Pelagial in das Benthal?
Der Transport erfolgt laut der Arbeit primär durch das Sinken von Fäkalpellets, die von Zooplankton ausgeschieden wurden, nachdem diese Mikroplastik an der Oberfläche aufgenommen haben.
Warum ist das Thema Mikroplastik für Grundschüler relevant?
Die Thematik ist lebensnah und eignet sich hervorragend, um ökologische Zusammenhänge, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Bedeutung von nachhaltigem Handeln im Rahmen des Sachunterrichts zu vermitteln.
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- Lena Klietsch (Author), 2021, Mikroplastik in marinen Systemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1186346