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Individualisierung und Aufgabenkontrolle in der Schule

Título: Individualisierung und Aufgabenkontrolle in der Schule

Tesis (Bachelor) , 2020 , 36 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Nicole Janowitz (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Positionierung der Hausaufgabenkontrolle und wie dies mit der Individualisierung in Verbindung steht.

Kernbestandteil der vorliegenden Arbeit ist die Individualisierung und die Aufgabenkontrolle. Beide Thematiken werden in ihrer historischen Entwicklung aufgezeigt, auf welche im Fortlauf dieser Arbeit Bezug genommen wird.

Öffnung des Unterrichts, Differenzierung, Adaptivität, Dezentrierter Unterricht, Individualisierung. Alles Aspekte, die auf die Heterogenität der Schülerschaft eingehen sollen. Aktuelle bildungspolitische Diskussionen fordern die Berücksichtigung der Heterogenität in der Schule, die in Zukunft einen Zuwachs an Bedeutung erhalten dürfte. Zentrale Forderung ist die Verbesserung der Chancengleichheit und der Bildungsgerechtigkeit, indem auf Lernvoraussetzungen eingegangen und Potenzial gefördert wird.

Schlicht dargestellt, reagiert die Individualisierung auf die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, die mithilfe des Unterrichts auf individuelle Voraussetzungen jedes Individuums einzugehen versucht.

Um die Bedeutung, Dimension und Vielfältigkeit von Individualisierung deutlich zu machen, ist zunächst eine Auseinandersetzung mit der Thematik erforderlich, hierbei soll deutlich gemacht werden, was sie bedeuten und in welchen Erscheinungen sie auftreten kann. Auf dieser Grundlage soll versucht werden, aufzuzeigen, inwiefern die Institution Schule hiermit in Verbindung steht.

Die Aufgabenkultur in der Schule soll hierbei ein mögliches Werkzeug zur Verwirklichung darstellen, weshalb zunächst auf individualisierte Arbeitsaufträge eingegangen wird. An dieser Stelle knüpft die Kernthematik “Aufgabenkontrolle“ an, die auf dieser Grundlage einen Zugang zur Individualisierung versucht. Daher ist eine allumfängliche Auseinandersetzung mit der individualisierten Aufgabenkontrolle nötig, weshalb zunächst wichtige Bestandteile der Aufgabenkontrolle aufgegriffen werden.

Anhand verschiedener Praxisbeispiele findet eine Darstellung von Kontrollsituationen statt, welche die Positionierung der Aufgabenkontrolle deutlich machen soll. Die daraus entstehenden Chancen und Grenzen der Systematik sollen die Thematik der Positionierung ergänzen.

Insbesondere kursierende Praxisberichte ermöglichen einen Einblick in den individualisierten Unterricht. Jedoch fehlt es noch an hinreichender empirischer Forschung sowie Beobachtungsstudien, speziell mit dem Schwerpunkt einhergehender Probleme in Struktur und Handlung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Bestimmungen

2.1 Soziologische Betrachtung von Individualisierung

2.1.1 Dimensionen

2.1.2 Individualisierungstheorien

2.2 Traditionelle Hausaufgaben

2.2.1 Hausaufgabenkontrolle

2.2.2 Grenzen traditioneller Hausaufgaben

3. Individualisierung in der Schule

3.1 Individualisierung von Unterricht

3.2 Individualisierung von Aufgaben

4. Individualisierung und Aufgabenkontrolle

4.1 Etymologie Kontrolle

4.2 Legitimation

4.3 Kontrollarten und Kontrollakteure

4.4 Rückmeldung

5. Kontrollpraxis

5.1 Kontrollpraxis in Grundschulen

5.1.1 Montessori-Schule

5.1.2 Erich-Kästner-Schule

5.1.3 Alternativschule

5.1.4 Astrid-Lindgren-Schule

5.2 Kontrollpraxis in Ganztagsschulen

5.2.1 Die Aufgabenstunde

5.2.2 Die fachbezogene Übungsstunde

6. Individualisierung und Aufgabenkontrolle – Problembereiche

6.1 Bewertbarkeit

6.2 Individualisierte Arbeitsaufträge

6.3 Zeitlicher Aspekt

6.4 Kontrollart und Kontrollakteur

6.5 Lehrertypus

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannung zwischen dem pädagogischen Anspruch der Individualisierung in der Schule und der praktischen Umsetzung der Aufgabenkontrolle. Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrkräfte den Widerspruch zwischen der Forderung nach individueller Förderung und der Notwendigkeit einer strukturierten Rückmeldung auflösen können.

  • Soziologische und theoretische Grundlagen der Individualisierung
  • Die Rolle von Hausaufgaben und Arbeitsaufträgen im schulischen Kontext
  • Analyse verschiedener Kontrollpraktiken in Grund- und Ganztagsschulen
  • Herausforderungen wie Zeitmanagement, Bewertbarkeit und unterschiedliche Lehrertypen
  • Möglichkeiten und Grenzen individueller Rückmeldungskulturen

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziologische Betrachtung von Individualisierung

Durch die Modernisierung der Arbeitswelt ist die Individualisierung von Nöten, da die Arbeitswelt im ständigen Wandel ist. Es entstehen neue und veränderte Arbeitsplätze und daher ist eine hohe Flexibilität des Individuums erforderlich, damit die Einarbeitung in neue Themengebiete und das Aneignen von Wissen in ständig wechselnde Themengebiete erfolgreich gelingen kann. Auch die eigene Kooperation spielt eine große Rolle, denn in der modernen und projektorientierten Arbeitswelt ist das Individuum konfrontiert mit ständig wechselnden Konstellationen von Gruppen zu arbeiten, da Projektarbeiten nur für kurze Zeit bestimmt sind. Moderne Unternehmen fordern Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Leistungsorientierung (vgl. Richter, 2008, S. 728 f.).

Den Begriff der Individualisierung prägte der deutsche Soziologe Ulrich Beck im Jahre 1986 in seinem Buch „Risikogesellschaft“. In diesem spricht er von einer dreifachen Individualisierung. In diesem Modell nennt er drei Dimensionen, die durchlaufen werden: die Freisetzungsdimension, die Entzauberungsdimension und die Kontrolldimension. In der Dimension der Freisetzung geht es um die Herauslösung aus gesellschaftlichen Normen und Traditionen. Jeder Einzelne soll zum Gestalter seines eigenen Lebens werden. Die Entzauberungsdimension meint, sich aus traditionellen Sicherheiten und Praktiken zu lösen. Die dritte Dimension, die Reintegration, beinhaltet den Aufbau neuer sozialer Beziehungen. In dem Prozess sieht er einen Widerspruch in sich, denn die Dimensionen durchlaufen den Prozess der Herauslösung, die damit einhergehende Verlust der Stabilität und letztendlich widersprüchlich, die erneute Eingliederung in das System (vgl. Beck, 2016, S. 206 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Heterogenität in der Schülerschaft und führt in die Problematik der Aufgabenkultur als Werkzeug der Individualisierung ein.

2. Begriffliche Bestimmungen: Es werden die soziologischen Grundlagen der Individualisierung sowie die historischen und didaktischen Funktionen traditioneller Hausaufgaben dargelegt.

3. Individualisierung in der Schule: Das Kapitel beleuchtet, wie Unterricht und Aufgabenstellungen gestaltet werden können, um den individuellen Voraussetzungen der Lernenden gerecht zu werden.

4. Individualisierung und Aufgabenkontrolle: Hier wird der theoretische Rahmen für die Aufgabenkontrolle geschaffen, inklusive Etymologie, Legitimation und der Unterscheidung von Kontrollarten.

5. Kontrollpraxis: Die Arbeit analysiert empirische Beispiele aus verschiedenen Grundschul- und Ganztagsschulkonzepten, um die tatsächliche Umsetzung der Kontrolle im Alltag aufzuzeigen.

6. Individualisierung und Aufgabenkontrolle – Problembereiche: Dieses Kapitel diskutiert zentrale Spannungsfelder wie die Bewertbarkeit, den Zeitaufwand und den Einfluss des Lehrertypus auf die Kontrollpraxis.

7. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die notwendige Weiterentwicklung der Aufgabenkontrolle in einem individualisierten Schulalltag.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Aufgabenkontrolle, Hausaufgaben, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Rückmeldung, Heterogenität, Selbstständigkeit, Lernförderung, Ganztagsschule, Lehrertypus, pädagogische Praxis, Bildungsungleichheit, Arbeitsaufträge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Individualisierung im schulischen Kontext mit der notwendigen Aufgabenkontrolle in Einklang gebracht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Soziologie der Individualisierung, die Didaktik von Hausaufgaben, verschiedene schulpraktische Kontrollmodelle sowie die damit verbundenen strukturellen und persönlichen Herausforderungen für Lehrkräfte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Lehrkräfte trotz begrenzter Zeitressourcen eine individualisierte Aufgabenkontrolle umsetzen können, ohne in ein rein formales Kontrollsystem zurückzufallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse von dokumentierten Praxisbeispielen aus unterschiedlichen Grund- und Ganztagsschulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Individualisierungsbegriffen, die Analyse der Kontrollpraxis an spezifischen Schulen und die kritische Diskussion von Problembereichen wie Zeitmangel und Bewertungsdruck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Individualisierung, Aufgabenkontrolle, Rückmeldung, Selbstständigkeit, Heterogenität und Schulentwicklung.

Inwiefern beeinflusst das Montessori-Konzept die Kontrollpraxis?

Laut der Arbeit führt das Montessori-Konzept trotz des Fokus auf Selbstkontrolle oft zu einem strengen, fremdgesteuerten Kontrollsystem, da die Lehrkraft sich in der Pflicht sieht, den Fortschritt formell zu bestätigen.

Welche Rolle spielt die Lehrperson als Akteur in dieser Arbeit?

Die Lehrperson wird als Schlüsselfigur gesehen, die durch ihren individuellen Lehrertypus und ihr pädagogisches Verständnis maßgeblich bestimmt, ob eine Aufgabenkontrolle eher als Entlastung oder als zusätzliche bürokratische Bürde empfunden wird.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zeitproblematik?

Es wird geschlussfolgert, dass eine Verkleinerung der Gruppengröße und ein höheres Vertrauen in die Selbstständigkeit der Schüler notwendig sind, um Lehrkräfte von zeitintensiven, formalen Kontrollprozessen zu entlasten.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Individualisierung und Aufgabenkontrolle in der Schule
Universidad
University of Kassel
Calificación
2,7
Autor
Nicole Janowitz (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
36
No. de catálogo
V1187647
ISBN (PDF)
9783346626233
ISBN (Libro)
9783346626240
Idioma
Alemán
Etiqueta
Individualisierung Individualisierung in der Schule Hausaufgabenkontrolle Chancengleichheit Heterogenität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicole Janowitz (Autor), 2020, Individualisierung und Aufgabenkontrolle in der Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187647
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