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Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert

Title: Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert

Essay , 2020 , 6 Pages

Autor:in: Amon Raun (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Coronakrise traf die Menschheit urplötzlich und stellt einen jeden vor Fragen an die Zukunft, die unserer momentanen Ungewissheit Ausdruck verleihen. Der gewohnte Trott des Alltages wich und riss die Menschen aus einer metaphorischen Blase. Man fragt sich über die ökonomischen Auswirkungen des Shutdowns, ob die Gesellschaft sich solidarisch weiterentwickelt, wie die rücksichtsvollen Aufrufe zum Zuhausebleiben scheinen lassen, oder sich die Gesellschaft im Egoismus auflöst, wofür uns das Hamstern von Grundnahrungsmitteln wie besonders Nudeln zu Beginn der Krise ein Beispiel war. Aber auch in individuellen Fragen ist man mit großer Ungewissheit konfrontiert, ob man sobald noch Arbeit haben wird, die Beziehung den neuen prüfenden Bedingungen standhält, usw. Diese Gefühle der Unsicherheit sind verlinkt mit einer Gewissheit der Zukunft, dass was Besitz in unserem Leben markiert, verlustig gehen kann. D.h. Unsicherheit ist wesentlich zukunftsorientiert inmitten einer Welt des Werdens und Vergehens, anders gesagt der Aufbau eines Lebens und der Raub jener Komponenten. Aber was lernen wir aus der Coronakrise über Sicherheit und menschliches Dasein? In dem Zusammenhang beweist sich das Virus als ein erinnernder Impuls an eine Grundeigenschaft unseres Lebens, mit der sich arrangiert werden muss, wie im Folgenden dargestellt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen Dimensionen der Coronakrise und deren Auswirkungen auf das menschliche Grundverständnis von Sicherheit und Ungewissheit. Im Fokus steht dabei die existenzialistische Perspektive, die das Virus als Impuls begreift, die eigene Existenz als kontingent zu akzeptieren und einen produktiven Umgang mit der unvermeidbaren Unsicherheit zu finden.

  • Philosophische Einordnung von Unsicherheit und Risiko
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Illusion von Gewissheit
  • Existenzialistische Ansätze zum Umgang mit Krisen
  • Der Zusammenhang von Freiheit, Angst und Kontingenz
  • Gesellschaftliche Relevanz von Sicherheitsdiskursen

Auszug aus dem Buch

Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert

Die Coronakrise traf die Menschheit urplötzlich und stellt einen jeden vor Fragen an die Zukunft, die unserer momentanen Ungewissheit Ausdruck verleihen. Der gewohnte Trott des Alltages wich und riss die Menschen aus einer metaphorischen Blase. Man fragt sich über die ökonomischen Auswirkungen des Shutdowns, ob die Gesellschaft sich solidarisch weiterentwickelt, wie die rücksichtsvollen Aufrufe zum Zuhausebleiben scheinen lassen, oder sich die Gesellschaft im Egoismus auflöst, wofür uns das Hamstern von Grundnahrungsmitteln wie besonders Nudeln zu Beginn der Krise ein Beispiel war.

Aber auch in individuellen Fragen ist man mit großer Ungewissheit konfrontiert, ob man sobald noch Arbeit haben wird, die Beziehung den neuen prüfenden Bedingungen standhält, usw. Diese Gefühle der Unsicherheit sind verlinkt mit einer Gewissheit der Zukunft, dass was Besitz in unserem Leben markiert, verlustig gehen kann. D.h. Unsicherheit ist wesentlich zukunftsorientiert inmitten einer Welt des Werdens und Vergehens, anders gesagt der Aufbau eines Lebens und der Raub jener Komponenten. Aber was lernen wir aus der Coronakrise über Sicherheit und menschliches Dasein? In dem Zusammenhang beweist sich das Virus als ein erinnernder Impuls an eine Grundeigenschaft unseres Lebens, mit der sich arrangiert werden muss, wie im Folgenden dargestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert: Das Kapitel analysiert die Pandemie als Auslöser für existenzielle Unsicherheit und reflektiert über die menschliche Tendenz, durch Illusionen von Gewissheit flüchten zu wollen, sowie über die Notwendigkeit, Unsicherheit als Teil der Conditio humana anzuerkennen.

Schlüsselwörter

Coronakrise, Unsicherheit, Ungewissheit, Sicherheit, Existenzialismus, Kontingenz, Giorgio Agamben, Albert Camus, Gerd Gigerenzer, Conditio humana, Angst, Freiheit, Philosophie, Risiko, Krisenmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Coronakrise unser menschliches Grundgefühl der Unsicherheit durch die Konfrontation mit der Pandemie wieder in den Fokus gerückt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die philosophische Betrachtung von Sicherheit, das Verhältnis des Menschen zur Zukunft, der Umgang mit existenzieller Kontingenz und der Stellenwert der Freiheit in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Unsicherheit ein wesentlicher Bestandteil menschlichen Lebens ist und dass die Pandemie als erinnernder Impuls dienen kann, sich konstruktiv mit dieser unvermeidbaren Ungewissheit zu arrangieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philosophischen Analyse unter Einbeziehung existenzialistischer Lehren sowie aktueller gesellschafts- und systemtheoretischer Perspektiven.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Kritik an der "Illusion von Gewissheit", der Bedeutung von Kontingenz nach Niklas Luhmann und den existenzialistischen Bewältigungsstrategien im Sinne von Albert Camus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unsicherheit, Existenzialismus, Kontingenz, Conditio humana, Angst und Freiheit.

Inwiefern setzt der Autor die Coronakrise in einen geschichtlichen Kontext?

Der Autor vergleicht die aktuelle Krise mit der Situation der Existenzialisten während des Zweiten Weltkriegs, um zu zeigen, dass Krisenzeiten den Menschen daran erinnern, dass Sicherheit keine dauerhafte Eigenschaft des Lebens ist.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Angst in dieser Krise?

In Anlehnung an Agamben wird die Angst als "schlechter Ratgeber" beschrieben, der jedoch die Fähigkeit besitzt, Dinge sichtbar zu machen, denen wir uns im Alltag normalerweise verschließen.

Warum wird in der Arbeit der Begriff der "Kontingenz" so stark betont?

Kontingenz beschreibt den Zustand, dass menschliches Leben immer auch anders sein könnte; dies zu begreifen, ist laut dem Autor essenziell, um die durch die Pandemie ausgelöste Unsicherheit philosophisch zu bewältigen.

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Details

Title
Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert
College
University of Freiburg  (Philosophisches Seminar)
Course
Hauptseminar: "Sicherheit - Das unmögliche Versprechen. Philosophische Aspekte der Sicherheitsforschung"
Author
Amon Raun (Author)
Publication Year
2020
Pages
6
Catalog Number
V1187875
ISBN (PDF)
9783346620422
Language
German
Tags
Camus Unsicherheit Ungewissheit Corona Weltkrieg Kontingenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Amon Raun (Author), 2020, Wie die Coronakrise an das Grundgefühl der Unsicherheit erinnert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187875
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