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Digital Divide. Digitale Ungleichheit als Implikator für soziale Ungleichheit?

Titel: Digital Divide. Digitale Ungleichheit als Implikator für soziale Ungleichheit?

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patricia Mäder (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Digital Divide und beantwortet die Frage, ob digitale Ungleichheit als Implikator für soziale Ungleichheit dient.

Um dieser Frage nachzugehen, wird im Folgenden zunächst die Perspektive einer Informations- und Wissensgesellschaft eingenommen, um aufzuzeigen, inwiefern sich eine soziale Ungleichheit diesbezüglich beschreiben lässt. Darauffolgend werden gegenwärtige Ungleichheitsentwicklungen beleuchtet und aufgezeigt, welche Rolle dem Internet dabei zugeschrieben wird.

In einem weiteren Abschnitt werden Distinktionsprozesse und die These der digitalen Spaltung weiter in die Thematik einführen, bis letztlich ein soziologisches Erklärungsmodell zur digitalen Ungleichheit aufzeigt, welche Ungleichheitsprozesse auf der Mikro- und Makroebene stattfinden.

In einem Fazit werden die Erkenntnisse zusammengetragen und in den Kontext zur sozialen Ungleichheit gesetzt, wobei hier letztendlich die Frage nach der Verschärfung dieser durch die digitale Ungleichheit zu beantworten versucht wird.

Das Internet als digitales Medium ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es fungiert in unserer modernen Gesellschaft als Quelle für Informationen, Unterhaltung in Form von Musik, Videos, Fotos usw. und macht eine soziale Vernetzung auf dafür vorgesehenen Plattformen möglich. Das Internet wird einerseits als demokratisierend sowie vernetzend gesehen und würde den Wissensstand heben, auf der anderen Seite würde es aber auch die Mächtigen stärken, zur Vereinsamung führen und dumm machen.

Was auch immer auf einen persönlich davon zutrifft - Fakt ist: das Internet nimmt erheblichen Einfluss auf das individuelle Leben und stellt den Einzelnen in den Mittelpunkt - so heißt es. Damit nimmt das Internet aber auch gleichzeitig Einfluss auf die Gesellschaft und ihre sozialen Strukturen. Die Gesellschaft ist wiederum geprägt von Ungleichheitsprozessen, die sich in bestimmten sozialen Schichtungen äußern und nur schwer aufbrechbar scheinen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Soziale Ungleichheit in Theorien der Informations- und Wissensgesellschaft

2 Gegenwärtige Ungleichheitsentwicklung und die Rolle des Internets

3 Distinktionsprozesse und die These der digitalen Spaltung

4 Soziologisches Modell zur Erklärung der digitalen Ungleichheit

4.1 Auf der Makroebene

4.2 Auf der Mikroebene

4.3 Von der Mikro- auf die Makroebene

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der digitalen Ungleichheit und der sozialen Ungleichheit in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft, wobei insbesondere der Einfluss von individuellem Mediennutzungsverhalten und vorhandenen Kapitalsorten auf gesellschaftliche Teilhabechancen analysiert wird.

  • Theoretische Verortung sozialer Ungleichheit in der Informationsgesellschaft
  • Die Rolle des Internets als Stratifikationsfaktor
  • Distinktionsprozesse und die Entstehung digitaler Spaltungen
  • Soziologische Modellierung der Mikro-Makro-Verknüpfung
  • Bedeutung von Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu für die Medienkompetenz

Auszug aus dem Buch

3 Distinktionsprozesse und die These der digitalen Spaltung

Einst hieß es, der Zugang zu Informationen sei niederschwellig und die damit verbundene Emanzipation würde soziale Ungleichheiten reduzieren (vgl. Witzel 2012: 82). Auch die Partizipation in sozialen Netzwerken würde damit steigen. Realtität ist jedoch, dass mit dem einfachen Zugang Distinktionen auf anderer Ebene entstehen. Es kommt zur Bildung [...] eigener Ökosysteme, welche die eigenen Nutzerinnen und Nutzer möglichst eng an sich zu binden versuchen [...]“ (Witzel 2012: 84). Es wurde empirisch nachgewiesen, dass das Medienhandeln der Akteur*innen der Gesellschaft von Ungleichheiten geprägt ist - „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sowohl die Nutzung selbst, als auch digitale Kompetenzen mit dem sozioökonomischen Status zusammenhängen. Statushöhere Akteurinnen und Akteure können von den Angeboten stärker profitieren als statusniedrigere Personen [...]“ (Witzel 2012: 83). An dieser Stelle kommt erneut die individuelle Ausstattung mit den verschiedenen Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu zum Tragen, denn diese würden eine stratifizierende Wirkung entfalten und einen klassenspezifischen Habitus mit sich führen (vgl. Witzel 2012: 85). Hier beginnt also sozusagen die Reproduktion sozialer Strukturen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Ungleichheit und die zentrale Fragestellung zur gegenseitigen Bedingtheit von Internetnutzung und sozialer Ungleichheit.

1 Soziale Ungleichheit in Theorien der Informations- und Wissensgesellschaft: Analyse des gesellschaftlichen Wandels von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und der zunehmenden Bedeutung von Wissen als Ressource.

2 Gegenwärtige Ungleichheitsentwicklung und die Rolle des Internets: Untersuchung des Internets als Medium, das bestehende Ungleichheiten nicht zwangsläufig abbaut, sondern als Stratifikationsfaktor fungieren kann.

3 Distinktionsprozesse und die These der digitalen Spaltung: Diskussion darüber, wie durch unterschiedliche Mediennutzung und Habitus soziale Distinktionen reproduziert werden.

4 Soziologisches Modell zur Erklärung der digitalen Ungleichheit: Anwendung eines theoretischen Modells zur Verknüpfung von individuellen Handlungen (Mikroebene) mit gesellschaftlichen Strukturen (Makroebene).

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Frage, ob digitale Spaltung tatsächlich die soziale Ungleichheit verschärft.

Schlüsselwörter

Digitale Ungleichheit, soziale Ungleichheit, Informationsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Internetnutzung, Kapitalsorten, Pierre Bourdieu, Distinktion, Medienkompetenz, Habitus, Stratifikation, Partizipation, Mikro-Makro-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern das Internet und die digitale Mediennutzung soziale Ungleichheiten in der heutigen Informationsgesellschaft verstärken oder abmildern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themenschwerpunkte sind die Theorie der Wissensgesellschaft, die Bedeutung von Bildungs- und Wissenskapital, soziologische Erklärungsmodelle für individuelles Medienhandeln sowie Distinktionsprozesse innerhalb digitaler Räume.

Welches Ziel verfolgt die Verfasserin mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, digitaler Kompetenz und dem tatsächlichen Nutzen aus der Internetnutzung zu ergründen und die Frage zu beantworten, ob digitale Spaltung zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheit führt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen Theorien, insbesondere unter Einrückung des methodologischen Individualismus nach Coleman und des Modells der sozialen Erklärung nach Esser.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Wissensgesellschaft, die Rolle des Internets als Stratifikationsfaktor, eine Analyse von Distinktionsprozessen mittels Bourdieus Kapitaltheorie sowie die soziologische Modellierung der Verknüpfung von Mikro- und Makroebene.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Digitale Ungleichheit, Soziale Ungleichheit, Kapitaltheorie nach Bourdieu, Habitus, Wissensgesellschaft und Stratifikation.

Wie spielt das Konzept der "Kapitalsorten" eine Rolle für die Mediennutzung?

Die Autorin argumentiert, dass nicht nur der rein technische Zugang zum Internet zählt, sondern vor allem ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital entscheidend dafür sind, ob und wie Nutzer vom Internet profitieren können.

Was bedeutet in diesem Kontext "Wissen zweiter Ordnung"?

Hierunter wird die Fähigkeit verstanden, Informationen nicht nur abzurufen, sondern diese gezielt zu beschaffen, zu bewerten und kontextualisieren zu können, um daraus verwertbaren Handlungsnutzen zu ziehen.

Kann man von einer „digitalen Spaltung“ sprechen?

Ja, laut der Arbeit entstehen durch unterschiedliche Nutzungsweisen und die ungleiche Verteilung digitaler Kompetenzen Distinktionen, die dazu führen, dass technologische Innovationen eher die Kluft zwischen ohnehin privilegierten und benachteiligten Gruppen vergrößern.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digital Divide. Digitale Ungleichheit als Implikator für soziale Ungleichheit?
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,3
Autor
Patricia Mäder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V1187633
ISBN (PDF)
9783346626660
ISBN (Buch)
9783346626677
Sprache
Deutsch
Schlagworte
digital divide digitale Ungleichheit soziale Ungleichheit Digitalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Mäder (Autor:in), 2018, Digital Divide. Digitale Ungleichheit als Implikator für soziale Ungleichheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187633
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Leseprobe aus  20  Seiten
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