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Neurolinguistisches Programmieren. Ein Modell der Verhaltensmodifikation: Vom theoretischen Grundgerüst zur Praxeologie

Title: Neurolinguistisches Programmieren. Ein Modell der Verhaltensmodifikation: Vom theoretischen Grundgerüst zur Praxeologie

Diploma Thesis , 2002 , 104 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Bilgram (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Summary Excerpt Details

Seit der Entstehung des NLP in den siebziger Jahren wurde versäumt, ein fundiertes wissenschaftliches Theoriegebilde zu erstellen. Der größte Teil der Literatur beschäftigt sich ausschließlich mit der Beschreibung der verschiedenen NLP-Techniken. Überspitzt gesagt, können die vielen NLP-Bücher mit einem „Kochbuch für Veränderungen“ verglichen werden. Doch, um im Bild zu bleiben, es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Kochen und Veränderungsarbeit: Bereitet man ein Mahl zu, dann ist das Wissen um die chemischen Reaktionen während des Prozesses von geringer Bedeutung. Das Entscheidende ist hierbei das Endprodukt. Ist es gelungen, dann kann man sich an ihm erfreuen. Sollte es nicht gelungen sein, dann kann man das Produkt entsorgen.
Geht es um Veränderungsarbeit, dann sollte man nicht nur wissen, wie es geht, sondern insbesondere auch, warum es geht. Letztlich stellt ein Veränderungsmodell ohne ein theoretisches Fundament eine leere Hülle dar.
Kernstücke dieser Untersuchung werden das Wahrnehmungsmodell und das Reizverarbeitungsmodell des NLP sein. Auf dieser Grundlage und unter Zuhilfenahme des von Robert Dilts (1993) erarbeiteten Konzeptes der „Logischen Ebenen“ sowie des „Time- Line“-Konzeptes von James und Woodsmall (1991) soll dann ein Persönlichkeitsmodell abgeleitet werden.
Für die Hintergründe eines Modells der Verhaltensmodifikation ist die Betrachtung eines Entwicklungsmodells unerlässlich. Es soll aufgezeigt werden, dass das kognitive Entwicklungsmodell von Jean Piaget als Grundlage für das NLP dienen kann. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit soll das NLP bezüglich einer Störungstheorie betrachtet werden.
Nachdem die ätiologischen Vorstellungen des NLPs betrachtet wurden, wendet sich die Arbeit der Praxeologie zu. An dieser Stelle wird es unter anderem darum gehen, ein Verlaufsmodell der NLP-Veränderungsarbeit zu erstellen.
Die Arbeit abschließend werden dann spezifische Interventionstechniken des NLPs betrachtet, wobei neben einer Beschreibung versucht werden soll, jeweils einen Bezug zu den Basismodellen des NLPs herzustellen, um zu erklären, warum die Intervention funktioniert bzw. worauf sie sich begründen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Basismodelle des NLP

A Von der Wahrnehmung zum Verhalten und Erleben

1. Subjektive Wahrnehmung der äußeren Welt

2. Individuelle Einschränkungen: Mechanismen und Filter der Modellbildung

2.1 Prozessmechanismen: Tilgung, Verzerrung, Generalisierung

2.2 Prozessfilter: Glaubenssätze, Werte und Meta-Programme

3. Kognitive Repräsentationen

3.1 Analoge Repräsentationssysteme

3.2 Digitales Repräsentationssystem

4. Strategien: Die Repräsentationen als Grundlage des Verhaltens

4.1 Das TOTE – Modell

4.2 Integration der Repräsentationssysteme in das TOTE – Modell

B Die Grundstruktur der Persönlichkeit

1. Das Konzept der Logischen Ebenen der Veränderung

1.1 Glaubenssätze

2. Zeitebenen: Das „Time-Line“ – Konzept

3. Wahrnehmungspositionen

4. Meta – Programme

4.1 Äußeres Verhalten: Introvertierter Typus vs. Extrovertierter Typus

4.2 Innerer Prozess: Intuitiver Typus vs. Empfindungstypus

4.3 Innerer Zustand: Denktypus vs. Fühltypus

4.4 Berücksichtigung der Zeit: Beurteiler vs. Wahrnehmer

5. Zusammenfassung in der NLP – System – Matrix

C Entwicklungsmodell des NLP

1. Das Entwicklungsmodell Jean Piagets in Bezug auf das NLP

1.1 Genetische Erkenntnistheorie

1.2 Der strukturalistische Ansatz

1.3 Biologischer Ansatz

II Von den Ursachen problematischen Verhaltens zur Praxeologie des NLPs

A Determinanten problematischen Verhaltens

1. Grundüberlegungen

2. Spezifische Ursachen problematischen Verhaltens

B Rahmenbedingungen der NLP Veränderungsarbeit

1. Idealtypische Beschreibung des NLP – Praktikers

2. Verlaufsmodell der NLP – Verhaltensmodifikation

2.1 Die Phase der Informationssammlung

C Spezifische Techniken der NLP – Verhaltensmodifikation

1. Ankern

1.1 Moment of Excellence

1.2 Kollaps – Anker

2. Reframing

2.1 Inhaltliches Reframing

2.2 Verhandlungsreframing

3. Das Interventionsmodell der Neuprägung

4. Future Pacing

Abschließende Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Neurolinguistische Programmieren (NLP) nicht lediglich als Sammlung von Techniken, sondern als systematisches Modell der Verhaltensmodifikation. Das primäre Ziel ist es, ein theoretisches Grundverständnis für die Mechanismen des NLP zu entwickeln und die zugrunde liegenden Vorstellungen über menschliches Verhalten und Erleben zu explizieren, um die Frage zu klären: „Warum funktioniert NLP?“.

  • Analyse der Wahrnehmungsmodelle und kognitiven Repräsentationssysteme des NLP.
  • Strukturierung der Persönlichkeit durch logische Ebenen, Zeitkonzepte und Meta-Programme.
  • Ableitung eines kognitiven Entwicklungsmodells basierend auf den Theorien von Jean Piaget.
  • Darstellung der Praxeologie der NLP-Veränderungsarbeit durch ein systematisches Verlaufsmodell.
  • Kritische Diskussion der theoretischen Fundierung und Anwendbarkeit von NLP-Interventionstechniken.

Auszug aus dem Buch

Subjektive Wahrnehmung der äußeren Welt

„Die Wirklichkeit und die Welt als solche ist vom Menschen nicht objektiv, sondern nur subjektiv mit Hilfe kognitiver Repräsentationen (Modelle) erkennbar und denkbar.“ (Weerth 1994, S. 25)

In diesem Zitat, welches eine zentrale Grundannahme des NLP wiedergibt, wird deutlich, dass die äußere Welt in ihrer Vielfältigkeit vom Menschen weder objektiv noch in ihrer Gesamtheit erfahrbar und begreifbar ist. Im ersten Moment mag sich diese Erkenntnis negativ anhören und es scheint sich um eine grundlegende Einschränkung des Menschen zu handeln. Bei genauerer Betrachtung wird die Einschränkung allerdings schnell zu einer menschlichen Fähigkeit, welche das Überleben und das Zurechtfinden in der Welt ermöglicht. Da jedes Individuum zu jeder Zeit einer fast unendlichen Menge an Reizen aus der Umwelt ausgesetzt ist, ist es notwendig, sich ein Modell der Welt zu schaffen. Das Charakteristikum von Modellen ist es, Sachverhalte in einer vereinfachten Form darzustellen, um sich leichter in ihnen zurechtzufinden (vgl. Duden 1997, S. 525). Der Sachverhalt, um den es sich hier handelt, ist die Welt und das Leben in ihr.

Zusammenfassung der Kapitel

I Basismodelle des NLP: Dieses Kapitel erläutert, wie Menschen durch Wahrnehmungsfilter, kognitive Repräsentationen und Strategien ihre subjektive Realität konstruieren.

B Die Grundstruktur der Persönlichkeit: Hier wird ein Persönlichkeitsmodell des NLP entfaltet, das auf logischen Ebenen, Zeitebenen, Wahrnehmungspositionen und Meta-Programmen basiert.

C Entwicklungsmodell des NLP: In diesem Teil wird argumentiert, dass das kognitive Entwicklungsmodell von Jean Piaget als theoretische Grundlage für die menschliche Entwicklung im NLP dienen kann.

II Von den Ursachen problematischen Verhaltens zur Praxeologie des NLPs: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Modelle mit der Praxis der Veränderungsarbeit, von der Analyse der Ursachen bis hin zu einem konkreten Verlaufsmodell.

A Determinanten problematischen Verhaltens: Hier werden die Ursachen von Verhaltensproblemen als Diskrepanzen zwischen Ist- und Soll-Zuständen innerhalb des subjektiven Weltmodells definiert.

B Rahmenbedingungen der NLP Veränderungsarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt die idealtypische Rolle des NLP-Praktikers und skizziert ein systematisches Phasenmodell der Veränderung.

C Spezifische Techniken der NLP – Verhaltensmodifikation: Das letzte Kapitel stellt zentrale Interventionsmethoden vor, darunter Ankern, Reframing, Neuprägung und Future Pacing, und verankert diese in den Basismodellen.

Schlüsselwörter

Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Verhaltensmodifikation, kognitive Repräsentation, logische Ebenen, Wahrnehmungspositionen, Meta-Programme, Jean Piaget, Veränderungsarbeit, Ankern, Reframing, Neuprägung, Future Pacing, subjektive Welt, kognitive Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das NLP als systematisches Modell der Verhaltensmodifikation und versucht, die theoretischen Hintergründe zu ergründen, die hinter der Anwendung der NLP-Techniken stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die kognitive Wahrnehmung, die Strukturierung der Persönlichkeit, die menschliche Entwicklung sowie die praktische Anwendung von NLP-Interventionen in der Veränderungsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, über die bloße Beschreibung von Techniken hinaus ein fundiertes theoretisches Grundverständnis für die NLP-Veränderungsarbeit zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturstudie, durch die bestehende NLP-Modelle theoretisch verknüpft und durch Konzepte wie das Entwicklungsmodell von Jean Piaget sowie kognitionspsychologische Ansätze ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basismodelle des NLP (Wahrnehmung, Persönlichkeitsstruktur, Entwicklung), die Analyse der Ursachen problematischen Verhaltens und die Erläuterung spezifischer Interventionstechniken wie Ankern und Reframing.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören „subjektives Modell der Welt“, „kognitive Repräsentationssysteme“, „Logische Ebenen der Veränderung“, „Neuprägung“ und „Verhaltensmodifikation“.

Welche Rolle spielen die logischen Ebenen in der Verhaltensmodifikation?

Die logischen Ebenen bilden eine hierarchische Struktur der Persönlichkeit, die es erlaubt, Probleme gezielt auf verschiedenen Ebenen – von der Umgebung bis zur Identität – zu identifizieren und durch entsprechende Interventionen zu verändern.

Wie wird das Phänomen der traumatischen Prägung im NLP bearbeitet?

Durch die Technik der „Neuprägung“ wird die traumatische Prägung in der Erinnerung des Klienten identifiziert, mit benötigten Ressourcen angereichert und so positiv verändert, dass der einschränkende Glaubenssatz aufgelöst wird.

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Details

Title
Neurolinguistisches Programmieren. Ein Modell der Verhaltensmodifikation: Vom theoretischen Grundgerüst zur Praxeologie
College
University of Applied Sciences Fulda  (FB Sozialwesen)
Grade
1,0
Author
Markus Bilgram (Author)
Publication Year
2002
Pages
104
Catalog Number
V11863
ISBN (eBook)
9783638179096
ISBN (Book)
9783638698368
Language
German
Tags
Neurolinguistisches Programmieren Modell Verhaltensmodifikation Grundgerüst Praxeologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Bilgram (Author), 2002, Neurolinguistisches Programmieren. Ein Modell der Verhaltensmodifikation: Vom theoretischen Grundgerüst zur Praxeologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11863
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