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Zur Islamischen Radikalisierung

Was führt dazu, dass sich Menschen aus westlichen Gesellschaften radikalisieren und wie kann man diesem Phänomen begegnen?

Titel: Zur Islamischen Radikalisierung

Seminararbeit , 2016 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan Dissemond (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der islamistische Terrorismus ist zu einem weltweiten Phänomen geworden. Des Weiteren fällt auf, dass immer häufiger junge Menschen aus westlichen Ländern für diese Anschläge rekrutiert werden. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, worauf diese Radikalisierung gründet.

Es soll geklärt werden, welche Sozialisationsbedingungen und Denkformen zur islamischen Radikalisierung beitragen respektive diese fördern. Diese Arbeit soll vor allem einen Einblick in die Denkweisen und Motive des Islamismus liefern. Angewendet auf den sogenannten Islamischen Staat soll veranschaulicht werden, was vor allem junge Menschen aus westlichen Gesellschaften dazu verleitet, sich vom Islam radikalisieren zu lassen. Daraus abgeleitet sollen am Ende dieser Arbeit Lösungsvorschläge vorgestellt werden, wie verhindert werden kann, dass der islamistische Terrorismus Anhänger findet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ENTSTEHUNG DES ISLAMISMUS

3. DER ISLAMISCHE FASCHISMUS

4. FORMEN DER RADIKALISIERUNG

4.1 ARCHAISCHER KONSERVATISMUS

4.2 ESKAPISMUS

4.3 RELIGIÖSER AVANTGARDISMUS

5. REFERENZ ZUM SOGENANNTEN ISLAMISCHEN STAAT

5.1 STRATEGIEN DER REKRUTIERUNG

5.1.1 „Einsame Wölfe“

5.1.2 Zielgruppe der Rekrutierung

5.2 MOTIVE DER AUSLANDSKÄMPFER

5.2.1 Verteidiger

5.2.2 Sinnsucher

5.2.3 Mitläufer

6. LÖSUNGSANSÄTZE

6.1 RELIGION

6.2 INTEGRATION

7. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen der Radikalisierung von Menschen aus westlichen Gesellschaften hin zum islamistischen Terrorismus, wobei insbesondere die Rolle sozialer Bedingungen und psychologischer Motive im Kontext des sogenannten Islamischen Staates beleuchtet wird, um daraus präventive Lösungsansätze abzuleiten.

  • Sozialisationsbedingungen und Entstehungsgeschichte des Islamismus
  • Gemeinsamkeiten von Islamismus und europäischem Faschismus
  • Formen und Motivationsprofile der Radikalisierung
  • Rekrutierungsstrategien des sogenannten Islamischen Staates
  • Präventionsstrategien durch Religion und Integration

Auszug aus dem Buch

4.2 Eskapismus

Die folgende Form der Radikalisierung beschreibt wie vor allem junge Männer versuchen sich durch Gruppenbildung aus den sie umgebenen Verhältnissen zu flüchten. Junge Menschen aus sozial schwachen Strukturen sind oft anfällig für die von Abdel-Samad als „Eskapismus [Hervorhebung im Original]“ (ebd., S. 189) beschriebene Form der Radikalisierung. In einer solchen Umwelt „ist weder die eigene Familie noch die Gastgesellschaft in der Lage, ein adäquates Lebensmodell anzubieten“ (ebd.). Dazu kommen oft „Frustration, Ausgrenzung und mangelnde berufliche Perspektiven“ (ebd.), die dazu führen, dass sich vor allem junge Männer, die unter genau diesen Umständen leiden, zu Banden zusammentun „und auf kurz oder lang kriminell oder gewalttätig werden“ (ebd.).

Dieses Phänomen, dass Menschen, welche keinen Platz in der Gesellschaft finden, kriminell werden und eben diese Gesellschaft als Feindbild sehen trifft man in vielen europäischen Großstädten an:

Ob in Berlin-Neukölln, im Stadtviertel Nørrebro in Kopenhagen oder im schwedischen Malmö, ob in Brüssel, in Birmingham oder in der Banlieue von Paris – überall trifft man auf dieses Phänomen. (ebd.)

Es kommt bei dieser Form der Radikalisierung nicht auf religiöse Motive an, die soziale Lage spielt hierbei die ausschlaggebende Rolle für eine Radikalisierung (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedrohung durch islamistischen Terrorismus und definiert das Ziel der Arbeit, die Radikalisierungsgründe junger Menschen zu ergründen und Lösungsansätze zu formulieren.

2. ENTSTEHUNG DES ISLAMISMUS: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass der Islamismus als politisch-fundamentalistische Ideologie ein modernes Phänomen ist, das aus der Begegnung der islamischen Welt mit der westlichen Moderne und Kolonialzeit entstand.

3. DER ISLAMISCHE FASCHISMUS: Es werden strukturelle Parallelen zwischen Islamismus und europäischem Faschismus aufgezeigt, insbesondere hinsichtlich des Gefühls der Erniedrigung, des Strebens nach imperiale Macht und der Ablehnung von Moderne und Aufklärung.

4. FORMEN DER RADIKALISIERUNG: Das Kapitel analysiert drei Radikalisierungstypen nach Hamed Abdel-Samad – den archaischen Konservatismus, den Eskapismus und den religiösen Avantgardismus – und ihre jeweiligen sozialen Nährböden.

5. REFERENZ ZUM SOGENANNTEN ISLAMISCHEN STAAT: Am Beispiel des IS werden die Rekrutierungssysteme und die psychologischen Profile der Kämpfer, unterteilt in Verteidiger, Sinnsucher und Mitläufer, detailliert untersucht.

6. LÖSUNGSANSÄTZE: Hier werden Präventionsstrategien diskutiert, die primär auf die Reform des Islams aus seinem Inneren heraus sowie auf eine effektive gesellschaftliche Integration der gefährdeten Zielgruppen abzielen.

7. RESÜMEE: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass soziale Perspektivlosigkeit der zentrale Treiber der Radikalisierung ist, was eine konsequente Integrationspolitik als Präventionsmaßnahme notwendig macht.

Schlüsselwörter

Islamismus, Radikalisierung, Islamischer Staat, Dschihadismus, Salafismus, Rekrutierung, Soziale Brennpunkte, Integration, Islam, Faschismus, Identitätssuche, Prävention, Perspektivlosigkeit, Ideologie, Fundamentalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe der Radikalisierung von Menschen aus westlichen Gesellschaften hin zum islamistischen Terrorismus und analysiert die Methoden des sogenannten Islamischen Staates.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entstehung des Islamismus, die strukturellen Analogien zum Faschismus, verschiedene Radikalisierungsformen sowie die Rekrutierungsstrategien und Motivationsprofile von IS-Kämpfern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum sich junge Menschen aus westlichen Ländern radikalisieren lassen, welche Sozialisationsbedingungen dies begünstigen und wie dieser Prozess durch präventive Maßnahmen verhindert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse politikwissenschaftlicher und soziologischer Konzepte, insbesondere unter Rückgriff auf die Einteilung der Radikalisierungsformen nach Hamed Abdel-Samad sowie Analysen von Terrorismusexperten.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Islamismus und dessen Vergleich mit dem Faschismus, die differenzierte Darstellung von Radikalisierungsformen sowie eine detaillierte Untersuchung der Anwerbungsmethoden und Motivationstypen beim sogenannten Islamischen Staat.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Islamismus, Radikalisierung, Integration, Prävention, Dschihadismus und der Islamische Staat.

Welche Rolle spielen „Einsame Wölfe“ im Kontext der Rekrutierung?

„Einsame Wölfe“ sind eine gezielte Strategie des IS, bei der im Westen lebende Personen auch ohne physische Reise in ein Kriegsgebiet durch Internetbotschaften und Propaganda zu Terroranschlägen in ihrer Heimat animiert werden.

Warum ist das soziale Umfeld für die Radikalisierung laut der Studie entscheidend?

Die Studie belegt, dass insbesondere soziale Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und ein Gefühl der Demütigung in westlichen Gesellschaften junge Menschen anfällig für das totalitäre, aber identitätsstiftende Weltbild des Islamismus machen.

Welche konkreten Präventionsansätze werden für den Staat empfohlen?

Neben einer strikteren Trennung von Staat und Kirche wird die aktive Förderung der Integration sowie eine stärkere Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Islamismus als effektivste Immunisierung gegen Radikalisierung gefordert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Islamischen Radikalisierung
Untertitel
Was führt dazu, dass sich Menschen aus westlichen Gesellschaften radikalisieren und wie kann man diesem Phänomen begegnen?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Jan Dissemond (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V1187493
ISBN (PDF)
9783346622341
ISBN (Buch)
9783346622358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Radikalisierung Westen IS Islamismus Naher Osten Terror Islamischer Staat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Dissemond (Autor:in), 2016, Zur Islamischen Radikalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187493
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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