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Weblogs - Neuer Journalismus?

Title: Weblogs - Neuer Journalismus?

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Soz. Timo Kotowski (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob Blogs und traditionelle journalistische Produktionen komplementär zu einander sind, Blogs also eine neue ergänzende und erweiternde Form des Journalismus sind oder ob in Blogosphäre und Journalismus gänzlich unterschiedliche mediale Produkte geschaffen werden, die mit unterschiedlichen Intentionen publiziert und rezipiert werden und somit an unterschiedlichen Gütekriterien gemessen werden. Mit diesem Ziel soll zuerst im Kapitel 2 die jüngere Publikationsform – die Blogs – betrachtet werden, um Charakteristika und Definitionskriterien herauszuarbeiten. Unter Bezugnahme auf empirische Ergebnisse sollen in Kapitel 3 Praktiken des Bloggens – Motive der Autoren, beobachtbare Handlungsregelmäßigkeiten vorgestellt werden, die in Kapitel 4 im von Schmidt6 entwickelten Modell, das Bloggen als durch Regeln, Netzwerkbildung und -pflege sowie Technologie gerahmtes soziales Handeln begreift, zusammengeführt werden. Anhand der modelleigenen Analysekriterien sollen in Kapitel 5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Blogs und traditionellen Massenmedien aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Blogs – Charakteristika und Definitionskriterien

3 Praktiken des Bloggens

4 Bloggen als gerahmtes soziales Handeln

4.1 Regeln

4.2 Netzwerk

4.3 Technologie

4.4 Synthese zum Analysemodell des Bloggens

5 Blogs vs. Journalismus

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Weblogs und dem traditionellen Journalismus, um zu klären, ob Blogs als komplementäre, erweiternde Form des Journalismus fungieren oder als grundlegend andere mediale Produkte mit eigenen Gütekriterien anzusehen sind.

  • Charakterisierung von Weblogs und deren Definitionskriterien
  • Analyse der Praktiken des Bloggens basierend auf Motiven und Handlungsregelmäßigkeiten
  • Anwendung des Analysemodells von Schmidt zur Einordnung des Bloggens als gerahmtes soziales Handeln
  • Untersuchung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Blog-Kommunikation und Massenmedien
  • Beurteilung des investigativen Potenzials und des Strukturwandels der Öffentlichkeit durch Blogs

Auszug aus dem Buch

1 | Einleitung

Sie gelten als Teil einer „heimlichen Medienrevolution“, als Bestätigungsfeld für „neue Meinungsmacher“, werden als Mittel für die „soziale Rückeroberung des Netzes“ angesehen. Durch Weblogs und ihre Autoren werden das allgemein verfügbare Medienangebot und der Kreis der Medienschaffenden vergrößert. Weblogs können helfen, Gegenöffentlichkeiten zu schaffen, randständige Stimmen in die Öffentlichkeit zu bringen und Mittel zum Austausch zwischen Menschen mit geteilten Interessen sein.

Umstritten ist aber, ob die Autoren der Webtagebücher, die Blogger, als Journalisten anzusehen sind. Einerseits verstehen sich zahlreiche Blogger als (alternative) Journalisten. Manche von ihnen sind neben ihrer Blogger-Tätigkeit auch ausgebildete und hauptberufliche Profi-Journalisten. Andererseits sind sowohl in der Blogosphäre als auch im Journalismus Abgrenzungstendenzen zu beobachten. Zahlreiche Blogger geben ihren Veröffentlichungen eine starke individuelle autorenspezifische Färbung, ihre Themenwahl orientiert sich nicht an einem öffentlichen Interesse oder professionellen Relevanzkriterien, sondern ist durch ein persönliches Interesse bzw. eine individuelle Mitteilungslust bestimmt. Und Profi-Journalisten verweisen auf ihre standesspezifischen Regeln, die sie in Blogs gebrochen sehen.

Da beide – Blogger und Journalisten – Inhalte im Web schaffen, besteht mindestens partiell ein Konkurrenzverhältnis, das als nicht entspannt angesehen werden kann. Zuweilen wird festgestellt, zwischen Bloggern und Journalisten bestehe eine „innige Hassliebe“. Exemplarisch für diese Feststellung seien die Notizen eines beobachtende Wissenschaftlers zu einer Diskussionsveranstaltung des Deutschen Journalistenverbands (DJV) im Januar 2008 in Berlin genannt. „Gelernt habe ich erstens, dass der Graben des Misstrauens und der Abneigung zwischen Blattmachern und Blogmachern tiefer und breiter ist als gedacht“, schreibt Haller – in seinem Blog. Er diagnostiziert auf beiden Seiten Zerrbilder bezüglich der Selbstdefinition der Verantwortlichen und der Rezeption ihrer Veröffentlichungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Weblogs als Teil einer Medienrevolution und skizziert das spannungsreiche Konkurrenzverhältnis zwischen Bloggern und Journalisten.

2 Blogs – Charakteristika und Definitionskriterien: Dieses Kapitel erarbeitet Definitionen und Merkmale von Weblogs, wobei die technologische Basis, Autorenzentriertheit und Leitbilder wie Authentizität und Dialogorientierung im Zentrum stehen.

3 Praktiken des Bloggens: Hier werden empirische Daten zu Bloggern, deren soziodemografischen Merkmalen, Inhalten und Motiven vorgestellt.

4 Bloggen als gerahmtes soziales Handeln: Das Kapitel führt das Modell von Schmidt ein, das Bloggen durch die drei Rahmungsfaktoren Regeln, Netzwerk und Technologie als soziales Handeln konzeptualisiert.

5 Blogs vs. Journalismus: Dieser Teil vergleicht die publizistischen Ansätze von Bloggern und Journalisten, untersucht das investigative Potenzial und beleuchtet die Komplementarität beider Kommunikationsformen.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Blogs den Profi-Journalismus ergänzen, einen Strukturwandel der Öffentlichkeit auslösen, aber eigene Standards und Praktiken aufweisen.

Schlüsselwörter

Weblogs, Blogosphäre, Journalismus, Medienrevolution, Internetkommunikation, Soziales Handeln, Netzwerkbildung, Identitätsmanagement, Informationsmanagement, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Online-Medien, Mediennutzung, Qualitätssicherung, Citizen Journalism, Digitale Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob Weblogs eine ergänzende, neue Form des Journalismus darstellen oder ob sie sich als grundsätzlich andere mediale Gattung von den klassischen Massenmedien abgrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Blogs, den Praktiken der Blogger, der Einordnung des Bloggens als gerahmtes soziales Handeln sowie dem Vergleich zu journalistischen Standards.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konkurrenz- oder Komplementaritätsverhältnis zwischen Blogs und Journalismus zu analysieren und zu klären, ob für Blogs eigene Gütekriterien gelten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie der Anwendung eines sozialwissenschaftlichen Analysemodells (nach Jan Schmidt), um Bloggen als gerahmtes soziales Handeln zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Charakteristika von Blogs, die Analyse von Blog-Praktiken, die theoretische Rahmung (Regeln, Netzwerke, Technik) und den direkten Vergleich von Blog-Publizistik und traditionellem Journalismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben Weblogs und Journalismus insbesondere die Begriffe Netzwerk, soziale Rahmung, Partizipation, Identitätsmanagement und Strukturwandel der Öffentlichkeit.

Wie unterscheidet sich die Qualitätssicherung in Blogs vom klassischen Journalismus?

Während der professionelle Journalismus auf redaktionelle Selektion und festen Standesregeln beruht, findet die Qualitätssicherung in Blogs laut der Arbeit eher durch Selbststeuerung, wechselseitige Vernetzung und eine informelle Blogger-Ethik statt.

Was versteht man in der Arbeit unter „gerahmtem sozialen Handeln“ bei Blogs?

Dieser Begriff beschreibt, dass das Bloggen nicht isoliert stattfindet, sondern innerhalb eines Rahmens, der durch geteilte Regeln der Community, die Vernetzung mit anderen Akteuren und die zugrunde liegende Softwaretechnologie definiert wird.

Welche Rolle spielt die Hypertextstruktur für den Journalismus in Blogs?

Die Arbeit betont, dass Blogs aufgrund ihrer starken Bindung an die Hypertextstruktur des Internets (Verlinkungen) eine Form der Wissensproduktion darstellen, die sich wesentlich von abgeschlossenen journalistischen Texten unterscheidet.

Wie bewertet der Autor das „investigative Potenzial“ von Blogs?

Die Arbeit stellt fest, dass das investigative Potenzial von Blogs trotz einzelner Beispiele als eher begrenzt angesehen wird und Blogs den traditionellen Journalismus bisher nicht ersetzen, sondern eher in einer komplementären Rolle unterstützen.

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Details

Title
Weblogs - Neuer Journalismus?
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Course
Medienlehre
Grade
1,0
Author
Dipl.-Soz. Timo Kotowski (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V118762
ISBN (eBook)
9783640221127
ISBN (Book)
9783640223176
Language
German
Tags
Weblogs Neuer Journalismus Medienlehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Soz. Timo Kotowski (Author), 2008, Weblogs - Neuer Journalismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118762
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