Hölderlins Geschichtsphilosophie im literarhistorischen Kontext: Die Elegie Brod und Wein im Vergleich zu Schillers Gedicht Die Götter Griechenlandes


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001
29 Seiten, Note: 1.0 (sehr gut)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturtheoretische und philosophische Voraussetzungen
2.1 Die Bedeutung der „Querelle des anciens et des modernes“
2.2 Zur Entwicklung der Geschichtsphilosophie von Voltaire bis Kant

3. Interpretation des Gedichtes „Die Götter Griechenlandes“
3.1 Zur Entstehungssituation des Gedichtes
3.2 Zur formalen Charakterisierung des Gedichtes
3.3 Der elegische Charakter des Gedichtes
3.4 Gegenwart versus griechische Antike

4. Interpretation der Elegie „Brod und Wein“
4.1 Zur Entstehungssituation der Elegie
4.2 Form und Struktur der Elegie
4.3 Dreiteilung als zentrales Charakteristikum

5. Vergleich der beiden Dichtungen
5.1 Formale Unterschiede
5.2 Die Rolle der Kunst und des Künstlers
5.3 Die Bedeutung der Religion
5.4 Hölderlins Geschichtsauffassung zwischen Schiller und Novalis

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Setzt man sich mit der Frage auseinander, welcher Geschichtsphilosophie Friedrich Hölderlin in seinem literarischen Werk Ausdruck verleiht, so befindet man sich im Kontext seiner Oden und späten Hymnen, vor allem aber seiner Elegien. Unter diesen Elegien wiederum ist die Elegie „Brod und Wein“ das umfangreichste, vielleicht auch das bedeutendste Werk, da es in besonders eindrucksvoller und zugleich umfassender Weise Hölderlins Auffassung von Geschichte deutlich werden läßt (vgl. z.B. Schmidt 1968, 6).

Gerade die Epoche, in der Hölderlins Hauptwerk anzusiedeln ist – also etwa der Zeitraum von 1788 bis 1806 –, ist besonders bedeutend nicht nur für die europäische Geschichte bzw. die Weltgeschichte, sondern auch für die Philosophie und die Literatur. Gerade deshalb ist es angemessen, sich mit dem philosophischen und dem literaturtheoretischen Hintergrund auseinanderzusetzen, vor dem Hölderlins Werk betrachtet werden muß. Dabei ist es unumgänglich, über den damaligen deutschsprachigen Raum hinaus zu blicken, weil die deutschen Philosophen und Schriftsteller jener Zeit insbesondere von Frankreich beeinflußt worden sind.

Für die literarische Entwicklung Friedrich Hölderlins war Friedrich Schiller von großer Bedeutung, und es liegt besonders deshalb nahe, einen Vergleich zwischen beiden anzustellen, weil Hölderlin zunächst in vielem den knapp elf Jahre älteren Schiller als Vorbild ansah, sich dann aber von ihm in mancherlei Hinsicht distanziert hat.

Dieser Zusammenhang zwischen Hölderlins und Schillers Werk besteht auch zwischen Schillers Gedicht „Die Götter Griechenlandes“, dessen erste Fassung aus dem Jahre 1788 stammt, und Hölderlins Elegie „Brod und Wein“, die wohl 1800/1801 entstanden ist: Hölderlins Elegie gehört zur poetischen Rezeption des Schiller–Gedichtes, und wie zu zeigen sein wird, gibt es grundlegende Parallelen zwischen beiden Werken, zugleich werden aber auch deutliche Unterschiede sichtbar, die nicht zuletzt aus einer unterschiedlichen Geschichtsphilosophie resultieren.

Wenn im Titel der vorliegenden Arbeit vom „literarhistorischen Kontext“ von Hölderlins Werk die Rede ist, so wird damit eigentlich auch die Literatur der Frühromantik mit einbezogen. Dies gilt insbesondere für Novalis, den wohl wichtigsten Frühromantiker. Denn dieser hat insbesondere mit der fünften seiner „Hymnen an die Nacht“, die 1799/1800 entstanden sind, eine Dichtung verfaßt, die in engem Zusammenhang mit den beiden zu untersuchenden Gedichten steht. Wenn dennoch in der vorliegenden Arbeit nur sehr peripher auf Novalis und dessen Geschichtsphilosophie eingegangen wird, so einzig und allein deshalb, weil dieser Aspekt den Rahmen der Arbeit hinsichtlich des Umfangs bei weitem sprengen würde.

Aus diesen einleitenden Bemerkungen ergibt sich denn auch fast folgerichtig der Aufbau dieser Arbeit. Im zweiten Kapitel wird zunächst einmal auf literaturtheoretische und philosophische Voraussetzungen eingegangen werden. Dabei geht es zunächst um die „Querelle des anciens et des modernes“, die am Ende des 17. Jahrhunderts als genuin literarische Streitfrage in Frankreich entfacht worden ist, dann jedoch sehr schnell philosophische Dimensionen angenommen hat. Die Auflösung dieser Auseinandersetzung führt geradewegs zum Gedankengut der Aufklärung. Somit ist der Übergang geschaffen zum zweiten Teil dieses Kapitels. Hier geht es darum, wie sich die Bedeutung des Begriffs der Geschichtsphilosophie, der in der Aufklärung entstanden ist, bis zu Kant, dessen Philosophie für Schillers „klassisches“ Werk in entscheidender Weise prägend gewesen ist, entwickelt hat. Zugleich soll thematisiert werden, worin sich die Geschichtsphilosophie beispielsweise eines Iselin von derjenigen Kants unterscheidet.

Nach dieser recht kurzen Behandlung literaturtheoretischer und philosophischer Voraussetzungen steht im folgenden die Interpretation von Schillers „Die Götter Griechenlandes“ und von Hölderlins „Brod und Wein“ im Mittelpunkt.

Zunächst wird im dritten Kapitel Schillers Gedicht behandelt, wobei zunächst kurz auf die Entstehungssituation eingegangen wird sowie auf formale Besonderheiten, bevor eine detaillierte, eng am Text orientierte Analyse durchgeführt wird.

Analog dazu ist das vierte Kapitel, das sich Hölderlins Elegie widmet, aufgebaut. Dabei sei hervorgehoben, daß es in beiden Interpretationen weniger darum gehen soll, Analysen der renommiertesten Literaturwissenschaftler einander gegenüber zu stellen, sondern vielmehr werden eigene Beobachtungen im Vordergrund stehen, die nur gelegentlich durch Bezüge auf andere Interpretationen ergänzt werden. In beiden Fällen soll die Analyse jeweils unter besonderer Berücksichtigung des geschichtsphilosophischen Aspekts vorgenommen werden, so daß die Charakteristika der Auffassung des jeweiligen Dichters deutlich werden.

Im fünften Kapitel geht es dann um den eigentlichen Vergleich der beiden Gedichte. Hier werden die zentralen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Dichtungen, die aus den zuvor getroffenen Beobachtungen resultieren, näher untersucht, so daß die Geschichtsphilosophie sowohl Schillers als auch Hölderlins – auf der Basis der analysierten Dichtungen – erkennbar wird

Im sechsten Kapitel werden dann die wichtigsten Ergebnisse zusammengefaßt, bevor abschließend die verwendete Literatur aufgeführt wird.

2. Literaturtheoretische und philosophische Voraussetzungen

Soll es in der vorliegenden Arbeit um Hölderlins Geschichtsphilosophie und deren literarhistorischen Kontext gehen, so ist es unerläßlich, zunächst einmal auf literaturtheoretische und philosophische Voraussetzungen und Entwicklungen einzugehen, die die deutsche Literatur der Zeit um 1800 entscheidend beeinflußt haben. Daß dabei die Grenze zwischen Literaturtheorie und Philosophie nicht streng gezogen werden kann, wird aus dem Folgenden ebenfalls deutlich werden.

2.1 Die Bedeutung der „ Querelle des anciens et des modernes “

Zunächst einmal sei ein Blick auf die französische Literatur am Ende des 17. Jahrhunderts gestattet. Ein wichtiger Unterschied zwischen der französischen und der deutschen Literaturgeschichte besteht darin, daß mit dem französischen „siècle classique“ das 17. Jahrhundert bezeichnet wird, so daß die französische Klassik – im Gegensatz zur deutschen – der Aufklärung vorausgeht: Schriftsteller wie Corneille, Molière oder Racine haben ihre Werke zur Zeit des Absolutismus verfaßt, der jedoch am Ende des 17. Jahrhunderts allmählich in eine schwere Krise geraten ist. Als nun Charles Perrault im Januar 1687 seine Dichtung „Siècle de Louis le Grand“ vorträgt und ein Jahr später mit seiner Schrift „Parallèle des anciens et des modernes en ce qui regarde les arts et les sciences“ der Gegenwartskunst den Vorzug gegenüber der antiken Kunst gibt und den Vergleich zwischen Moderne und Antike auch noch „auf alle Künste und Wissenschaften“ ausdehnt (Schneiders 1995, 337), muß es zwangsläufig zum Konflikt mit der literarischen Elite kommen, zu der unter anderem Schriftsteller wie Racine, La Fontaine und Boileau gehören, die sich ihrerseits in bewußter Rückwendung auf die Antike beziehen, da sie ein Ungenügen an der gegenwärtigen Situation empfinden.

Wichtig ist vor allem, wie dieser Streit aufgelöst wird. Denn Fontenelle kommt in seiner „Digression sur les anciens et les modernes“ (1688) zu dem Ergebnis, daß jede Generation ihren eigenen (historischen) Wert besitze und daß jede Generation auf der vorhergehenden aufbaue. Diese „kohärente Theorie des Fortschritts“ (Schneiders 1995, 338) nimmt im Grunde die aufklärerische Denkweise vorweg, wie später noch zu zeigen sein wird.

Zunächst einmal ist die Wirkung, die diese vordergründig rein literaturtheoretische, eigentlich aber (geschichts-) philosophische Auseinandersetzung auf die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts ausübt, knapp zu umreißen. Denn das französische Gedankengut kam beispielsweise über Gottsched recht bald nach Deutschland (vgl. Schneiders 1995, 338), wenn dieser auch mit seinem „Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen“ (1730) eine normative Regelpoetik erstellt, die der lateinischen Stilistik verpflichtet bleibt.

Seit Klopstocks in Hexametern verfaßtem Epos „Der Messias“ (ab 1748) wird zunehmend die griechische Antike zum Vorbild, und Winckelmanns „Gedancken über die Nachahmung der griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer–Kunst“ (1755) werden wegweisend für die Entstehung eines idealen Griechenlandbildes, das u.a. von Herder weitergeführt wird und durch das sowohl Goethes und Schillers als auch Hölderlins Werk entscheidend geprägt ist. An dieser Stelle wird bereits ein erstes Mal der Zusammenhang zwischen der skizzierten Entwicklung und den beiden zu analysierenden Gedichten angedeutet, wobei Schillers „Die Götter Griechenlandes“ sogar, wie Benno von Wiese es formuliert, als „das neben Goethes „Iphigenie“ wichtigste Zeugnis für die Entstehung des klassischen deutschen Griechenland–Mythos“ (von Wiese 1970, 323) angesehen werden kann.

Um jedoch der Vielschichtigkeit beider Gedichte gerecht werden zu können, genügt es nicht, den Vorbildcharakter des antiken Griechenlands zu unterstreichen, sondern es müssen zudem noch einige Bemerkungen zu philosophischen Entwicklungen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gemacht werden, die allerdings in engem Zusammenhang mit der soeben (in aller gebotenen Kürze) skizzierten „Querelle“ verknüpft sind.

2.2 Zur Entwicklung der Geschichtsphilosophie von Voltaire bis Kant

Schon die Frage, ob der gegenwärtigen Epoche oder der Antike der Vorzug gegeben werden solle, vor allem aber die bereits angedeutete Lösung Fontenelles, die in dessen Fortschrittstheorie besteht, führt geradewegs zum Gedankengut der Aufklärung, die zu großen Teilen von französischen Philosophen und Schriftstellern wie Montesquieu, Diderot, Rousseau oder Voltaire geprägt worden ist. Letzterer hat dabei 1765 den Begriff der „Philosophie de l’histoire“ eingeführt und dabei versucht, Geschichte mit Hilfe der Vernunft bzw. der Natur zu erklären, anstatt alles auf göttliches Eingreifen in die Geschichte zurückzuführen (vgl. Ritter 1974, 416). Das Neue an Voltaires Ansatz besteht dabei in der Verknüpfung der beiden unterschiedlichen Wissenschaften Philosophie und Geschichte, da so die „Anwendung philosophischer, d.h. allgemeiner Prinzipien, auf nur empirisch Einzelnes“ (Ritter 1974, 417) geleistet werden muß. Wenn der Philosoph Iselin dieses Problem dadurch zu lösen versucht, daß er die Geschichte auffaßt „als Vervollkommnung des Menschengeschlechts“ (Ritter 1974, 418), so liegt diesem Denkansatz ein Fortschrittsglaube zugrunde und die Überzeugung, daß der Mensch in der Lage sei, den Ablauf der Geschichte – und das heißt ja dann auch: der Zukunft – vorauszusehen. Damit geht er nicht nur konform mit zeitgenössischen Philosophen (vgl. dazu Ritter 1974, 418 f), sondern er folgt eigentlich auch der Fortschrittstheorie Fontenelles, die im vorherigen Unterkapitel skizziert worden ist. Hier wird also der Zusammenhang zwischen der Auffassung der „modernes“ am Ende des 17. Jahrhunderts und dem Gedankengut der Aufklärung deutlich.

Johann Gottfried Herder („Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit“, 1774) steht diesem Fortschrittsglauben skeptisch gegenüber. Denn es sei Hybris, vom eigenen, beschränkten Standpunkt aus vergangene Epochen herabzusetzen und zugleich Aussagen über die Zukunft treffen zu wollen (vgl. Ritter 1974, 420): Herder wendet sich nicht gegen die Idee des Fortschritts als solche, für ihn ist dieser Fortschritt aber Teil eines göttlichen Heilsplanes, der nicht von einem einzelnen Individuum durchschaut werden kann.

Kant geht insofern noch einen Schritt weiter, als er betont, daß die Menschheit ihre Bestimmung nur als Ganze erfüllen könne, nicht aber in ihren einzelnen Individuen. Der Sinn der Geschichtsphilosophie besteht für Kant in erster Linie darin, daß sie Voraussetzung sei für das praktische moralische Handeln, um zum Ziel der Geschichte, nämlich dem ewigen Frieden zwischen den Staaten, zu gelangen (vgl. Ritter 1974, 422).

Friedrich Schiller ist von Kant stark beeinflußt worden; insbesondere seine Schriften „Über Anmut und Würde“, „Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen“ und „Über naive und sentimentalische Dichtung“ legen darüber Rechenschaft ab.

Es würde den Rahmen der Arbeit sprengen, wenn die Entwicklung des Begriffs der Geschichtsphilosophie detaillierter behandelt werden würde. Dennoch sollte deutlich geworden sein, daß sich die Bedeutung des Begriffs „Geschichtsphilosophie“ von Voltaire bis Kant geändert hat, da es nicht mehr nur – wie bei ersterem – darum geht, historische Ereignisse kritisch zu betrachten, sondern daß Geschichtsphilosophie bedeutet, eine „systematische Theorie vom Wesen und Verlauf der Geschichte“ (Schneiders 1995, 149) aufzustellen. Zudem sollte zumindest in Ansätzen der literaturtheoretische und der philosophische Hintergrund angedeutet worden sein, vor dem im folgenden Schillers Gedicht „Die Götter Griechenlandes“ und Hölderlins Elegie „Brod und Wein“ detailliert interpretiert werden sollen.

3. Interpretation des Gedichtes „Die Götter Griechenlandes“

3.1 Zur Entstehungssituation des Gedichtes

Schiller hat das Gedicht „Die Götter Griechenlandes“ 1788 als Beitrag zu Wielands Zeitschrift „Der Teutsche Merkur“ verfaßt. Es gehört damit in den Kontext der frühen Weimarer Lyrik; Schiller hat die Phase seiner Sturm–und–Drang–Dichtung überwunden und wendet sich nun anderen Themen zu. Daß zu diesen Themen auch die griechische Antike gehört, ist im vorigen Kapitel bereits angedeutet worden, genauso wie der literaturtheoretische und philosophische Kontext, in dem die Hinwendung zur griechischen Antike zu sehen ist (vgl. dazu auch Große 1992, 14 ff.).

Seit seinem Erscheinen ist über das Gedicht lebhaft diskutiert worden (vgl. z.B. Schiller 1991, 2, II A, 162 ff.; Frühwald 1969), so daß Schiller letztendlich als Reaktion auf diese Diskussion 1793 eine zweite Fassung angefertigt hat. Auf diesen Sachverhalt wird noch einzugehen sein, jedoch soll als Grundlage für die folgende Interpretation die erste Fassung dienen.

Im folgenden werden zwei Leitfragen die Basis bilden, auf der das Gedicht analysiert werden soll. Es geht zunächst um die Frage, auf welche Weise Schiller mit seinem Gedicht auf die Antike Bezug nimmt – das heißt, es geht um Form, Inhalt und Struktur des Gedichtes. Sodann wird auf die Frage eingegangen werden, welche Rückschlüsse die gewonnenen Erkenntnisse zulassen im Hinblick auf die Geschichtsphilosophie des Dichters.

3.2 Zur formalen Charakterisierung des Gedichtes

Die erste Fassung des Gedichtes „Die Götter Griechenlandes“ besteht aus 25 Strophen zu je acht Versen. Das Metrum ist fast durchgängig der fünfhebige Trochäus; lediglich der jeweils letzte Vers der einzelnen Strophen ist meist vierhebig sowie der siebte Vers der Strophe acht, der vierte Vers der Strophe 13 und der vierte Vers der Strophe 19. Trotz dieser Ausnahmen kann von einer Regelmäßigkeit des Metrums gesprochen werden, die einhergeht mit einer noch strengeren Regelmäßigkeit des Reimschemas. Denn in allen Strophen ist ein doppelter Kreuzreim zu finden: Die jeweils ersten vier Versenden jeder Strophe sind über Kreuz gereimt (Vers 1 mit Vers 3 und Vers 2 mit Vers 4), und die letzten vier Versenden jeder Strophe ebenfalls (Vers 5 mit Vers 7 und Vers 6 mit Vers 8). Somit wird eine Zäsur nach dem vierten Vers angedeutet – ein Eindruck, der häufig sowohl inhaltlich als auch von der Syntax bzw. der Interpunktion bestätigt wird. Sind so zum Teil die erste und die zweite Hälfte einer Strophe recht streng von einander getrennt, so gilt dies auch für die einzelnen Verse: Es treten im gesamten Gedicht nur sehr wenige Enjambements auf. Klare Trennungslinien sind charakteristisch für dieses Gedicht, und es wird zu zeigen sein, daß dies auch auf inhaltlicher Ebene ein zutreffender Eindruck ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Hölderlins Geschichtsphilosophie im literarhistorischen Kontext: Die Elegie Brod und Wein im Vergleich zu Schillers Gedicht Die Götter Griechenlandes
Hochschule
Universität Trier  (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar Hölderlins Lyrik
Note
1.0 (sehr gut)
Autor
Jahr
2001
Seiten
29
Katalognummer
V11868
ISBN (eBook)
9783638179140
Dateigröße
582 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hölderlins, Geschichtsphilosophie, Kontext, Elegie, Brod, Wein, Vergleich, Schillers, Gedicht, Götter, Griechenlandes, Seminar, Lyrik
Arbeit zitieren
M.A. Mario Paulus (Autor), 2001, Hölderlins Geschichtsphilosophie im literarhistorischen Kontext: Die Elegie Brod und Wein im Vergleich zu Schillers Gedicht Die Götter Griechenlandes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11868

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