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Kritische Diskursanalyse. Die Darstellung einer veganen Ernährung bei Kindern in den Medien

Titel: Kritische Diskursanalyse. Die Darstellung einer veganen Ernährung bei Kindern in den Medien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Scheckenbach (Autor:in)

Soziologie - Konsum und Werbung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie wird vegane Ernährung im gesellschaftlichen Diskurs dargestellt? Wie kommt es zu dieser Darstellung? Welchen Einfluss haben die Medien?

Der Fleischkonsum in Deutschland steigt stetig an, doch auch die vegane Ernährung wird immer beliebter. Es kommen immer mehr und vielfältigere vegane Ersatzprodukte auf den Markt, die auf eine hohe Nachfrage stoßen. Während sich im Jahre 2016 circa 0,8 Millionen Menschen rein pflanzlich ernährten, stieg die Zahl bis 2020 auf 1,1 Millionen Menschen an.
Eine Person, die sich vegan - also rein pflanzlich ernährt, schließt jegliche tierischen Lebensmittel aus dessen Ernährungsplan und jegliche Produkte, die von Tieren stammen, aus. Das bedeutet einerseits, dass Fleisch, Honig, Milch- und Eierprodukte nicht verzehrt werden, andererseits wird die Verwendung und Herstellung von zum Beispiel Leder- und Wollprodukten nicht unterstützt.

Dieser Ausschluss tierischer Produkte kann auf verschiedenen Gründen basieren. Häufig wird die Ethik erwähnt, die die Ausbeutung der Tiere negiert und das Tierwohl in den Vordergrund stellt. Neben vorteilhaften gesundheitlichen Aspekten, die einen weiteren Grund darstellen können, werden ebenfalls Umweltaspekte und der durch die Tierindustrie bedingte erhöhte Co2-Ausstoß genannt.

Eine vegane Lebensweise kann eine gewisse grundlegende Einstellung dar, die häufig von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird. Das bedeutet, dass nicht nur die Zahl veganer Erwachsener steigt, auch die pflanzliche Ernährung bei Kindern steht immer deutlicher im Fokus. Diese relativ neue Art der Kinderernährung spielt eine wichtige Rolle in gesellschaftlichen Diskursen. Insbesondere durch die unzureichenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die einen klaren Ansatz der veganen Kinderernährung bieten könnten, wird der Diskurs von äußerst heterogenen Meinungen vertreten.
Aus diesem Grund soll diese Arbeit eine Analyse darstellen, die das Thema des Diskurses in Bezug auf rein pflanzlicher Kinderernährung untersucht und eine allgemeine Veranschaulichung darbieten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Hauptteil

3.1 Was ist die Kritische Diskursanalyse?

3.2 Die Diskursstruktur

3.3 Das Vorgehen

3.3.1 Konzeptionsphase

3.3.2 Materialbasis

3.3.3 Strukturanalyse

3.3.4 Feinanalyse / Codierung

3.3.4.1 Altersgruppen

3.3.4.2 Mangelernährung

3.3.4.3 Vitamin B-12

3.3.4.4 Eisen

3.3.4.5 Folgen einer Mangelernährung

3.3.4.6 Emotionale Basis

3.3.4.7 Auswirkung ‚Tot‘

3.3.4.8 Mangelernährung verhindern

3.3.5 Gesamtinterpretation

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, wie eine vegane Ernährung bei Kindern medial dargestellt wird, welche Wissensbestände dabei in der Gesellschaft als „Wahrheit“ etabliert werden und welchen Einfluss die Medien auf die öffentliche Wahrnehmung und Beurteilung dieser Ernährungsweise ausüben.

  • Analyse des Diskurses über pflanzliche Kinderernährung in deutschen Leitmedien
  • Untersuchung der medialen Konstruktion von „Gefahren“ und „Risiken“
  • Rolle von Nährstoffmangel (insb. Vitamin B12, Eisen) im medialen Diskurs
  • Einfluss der Berichterstattung auf das Bild veganer Eltern und Kinder
  • Stellenwert von Expertenmeinungen und wissenschaftlichen Grundlagen im Diskurs

Auszug aus dem Buch

3.3.4.2 Mangelernährung

Der häufigste Grund für die genannte Verunsicherung wird durch das Contra-Argument der Mangelernährung genannt. Aussagen wie ‚Vegane Kinder zählen in Deutschland zu den wenigen Gruppen, die von Mangelernährung gefährdet sind […]‘ (Der Spiegel, 2018), die von einem Leiter der Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung in einem Kinderkrankenhaus getätigt werden, oder ‚Bei einer rein pflanzlichen Ernährung sei eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich.‘ (Die Zeit, 2018), welche von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) getroffen wurde und in den Artikeln veranschaulicht wird, vermitteln der Leserschaft auf den ersten Blick den Eindruck, dass eine vegane Ernährung insbesondere bei Kindern kaum möglich ohne eine Gefährdung der Gesundheit ist. Aber auch schwangere und stillende Frauen werden in die ‚Gefährdungsgruppe‘ aufgenommen. Auch hierzu gibt es in dem Artikel Macht vegane Ernährung Kinder krank? eine Aussage der DGE: "Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung von der DGE nicht empfohlen". Dies wird darauf bezogen, dass bei ‚Kindern, Schwangeren und Stillenden […] die Gefahr für Mangelerscheinungen aufgrund eines erhöhten Nährstoffbedarfs noch größer […]‘ (Der Spiegel, 2018) sei als bei Erwachsenen.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Trend der veganen Ernährung in Deutschland und das wachsende Interesse an pflanzlicher Kinderernährung, wobei sie die wissenschaftliche Lücke und die mediale Heterogenität als Anlass für die Analyse der gesellschaftlichen Diskursdarstellung einführt.

3. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen der Kritischen Diskursanalyse, beschreibt das methodische Vorgehen (Materialkorpus, Codierung) und liefert eine detaillierte Feinanalyse der medialen Narrative zu Nährstoffmangel, Risiken und der emotionalen Rahmung veganer Kinderernährung.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Medien primär ein negatives, risikobehaftetes Bild der veganen Kinderernährung zeichnen, wobei zwar ein Wandel zur Normalisierung beobachtet wird, die gesellschaftliche Wahrnehmung jedoch weiterhin stark von Ängsten vor Mangelerscheinungen geprägt ist.

Schlüsselwörter

Kritische Diskursanalyse, Veganismus, Kinderernährung, Medienanalyse, Mangelernährung, Vitamin B12, Eisen, Nahrungsergänzung, Gesundheit, Diskursstruktur, gesellschaftliche Wahrnehmung, Wissenskonstruktion, Elternverantwortung, Risikokommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mediale Darstellung der veganen Ernährung bei Kindern und untersucht, wie Medien durch diskursive Handlungen ein spezifisches Bild dieser Ernährungsweise in der Gesellschaft formen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der medialen Konstruktion von gesundheitlichen Risiken, der Rolle von Nährstoffmangel, der emotionalen Rahmung sowie der Bedeutung von Planung und Supplementierung bei veganer Kinderernährung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie vegane Kinderernährung in Leitmedien dargestellt wird, warum diese Darstellung negativ konnotiert ist und welche „Wahrheiten“ diesbezüglich als gesellschaftlich normal akzeptiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger unter Einsatz der Software MaxQDA zur Codierung und systematischen Auswertung von Textfragmenten aus Zeitungsartikeln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung der Diskursanalyse, die Definition des Materialkorpus (Der Spiegel, Die Zeit, Ecodemy), die detaillierte Codierung der Texte in Kategorien wie „Altersgruppen“ und „Mangelernährung“ sowie eine Gesamtinterpretation der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kritische Diskursanalyse, Veganismus, Kinderernährung, Medien, Nährstoffmangel, Vitamin B12, Eisen, gesellschaftliche Wahrnehmung und Prävention.

Welche Rolle spielt die DGE in der medialen Darstellung?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird in den Artikeln regelmäßig als Instanz zitiert, die von einer rein pflanzlichen Ernährung bei Kindern abrät, was wesentlich zur medialen Konstruktion der „Gefahr“ beiträgt.

Wie bewerten die untersuchten Medien das Thema Supplementierung?

Die Medien betonen einhellig, dass eine gesunde vegane Kinderernährung nur bei sorgfältiger Planung und durch die konsequente Einnahme von Supplementen, insbesondere Vitamin B12, möglich ist.

Welchen Einfluss haben Fallbeispiele auf die Diskurskonstruktion?

Extremfälle, wie Berichte über durch Mangelernährung geschädigte Kinder oder Todesfälle, verstärken das negative mediale Bild erheblich und verknüpfen vegane Ernährung in der öffentlichen Wahrnehmung mit Verantwortungslosigkeit.

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Details

Titel
Kritische Diskursanalyse. Die Darstellung einer veganen Ernährung bei Kindern in den Medien
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Kritische Diskursanalyse: Ernährung in den Medien
Note
1,7
Autor
Laura Scheckenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1187787
ISBN (PDF)
9783346620347
ISBN (Buch)
9783346620354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Veganismus Medien Ernährung Kinder Kritische Diskursanalyse Kinderernährung Vegan Siegfried Jäger Jäger Diskursanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Scheckenbach (Autor:in), 2021, Kritische Diskursanalyse. Die Darstellung einer veganen Ernährung bei Kindern in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187787
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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