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Machtprozesse in der stationären Heimerziehung

Eine empirische Erhebung

Titel: Machtprozesse in der stationären Heimerziehung

Bachelorarbeit , 2019 , 56 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Patricia Mäder (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Machtkonzepten Professioneller in der stationären Heimerziehung.

Ziel dieser Arbeit ist der Versuch, zu skizzieren, inwiefern das Thema Macht in einer Einrichtung noch zentral ist. Genauer wird untersucht, welche subjektiven Machtkonzepte mithilfe von leitfadengestützten problemzentrierten Interviews sich bei Professionellen herausstellen lassen, ob diese innerhalb der Einrichtung äquivalent oder gänzlich verschieden sind und wie sich die herausgestellten Machtkonzepte mit dem implementierten Partizipationskonzept der Einrichtung vereinbaren lassen.

Beginnend mit einer theoretischen Einführung zum Forschungsstand der Machtthematik erfolgt schließlich der Übergang zur Perspektive auf die Praxis, die zunächst eine Vorstellung davon abzeichnen soll, wie und in welcher Form sich Machtprozesse in der Kinder- und Jugendhilfe zeigen.

Schließlich folgt der empirische Teil dieser Arbeit, der sich mit der eingangs gestellten Forschungsfrage nach subjektiven Machtkonzepten Professioneller in ihrer pädagogischen Arbeit beschäftigt und diese mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse aufzubereiten sowie zu beantworten versucht.

Die Debatte zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ergab sich schließlich daraus, dass Beteiligung und Mitsprache in der Heimerziehung der letzten Jahrzehnte eine signifikant untergeordnete Rolle spielten. So zeigte Klaus Wolf in seiner qualitativen Studie zu Machtprozessen in der Heimerziehung die unterschiedlichen Dimensionen, in denen Machtdifferentiale sowie Abhängigkeitsverhältnisse stattfinden.

Macht und Partizipation mögen sich augenscheinlich gegenseitig ausschließen, denn dort, wo ausgeprägte Macht herrscht, kann nicht die Rede von Mitbestimmung sein. Partizipation hingegen bedeutet dahingehend vielmehr ein demokratisches Aushandeln verschiedenster, für die Jugendlichen im Rahmen ihrer Fremdunterbringung alltagsrelevanter Themen.

Trotz verpflichtender, partizipativer Konzeptionen stehen die tatsächliche Beteiligung und Mitbestimmung der Jugendlichen nicht als automatisch gesichert. Externe Rahmenbedingungen, professionelle Haltungen und konzeptionell implementierte Regelungen bedingen sich hierbei gegenseitig und beeinflussen den pädagogischen Arbeitsalltag Professioneller maßgebend.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Macht

2.1 Konturen eines Machtbegriffes

2.2 Machtkonzept nach Heinrich Popitz

2.3 Machttheorien

3 Machtprozesse in der Heimerziehung

3.1 Exkurs: Alltag und professionelle Erziehung: Ebenen der Legitimation

3.2 Machtquellen in der Heimerziehung

3.3 Körperkontrolle als Dominanz- und Machtthematik am Beispiel des Essens

3.4 Organisationskulturen in der Heimerziehung

4 Machtkonzepte Professioneller in der stationären Heimerziehung

4.1 Vorstellung des Beispielmaterials

4.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials

4.3 Fragestellung der Analyse

4.4 Ablaufmodell der Analyse

5 Ergebnisse und Auswertung der Materialanalyse

5.2 Verregelung des Alltags

5.3 Partizipation als Entscheidungsmacht

5.4 Beziehungsarbeit

5.5 Beantwortund der Forschungsfragen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht subjektive Machtkonzepte von Professionellen in der stationären Heimerziehung und analysiert, inwiefern diese mit den implementierten Partizipationskonzepten der Einrichtungen sowie dem pädagogischen Alltag in Einklang stehen.

  • Theoretische Fundierung des Machtbegriffs und machttheoretische Perspektiven
  • Machtprozesse und Abhängigkeitsverhältnisse in der stationären Heimerziehung
  • Analyse von Organisationskulturen im Kontext von Beteiligung und Beschwerdemanagement
  • Empirische Untersuchung subjektiver Machtauffassungen durch leitfadengestützte Interviews

Auszug aus dem Buch

Machtquellen in der Heimerziehung

Macht- und Abhängigkeitsbeziehungen sind zentrale Elemente für die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen. Erziehung ist einerseits ohne einen gewissen Machtüberhang auf Seiten des Erwachsenen bzw. der Erzieherinnen nicht möglich, andererseits müssen die Erziehenden genügend Spielräume lassen und Möglichkeiten zur Entfaltung der Persönlichkeit geben, um diesen Überhang abzubauen und den Kompetenzzuwachs bei Kindern zu fördern. So könnte man also davon ausgehen, dass dort, wo Erziehung stattfindet, auch immer Machtprozesse, in welchem Ausmaße sei dahingestellt, gegeben sind. Worin sie ihren Ursprung haben und wie sie sich dahingehend darstellen lassen, wird anhand ausgewählter Beispiele der Schwerpunkt des nächsten Abschnittes sein. Mithilfe der von Klaus Wolf erstellten qualitativen Studie zu Settings klassischer Heimerziehung werden im Folgenden fünf ausgewählte Machtquellen beleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sich aus der gesetzlich vorgeschriebenen Partizipation in der Heimerziehung ergibt, und legt die Forschungsfrage zur Machtkonzeption professioneller Erziehender dar.

2 Macht: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über Machtbegriffe und -theorien, mit besonderem Fokus auf Heinrich Popitz und die Konstruktivismus-Debatte.

3 Machtprozesse in der Heimerziehung: Es werden Machtquellen in der Heimerziehung identifiziert und anhand von Alltagsbeispielen sowie Organisationskulturen im Kontext der Fremdunterbringung beleuchtet.

4 Machtkonzepte Professioneller in der stationären Heimerziehung: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung (leitfadengestützte Interviews) sowie das Analysedesign detailliert beschrieben.

5 Ergebnisse und Auswertung der Materialanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde aus den geführten Experteninterviews und diskutiert die subjektiven Machtkonzepte der Befragten im Abgleich mit Partizipationsvorgaben.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Balance zwischen notwendiger pädagogischer Macht und dem Anspruch auf Partizipation.

Schlüsselwörter

Machtkonzepte, Heimerziehung, stationäre Jugendhilfe, Partizipation, Beteiligungsrechte, Beschwerdemanagement, pädagogische Macht, Abhängigkeitsverhältnisse, professionelles Handeln, Grenzsetzung, Organisationskultur, Machtausübung, qualitatives Interview, Erziehungsprozesse, Machtreflexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie professionelle Fachkräfte in der stationären Heimerziehung Macht definieren und in ihrem pädagogischen Alltag mit Jugendlichen ausüben bzw. reflektieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das Spannungsfeld zwischen pädagogischer Grenzsetzung, dem gesetzlich verankerten Partizipationsanspruch und der professionellen Reflexion von Macht in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den subjektiven Machtkonzepten professioneller Erziehender und untersucht, inwieweit diese Machtauffassungen mit den Partizipationskonzepten ihrer Einrichtung sowie dem Beziehungsalltag korrespondieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, wobei leitfadengestützte problemzentrierte Interviews mit Fachkräften aus drei verschiedenen Wohngruppen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung verschiedener Machttheorien und eine empirische Analyse, in der Kategorien wie „Machtprozesse“, „Verregelung des Alltags“ und „Beziehungsarbeit“ anhand der Interviewdaten untersucht werden.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Machtkonzepte, stationäre Heimerziehung, Partizipation, pädagogische Macht, Abhängigkeit, Fremdunterbringung und professionelle Reflexion.

Wie gehen Fachkräfte mit Machtmissbrauch um?

Die Arbeit zeigt, dass die Befragten Machtmissbrauch als kritische Gefahr bewerten und ihn durch offene Kommunikation, Reflexion im Team und institutionelle Kontrollmechanismen (wie Supervision) zu verhindern versuchen.

Welche Rolle spielt die „Verregelung des Alltags“?

Die Verregelung dient nach Einschätzung der Fachkräfte als notwendiger Orientierungsrahmen für die Jugendlichen, wird jedoch von den Professionellen selbst teilweise als Machtinstrument zur Strukturierung des Alltags identifiziert.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Machtprozesse in der stationären Heimerziehung
Untertitel
Eine empirische Erhebung
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Patricia Mäder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
56
Katalognummer
V1187632
ISBN (eBook)
9783346628923
ISBN (Buch)
9783346628930
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Machtkonzepte stationäre Heimerziehung Partizipation Beteiligung Heimerziehung Sozialpädagogik Pädagogik Machtprozesse Heim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Mäder (Autor:in), 2019, Machtprozesse in der stationären Heimerziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187632
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  56  Seiten
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