Neuer Realismus? Eine dialektisch-materialistische Kritik


Essay

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Und auch zum Personalismus gibt es anscheinend Parallelen. Akeel Bilgrami schreibt: „Kurz gesagt: Wenn unsere Wünsche von uns nur als gewünscht vorgestellt würden, geriete unsere Handlungsfähigkeit selbst in Gefahr. Sie würde nur dann wiederhergestellt, wenn wir einen Weg fänden zu sagen, dass unsere Wünsche uns manchmal nicht als gewünscht gegeben sind (und somit nur für die die Handlungsfähigkeit gefährdende drittpersonale Perspektive verfügbar sind). Stattdessen sind sie uns in der erstpersonalen Perspektive gegeben, wenn wir die Wünschbarkeit dessen, was wir wünschen, wahrnehmen, womit kein Zurücktreten einhergeht. Nur wenn wir sie auf letztere Art und Weise wahrnehmen, nehmen wir die Perspektive der ersten Person ein, die unsere Handlungsfähigkeit trägt. Anders gesagt: Treten wir zurück und stellen fest, dass wir etwas wünschen, kann der Wunsch nicht den handlungsbezogenen Aspekt unserer Geisteshaltung induzieren. Er sitzt dort wie das bleierne Objekt unseres losgelösten Blickes.“1 Noch kürzer hätte der Autor auch einfach sagen können: Wir können nur dann versuchen, unsere Wünsche in Taten umzusetzen, „wenn wir die Wünschbarkeit dessen, was wir wünschen, wahrnehmen“. Oder auch, noch kürzer: Wer nicht merkt, dass er/sie etwas wünscht, kann seine Wünsche nicht zu Taten werden lassen. Was aber zweifellos nicht philosophisch, sondern eher grausam banal ist. Fazit: Was Bilgrami da von sich gibt, klingt personalistisch, hilft aber dem Personalismus nicht auf die Sprünge. Im Gegenteil: Wer solchen Unsinn verzapft, sollte es besser sein lassen! (Wobei der Satz doppelt Sinn macht, da man ja sowohl das Verb ‚sein‘ als auch das Adjektiv ‚besser‘ betonen kann ...) – Offensichtlich kann auch „neuer“ Realismus einen in finstere Sackgassen (bzw. in „Wurmfortsätze“) führen.

Umso mehr drängt sich die bange Frage auf, wie denn nun die „Bewegung“ des Neuen Realismus einzuschätzen sein soll. Der Philosophie-Professor Martin Seel erklärt dazu recht lapidar: „Eine Nachhut möchte Vorhut sein2, genauer: „Das Surplus einer “großen Erkenntnis“, wie sie Gabriel seinem Publikum anpreist, steht von den Papieren des Neuen Realismus nicht zu erwarten. Dessen Denkungsart vollzieht eine nachholende Revolution; ihre besten Argumente sind längst schon im Umlauf. Innerhalb wie außerhalb der Philosophie ist es schon öfter vorgekommen, dass eine Arrieregarde sich für eine neue Avantgarde hielt.“ (a.O.) Demnach ist der „Neue“ Realismus weder neu noch originell noch avantgardistisch. Da aber auch das vorgetäuscht Neue aufschlussreich sein kann, stehen bestimmte kritische Argumente, die z.B. Gabriel und Ferraris hinsichtlich von Dialektik und Materialismus vorgebracht haben, durchaus weiterhin zur Debatte.

Strikt zu unterscheiden ist zwischen „Diamat“ und Dialektischem Materialismus. Ersterer ist im Zuge des Zusammenbruchs des Sowjetblocks nach 1990 von der Bildfläche verschwunden. Nicht so Dialektik und Materialismus mit ihren uralten Wurzeln. Nicht so Marxens ursprünglicher, synthetischer Theorie-Ansatz, auch wenn es nach wie vor Anti-Haltungen,
-Strömungen und -Tendenzen gibt, die der Marxschen Theorie den Kampf ansagen, und dies nicht nur im Lager der Rechten. Subtiler geht es zu, wenn man den Dialektischen Materialismus totzuschweigen oder durch Ideologie zu ersetzen versucht. (Ideologie im Marxschen Sinne: Affirmation des kapitalistisch Bestehenden.) Für einen solchen Versuch halte ich große Teile der Dialektik- und Materialismus-Kritik, die im Neuen Realismus, insonderheit bei Markus Gabriel und Maurizio Ferraris, anzutreffen ist.

Maurizio Ferraris zur Dialektik

Mit „Dialektik“ überschreibt Ferraris eines der Kapitel seines im Jahre 2013 erstmals erschienenen Manifesto del nuovo realismo.3 Und behauptet darin, seit Adornos und Horkheimers Dialektik der Auf- klärung (von 1944) habe sich nicht viel geändert an der Tatsache, dass Vernunft und Souveränität immer wieder in ihr Gegenteil, nämlich Unvernunft und Unmündigkeit, umschlägt, zweifellos eine Dialektik der besonderen Art. – Ferraris zur aktuellen Situation: „Die Emanzipation dreht sich im Kreis. Aus Liebe zur Wahrheit und Wirklichkeit verzichtet man auf Wahrheit und Wirklichkeit. Das ist der Sinn der >Krise der großen Erzählungen< von der Legitimation des Wissens. Das Problem dieser Dialektik ist jedoch, dass sie schlicht jede Initiative anderen Instanzen überlässt und die Emanzipation sich in ihr Gegenteil verwandelt, wie deutlich wird an dem, was später passiert ist“.4 Die „Postmoderne“ sei angetreten u.a. mit dem Anspruch der „Dekonstruktion der Wissenschaft“ und der „Behauptung des Relativismus der Begriffsschemata“ und stehe inzwischen nur noch vor den Trümmern dieses Wunschschlosses. Übriggeblieben sei eine völlig konservative Variante des Postmodernismus, „der aus der Dialektik der Aufklärung und dem Kampf der Wahrheit gegen sich selbst ein Argument zieht für einen Aufruf an eine höhere Wahrheit oder (und das ist dasselbe) für einen Abschied von der Wahrheit.“ (ebd. und S. 76) Und Ferraris Fazit lautet: „Dieses Patt scheint ein konstantes Ergebnis der Dialektik der Postmoderne zu sein“. Mit anderen Worten: Vernunft und Wahrheit stehen sich „postmodern“ selbst im Weg, führen sich ad absurdum. Es ehrt Ferraris, dass er dennoch nicht resigniert, sondern eine „Wiederbelebung der Aufklärung“5 fordert, und zwar durchaus auch im Sinne Kants, d.h. in Anlehnung an dessen Appell, sich trotz allem der eigenen Vernunft zu bedienen („sapere aude!“), um der Unmündigkeit zu entfliehen. „Wiederbelebung der Aufklärung“ als probates Mittel im Kampf gegen die Sackgassen der Postmoderne und die Wurmfortsätze des Neuen Realismus? Wissen wir nicht genug über Kapitalismus, Neoliberalismus und Globalisierung? Alles Wissen nützt bekanntlich nichts, wenn nicht danach gehandelt wird. Aufklärung allein genügt nicht. Vielmehr wirkt der Ruf nach mehr Wissen nicht nur tautologisch, sondern auch ideologisch im Marxschen Sinne („Affirmation des kapitalistisch Bestehenden“).

Abschied vom Materialismus?

Als Alternativen zum Marxismus gelten vor allem Idealismus, Positivismus, Kritischer Rationalismus und Utilitarismus, und zwar nach und neben dem Pragmatismus, den man auch als Haupt-Ideologie der kapitalistischen westlichen Welt bezeichnen kann, so dass ihm in der vorliegenden Arbeit mein spezielles Interesse gilt. Die übrigen genannten Strömungen sind bekanntlich immer wieder auch aus marxistischer Sicht ausführlich analysiert und kritisiert worden, was ich folglich hier nicht wiederhole.

Mit dem Neuen Realismus taucht immerhin ein neuer Konkurrent, ein „Rivale“ auf, dessen Kritik (im doppelten Sinne) hier darzustellen ist. Markus Gabriel kritisiert nicht nur den Materialismus, sondern auch dessen Widerpart, den Idealismus, und zwar auch und gerade in dessen hegelscher Version, dem „Absoluten Idealismus“.6 Beide Anschauungen sind mit dem Realismus nicht vereinbar. Allerdings gibt es zwischen Realismus und Materialismus durchaus Gemein-samkeiten, so in Bezug auf die Annahme einer vorgängigen, nicht vom Bewusstsein abhängigen Realität.

In seinem Buch Warum es die Welt nicht gibt kommt M. Gabriel zu folgendem Ergebnis: „Der Materialismus ist somit keine naturwissenschaftlich beweisbare Aussage. Aber nicht nur das, er ist auch schlicht falsch.“ (a.O. S. 44). Um dieses vernichtende Urteil zu begründen, bedient Gabriel sich eines relativ umständlichen Verfahrens. Er geht nämlich nicht einfach vom Materialismus aus, sondern bemüht zusätzlich den Physikalismus, „eine Variante des logischen Empirismus ...; ... eine Wissenschaftsauffassung, nach der alle Aussagen über natürliche Sachverhalte aus den Gesetzen der Physik deduzierbar sind.“7 So dass sogleich zu fragen ist, was Gabriel denn mit einer solchen, zweifellos unzulässigen Reduktion erreichen will. Zunächst nur dies: Er entwickelt aus Definitionen des Physikalismus und des Materialismus zwei Hilfsthesen, die er an den Anfang seiner „Beweisführung“ stellt: „Erstens kommt alles Existierende im Universum vor. Und zweitens ist alles, was im Universum vorkommt, materiell oder hat zumindest eine materielle Grundlage.“8 Wobei der Autor in dem ersten, dem Physikalismus entlehnten Satz zweifellos eine Binsenwahrheit zum Besten gibt, während die zweite These durchaus auch auf Marxens dialektischen Materialismus zutrifft.

Gabriels Kritik im Einzelnen: 1. „Materialisten nehmen an, dass Erinnerungen oder Einbildungen als Gehirnzustände materiell sind, obwohl die Gegenstände, an die man sich erinnert oder die man sich einbildet, nicht materiell sein müssen.“ (a.O. S. 43) Und Gabriel fragt sodann, wie es denn möglich sein soll, dass materielle Gehirnzustände sich „in der Form von Einbildungen auf nichtmaterielle Gegenstände beziehen können“ (ebd.). Und weiter: „Wie können materielle Gegenstände überhaupt von etwas handeln, das nicht materiell ist?“ Meine Frage direkt hierzu: Ist denn die Gehirn- Tätigkeit, die man ja auch als dialektische Subjekt-Objekt-Beziehung verstehen kann, ein „materieller Gegenstand“? Zweifellos nicht! Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass Gabriel nunmehr glaubt, den Materialismus ad absurdum führen zu können: „Wenn der Materialist zugibt, dass Gehirnzustände von etwas handeln, das nicht materiell ist, hat er schon längst zugegeben, dass es etwas gibt, das nicht materiell ist, nämlich all die nichtmateriellen Gegenstände, von denen Gehirn-zustände handeln können.“ (ebd.) Damit unterstellt Gabriel Materialisten jeglicher Couleur, dass sie Immaterielles, z.B. als Geist und Bewusstsein in Subjekt-Objekt-Beziehungen, gar nicht kennen, was nachweislich nicht der Fall ist. – 2. „Der Materialist meint, dass es unsere Einbildungen von nichtmateriellen Gegenständen nur gibt, weil wir uns in bestimmten materiellen Zuständen befinden, die von etwas handeln.“ (a.O. S. 44) Woraus Gabriel schließt, „dass sich auch der Materialist in einem bestimmten materiellen Zustand befindet, wenn er den Gedanken denkt: >Es gibt nur materielle Zustände.<“ Diesen Gedanken kann der Materialist aber anscheinend nicht verifizieren, weil er nicht sicher sein kann, dass es sich dabei um eine bloße „Einbildung“ handelt: „Wie kann er sicher sein, dass die materiellen Zustände, über die er nachdenkt, keine Einbildungen und demnach wirklich materiell sind?“ (ebd.) Praktisch unmöglich ist es ja wohl, „alle Gegenstände (und damit auch alle Gedanken)“ darauf hin zu überprüfen, ob sie materiell sind oder nicht. Folglich kann der Materialist nicht wissen, „dass alle Gegenstände materielle Zustände sind“. So dass Gabriel messerscharf folgert: „Wenn er uns dies nicht mitteilen kann, haben wir keinen Grund, uns dem Materialismus anzuschließen.“ Und der Autor glaubt nunmehr, den Beweis dafür erbracht zu haben, dass der Materialismus nicht nur „keine naturwissenschaftlich beweisbare Aussage“, sondern auch „schlicht falsch“ ist. (ebd., s.o.) Physikalismus und Materialismus seien nichts als „grobe Irrtümer“. (a.O. S. 46)

Für den Dialektischen Materialismus ist Gabriels „Beweisführung“ allerdings irrelevant. Denn wer diese Form des Materialismus für adäquat hält, behauptet nicht einfach, alles sei materiell oder gar nur naturwissenschaftlich zu erklären. Geist und Bewusstsein sind keine Natur-„Gegenstände“, sondern Relationen, dialektische Subjekt-Objekt-Beziehungen. Und Subjekt ist stets die Person, „le volume total de l’homme“. (Mounier); dazu auch meine Ausführungen zum Geist-Begriff, s.u.) Die pauschal negative, teils kurzschlüssige oder auch abwegige Materialismus-Kritik, die Markus Gabriel übt, hilft jedenfalls nicht weiter.

Daher nunmehr die

Dialektisch-materialistische Kritik

Unklar scheint zuweilen, ob Begriffe wie Materie, Materialismus und Dialektik überhaupt noch zeitgemäß sind. Daher sollte gefragt werden: 1. Warum Materie und Materialismus? 2. Warum Dialektik und Dialektischer Materialismus?

Warum ‚Materie‘?

Die Frage scheint heikel, weil die Materie als solche sich nicht definieren lässt, denn sie ist ja unendlich und folglich durch Gedanken nicht einzugrenzen. Wesensmäßig bestimmen lässt sie sich trotzdem, weil ihre Merkmale und Eigenschaften als hinlänglich bekannt gelten. Sie ist ursprünglich hyle, Urstoff, bis Aristoteles einen Gegensatz zwischen Stoff und Form aufbaut, womit er jedoch zu kurz greift, weil, wie wir heute wissen, schon subatomar Inhalt und Form eine Einheit bilden. „Kern“ und „Schale“ des E-Teilchens haben sowohl Inhalts- als auch Form-Charakter. E-Teilchen bestehen aus bestimmten „Bausteinen“, die in bestimmten Zuordnungen bzw. Formen existieren.

Philosophisch weiter trägt hier aber anscheinend nicht die Atomphysik, sondern die Möglichkeit, Materie und Geist zu unterscheiden.

Warum aber unterscheiden wir überhaupt zwischen Materie und Geist? Täten wir es nicht, gäbe es wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist alles materiell („alles ist Materie“) – oder es ist immateriell, so dass es gar keine Materie gibt, wie Hans-Peter Dürr behauptet.[10 ] – Jedoch: Gäbe es keine Materie, gäbe es keinen geformten, formhaltigen Stoff (‚hyle‘), kein Zusammenspiel, keine Symbiose von Form und Substanz. Zwar erscheint die Materie des Atoms als ein „Inbegriff von Gesetzen“, wie Walter Schulz bemerkt, um sogleich hinzuzufügen: „Aber Atome sind deswegen nicht Geist“ [11 ] , womit er eine gegenteilige Behauptung C. F. von Weizsäckers zurückweist. Und zwar mit gutem Grund, denn im Atom selbst gibt es, anders als im menschlichen Geist, keine Subjekt-Objekt-Relation, sondern objektiv bestimmbare Erscheinungsformen der Materie, wie z.B. Masse und Energie. Es gibt also die Materie; und somit auch die Realität der Welt, deren Grundlage sie ist. Wie also sollte ein (neuer) Realismus möglich sein, wenn es die Welt gar nicht gäbe, wie M. Gabriel behauptet? Gabriels Denkfehler liegt hier offen zu Tage.

Was folgt nun daraus? Gibt es nur die Materie und nichts Immaterielles? Wenn nicht, müssten Referenzobjekte zu finden sein, die durch den Begriff Materie nicht zutreffend bezeichnet werden können. Und damit könnte durchaus das Immaterielle gemeint sein – im umfassenden Sinne wohl das, was wir Geist nennen. Bekanntlich ein zentraler Begriff des Idealismus. Ideen sind „Anschauungsformen“ des Denkens, des Bewusstseins. Denken ist eng an Sprache gebunden. Wer das Bewusstsein – auch wie Hegel als „Vorstufe“ des Geistes – erklären will, braucht eine Theorie der Sprachentstehung. Die weitestgehende der mir bekannten diesbezüglichen Theorien ist die von Lothar Wendt vorgeschlagene.[12 ] Demnach beruht Sprache auf ursprünglichen, „teleonomischen“ Informationen, die sich bis hin zu den mehr oder weniger bekannten Anfängen der Evolutionsgeschichte zurückverfolgen lassen. Schon im Big Bang („Urknall“) entsteht informationshaltige Materie. Diese enthält Möglichkeiten, Entelechie: Zweck- und Zielgerichtetheit, die teleologisch wahrscheinlich als Teleonomie (Ziel- und Zweck-Gesetzlichkeit) verstanden werden kann. Evolutionsgeschichtlich liegt die so verstandene Materie mit ihrer Information auch der Entstehung der Lebewesen zu Grunde. So dass die Evolution der Sprache von ursprünglichen (sub)atomaren und molekularen Codes zu Tier- und Menschensprachen durchgängig (wenn auch nicht vollständig) analysiert werden kann.[13 ]

Menschensprache entwickelt sich parallel zum Bewusstsein. Dieses ist seit langem selbst-reflexiv, selbst-referentiell. Gedanken formen und verändern das Bewusstsein und umgekehrt, was sich auch auf die Synapsen-Strukturen der Gehirnzellen auswirkt. Dies bedeutet zwar nicht, dass Gedanken die materielle Grundstruktur des Gehirns bzw. der Nerven-„Verdrahtungen“ verändern, wohl aber, dass Gedanken die im Gedächtnis gespeicherten Inhalte des Denkens beeinflussen und verändern (können), einschließlich der Bedeutungs-Assoziationen (Denotationen und Konnotationen) der Sprache. Darüber hinaus ist seit langem bekannt, dass es „Rückwirkungen“ von Geistig-Seelischem auf Körperliches gibt, so in der Psychotherapie, beim Autogenen Training, beim Meditieren usw. – Die Biomedizinerin Candace B. Pert bezeichnet die informationelle Interaktion in den Körperzellen als „Körpergeist“.[14 ] Wobei Informationen und Gefühle zwischen Leib und Seele / Geist und Körper vermitteln sollen. –

Erst recht kompliziert wird die Sache durch mindestens zwei Faktoren: 1. das Unterbewusstsein, 2. die nicht-sprachlichen Bedeutungen. Bilder, Empfindungen, Gefühle, Wahrnehmungen und Vorstellungen haben für uns Bedeutungen, auch wenn diese nicht sprachlich „erfasst“ oder ausgedrückt werden. Die Entstehung und Entwicklung sowohl des Unterbewusstseins als auch der non-verbalen Bedeutungen zu erklären, ist Aufgabe evolutionärer Bewusstseinstheorie und der Naturwissenschaften. Grundlagen hierfür finden sich bei: Helmuth Benesch: Der Ursprung des Psychischen aus neuronalen Formprinzipien. Neuropsychologische Theorie, Tübingen 1974, sowie ders.: Der Ursprung des Geistes. Wie entstand unser Bewußtsein? – Wie wird Psychisches in uns hergestellt? Stuttgart 1977.

Aber was ist denn nun der Geist? Anscheinend zunächst einmal eine Verwirklichung von Möglichkeiten der Materie (s.o.). Schelling ging immerhin so weit, auch der Natur Geist zuzusprechen, und zwar als dialektische, „objektive Subjekt-Objekt-Beziehung“, während der Geist des Menschen als subjektive Subjekt-Objekt-Beziehung dialektischer Art zu verstehen sei. Die erstere, auf die Natur bezogene Annahme beruht auf theologischer Spekulation (Pantheismus); die zweite dürfte auch heute noch wissenschaftlich belegbar sein, zumal mentale Objekte auch neurowissenschaftliche Begriffe sind (Jean-Pierre Changeux 1983): Im Gehirn finden tatsächlich nachprüfbare Subjekt-Objekt-Beziehungen statt. Wir beziehen uns anscheinend ständig auf unsere Gefühle, Wahrnehmungen, Vorstel-lungen und sprachlich und/oder nicht-sprachlich vermittelten gedanklichen Operationen. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Verstand und Vernunft lassen sich dadurch – zumindest teilweise – erklären. Hierdurch eröffnen sich Möglichkeiten neuer dialektisch-materialistisch fundierter Erklärungen der Hegelschen Phänomenologie des Geistes, ohne in alte, überwundene Dualismen zurückzufallen.

Auch für Hegel ist der Geist eine dialektische Subjekt-Objekt-Beziehung. Weitere idealistische Bestimmungen des Geistes, wie sie bei Hegel zu finden sind, lassen sich wissenschaftlich neu erklären. Wahrscheinlich eine Herkules-Aufgabe… Stichwörter (aus Hegels ‚Phänomenologie‘): Triebe, Wahrnehmung, Anschauung, Vorstellung, Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Verstand, Vernunft, freier Geist, freier Wille, Sittlichkeit, Moralität, Recht, Staat, Weltgeschichte („Substanz“), Kunst, Religion, Philosophie, Logik, das Absolute – ohne Hegel ergänzbar durch Empfindungen, Gefühle, Emotionen, Empathie, Individuum, Person, Persönlichkeit, Gesellschaft u.a.m.

Fazit: Es erscheint nicht nur möglich, sondern auch notwendig, zwischen Geist und Materie zu unterscheiden, und zwar nicht dualistisch, sondern durchaus monistisch insofern, als beiden Begriffen das In-Möglichkeiten-Sein der Materie (Ernst Bloch) zu Grunde gelegt werden kann. Beide Begriffe sind notwendig, um die Wirklichkeit – und damit auch das in der Natur Wirkende, das mehr ist als bloße ‚Realität‘ – möglichst adäquat zu verstehen. Ulrich Warnke spricht von einem „Meer aller Möglichkeiten“ im Atom.

Warum Materialismus?

Und warum nicht, wie es der Geist-Begriff nahelegt: Idealismus oder Philosophie des Geistes? Oder, wie es die Fakten nahelegen: Positivismus? Nun, die Vergleichsgröße, das tertium comparationis, für Materie und Geist kann nur der Mensch, genauer: „le volume total de l’homme“, mithin der Mensch als Person sein. Die Person als Leib-Seele-Geist-Wesen ist aber sowohl von der Materie als auch vom Geistig-Seelischen her zu verstehen, was keineswegs einen wie auch immer gearteten Dualismus von Leib und Seele impliziert. Denn dies scheint schon deshalb ausgeschlossen zu sein, weil die ursprüngliche Welt-Materie zweifellos der Existenz des Menschen zu Grunde liegt.

Auch die Faktizität des Menschen, einschließlich seines seelischen und geistigen Seins, beruht auf der Materie, genauer: auf dem In-Möglichkeiten-Sein der Materie bzw. den ihr innewohnenden Informationen und Finalitäten. Das „Logikon“ der Materie[15 ], d.h. die Telos-Strukturen der Materie, ihre latenten Ziel-, Zweck- und Sinn-Möglichkeiten, brachten also den menschlichen Geist hervor, nicht umgekehrt. Dies ist die Grundlage und zugleich ultima ratio des Materialismus. Und nur der Materialismus, nicht Positivismus, Idealismus oder Geist-Philosophie, kann – aus den genannten Gründen – als erste Erklärungsgrundlage dienen.

Warum Dialektik und Dialektischer Materialismus?

Im Logikon der Materie wird bereits die Stufe der materialistischen Dialektik erreicht. Jedes Atom enthält Struktur-Information. Kern (A) und Schale (B) eines Atoms bilden eine dialektische Einheit, weil (A) und (B) nicht identisch sind und doch gemeinsam den Inhalt des Atoms ausmachen. So dass zunächst zu erklären ist, was Dialektik denn überhaupt ist.

Bei Hegel ist Dialektik die Einheit von Identität und Nicht-Identität. Identität (A) und Nicht-Identität (B) bilden im Atom eine Einheit. Hegel fasst (B) auch als Negation von (A) auf, Dialektik auch als „Negation der Negation“. Womit jedoch noch nicht geklärt ist, was passiert, wenn (A) in (B) übergeht, wenn also Veränderung stattfindet. Veränderung ist aber eine Form des Werdens, die als ein Vorgang, ein Prozess, verstanden werden kann, der anscheinend jeglicher Wirklichkeit zu Grunde liegt. Hegel behauptet, dass in diesem Prozess A) in B) übergehen kann, so dass C), etwas Neues, entsteht. Diesen Prozess des Werdens bezeichnet Hegel als dialektisch, wobei er zwei Grundformen der Dialektik unterscheidet: 1. These – Antithese – Synthese, 2. Position – Negation der Position – Negation der Negation. Was angeblich überall in Natur und Geschichte anzutreffen ist, und zwar in Form von Widersprüchen und Gegensätzen aller Art, somit nicht nur als Dialektik des Denkens und der Sprache, sondern auch als Real- oder Natur-Dialektik.

Schelling unterscheidet zwischen Dialektik a) in der Natur, b) im Menschen. In der Natur: „objektives Subjekt-Objekt“; im Menschen: „subjektives Subjekt-Objekt“ (s.o.).

Materialistisch gewendet werden diese idealistischen Bestimmungen zunächst bei Karl Marx (1818-1883), der in Hegels Dialektik viel Positives, aber noch mehr Negatives findet. Das Positive: Hegel habe den Prozess der „Selbsterzeugung des Menschen“ durch die eigene Tätigkeit korrekt, nämlich als dialektischen Prozess, beschrieben. Negativ: Hegel stehe zwar „auf dem Standpunkt der modernen Nationalökonomie“, habe aber das Wesen der Arbeit nur halb verstanden, da er nur die „abstrakt geistige “ kenne und anerkenne, nicht aber die entfremdete Arbeit der breiten Massen des Proletariats. Mensch und Natur lasse Hegel nur als Gegenstände des absoluten Wissens zu, so dass sie nicht mehr als relevante Entitäten, sondern nur noch als abstrakte „Nichtigkeiten“ fungierten. Die Natur erscheine lediglich als Widerpart und „Anderssein“ (Negation) des Denkens, Dagegen müsse, mit Feuerbach (1804-72), an die Stelle eintöniger Negation der Negation „das auf sich selbst ruhende und positiv auf sich selbst begründete Positive“ [16 ] gesetzt werden, und zwar nicht als bloße Idee, sondern als wirkliche, wirksame Praxis, also nicht idealistisch, sondern materialistisch, so dass Dialektik und Materialismus vereint werden: „Dialektischer Materialismus, das ist ... die endlich begriffene, in der Sache selbst fundierte Vereinigung eines realiter Zusammengehörenden“ [17 ] (Ernst Bloch).

Stellungnahme zum „Neuen Realismus“

In Form des Dialektischen Materialismus ist ein Reflexionsplateau erreicht, von dem aus sich Personalismus, Pragmatismus und neuer Realismus einer detaillierten globalen Kritik unterziehen lassen. Gemeinsam ist Pragmatisten und neuen Realisten ihre ambivalente, gebrochene Beziehung zum Kantianismus, dem sie einerseits Vieles verdanken, andererseits aber zuweilen harsche Kritik zuteil werden lassen. Beispielsweise hält es Markus Gabriel, ähnlich wie die pragmatistischen Empiristen Peirce, James und Dewey, nicht für sinnvoll, zwischen Ding-an-sich und Erscheinung zu unterscheiden. Gabriel und andere Realisten gehen davon aus, „dass wir die Welt so erkennen, wie sie an sich ist“.[18 ] Explizit: „Es ist unbestreitbar, dass wir die Welt >vom Standpunkt eines Menschen< sehen, wie Kant gesagt hat. Doch bedeutet dies nicht, dass wir sie damit nicht erkennen, wie sie an sich ist. Wir erkennen eben vom Standpunkt eines Menschen, wie die Welt an sich ist.“ (a.O. S. 125) Ausdrücklich betrachtet Gabriel also „Dinge an sich“, die „eben auf verschiedene Weisen erscheinen“ nicht mehr als Dinge, sondern als Erscheinungen: „Diese Erscheinungen sind selbst Dinge an sich.“ (a.O. S. 154 f.) Jede Erkenntnis sei „Erkenntnis eines Dinges an sich (oder einer Tatsache an sich)“, eine „Erkenntnis“, die ohne weiteres sogar mit einem Anspruch auf Wahrheit zu verbinden sei, denn es gelte der Satz, den er gelassen ausspricht: „Eine wahre Erkenntnis ist keine Halluzination oder Illusion, sondern eine Erscheinung der Sache selbst.“ (ebd. S. 155, Hervorhebungen durch mich). – Was mich an dieser hanebüchenen Argumentation besonders schockiert, ist die Tatsache, dass Gabriel sogar den Kantischen „Standpunkt des Menschen“ ins Spiel bringt[19 ], ohne Kants anthropologische Begründung seiner Unterscheidung zwischen Ding-an-sich und Erscheinung auch nur zu erwähnen, geschweige denn zu diskutieren. Dabei ist doch nicht zu leugnen, dass uns die Objekte unserer Wahrnehmungen keinesfalls unvermittelt, sondern stets vermittelt durch unsere Sinne, unseren Verstand und unsere Vernunft präsent und bewusst werden. Da Sinne, Verstand und Vernunft aber täuschen können und jedenfalls nicht wie Fotoapparate, sensitive Roboter oder PC-Festplatten stets „naturgetreue“, verlässliche 1:1-Entsprechungen der Objektwelt liefern, nehmen wir die Dinge so wahr, wie sie uns jeweils und je-meinig erscheinen, so dass wir gar nicht wissen können, ob die Objektwelt tatsächlich so ist, wie sie uns erscheint.

Neurowissenschaftlich lässt sich Kants Auffassung bestätigen. Jean-Pierre Changeux unterscheidet sorgfältig zwischen Gegenständen der Außenwelt und mentalen („geistigen“) Objekten. Zur Existenzweise geistiger Objekte formuliert Changeux Folgendes: „Die hier vertretene Hypothese lautet, daß Perzept, Gedächtnisbild und Konzept verschiedene Formen oder Zustände der materiellen Einheiten geistiger Repräsentation sind, die ich unter der allgemeinen Bezeichnung <geistige Objekte> zusammenfassen will.“[20 ] (Für nicht korrekt halte ich die Übersetzung des französischen Originals (1983) ‚objet mental‘ als: ‚geistiges Objekt‘; korrekt ist: „mentales Objekt“.) Perzepte sind Wahrnehmungsinhalte; „Gedächtnisbild“ (französisch original:‚image‘) steht auch für ‚Vorstellung‘; „Konzepte“ sind bei Changeux die im Neocortex ablaufenden Vorgänge der Kognition, insonderheit der begrifflichen bzw. sprachlichen und nicht-sprachlichen gedanklichen „Operationen“. – Wahrnehmungsinhalte und die dazu gehörigen Gegenstände der Außenwelt sind nicht identisch. Zwischen ihnen kann allenfalls „Isomorphie“ bzw. Formähnlichkeit bestehen. Hierzu Changeux: „Das primäre Perzept ist ein geistiges Objekt, dessen Verknüpfungen und Aktivitäten durch die Interaktion mit der Außenwelt bestimmt werden.“ (a.O. S. 179)

Und: „Die Formähnlichkeit oder Isomorphie zwischen Perzept und äußerem Objekt ist darauf zurückzuführen (Kap. 4), daß sich das Neuronennetz aus Neuronen der Bilder oder Homunkuli zusammensetzt, die bereits >Repräsentationen< der Sinnesorgane und insofern auch der Welt sind.“ (a.O. S. 181) Repräsentation der Welt, also nicht einmal „Abbildung“! Formale Ähnlichkeit bedeutet niemals inhaltliche Ebenbildlichkeit. Mentale Objekte gehören zur Welt der Erscheinungen; Gegenstände der Außenwelt sind nicht unmittelbar als solche bestimmbar; sie gehören teilweise der Welt der Dinge-an-sich an. Der „tote“ Kant kann sich insofern vollauf bestätigt fühlen. Der noch lebend-fühlende Markus Gabriel versagt dagegen voll-ständig vor dem hier soeben analysierten Problem, das er nicht einmal für diskussionswürdig hält.[21 ]

Nachwort. Inzwischen vertritt M. Gabriel einen ganz anderen Ansatz, den eines „neuen Existenzialismus“ (Neo-Existentialismus, 2020).

Literaturverzeichnis

Bilgrami, Akeel 2014: „Realismus, Handlungsfähigkeit und Werte“, in: Gabriel 2014, S. 345-361

Bloch, Ernst 1962: Subjekt-Objekt. Erläuterungen zu Hegel, Frankfurt a.M.

Bloch, Ernst 1972: Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz, Frankfurt a.M.

Changeux, Jean-Pierre 1984: Der neuronale Mensch, Reinbek

Dürr, Hans-Peter 2011: Geist, Kosmos und Physik, Amerang

Eco, Umberto 2014: „Gegen die Zurückweisung. Über den Neuen Realismus“, in: Gabriel 2014, S. 33-51

Ferraris, Maurizio 2014: Manifest des neuen Realismus, Frankfurt a.M.

Gabriel, Markus 2013: Warum es die Welt nicht gibt, Berlin

Gabriel, Markus 2014 (Hrsg.): Der Neue Realismus, Berlin

Gabriel, Markus 2016: Sinn und Existenz, Berlin

Gabriel, Markus 2016 a): „Wider die postmoderne Flucht vor den Tatsachen“, in: ‚Neue Züricher Zeitung‘ 13.6.2016

Kant, Immanuel 1957: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, Hamburg

Pert, Candace B. 2001: Moleküle der Gefühle. Körper, Geist und Emotionen, Reinbek

Robra, Klaus 1991: transcodierung – vom geheimnis der bedeutungen und ihrer vermittlung, Frankfurt a.M.

Robra, Klaus 2008: „Kann das Leib-Seele-Problem durch einen dialektisch-materialistischen Informationsbegriff gelöst werden?“, in: Doris Zeilinger (Hrsg.):‚VorSchein‘ Nr. 30, Jahrbuch 2008 der Ernst-Bloch-Assoziation, Nürnberg 2008, S. 145-151

Robra, Klaus 2015: Wege zum Sinn, Hamburg

Robra, Klaus 2017: Person und Materie. Vom Pragmatismus zum Demokratischen Öko-Sozialismus , München

Schulz, Walter 1972: Philosophie in der veränderten Welt, Pfullingen

Seel, Martin 2014: „Eine Nachhut möchte Vorhut sein“, in: ‚DIE ZEIT‘ Nr. 28/2014, www.zeit.de/2014/28/neuer-realismus-ausblick

Wendt, Lothar 1988: Das physikalisch-teleologische Weltbild, Band II, Heidelberg

Wörterbuch 1998: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Darmstadt

[...]


1 Bilgrami 2014, S. 351

2 Seel 2014

3 In deutscher Übersetzung: Ferraris 2014

4 Ferraris 2014 S. 75

5 Ders. a.O. S. 82

6 Vgl. Gabriel 2013, S. 105

7 Wörterbuch 1998, S. 501

8 Gabriel 2013, S. 42 f.

10 Dürr 2011, S. 44 ff.

11 Schulz 1972, S. 130

12 Wendt 1988, 170 ff.

13 Hierzu auch: Robra 1991, S. 13 ff., mit einer Theorie der Bedeutungsentstehung S. 16-29

14 Pert 2001, S. 286. S. auch Robra 2008, S. 145-151

15 1Vgl. Bloch 1972, S. 473

16 Zitate aus: Robra 2015, S. 271 f.

17 Bloch 1962, S. 439

18 Gabriel 2013, S. 13

19 Vgl. Kant 1957, S. 34 f

20 Changeux 1984, S. 173

21 vgl. Robra 2017 S. 71 ff.

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Details

Titel
Neuer Realismus? Eine dialektisch-materialistische Kritik
Autor
Seiten
14
Katalognummer
V1187798
ISBN (Buch)
9783346624123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neuer Realismus? Tatsachen Weltverlust = Realitätsverlust? Physikalismus Warum "Materie"? Warum "dialektischer Materialismus"? Stellungnahme zum "Neuen Realismus"
Arbeit zitieren
Dr. Klaus Robra (Autor:in), Neuer Realismus? Eine dialektisch-materialistische Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187798

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