Peergroups bezeichnen Gruppen von Freunden. Im Jugendalter sind die Peers einer Person besonders relevant, da sie einen großen Einfluss auf die Identitätsbildung des Individuums haben. Zudem werden vor allem im Jugendalter auch andere soziale Motive, wie das Zugehörigkeitsgefühl, durch die Freundesgruppe befriedigt. Jugendliche verbringen den Großteil ihrer Zeit in der Schule, in der sie mit ihren Peers interagieren. Peers sind also im Bereich der Schule von besonderer Wichtigkeit. Daraus ergibt sich die Frage, wie sich diese beschriebenen Peergroups zusammensetzen.
Im Allgemeinen sind die Indikatoren für den schulischen Erfolg die Schulnoten und letztendlich der Schulabschluss. Der Schulerfolg ist abhängig von einigen Faktoren, wie die Prozessmerkmale des Unterrichts, die familiäre Lernumwelt und der Persönlichkeit des Schülers. Aber inwiefern können Peers die schulische Leistung eines Schülers beeinflussen?
Außerdem beschreibt die Sekundarstufe die fünfte bis zehnte Klasse der weiterführenden Schule.
Diese bereits definierte Fragestellung ist sehr bedeutend für die heutige Bildungsforschung. Es ist wichtig zu wissen, welche Faktoren einen Einfluss auf den Schulerfolg haben und wie bedeutsam dieser Einfluss ist. Durch diese Erkenntnisse lässt sich das Schulsystem gezielt reformieren und einzelnen Schülern können, ausgehend von den Ursachen für den schulischen Misserfolg, differenziertere und detailliertere Hilfestellungen zur Verbesserung ihrer Leistungen gegeben werden. Die Erkenntnis, inwiefern Peers den schulischen Erfolg beeinflussen können, ist besonders relevant für Lehrer und Eltern, die eventuell in die sozialen Beziehungen ihres Schülers bzw. ihres Kindes intervenieren können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Peergroups als sozioemotionale Ressource
- Peergroups als kognitiv-instrumentelle Funktion
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay untersucht den Einfluss von Peergroups auf den schulischen Erfolg in der Sekundarstufe. Dabei wird analysiert, inwiefern Peers die Leistungen von Schülern in der Sekundarstufe positiv oder negativ beeinflussen können. Im Fokus stehen dabei die sozioemotionalen und kognitiv-instrumentellen Funktionen von Peergruppen.
- Einfluss von Peergroups auf schulische Leistungen
- Sozioemotionale Funktionen von Peergruppen
- Kognitiv-instrumentelle Funktionen von Peergruppen
- Die Rolle von Peergruppen in der Sekundarstufe
- Bedeutung von Peergruppen für die Bildungsforschung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung definiert den Begriff der Peergroups und erläutert deren Bedeutung für die Identitätsbildung und das soziale Leben von Jugendlichen. Sie stellt die Fragestellung des Essays vor, die sich mit dem Einfluss von Peergroups auf den schulischen Erfolg in der Sekundarstufe beschäftigt. Die Relevanz dieser Fragestellung für die Bildungsforschung und die Bedeutung der Erkenntnisse für Lehrer und Eltern werden hervorgehoben. Die eigene Beobachtung des Autors, dass Schüler mit ähnlichen Leistungsniveaus oft einer gemeinsamen Peergroup angehören, wird als Ausgangspunkt der Analyse dargelegt. Die Absicht des Essays, den aktuellen Forschungsstand darzustellen und die Fragestellung kritisch zu beleuchten, wird deutlich gemacht.
Hauptteil
Der Hauptteil des Essays untersucht den Einfluss von Peergroups auf den schulischen Erfolg in der Sekundarstufe aus zwei Perspektiven: Erstens werden die sozioemotionalen Funktionen von Peergruppen beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung von Peers als emotionale Ressource für die Bewältigung von Problemen und die gemeinsame Ausführung von angenehmen Aktivitäten hervorgehoben. Es wird jedoch auch die Frage aufgeworfen, ob die als Parallelwelt zur Schule wahrgenommene Peergroup einen negativen Einfluss auf die schulischen Leistungen haben kann.
Zweitens werden die kognitiv-instrumentellen Funktionen von Peergroups in den Blick genommen. Hierbei steht die gegenseitige fachliche Unterstützung durch Peers, beispielsweise bei der Erläuterung von fachlichen Inhalten oder der gemeinsamen Prüfungsvorbereitung, im Vordergrund. Die These des Autors, dass diese Art der Beziehung zu Peers den größten positiven Effekt auf die akademischen Leistungen hat, wird dargelegt.
Schlüsselwörter
Der Essay befasst sich mit dem Einfluss von Peergroups auf den schulischen Erfolg in der Sekundarstufe. Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind: Peergroups, schulischer Erfolg, Sekundarstufe, sozioemotionale Funktionen, kognitiv-instrumentelle Funktionen, Bildungsforschung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Peergroups?
Peergroups sind Gruppen von Gleichaltrigen oder Freunden, die besonders im Jugendalter eine zentrale Rolle für die Identitätsbildung spielen.
Wie beeinflussen Freunde die Schulnoten?
Peers können den Erfolg fördern, wenn sie sich gegenseitig fachlich unterstützen, oder hemmen, wenn die Gruppe schulferne Werte priorisiert.
Was ist die kognitiv-instrumentelle Funktion einer Peergroup?
Sie bezieht sich auf die gegenseitige Hilfe bei Lerninhalten, Hausaufgaben oder der gemeinsamen Prüfungsvorbereitung.
Warum ist die Sekundarstufe für diesen Einfluss so wichtig?
In diesem Alter (Klasse 5 bis 10) verbringen Jugendliche viel Zeit in der Schule und die Meinung der Freunde wird oft wichtiger als die der Eltern.
Können Lehrer auf Peergroups Einfluss nehmen?
Ja, durch das Verständnis sozialer Dynamiken können Lehrer gezielt Gruppenarbeiten fördern oder bei negativen Entwicklungen intervenieren.
- Citation du texte
- Johannes Tenbrink (Auteur), 2019, Welchen Einfluss haben Peergroups auf den schulischen Erfolg in der Sekundarstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187857