Dank der eindeutigen Wahl des FIFA-Komitees im Jahre 2004 wird Südafrika im Jahr 2010 die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ ausrichten. Diesem Großereignis stehen jedoch Hindernisse im Weg, die in der Vorberichterstattung verdeutlicht werden. Der Aufgabenkatalog der FIFA sieht vor, dass ohne Verzögerung und Abweichung alle Richtlinien erfüllt werden sollen. Südafrika bemüht sich trotz Pannen um den reibungslosen Ablauf, doch die Pressemeldungen sind unerbittlich. Der Stadienbau hat sich als eine sehr große finanzielle Belastung für Südafrika herausgestellt. Es bleibt fraglich, ob sich die Neubauten im gesamten Land rentieren. Besonders die ärmere Bevölkerungsschicht sieht in der WM-Ausrichtung die Chance für einen positiven Impuls. Und doch wägen Kritiker aufgrund der horrenden Kosten den Nutzen mit den Nachteilen ab. Letztendlich stellt sich die
Frage, ob die südafrikanische Fußball-Weltmeisterschaft tatsächlich in einer so
tadelnswerten Vorbereitungsphase steckt, wie sie von der Presse geschildert wird. Ebenfalls fraglich ist der ersehnte Nutzen, der sich aus der ausgerichteten WM ergeben soll. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten schreiten die Stadienbauten voran und es werden alle Anstrengungen unternommen, damit an einer einwandfreien Weltmeisterschaft kein Zweifel aufkommt. Durch eine tadellose WM-Ausrichtung soll der Welt das Potential Afrikas präsentiert und somit für einen unvorstellbaren Aufschwung gesorgt werden. Letztendlich
bleibt es abzuwarten, wie sich Südafrikas milliardenschweres Projekt entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Südafrika- ein Überblick
1.2 Die FIFA
2. Die Vergabe der WM 2010
2.1 Eine erfolglose Bewerbung
2.2 Südafrika hat den Zuschlag
3. Die Themen
3.1 Die Stadien
3.2 Die Infrastruktur
3.3 Die Sicherheit
4. Zusammenfassung
4.1 praktische Konsequenzen
4.2 Spekulationen
4.3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Basis der Vorberichterstattung, inwieweit ein von Medien prognostiziertes Scheitern der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika realistisch ist und analysiert die organisatorischen, infrastrukturellen sowie sicherheitspolitischen Herausforderungen im Vorfeld des Turniers.
- Analyse der Medienberichterstattung und deren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der WM-Vorbereitungen.
- Untersuchung der Stadienbau-Projekte und der damit verbundenen finanziellen sowie logistischen Hürden.
- Bewertung der infrastrukturellen Maßnahmen und der Verkehrssituation in den Gastgeberstädten.
- Auseinandersetzung mit Sicherheitskonzepten, Kriminalitätsbekämpfung und der Rolle des Tourismus.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Stadien
Dieses Thema bezieht sich auf die Finanzierung und den Bau der Stadien. Der Schwerpunkt liegt infolge der vermehrten Berichterstattung diesbezüglich auf den Stadien in Johannesburg, Durban und Kapstadt.
Die Sicherheitsrichtlinien der FIFA umfassen Maßnahmen baulicher und technischer, sowie organisatorischer und betrieblicher Art, die bei der Austragung von Fußballspielen auf einer Platzanlage erforderlich sind. Verstöße gegen diese Richtlinien bei FIFA-Wettbewerbspielen unterliegen der Disziplinargewalt der FIFA. Ein Stadion darf grundsätzlich nur dann für die Austragung von Fußballspielen genutzt werden, wenn es in baulicher und technischer Hinsicht dem neusten Stand der Sicherheitserfordernisse entspricht. Zum Zeitpunkt des Inspektionsberichtes der FIFA aus dem Jahre 2004 verfügte Südafrika über drei WM taugliche Stadien, nämlich in Kapstadt (Newlands), Johannesburg (Ellis Park) und Durban (King´s- Park-Stadium), in denen bereits große internationale Veranstaltungen wie die Rugby-Weltmeisterschaft ausgetragen wurden. Fünf Stadien müssten teilweise renoviert werden, wobei Bloemfontein (Free Park Stadium), Pretoria (Loftus Versfeld), Rustenburg (Royal Bafokeng Sports Palace), Orkney (Oppenheimer Stadium) und Johannesburg (Soccer City) genannt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ein und erläutert die Bedeutung der Vorberichterstattung für die wissenschaftliche Untersuchung der Erfolgsaussichten des Turniers.
2. Die Vergabe der WM 2010: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Bewerbung und Zuschlagserteilung für Südafrika sowie die historische Einordnung der FIFA-Entscheidungen.
3. Die Themen: Dieser Abschnitt behandelt die zentralen Problemfelder wie Stadionbau, Infrastrukturentwicklung und Sicherheitskonzepte im Kontext der Turnierplanung.
4. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit synthetisiert, wobei ein Fazit über die Realisierbarkeit und die langfristigen Auswirkungen der WM auf Südafrika gezogen wird.
Schlüsselwörter
Fußball-Weltmeisterschaft 2010, Südafrika, FIFA, Stadionbau, Infrastruktur, Sicherheit, Kriminalität, Tourismus, Medienberichterstattung, Entwicklungspolitik, WM-Vorbereitungen, Afrika, Infrastrukturmaßnahmen, Investitionen, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika durch die Auswertung von Medienberichten und stellt dabei die Frage, ob die von den Medien prognostizierten Schwierigkeiten eine erfolgreiche Austragung gefährden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Stadienbau, die infrastrukturelle Erschließung, die Sicherheitsvorkehrungen sowie die touristische Entwicklung und deren gesamtwirtschaftliche Bedeutung für das Schwellenland Südafrika.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, basierend auf der Vorberichterstattung eine realistische Prognose über den Verlauf der WM-Vorbereitungen zu erstellen und zu prüfen, inwieweit das mediale Bild der "scheiternden WM" der tatsächlichen Situation entspricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Quellenanalyse durchgeführt, bei der Zeitungsberichte und Internetartikel aus dem Zeitraum bis 2006 ausgewertet werden, ergänzt durch offizielle Inspektionsberichte der FIFA.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Themenbereiche Stadien, Infrastruktur und Sicherheit, wobei jeweils die Finanzierung, die baulichen Fortschritte sowie politische und soziale Konsequenzen für die Bevölkerung beleuchtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Südafrika, Fußball-Weltmeisterschaft, Infrastruktur, Sicherheit, Kriminalitätsbekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung charakterisiert.
Welche Rolle spielt die FIFA bei den Stadionvorgaben?
Die FIFA stellt strikte bauliche und technische Sicherheitsrichtlinien auf, die eine Modernisierung bestehender Stadien oder den Neubau nach internationalem Standard zwingend erforderlich machen.
Wie beeinflussen die WM-Vorbereitungen die lokale Bevölkerung?
Die Vorbereitungen führen zu einer Mischung aus Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung und Problemen, wie etwa der Vertreibung von Straßenhändlern oder dem hohen finanziellen Druck auf die betroffenen Kommunen.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medien?
Die Autorin kritisiert, dass Medien negative Nachrichten und Krisenszenarien stärker fokussieren, da diese eine höhere Nachrichtenrelevanz besitzen und den Verkauf steigern, was jedoch ein einseitiges Bild der Vorbereitungen erzeugt.
- Quote paper
- BA Brit Harder (Author), 2007, Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118725